Sowas kriegt KI aber mittlerweile doch durchaus brauchbar hin. Nicht in Perfektion, aber so, dass die Vorgabe erfüllt ist Papier zu füllen, das sowieso kaum jemand jemals genauer angucken werden wird, bis es durch das nächste ersetzt werden muss...
Beiträge von Maylin85
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Was die politischen Rahmenbedingungen angeht: Die letzten 20 Jahre gab es in NRW schon viel Abwechslung an der Spitze des Kultusministeriums (CDU, FDP, Grüne). Wenn deren Schulpolitik nicht deinen Anforderungen entspricht, macht es ggf. Sinn, vor der nächsten Landtagswahl die Wahlprogramme der anderen Parteien mit Chancen auf mindestens 5% (SPD, Linke, AfD) insbesondere in den Kapiteln "Bildung und Schule" aufmerksam zu lesen und die Erkenntnisse hieraus in deine Wahl einfließen zu lassen - mit dem Wissen, dass Kompromisse in einer Demokratie immer dazugehören und es keine Partei gibt, deren Positionen zu 100% teilt. Wenn es 80% sind, wäre das schon echt gut.
Ich bin in Sachen Bildungspolitik ganz klar auf AfD-Linie. Ich habe am Kapitel Bildung in deren Programmen insgesamt wenig zu meckern und würde die meisten Ansätze mittragen. Dennoch würde ich diese Partei aufgrund anderer Positionen, die meines Erachtens deutlich mehr Gewicht als Bildungspolitik haben, niemals wählen.
Ich fürchte, im etablierten Parteienspektrum wird es noch dauern, bis sich der Wind dreht und hoffentlich irgendwann eine Abkehr vom Kurs der letzten 2 Jahrzehnte erfolgt.
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Ich spreche jetzt von Fächern wie Geschichte oder Geo. Da schreibt man 2-4 schriftliche Tests im Jahr. Ansonsten gibt es mündliche Noten in gleicher Anzahl. Mehr nicht. Warum sollte ich 20 Tests schreiben?
Ich habe in Geo zu jeder Sequenz Tests geschrieben. Dann habe ich aber 4-5 Testnoten, die die Gewichtung von 4-5 Unterrichtsstunden haben, und der Rest der Note muss aus dem sonstigen Unterrichtsverhalten erwachsen. Hier ein Defizit zu setzen ist schwierig... ich habe das dennoch gemacht, musste aber auch rechtfertigen, wie das denn sein könne angesichts dessen, dass in der Sek I keine Bringschuld bestehe und man doch sicher Leistungen heranholen könne/müsse, blabla. Ganz falsch ist das ja auch nicht, denn zu wenig komplexen, allgemeinen Sachverhalten, wie man sie in Geo Sek I nunmal überwiegend hat, können Schüler auf Aufforderung immer irgendwas beitragen.
Wenn man so blöd ist, die Defizite bereits zum Halbjahr zu setzen, schreibt man sich auch noch dumm und dämlich an Förderplänen und führt die entsprechenden Förderplangespräche, nur um dann festzustellen, dass der ganze Aufwand angesichts der Notenverschenkerei der Kollegen verpufft und die Schüler eh durchrutschen. Oder dass Kollegen in der Zeugniskonferenz regelmäßig doch noch ihre Noten hochsetzen, wenn die SL lange genug bohrt.
Im nächsten Jahr überlegt man sich, ob man sich das alles noch antut.
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Gymshark Ich wäre eine furchtbare Führungskraft und auch nicht gut in der Entwicklung platziert. Ich bin null diplomatisch, ungeduldig und neige zum inneren Blockieren und Bocken, wenn was gegen meine Vorstellungen läuft. Und im Schulsystem läuft vieles gegen meine Vorstellungen. Also nein, niemals würde ich sowas anstreben 😄
Eigentlich würde ich nur gerne unter nervenschonenden Rahmenbedingungen mein Kerngeschäft gut und ordentlich und mit einem gewissen Wirkungsgrad erledigen. Mich frustet, dass sich Schule (in meinem Erleben) immer nur verschlimmert und man jeden Tag dabei zusehen kann, wie ganze Schülergenerationen systemisch gegen die Wand gefahren werden.
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Darf ich mal ganz doof fragen: Hast Du denn dann mal darüber nachgedacht was anderes zu machen? Ich stelle es mir im Schulsystem schwierig vor, wenn man das Gefühl hat, dass das System kaputt ist.
Natürlich, ständig. Aber nicht zum Preis späterer Altersarmut, also werde ich mich wohl die nächsten 30 Jahren durchs Berufsleben motzen 😄
Und vielleicht schafft man es irgendwann ja nochmal, eine Nische zu finden, die noch funktioniert.
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Ich hab keinerlei Illusionen, dass da noch irgendwas reparierbar ist. Besteht ja auch gar kein politischer Wille zu.
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NRW wollte auf Teufel komm raus höhere Abiturquoten und hat die Rahmenbedingungen entsprechend gesetzt. Vielleicht ist es in anderen Bundesländern ja tatsächlich anders und NRWler-Beiträge daher schwer nachvollziehbar, aber hier hat die Erprobungsstufe den Namen eigentlich nicht verdient, denn ein echtes Sortieren ist weder gewünscht noch vorgesehen noch möglich.
Und es reicht auch nicht, wenn SL "Eier" haben, sie müssen aufnehmen. Genauso wie man bei Überanmeldungen nicht erstmal Schüler mit Gymnasialempfehlung vorziehen darf, sondern losen muss. So sieht verfehlte Schulpolitik aus.
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Nein, aber die Lösung ist nicht eine Option für die Reichen zu schaffen, die gleichzeitig noch massive Nachteile hat. Nämlich die Eltern, die ihr Kind aus idiologischen Gründen und nicht aus Bildungsgründen rausnehmen. Sind wir doch mal ehrlich. Die Eltern, die ihr Kind aufgrund der besseren Bildungschancen zu Hause betreuen wollen, sind relativ wenige. Diejenigen, die mit unserem Wertesystem nicht einverstanden sind oder bestimmte Werte vermittelt haben wollen, sind doch die große Mehrheit der Home-Schooling-Nutzenden.
Zu 2)
Das ist eine Sicht, die dann passiert, wenn die Schule schlechte Arbeit leistet oder die Situation an der Schule schon problematisch ist. Im Idealfall sind die Leistungsträger Vorbild für die anderen Kinder und tragen positiv zum Klassenklima bei. Und trotzdem werden sie gefördert und gefordert. Ich würde sogar behaupten, dass das in meinen Klassen zu 90% funktioniert. Und diese Kinder werden sogar besser gefördert als im Homeschooling. Einerseits lernen sie im Kontakt mit schwächeren Schülern Dinge, die sonst nicht lernen. Einem schwächeren Kind etwas zu erklären, bringt auch für das leistungsstarke Kind Vorteile. Dann profitieren leistungsstarke Kinder auch von anderen leistungsstarken Mitschülern. Vielleicht gibt es auch mal Kinder, die in Sprachen schlecht aber in Mathematik gut sind. Und letztlich haben wir als Schule viel mehr Forder- und Fördermöglichkeiten als die Eltern Zuhause. Auch sind wir in der Regel besser ausgebildet. usw.Zu 1: Dazu hätte ich gerne Zahlen (konkret auf Deutschland bezogen, nicht auf amerikanische Evangelikale o.ä.). Ich erlebe das anders, aber das kann natürlich auch an meiner Blase liegen.
Zu 2: Zeige mir eine einzige Schule im Ruhrpott, wo die Situation NICHT "schon problematisch ist" 😉
Die Mär von dem leistungsstarken Schüler, der davon profitiert dem Schwächeren was zu erklären (statt in der Zeit selbst Neues zu lernen) ist so ausgelutscht, ich kann das nicht ernst nehmen. Sorry. Und auch nicht die angeblich so tollen Forder/Fördermöglichkeiten zwischen Personalmangel, Inklusion, Verhaltensauffälligkeiten, etc. pp. Einerseits sehen sich viele Kollegen mittlerweile primär als Brandlöscher, andererseits wird dort angeblich so toll individualisiert gefördert (schlägt sich nur leider nicht in Leistungsstudien nieder, sehr komisch).
Ich kanns nicht mehr hören und ich glaube es auch nicht. Jede einzelne Leistungserhebung zeigt sehr klar auf, dass die Bildungsqualität schlecht ist und keine Trendwende zu erkennen ist. Also lasse man die Eltern doch bitte selbst nach erfolgreicheren Alternativen schauen, wenn sie das möchten und können.Aber ich nehme zur Kenntnis, dass die Ansichten weit auseinandergehen, und widme mich jetzt dann doch mal meinen lange ignorierten Klausurstapeln 😊
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Ich bin froh um jede Schüler:in und jeden Schüler, der kommt und annähernd beschulbar ist.
Mit Kindern, die von den Eltern Unterstützung erfahren, ist sehr vieles sehr viel einfacher und für die Lehrkraft angenehmer. Diese Garantie hat man aber nicht (hatte man noch nie) und das System muss dahingehend angepasst werden, dass man Kinder beschulen, fördern und herausfordern kann, auch wenn Eltern sich gar nicht um schulische Belange kümmern wollen oder können. Denn die Herausforderungen sind, zumindest an meiner Schule, mehr und vielfältiger geworden.
Das ändert sich aber nicht dadurch, dass Eltern ihre Kinder zu Hause beschulen. Die Klassen bleiben gleich groß und jede Lehrkraft hat noch mehr Kinder, die besondere Förderung in irgendeiner Form benötigen. Das ergibt sich durch die Segregation über Wohngebiete und Privatschulen oder kirchliche Trägerschaften mit Ablehnung jetzt schon, samt Eltern, die sich einbringen und die Kassen des Fördervereins füllen.
Es führt gerade nicht dazu, dass die Schulen, die sich den benachteiligten Schüler:innen annehmen, besonders unterstützt und besser ausgestattet werden.
Das Sparen in der Bildung führt dazu, dass es sich die Probleme verschärfen.Okay, in meiner Utopie würden die freigesetzten Ressourcen dorthin fließen, wo es nötig ist. Du magst Recht haben, dass es in der Praxis anders aussähe.
Dennoch haben Eltern aktuell nur die Wahl, ihr Kind aus dieser Umgebung rauszuziehen und zu schützen, oder es halt unter den Bus zu schleudern. Meine Schwester zittert jetzt schon, was sie machen, wenn der Neffe in 2 Jahren keinen Platz an der einzigen konfessionellen Schule im Ort bekommen sollte. Hier mit Homeschooling eine ergänzende Option zu schaffen, fände ich sinnvoll. Wir sollten doch alle ein Interesse daran haben, dass möglichst viele Kinder möglichst gute Grundlagen mit auf den Weg bekommen - wo auch immer das dann passiert.
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Das ist doch gesellschaftlich ein riesiges Problem. Wer Geld hat, kauft sich gute Bildung. Und wer kein Geld hat, bekommt nur das Standardprogramm. Das fördert doch gerade die soziale Ungleichheit, die schon jetzt ein großes Problem in Deutschland ist. Dann ist die Bildung noch stärker vom Elternhaus abhängig.
Und das die Schulen dann froh sind, klappt auch nicht. Erstmal brauchst du in deiner Lerngruppe eine Menge X an guten Schülern, die dein Unterricht vorwärts bringen und auch das Klassenklima beeinflussen sowieso als Vorbild dienen. Ich habe noch keine Lehrkraft erlebt, die es gut fand, wenn Leistungsträger die Klasse verlassen.
Und das wir dann kleinere Klassen bekommen, ist doch wohl utopisch. Am Ende spart sich das Land ein paar Lehrerstellen und freut sich.Also ist die Konsequenz, dass bitteschön alle schlechte Bildung zu erdulden haben? Wem genau hilft das denn? Gesamtgesellschaftlich sicherlich auch keine Sternstrategie.
Den zweiten Absatz verstehe ich aus Lehrersicht, nicht aber, wenn du auf das Wohl des einzelnen Kindes schaust. Denn das wird genötigt, ggf. unter seinen Möglichkeiten zu bleiben und auf bessere Beschulung zu verzichten, um Zugpferdchen und sozialen Prellbock für Mitschüler zu spielen. Es muss erlaubt sein, dass auch leistungsstarke und sozial in der Spur laufende Schüler eine für sie adäquate Lernumgebung bekommen..
Ich mache den Grundschulen gar keinen Vorwurf und bessere Förderung würden wir wohl alle befürworten. Die gibt es aber nunmal nicht und ich persönliche glaube an der Stelle auch nicht an die große Revolution. Fakt ist hier aber nunmal, dass die meisten Eltern in meinem Dunstkreis zu Hause eh schon selbst beschulen, weil die Schule es nicht mehr richtig schafft. Dann kann man es konsequenterweise auch direkt komplett erlauben.
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Klassenkampf, ach so; Vielleicht sehe ich auch falsche Dokus, aber:
Es würde vielen Menschen (und Ländern) wirklich besser gehen, wenn Kinder, die kaum andere "Qualifikationen" als einflussreiche bzw. schwerreiche Eltern haben, auf "normale" Schulen gehen würden, als zum Beispiel auf Schweizer Eliteinternate. Es nützt der Welt nichts, wenn die "Elite" sich abschottet. Es geht ihnen um Karriere und vor allem Geld.
Wenn es darum ginge, beste Bildung zu erhalten, um Zustände erträglicher zu machen, um zum Beispiel dein "Chaos" in deiner Schule zu verhindern, würden "die Reichen" ihre Kids nicht in einer fragwürdigen Umgebung erziehen lassen.
Zugegeben, das ist ein Extrembeispiel. Aber so fängt es an, und dann denken die Absolventen solcher Schulen, sie können sich "alles leisten".
Die wirklich Elite wird sich immer abschotten. Irgendwo auf der Welt gibts tolle Schulen, die man sich in diesen Kreisen schon leisten kann. Um diese sehr kleine Gruppe geht es mir aber gar nicht, sondern eher um die normale Mittelschicht, die einfach nur sicherstellen möchte, dass ihr Kind eine solide Grundausbildung bekommt. Die hiesigen Grundschulen leisten das nicht mehr und viele Kinder bleiben unter ihren Möglichkeiten, weil sie in den gegebenen Strukturen untergehen. Wenn diese Eltern sich dazu entscheiden, lieber auf häuslichen Unterricht zu setzen, ist das meines Erachtens verständlich. Die Schulen wiederum können angesichts der heterogenen Schülerschaft mit unterschiedlichsten Förderbedarfen froh sein um jeden Schüler weniger und damit kleinere Lerngruppen.
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Man hat aber vorher noch Klasse 5-10 oder 11.
Es fällt doch nicht erst im Abitur auf, dass die Leistungen schwach sind.
Sicher, aber du müsstest hier flächendeckend halbe Klassen abschulen. Das passiert in der Praxis nicht.
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Warum brauchen diese Kinder der „Bestenauslese“ denn nun plötzlich Förderung und kommen im gymnasialen Unterricht nicht zu den Spitzenleistungen, die dir so wichtig sind?
Und warum ist die Förderung am Gym überhaupt schlecht?
Wir schmeißen die Themen Homeschooling und Übertrittsquote zum Gymnasium gerade durcheinander.
Bei Privatlehrern/Homeschooling gehts doch gar nicht um Schulformen, sondern primär darum, in Ruhe und ungestörter als in Schulen lernen zu können. Auf welchem Level auch immer. Ich denke dabei in erster Linie an Grundschulen, die ja mittlerweile nichtmals mehr Basisfähigkeiten wie flüssiges Lesen, Schreiben und Grundrechenarten so stabil vermittelt bekommen, dass man bei Fünftklässlern am Gymnasium davon ausgehen kann, dass die entsprechenden Kompetenzen vorhanden sind. Viele Homeschooler nutzen Homeschooling ja insbesondere in den ersten Jahren und gen Abschluss wechseln die Kinder/Jugendlichen dann doch an eine richtige Schule. Dagegen spricht meines Erachtens auch nichts.
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Du fühlst auch nie den Drang zu belegen, was du so meinst, oder? Abgesehen davon, dass von den sozialen Folgen die Rede war und nicht von beruflichem Erfolg.
Nee, den fühle ich bei allgemein bekannten Tatsachen eher nicht.
Wenn der berufliche Erfolg am Ende stimmt, können die sozialen Folgen nicht so gravierend sein, dass am Ende überproportional sozial dysfunktionale Menschen dabei herauskommen.
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Das Problem ist doch dann, dass ihr die Kinder nicht rechtzeitig auf eine andere Schule schickt. Das Problem ist doch, dass das Abitur dann zu einfach ist. Aber deswegen brauche ich eine Quote. Dann muss ich halt das Niveau erhöhen.
Das passiert aber nicht. Und das Abitur ist dermaßen einfach, die Erwartungshorizonte so gestrickt, dass es damit ja durchaus am Ende dann auch noch reicht, um erfolgreich durchzurutschen. Der Fehler ist systematisch; das Abitur ist zu einfach.
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Teilweise sind es aber auch die Gymnasien selbst... Manche schielen durchaus hauptsächlich darauf, die Mindestschülerzahl zu bekommen, um nicht zu schrumpfen. Warum werden Kinder angenommen, die nicht die entsprechende Empfehlung der Grundschule haben?
Weil sie angenommen werden müssen. Unsere Unterstufenkoordinatorin hat sich den Mund fusselig geredet, um Eltern von der Anmeldung abzubringen. Einmal da, bleibt der Großteil, weil a) Schulplätze an anderen Schulformen fehlen und das Schulamt entsprechend Druck ausübt, und b) die Lokalpresse sehr heftig gegen Gymnasien mit hohen Abschulquoten geschossen hat. Die schlechte Presse wollte die Schulleitung dann wiederum nicht. Mindestschülerzahl war nie das Problem, wir hatten immer mehr Anmeldungen als Plätze (und mussten dann losen).
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Das intendiert, dass Reiche nur intelligente Kinder haben, die schnell lernen?
Oder aber sie benötigen die 1:1-Betreuung, während die anderen in den staatlichen Schulen auch mit 30 anderen Kindern die Inhalte erlernen.
Deine Ideen setzen uns ins Mittelalter zurück, Schulen bzw. Privatlehrer nur für Reiche. Die Beschulung anderer kam mit der Reformation.
An der derzeitigen Segregation sieht man jetzt schon, wo das Geld bleibt und welche Schulen unterstützt werden. Dies zu forcieren wird den Zusammenhalt der Gesellschaft nicht fördern, sondern weiter untergraben.
Statt dort zu unterstützen, wo du das Chaos versorgest, forderst du, diese Schüler dem Chaos zu überlassen, mit allen Folgen, die daraus entstehen.Man muss daraus keinen Klassenkampf machen, sondern kann es einfach ganz schnöde dabei belassen, dass Leute, die es sich leisten können, ihren Kindern ruhig die für sie beste Bildung zukommen lassen können. Oder geht es irgendwem anders besser, wenn diese Kinder sich in staatlichen Schulen schlechterer Förderung aussetzen müssen?
Der aktuelle Ansatz nivelliert das Gesamtniveau nach unten. Wenn sich Einzelnen daraus retten können, und sei es über Privatschulen oder Privatlehrer -> schön, herzlichen Glückwunsch! Das nimmt den anderen doch nichts weg.
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Hm, ich weiß ja nicht, wo du genau tätig bist und welche Schulen du mit dieser Äußerung meinst. Ich behaupte, dass in den Schulen hier in der Umgebung kein "Chaos" herrscht.
Das freut mich und spricht für deine Region 😊
Hätte ich eigene Kinder, die hier irgendwo beschult werden müssten, würde ich alle Zelte abbrechen und umziehen.
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Solche Gewohnheiten setzen sich auch in anderen Kulturen fort und durch:
Warum sonst kommt man auf 20% und auf „Bestenauslese“?
Wer sagt denn, dass die anderen nicht auch zu den Besten gehören.
Warum schaffen 50% das Abitur, offenbar sind sie dafür ja gebildet genug, dies am Gym, GeSa oder BBS ablegen zu können.
Wozu genau braucht es eine Vorgabe, dass nur bestimmte Kinder im Alter von 10 Jahren auf das Gym wechseln dürfen?
Und ja, es gibt Studien dazu, wen dies begünstigt.Palim, ich würde so gerne mal Screenshots aus Abiturprüfungen in die Welt schicken. Was hier für ein Abitur ausreicht, kann sich niemand auch nur ansatzweise vorstellen. Und es ist eben das Ergebnis davon, dass jedes ungeeignete Kind sich anmelden darf, wo es die Eltern halt möchten, und keinerlei Auslese mehr stattfindet -> das Gesamtniveau crashed ins Bodenlose.
Mir ist ehrlich gesagt total egal, wen das begünstigt. Wichtig ist, dass das Unterrichtsniveau für einen Teil eines Schülerjahrgangs auf einem gewissen Level gehalten werden kann und das funktioniert nunmal nicht, wenn aus sozialromantischen Gründen angeblich verkappte Genies mit im Raum sitzen, die leider nicht das nötige Gesamtpaket mitbringen, um mithalten zu können. Wenn zu diesem Gesamtpaket auch das Elternhaus und die häusliche Förderung gehören, dann ist das eben so.
Und nochmal: wer entsprechende Leitungen erbringt, findet auch andere Wege zum Abitur.
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Ist das so?
Oh ja.
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