Beiträge von Maylin85

    Ich habe mal so gar kein Verständnis für Risikogruppenzugehörige, die freiwillig zur Arbeit kommen. -Einfach, weil durch dieses Verhalten latent doch wieder Druck auf andere ausgeübt wird oder zumindest Unruhe erzeugt wird, wenn das Getratsche losgeht wieso Kollege x denn nicht auch zumindest für ein paar Stunden... etc. pp.

    Ich vertrete auch Kollegen aus Risikogruppen und kann mir schöneres vorstellen, aber dennoch ist es exakt richtig so.

    Die Schüler werden auch mit Vertretung klarkommen (egal ob Unterricht über Prüfung), da wird auch ein bisschen arg viel Geschiss gemacht teilweise..

    Solange Schulen nicht systematisch über mehrere Wochen im Rahmen von Feldstudien durchgetestet werden, finde ich jede Art von Aussage zur Rolle von Schulen im Infektionsgeschehen hochspekulativ.

    Basierend auf den wenigen vorliegenden Erkenntnissen halte ich ganz persönlich die offizielle Haltung, dass das Risiko mit Abstandsregeln und ein bisschen lüften schon gut kalkulierbar ist, aber zumindest für hochgradig fragwürdig.

    Das teilweise hier vermittelte Bild, dass die "gesamte Luft voller ansteckender Viren ist und alle anderen Anwesenden eine hohe Ansteckungsgefahr haben", wenn nur ein Infizierter im Raum sitzt und vor sich hin atmet entspricht nicht der Realität und ist auch nicht mit dem realen Ansteckungsgeschehen der letzten 2 Monate vereinbar.

    Auf welche Basis stützt du diese Aussage? Ich finde das schwierig einzuschätzen, weil genau die Situationen, in denen Menschen in geschlossenen Räumen sprechend oder singend oder sonstwas ausdünstend längere Zeit miteinander verbringen, durch die Schließung von Gastronomie, Schulen, Fitnesstudios etc. ja gar nicht mehr im normalen Ausmaß stattgefunden haben. Die Wirkung der Wiedereröffnungen wird höchstwahrscheinlich auch erst deutlich zeitversetzt sichtbar werden. Gerade wenn junge Leute häufiger symptomlos bleiben, können Übertragungen mit Ursprung in der Schule auch erst an x. Stelle der Infektionskette im außerschulischen Bereich sichtbar werden, was dann möglicherweise erst 4, 6, 8 Wochen nach Öffnung sein mag.. insofern finde ich das Infektionsgeschehen der letzten Wochen für den Aerosol-Aspekt ziemlich wenig aussagekräftig. Aber vielleicht übersehe ich ja auch einen Aspekt.


    Wieso eigentlich Schwangere? Ich hab irgendwo gelesen, dass es (im Gegensatz zur Sachlage bei Vorerkrankungen) gar keine Hinweise darauf gibt, dass Schwangere ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf hätten. Dass Schwangere gegenüber Vorerkrankten einen höheren Schutz zugesprochen bekommen, ergibt für überhaupt keinen nachvollziehbaren Sinn.

    Na dann: Wann wäre denn Deiner qualifizierten Meinung nach der richtige Zeitpunkt? Und jetzt bitte kein Verweis auf R0. Der ist nämlich auch 1 wenn es genau nur 1 Infizierten gibt und dieser genau eine weitere Person ansteckt. Wirklich gute Ideen bezüglich Schutzkonzept, welche Jahrgangsstufen, zu welchem Zeitpunkt etc. habe ich bislang nur von Moebius gelesen und das ist auch schon eine Weile her. Die Skeptiker sind eigentlich immer nur skeptisch. Irgendwas Konstruktives war da noch nicht dabei. Oder ich hab's überlesen.

    Ich glaube, für diese Frage gibt es kein wirklich zufiedenstellendes Konzept.

    Mal utopisch ins Blaue gesponnen... gut fände ich z.B. eine Kombination aus Präsenzunterricht mit einer überschaubar großen Gruppe unter paralleler Zuschaltung der Restgruppe per Videokonferenz. Auf diese Weise könnte wieder Unterricht nach Stundenplan stattfinden, ein Teil der Schüler könnte von zu Hause aus mitarbeiten und und Schüler ohne technische Voraussetzungen oder mit stärkerem Betreuungsbedarf könnten (je nach Anzahl pro Klasse ggf. auch rollierend) wieder in die Schule zurückkehren.

    Scheitert vermutlich an den technischen Voraussetzungen in vielen Schulen, bei uns wäre das vermutlich aber sogar durchaus möglich.

    Schüler hat in der Woche 2 Stunden Bio.

    Nun wird die Klasse geteilt, hat aber immer noch 2 Stunden Bio.

    Ergo: Lehrer hält 2x die 2 Stunden Bio.

    So läufts an einigen Schulen.

    Klar, die Alternative wäre: der LEHRER hält 2x 1 Stunde Bio, aber dann würden die armen Kinder ja weniger lernen.......

    Okay, aber DAS kann ja eigentlich nicht sein, denn auf diese Weise verdoppelt sich die Unterrichtszeit für den Lehrer ja quasi. Ohne Entlastung an anderer Stelle, kann das meines Erachtens nach nicht zulässig sein.

    Bei uns sind die Kurse vollständig anwesend, werden aber auf 3 Räume verteilt und wir wandern dann halt umher. Das geht, solange nur ein Jahrgang da ist und solange man nicht erwartet, dass jedes Fach tatsächlich jede Woche stattfindet. Wie es organisatorisch gelöst wird, wenn wieder mehr Jahrgänge kommen sollen, weiß ich nicht - bin sehr gespannt! So wie oben beschrieben kann es jedenfalls eigentlich nicht richtig sein.

    Ah.. danke! Ich hab mich gewundert, dass das nirgends mehr diskutiert wurde.

    Es ist ja auch irgendwie nicht verständlich, wieso man solche Dinge vor Veröffentlichung nicht einfach einmal richtig durchdenken kann und dann EINEN verbindlichen Erlass erlässt, statt ständig neue Varianten in die Welt zu setzen.

    Ich fand die Videovariante eigentlich gar nicht schlecht (sofern technisch zu bewältigen).

    Bei uns gibt es keinen Schlüssel. Gleichberechtigung ist hier halt nur schwer möglich - evtl. entsteht die irgendwann dadurch, dass Präsenz und Homeschooling ja im Idealfall durchwechseln und jeder mal von beidem betroffen sein wird.

    Wie viel Zeit man im Homeschooling aufwendet, ist ja jedem individuell selbst überlassen. Ich habe gerne viel Feedback gegeben, als ich 100% Zeit dafür hatte. Wenn sich das jetzt ändert, gibt es das eben nicht mehr und der Großteil der Aufgaben wird aus dem Durcharbeiten von Schulbuchaufgaben bestehen. Dazu lade ich dann zeitversetzt die Lösungen aus dem Handbuch hoch und mehr ist eben im Wesentlichen nicht mehr drin.

    Das stimmt natürlich, heißt aber im Umkehrschluss auch, dass es keinen Grund gibt anzunehmen, dass Kinder dieses spezielle Virus nun in geringerem Ausmaß verbreiten als alle anderen. Gehen wir also davon aus, dass alle Altersgruppen gleichermaßen zur Verbreitung beitragen können, dann muss auch in allen Bereichen des öffentlichen Lebens weiterhin darauf geachtet werden, dass keine größeren Gruppen zusammen kommen und Abstände eingehalten werden usw. Mir geht es gar nicht darum, Kinder als Virenschleudern zu stigmatisieren oder dergleichen, sondern nur darum, dass ich unter diesen Voraussetzungen noch überhaupt keine Perspektive für einen sich normalisierenden Schulalltag in absehbarer Zeit sehe. Eben WEIL man so wenig Konkretes weiß, sollte man die schrittweisen Öffnungen und ihre Auswirkungen sehr genau beobachten.

    Naja, "schlimm" ist ja relativ. Kinder sind bei fast allen Krankheiten muntere Spreader und es gibt ja inzwischen genügend Untersuchungen, dass Kinder sich auch mit Covid-19 nicht nennenswert seltener anstecken als Erwachsene. Die Tatsache, dass sie dann überwiegend symptomfrei unterm Radar fliegen, sehe ich schon als recht problematisch an.

    Möglicherweise sind die Ischgl-Partygäste aber auch tendenziell eher kinderlos gewesen und daher hat die Ausbreitung einen Weg genommen, bei dem Kinder erstmal keine große Rolle spielten, da sie keine unmittelbaren Kontaktpersonen der Erstinfizierten waren. Wie es ausgesehen hätte, wenn sich das Virus über Kontaktketten bis zu den Kindern verbreitet hätte und die Schulen weiterhin offen geblieben wäre, weiß halt niemand.

    Ich hatte das an Karneval. Lag eine Woche richtig übel flach und habe erst in den Osterferien wieder meine erste vollendete Joggingrunde geschafft, nachdem ich noch 6 Wochen später beim Sport das Gefühl hatte zu ersticken und einfach keine Luft bekommen habe. Mir kommt das aber tendenziell zu früh vor für Corona, so richtig ein Thema wurde es ja erst ein paar Wochen danach.

    Wäre trotzdem interessant zu testen.

    Was kostet so ein freiwilliger Test, weißt du das Kris24?

    10 Springstunden finde ich schon echt heftig. Ich hatte nie mehr als 2 + 2 Vertretungsbereitschaften und ich kenne auch keinen Kollegen, der jemals mehr als eine Springstunde oder Bereitschaft am Tag liegen hatte. Wir sind allerdings auch keine Ganztagsschule, vielleicht komprimiert das unsere Pläne.

    Beim vorliegenden Fall finde ich die Zeiten an sich auch okay, allerdings nicht in Kombination mit der Tatsache, dass die Kollegen deutlich weniger Leerlauf zwischendrin haben. Ich würde in der "freien" Zeit allerdings auch nur an MEINEN Vorbereitungen arbeiten und der Schule/den Kollegen keine Hilfe bei der Korrektur von irgendwelchen Sachen schenken. So wie dieser Plan angelegt ist, müsste es eigentlich möglich sein die Springstunden so zu nutzen, dass man mit einem "echten" Feierabend nach Hause geht und dort tatsächlich nicht mehr viel machen muss. Ob die Präsenzverpflichtung zulässig ist, würde ich auch noch einmal genau abklären.

    Mal davon abgesehen, finde ich das Beispiel mit dem Bankmitarbeiter etwas unpassend, denn wir Lehrkräfte brauchen doch sicherlich kein Kopierpapier in der Schule zu bezahlen.

    Wir schon. Patrone stellt der Träger, Papier muss selbst bezahlt werden. 0,01€ pro Kopie.

    Finde ich auch, passt aber für mich ins Bild. Man kann nicht bei jedem Einzelfall (oder 2, was macht das schon^^) die Schulen wieder schließen, denn diese Fälle werden mit steigenden Schülerzahlen in den Schulen perspektivisch mehr oder weniger zum Regelfall werden. Da ist es doch sehr praktisch, wenn man die passende Richtlinie in der Schublade hat, um den Betrieb weiter aufrecht erhalten zu können.

    An einer Schule hier in der Stadt sind 2 Abiturientinnen positiv getestet worden. Schule bleibt offen und die Mitschüler, die letzte Woche noch mit im gleichen Raum saßen, dürfen auch weiter zum Unterricht kommen. Nach Auffassung des Gesundheitsamtes reicht die Wahrung der Abstandsregeln in den Schulen, um eine Kategorie 1 Gefährdung auszuschließen.

Werbung