Beiträge von Maylin85
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Sorry, ich finde diesen ganzen Schwachsinn manchmal echt unerträglich. Wenn ein staatliches Organ sich nicht ganz normal wie jeder andere Arbeitgeber auch als potentiellen Betätigungsbereich in einer staatlichen Schule vorstellen darf, können wir den Laden hier auch langsam endgültig zu machen. Das ist doch alles nur noch maximal absurd.
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Modell Bundeswehrfreie Schule, bei manchen hackts doch einfach nur noch..
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Wenn ich an meine Oberstufenzeit zurückdenke, dann war die erheblich eigenverantwortlicher gestaltet, als das, was ich heute sehe (und selbst mache). Wir haben keinen Methodenleitfaden bekommen, keine Probeklausuren, keine Themenzusammenfassungen, Extraübungsaufgsben, keine xfachen Nachfragen und zweiten Chancen bei verpassten Abgabedeadlines usw.. Heute ist Oberstufe schon sehr viel serviceorientierter. Dass der Eine oder Andere auf die Nase fällt, wenn das an der Uni plötzlich wegbricht, wundert mich nicht.
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Nein, sieht man sich die Vergleichsstudien an, steigt der Durchschnitt nicht. Die letzten Ergebnisse sind für ein reiches Land wie unseres ohne Frage schlecht. Es verzerrt aber mMn trotzdem die Wahrnehmung an den weiterführenden Schulen zu einer noch dramatischeren Wahrnehmung.
Die Wahrnehmung speist sich halt aus dem, was man im Alltag sieht. Und was sich letztlich auch in den Leistungserhebungen zeigt.
Vielleicht könnte man an den neuralgischen Übergangsstellen Förderschleifen einbauen für diejenigen, die noch nicht auf dem angemessenen Stand angekommen sind. Ich halte diese ganze Differenziererei für völlig fehlgeleitet und würde ein vorübergehendes Splitten in Fördergruppen sehr befürworten.
Da Trends auch im Bildungswesen meist in Wellen verlaufen und der aktuelle Ansatz im Ergebni an allen Ecken und Enden krachend scheitert, bin ich allerdings vorsichtig guter Hoffnung, dass wir im nächsten Jahrzehnt sowieso eine Trendwende in Sachen gemeinsames Lernen und zwanghafte Vereinheitlichung sehen werden 😊
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Die vorhandenen Forschungsdaten sagen etwas anderes. Daraus geht hervor, dass die Leistungsstarken durch die Heterogenität keine Leistungseinbußen haben. Wie Palim schon geschrieben hat, ist es kein Hexenwerk, auch die Leistungsstarken in solchen Gruppen zu beflügeln. Schon meine Grundschullehrerin in den 80ern konnte das. Genauso, wie sie die "Schwächeren" mitnehmen konnte, die den größeren Teil meiner Klasse ausmachten (tiefes Ruhrgebiet).
Dieser Befund ist zumindest mal interessant, wenn gleichzeitig immer mehr Kinder übertreten, die keinen fehlerfreien Satz mehr schreiben können. Oder was genau wird da gemessen?
Steigt der Leistungsdurchschnitt denn tatsächlich oder "kann" er nur theoretisch steigen?
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Ja, aber es könnte auch sein, dass die Schüler:innen erheblich besser gefördert werden, wenn sie mit geringeren Kompetenzen kommen und doch einigermaßen fähig gehen, trotz Zweitsprache, Corona, Inklusion ohne Ressourcen …
Das, was du als „Einheitskuddelmuddel“ darstellst, bewerte ich ganz anders, weil es vielen Schüler:innen Möglichkeiten eröffnet, die sie im Gleichschritt nicht hätten. Das bevorzugt oder bedient ja nur die Kinder, die sich genau auf dieser Einheitslinie befinden, alle anderen nicht und das sind weit mehr.
Warum sich Kinder in der GS langweilen, weiß ich nicht, muss man nicht, es sei denn, das Arbeitsverhalten stimmt nicht. Das wird es dann auch in der weiterführenden Schule nicht.
Verstehe ich. Ich glaube auch gerne, dass der Ansatz für Kinder mit Schwierigkeiten oder Förderbedarf besser funktioniert. Mir geht es aber auch explizit um die anderen. Es mag sein, dass bei dir alles gut läuft und auch diese Gruppe gut gefördert wird, den Eindruck habe ich hier aber oftmals weder als Klassenlehrerin am Gymnasium in Klasse 5 noch als "Freundin erzählender Eltern" gehabt. Eher scheint es so, als kippen die Leistungsstarken einfach hinten über und werden niveautechnisch mit runtergezogen - wäre es anders, würden mehr Kinder mit angemessenem/erwartbaren Kompetenzstand an den weiterführenden Schulen anlanden.
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Du hast das den Grundschulen (ab Klasse 2) unterstellt. Maylin ist am BK - keine Ahnung, wie es da läuft.
Meine Grundschule hat bei der Einschulung differenziert nach Bonzen-Neubaugebiet und "hinter der Bahn", wo die sozioökonomisch schwächeren Schüler herkamen. Die Kinder aus dem Dorf, die noch dazu kamen, wurden auf Basis der Einschätzung des Leistungsvermögens durch die Kindergarten-Vorschule entsprechend zugeteilt. Soweit ich hörte, ist das immer noch so.
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Ich finde die Einschätzung schlicht falsch.
Es geht aber nicht um subjektive Einschätzung, sondern erstmal um das objektiv schlechtere Abschneiden in Leistungsmessungen. Das wirft imo Fragen auf, was denn anders geworden ist.. und wenn ihr hier recht einhellig von größerer Heterogenität und nicht mehr erfüllten Eingangsvoraussetzungen berichtet, die die Arbeit erschweren (was ich völlig plausibel finde), frage ich mich, ob die normal entwickelten Schüler da nicht unterm Strich zu kurz kommen. Denn Fakt ist, dass immer weniger Kinder mit dem eigentlich vorgesehenen Leistungsstand an den weiterführenden Schulen (und zwar über alle Schulformen hinweg) ankommen. Diesen Abwärtstrend muss man doch irgendwie aufhalten. Dazu passt auch, wie viele Eltern in meinem Freundeskreis gottfroh sind, wenn die Grundschulzeit endlich rum ist, weil ihre Kinder sich da langweilen und von Mitschülern gestört führen und nicht vorwärts kommen. Für die wäre eine leistungsstärkere Klasse vermutlich ein Segen gewesen.
Aber wie gesagt -> ich erkenne an, dass das alles nicht geht und alle in diesem Einheitskuddelmuddel mitschwimmen müssen.
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Ich danke dir von Herzen. Ich wurde diesbezüglich als vollkommener Spinner hingestellt. Vielleicht schärft es dann doch das Bewusstsein, dass eben doch nach Homogenität eingeordnet wird.
Ich hab den Eindruck, wir sind evtl. in einer ähnlichen Region gestrandet und hier laufen Dinge evtl. anders, als woanders 😉
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Die von Frozen beschriebene A/B Einteilung kenne ich übrigens auch. Die ergab sich am Gymnasium aber meist aus dem Einzugsgebiet und wurde nicht bewusst so angelegt. Wenn neue Schüler quer dazu kamen, hat man dann allerdings schon geschaut, wo sie leistungstechnisch am besten reinpassen.
An meiner aktuellen Schule wird in einigen Bildungsgängen, in denen die Schüler schon aus dem Vorjahr bekannt sind, scheinbar ebenfalls so eingeteilt. Jedenfalls wurde mir erklärt, dass in die A "die Fitten" kommen. So direkt ausgesprochen hatte ich es bis dato bisher aber auch noch nie gehört.
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Ich hab schon verstanden, dass meine naive Außensicht nicht auf GS Realitäten passt. In meiner Vorstellung reichen da 2 Gruppen: eine, in der man normal "wie früher" starten kann und eine, wo der diverse Förderbedarf gesammelt wird. Aber ich verstehe schon, das geht alles irgendwie nicht.
Ich nehme als Quintessenz aus solchen Fäden dennoch mit, weiter darauf hinzuwirken, dass meine Neffen bitte auf einer nichtstaatlichen Schule eingeschult werden.
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Das Konzept heißt, einen Mindestvorrat an Lebensmitteln vorzuhalten und mal ein paar Stunden oder Tage ohne Supermarkt auszukommen 😉 Die entsprechende Empfehlung gibt es.
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Ich denke, dass Absolventen unseres höchsten Schulabschlusses in ihren gewählten Fächern im internationalen Vergleich vergleichbare Kompetenzen aufweisen sollten, ja.
Eher könnte man hinterfragen, ob wirklich jeder ein Abitur braucht, als das Abitur ständig noch weiter abzusenken.
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Nochmal kurz zurück zum Vorschlag, in der Grundschule die Kinder sehr schnell in leistungshomogene Klassen einzuteilen: Ich frage mich, mal ganz abgesehen von der nicht-Umsetzbarkeit des Vorschlags der frühen Selektion vor einigen Seiten, was damit gewonnen wäre. Wenn Kinder ab der ersten Klasse nur noch in homogenen Gruppen unterrichtet werden würden, die Eltern aber am Ende doch die freie Schulwahl haben, dann ist doch nicht anders als jetzt...? Ich wünscht euch weniger Kinder am Gymnasium, die dem Ganzen nicht gewachsen sind. Da wäre vermutlich eine verbindliche Übertrittsempfehlung eher das, was ihr wollt, oder nicht?
Ja, die verbindliche Übertrittsempfehlung wäre superwichtig.
Mein Gedanke ging aber auch in die Richtung, ob man mit leistungshomogeneren Klassen nicht zumindest zuverlässig eine Teilgruppe auf höherem Niveau halten und "übergeben" könnte. Das wäre ja schonmal besser, als ein abgesenktes Niveau in voller Jahrgangsbreite, wie es hier in der Gegend definitiv der Fall ist.
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Ohne elektronischen Scanner keine Preise.
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Nein, man muss natürlich auf den Einzelfall gucken - das will ich gar nicht bestreiten 😊
Für den Immobilienwert macht es wenig Unterschied, denke ich. Der Investor, der die Häuser hier gerne aufkauft und saniert, stattet alles mit Infrarotheizungen aus. Wird auch von Energieberatern hier gerne für die Siedlung und ihre Voraussetzungen empfohlen. Damit ist allerdings quasi niemand, der dort wohnt, zufrieden, scheint mir also auch nicht sonderlich wertsteigernd.
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