Ich sehe das ganz pragmatisch. Das Land hat uns vorgegeben, dass wir keine Fehlzeiten auf Abschlusszeugnissen ausweisen dürfen. Was soll ich deswegen Theater machen? Ich finde das auch nicht gut, aber ich kann aktiv nichts dagegen tun, um einen politischen Willen zu erzeugen, der das Ganze abändert.
Es ist halt einer von vielen Punkten, die man mittragen muss, obwohl man sieht, dass wir gesellschaftlich mit unserer Wohlfühl-Schulpolitik krachend gegen die Wand fahren. Ich persönlich schwanke zwischen Pragmatismus und Frust. An sich sind mir Fehlzeiten völlig egal, wenn sie nicht gleichzeitig mit Begleiterscheinungen wie dem von plattyplus beschriebenen Systemmissbrauch oder Mehrarbeit durch Anmahnen, Nachschreibklausuren, der Forderung, auch kaum anwesenden Schülern noch SoMi Noten jenseits einem pauschalen, fehlzeitbedingten Ungenügend zu geben etc. einhergingen.
Man kann nur hoffen, dass irgendwann ein radikaler schulpolitischer Kurswechsel kommt. Schnell.