Beiträge von Maylin85

    Münsterland ist wahrscheinlich der Knackpunkt. Das Gymnasium hier um die Ecke hat im letzten Durchgang 7 Stellen für quasi alles ausgeschrieben. Gesamtschule ein paar Kiolemeter hatte 13 Stellenausschreibungen, arbeiten würde ich da allerdings auch nicht wollen.

    Was ist mit den Bistumsschulen? Hab neulich direkt in Münster mehrere Ausschreibungen für durchaus attraktive Gymnasien gesehen, was es jahrelang quasi überhaupt nicht gab.

    Du hast die nötigen Infos doch weitergegeben. Wenn die SL nicht für fachlich passende Vertretung sorgt, ist das nicht dein Problem.

    Sorry, ich kann 0 nachvollziehen, wieso man so wenig achtsam mit sich umgeht wegen Killefitz wie Vertretungsunterricht.

    Über Klassenarbeiten kann man sich Gedanken machen, wenn man weiß, wann man wieder da ist. Ich hab mal in Englisch Anfang Dezember eine 9. Klasse übernommen, in der die letzten 8 Wochen der Unterricht entfallen war, noch keine Klassenarbeit geschrieben worden war und bis Notenschluss im Januar sollten laut Schulleitung unbedingt noch 2 geschrieben werden. Ja gut, nicht optimal und fand ich irgendwie auch gaga, aber dann hab ich eben irgendwas mit denen geschrieben. Soll sagen: es gibt immer Lösungen und man muss evtl. auch alles mal einfach nicht so wichtig nehmen.

    Ernsthaft, zieh doch einfach mal 2 oder besser 4 Wochen den Stecker und lass Schule und Schüler alleine klarkommen.

    Ich musste keine solche Erklärung unterschreiben und der Wiedereintritt ins Landesbeamtentum ist problemlos möglich.

    Persönlich kenne ich auch 2 Leute, die das Problem der nicht funktionierenden Versetzung durch Kündigung und Neueinstellung gelöst haben. Wäre spannend, ob das inzwischen so nennenswert viele Leute tun, dass man mit dieser Erklärung versucht, den Druck zu erhöhen sich nicht entlassen zu lassen.

    Externenprüfungen gibt es, aber darauf haben wir nicht vorbereitet. Wer raus ist, ist raus und muss dann selbst schauen, wo und wie er am besten weitermachen kann. Im Zweifel am Berufskolleg, nehme ich an? Kam aber faktisch in meinen Jahren dort nicht vor und es wurden alle durchgezogen.

    Bei uns funktionierte der Schulartwechsel in der Sek I schlichtweg nicht, weil es keine Schulplätze gab.

    Ich halte das, was LegoHeld schreibt, nicht für übertrieben. Diese Zustände gibt es in einigen Regionen und mit welchen Leistungen bis zum Abitur durchgezogen wird, ist schon sehr abenteuerlich.

    Auch an meinem alten Gymnasium wäre die Oberstufe bei realistischer Notengebung locker um ein Drittel kleiner gewesen. Das ist eben das Ergebnis, wenn man nach Elternwille aufnehmen muss, nach der Erprobungsstufe kaum nennenswert Abschulungen stattfinden (dürfen) und in den Folgejahren die Prämisse ist (bzw. immer wieder eindrücklich an unsere Verantwortung für den Lebensweg der Schüler appelliert wird), dass wir ja wohl niemanden ohne Schulabschluss entlassen wollen.. also doch wenigstens bitte irgendwie über den mittleren Schulabschluss schieben.. auf diese Weise landen dann Schüler in der Oberstufe, die mit realistischer Notengebung eigentlich seit Klasse 7 in keinem Jahr die Versetzung bekommen hätten dürfen. Ich glaube nicht, dass es an den Nachbarschulen anders lief.


    Dennoch bin ich verpflichtet, meine eigenen Noten nach bestem Wissen und Gewissen zu geben und kann mich nicht dazu ermächtigen, vermeintlich zu gute Noten der Kollegen durch zu schlechte Noten in meinen Fächern zu kompensieren. Das ist ja völlig absurd.

    Wo kann man das denn dort abstellen? Ich finde es irgendwie nicht.

    Gar nicht.

    Ich glaube mittlerweile, da läuft ein "wie viel infantilen Schwachsinn kann man Leuten zumuten, bevor sie tatsächlich aufgeben"-Experiment. Nach jedem Update gibts nen fetten Shitstorm und die Entwickler interessiert es einfach null.

    Ja. Hab ich immer noch, bis die Kündigung des Abos irgendwann wirksam wird. Aber für mich ist die App mittlerweile komplett unnutzbar. Hab gerade spaßhalber mal wieder geöffnet - immerhin springt keine Möhre mehr über den Bildschirm, dafür wird der Testeintrag von einer Orange beklatscht und man muss immer noch " du schaffst das"-Blödsinn wegglicken und Streaks sammeln.

    Nicht meine Welt 🙈

    Danke, CDL, das gucke ich mir mal an. Im Moment "arbeite" ich mit Yazio, da komme ich ganz gut mit klar. Und durch meine jahrelange Diäterfahrung habe ich wirklich ausreichende Theoriekenntnisse. Ich muss es halt nur noch umsetzen. Das ist auch kein Problem, nur das lange Durchhalten.

    Ich hab jahrelang mit Yazio getrackt und kriege mittlerweile nur noch Aggressionen mit dieser App und der sch...aufgezwungenen Gamification und dem ständig aufpoppenden pseudomotivationalen Scheiss, den man nicht ausschalten kann. Das war mal eine richtig tolle und hilfreiche App 😕

    Suche auch noch eine brauchbare Alternative.

    Ok, nicht so schön. Aber solange innerhalb der gleichen Schulform versetzt wird, gehts ja noch - für mich wäre Runterstufung an eine Kinderschule der Supergau, den ich gerne vermeiden würde. Würde jemand berichten, dass das bereits gelebte Praxis ist, würde ich einen entsprechenden Wechsel vor dem Risikohintergrund wohl direkt ausschließen und mich weiter auf private Träger konzentrieren.


    Viele verschiedene Klassen wegen geringer Stunden im Fach wäre dann halt so. Alles ist besser, als mit 7 Deputatsstunden als Klassenlehrer in Klasse 5 zu landen, wie mir mehr als einmal passiert ist, und dann netterweise direkt noch mit 5 Stunden die Parallelklasse dazu zu kriegen 😕 Bei der Option, die gerade auf dem Tisch liegt, könnte ich auch ausschließlich Englisch machen (stelle mir das aber etwas öde und einseitig vor, vielleicht ist zwischendurch Gesellschaftslehre dann doch ganz nett).

    Ist das "typspezifisch" (Technisches, Wirtschaft/Verwaltung etc.) oder trifft die Tendenz alle BKs? Interessant jedenfalls.

    Wahrscheinlich sind alle Systeme jenseits des klassischen allgemeinbildenen 1. Bildungsweges ein bisschen volatil..

    Okay, das macht für Lehrkräfte mit beruflicher Fachrichtung Sinn. Danke für den Einblick! Ich tendiere gerade perspektivisch zum BK, mache mir aber schon ein bissi Gedanken, ob Landesdienst mit meinem wohnortnahen Unterbesetzungshotspot hier überhaupt so clever bzw. ein vertretbares Risiko ist^^

    Dass am BK auch Schülerzahlen sinken, war mir neu - interessant!

    2) Versetzen, auch gegen den Willen und ohne Zustimmung. In einem mir bekannten Fall wurde die zu versetzende Lehrkraft mittels Postzustellungsurkunde in die Bezirksregierung geladen. Dort wurde ihr von den Dezernenten (inkl. Gleichstellungsbeauftragter) eröffnet, dass sie ab bald an Schule XX (andere Schulform) versetzt wird. Man wolle daran erinnern, dass die Lehrkraft "fürstlich alimentiert" werde. Sollte ihr das nicht passen, könne sie sich gerne aus dem Dienstverhältnis entlassen lassen.

    Dann hätte ich um Zettel und Stift gebeten und an Ort und Stelle den entsprechenden Entlassungsgesuch-Zweizeiler geschrieben. Schulformübergreifend würde ich nicht mitmachen und wäre meine persönliche Schmerzgrenze, aber dann muss man eben auch mit den Konsequenzen leben.


    Wie siehts denn eigentlich derzeit an Berufskollegs aus, muss da auch schon abgeordnet werden oder ist man dort noch safe?

    Vielleicht kommen die Vorbehalte daher, dass die "ich liebe meinen Job"-Kollegen (wobei, meist sind es Kolleginnen) im echten Leben sehr oft diejenigen sind, die auch für andere Mehrarbeit oder hohe Erwartungshaltungen generieren. Solange man nicht tangiert wird, gönne ich jedem von Herzen eine ausgeprägte Liebe zu seinem Job 🤗


    Bei mir ist die Jobzufriedenheit sehr abhängig von der Schülerschaft. Mit "menschlich" tollen Kursen und ab einem bestimmten Alter arbeite ich sehr gerne und engagiert und habe meistens Spaß am Job. Meine letzten 3 Berufsjahre waren toll. Muss man ständig erzieherisch tätig werden und hat einen Haufen desinteressierter und/oder lauter Quertreiber vor sich, finde ich den Beruf schlagartig überproportional ätzend. Gleiches bei allem unter Klasse 9. Da das aber ja meist Regelbestandteil des Berufs ist, würde ich ihn nicht mehr wählen - es gibt zu wenig Nieschen, wo man die Bedingungen findet, unter denen ich gerne arbeite. Ich habe trotzdem immer professionell gearbeitet, das schließt sich ja nicht aus. Zweiter wichtiger Punkt ist die Schulführung und wie viel Sonderkram und Extratermine zu welchen Uhrzeiten so anfallen. Meine Ex-Schule war an der Stelle komplett überladen und der Ex-Kollege, den ich neulich beim Einkaufen traf, berichtete, es sei inzwischen alles noch viel schlimmer geworden. Hier waren seinerzeit neben der Schulleitung insbesondere die ich-liebe-meinen-Job-Kollegen die Triebkräfte hinter diversen Auswüchsen. Logisch, dass das bei anderen Teilen des Kollegiums zu Unmut und Ablehnung dieses Kollegen-Typus führt. Mir ist er jedenfalls auch etwas suspekt.

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