Das setzt halt einen vernümftigen Arbeitsplatz in der Schule voraus.
Beiträge von Maylin85
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Ich hatte einen Viertklässler mit ESE, der einen Kopf größer war als alle anderen. Wenn der ausgeflippt ist, war das schon extrem gefährlich. Vermutlich haben wir ein anderes Einzugsgebiet aber bei uns werden es immer mehr Kinder, die ohne Zurückhaltung auf andere losgehen. Die klassische Prügelei haben wir kaum noch. In der Summe passiert weniger als früher aber wenn etwas passiert, dann ist es deutlich öfter als früher so, dass Kinder komplett "ausflippen". Wir haben aber auch immer mehr Kinder mit Problemen bei uns.
Genau das hatten wir am Gymnasium. 13jähriger Schüler mit Kombination aus LE und ESE wird in das 2. Halbjahr einer 5. (!) Klasse gestopft und geht regelmäßig mit Stühlen und Besen auf seine körperlich komplett unterlegenen Mitschüler los. Absolute Zumutung. Aber: auch mir war dieses Kind in Rage körperlich überlegen und ganz sicher gehe ich dann nicht dazwischen und stell mich selbst in die Schusslinie.
Traurigerweise muss man sagen, dass die häufigen Verletzungen von Mitschülern hier immerhin erwirkt haben, dass er nach ein paar Monaten erfolgreich der Schule verwiesen werden konnte. Ich weiß nicht, ob das im Ergebnis gleich gewesen wäre, wenn immer die Lehrkraft die Rübe unter den Stuhl gehalten hätte.
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In manchen Regionen ist man froh über jeden, der sich überhaupt auf eine Stelle bewirbt. Mein Gymnasium hatte schon 2017 Vertretungskräfte ohne Lehramtsstudium und (Nicht- Lehramts-)Studenten. In einem Fall wurde daraus dann ein OBAS. Die aktuelle Schule hat ebenfalls mindestens eine Vertretungskraft ohne einschlägiges Studium; auch hier ist angedacht, den Menschen (der vorher auch schon an anderen Schulformen vertreten hat) in OBAS unterzubringen.
Unterstützung ist sicherlich individuell und hängt von den Menschen ab, auf die man trifft.
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Man ist komisch, wenn man sich mit Tierethik befasst und keine Sympathien für die Grünen hat? Hm.
Die Kleiderwahl finde ich allerdings auch nicht gelungen.
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Warum die Allgemeinheit die Kosten für Schüleressen tragen sollte, wüsste ich auch nicht so recht. Das sind Elternkosten und deren Verantwortungsbereich. Auch bei Leistungsempfängern ist ein Verpflegungssatz für Kinder enthalten, das ist also alles bereits finanziert.
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Ich hatte neulich ein Gespräch an einer Privatschule mit Koch und täglich frischer Küche - hat schon was, sah wirklich sehr gut aus! Kostet sicherlich auch ein bisschen was, aber hätte ich Kinder, wären das alles Dinge, an denen ich mittlerweile nicht mehr sparen würde. Pommes und Fischstäbchen mal auswärts als große Ausnahme, okay, aber grundsätzlich sollte sowas nie Normalität und auch nie alternativlos sein.
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Wie ist das ausgegangen? Hat der Schüler von selbst abgelassen oder mussten mehrere Aufsichtspersonen kommen um den Schüler zu bändigen?
Hatte vor zwei Jahren mal so einen Vorfall, bei dem ich mit einer anderen Lehrkraft zwei Schüler festhalten und halb über den Schulhof ins Gebäude fast schleifen musste um eine Prügelei zu beenden weil die nicht aufhörten weiter auszuteilen. So ausufernde Situationen braucht man nicht wenn man dafür nicht geschult ist.
Der Schüler hat abgelassen, nachdem sie ihn im Reflex heftig an den Haaren weggezogen hat.
Ich würde Schüler nur bei medizinischer Notwendigkeit anfassen. Leute durch die Gegend zerren oder festhalten, no way, nicht mein Job.
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Interessant, habe ich noch nie gehört, dass Schulen mit Funkgeräten bei der Aufsicht arbeiten. Hast du davon schon mal Gebrauch gemacht und wenn ja, ruft ihr dann explizit, z.B. wo und zwischen wie vielen Schülern eine Prügelei gerade im Gange ist, oder arbeitet ihr mit sog. Codewörtern?
Ernst gemeinte Frage - wäre bei einem Amoklauf ja beispielsweise nicht unwichtig.
Die Funkgeräte werden nur in den Pausenaufsichten verwendet. Wir haben viele Etagen und so kann man bei Verstärkungsbedarf Kollegen auf anderen Etagen anfunken - ohne Codewörter. Ich hab noch nicht erlebt, dass davon Gebrauch gemacht wurde, es wurde aber eingeführt, nachdem es wohl mal nötig gewesen wäre.
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Ich hab mal mitbekommen, wie sich ein komplett ausrastender Fünftklässler bei einer Kollegin im Arm verbissen hat, als sie zwei Schüler trennen wollte. Mal davon abgesehen, dass das sicherlich ordentlich weh tut, ist sowas auch einfach superekelhaft und widerlich 🤢 Die Szene hat mir gereicht, um ganz sicher niemals physisch irgendwo zwischen zu gehen.
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Das ist mir insofern egal, als dass ich das nicht machen würde... Konsequenz ist dann eben, wie sie ist, aber ich bin keine Sicherheitskraft und klopp mich nicht mit Schülern, fertig.
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Ich würde nicht körperlich in eine Schlägerei eingreifen. Wir haben in der Aufsicht aber Funkgeräte und könnten Verstärkung anfunken, wenn mal was ist - das löst vielleicht auch die Aufsichtsfrage aus dem Ausgangsposting. Man kann zumindest Bescheid geben, dass ein Bereich nicht mehr besetzt ist.
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Einen Satz Schulbücher gibt es bei euch auch nicht, Maylin85 ? Beamer? Matrizendrucker?
Ich habe keine Ahnung, was ein Matritzendrucker ist und werde mich damit auch nicht beschäftigen 😉
Und nein, ich habe für meine Fächer weder in IFK noch in AV Bücher, ich wäre wirklich aufgeschmissen ohne Kopien. Beamer haben wir, aber Texte vom Beamer abschreiben oder mit einem projizierten Text "arbeiten" ohne Möglichkeit zu markieren, Anmerkungen zu machen oder überhaupt gescheit zu lesen, bezeichnen wir jetzt bitte nicht ernsthaft als adäquaten Unterricht. -
In meiner Welt schult sich Textkompetenz ja primär durch die Arbeit mit Texten.
Wie das ohne vorliegende Texte funktioniert, kannst du mir aber gerne erklären.
RosaLaune
Bodenlos. Das ist doch kein Dauerzustand. -
Das stimmt. Trotzdem finde ich, dass das Arbeiten an einer Brennpunktschule auch Vorteile hat. Weniger Heli-Eltern, weniger Extra-"Spaß"-Veranstaltungen und Aktionen usw. Dafür muss man halt mit beiden Beinen fest auf dem Klassenzimmerboden stehen und unheimlich viel differenzieren und extra Material erstellen, das noch einfacher ist als das Schulbuch, aber schließlich das Erreichen des Regellehrplans ermöglicht, ich würde den Mehraufwand pro Tag auf ca. 2 Stunden schätzen...
Das wären + 40 Stunden und damit eine volle Arbeitswoche im Monat. Puh.
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An Brennpunktschulen fallen - neben der nervlichen Belastung - einfach erheblich mehr Arbeitsstunden an, die nirgends erfasst werden. Eigentlich müssten dort erstmal die Deputate deutlich runter, um die Arbeitszeit einhalten zu können.
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Lehrer im europäischen Ausland mit vergleichbarem Einkommensniveau verdienen, pi mal Daumen, 30 % weniger als in Deutschland.
Hier zwei Beispiele, obwohl ich dem Spiegel nicht richtig trauen kann: Die deutschen Gehälter kennt man, die Schweizer Lehrergehälter kenne ich auch etwa und das kann so nicht stimmen!
https://de.euronews.com/next/2022/12/1…pa-im-vergleichEin echter Vergleich braucht auch Parameter wie Deputatsstunden, außerunterrichtliche Aufgaben, Inklusion oder nicht, Ausprägung von Elternrechten etc. ... auf der Basis ließe sich evtl. vorsichtig in Richtung Stundenlohn rechnen. Mein völlig subjektiver Eindruck ist, so viel verkomplizierender und zeitfressender Blödsinn, wie in D, wird Lehrern in anderen Ländern tendenziell eher nicht aufgehalst.
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In diesem Fall bin ich eben zu blöde? 😇
Hast du nur den Ausschnitt der Grafik gesehen - oder sie auch mal als Ganzes geöffnet?
Dann erkennst du vielleicht, weshalb Mimikama diese Grafik als "Fake" klassifiziert.
In Bezug zur Hauptüberschrift ist die Grafik keinesfalls korrekt - und wenn man dann noch die kleine "Headline" hinzunimmt, erkennt man das Ziel.Ich muss sagen, ich bin ein total textfokussierter Typ Mensch. Bevor ich auf irgendwelche Balken gucke, lese ich automatisch erstmal Beschriftungen und dann ist es sehr eindeutig, worum es geht. Generell sollte man das bei Diagrammen aber immer tun, denn in der Regel erschließen die sich halt nur mit allen gegebenen Informationen - Überflüssiges gibt es in diesem Kodierungsformat nicht.
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Die Grafik ist völlig korrekt und vielleicht sollte man aufhören den gemeinen Betrachter für zu blöde zu halten, sie richtig zu lesen.
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Schule läuft dir nicht weg. Ich würde die insta-Welle weiter surfen und das Leben genießen, solange es dort gut läuft. Wenn du ins Ref gehst und dafür keine Zeit und Kapazitäten mehr hast, riskierst du evtl. ein gerade gut funktionierendes Business für einen Job, an dem du bereits jetzt zweifelst - wäre mir persönlich zu riskant.
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Am Schönsten fand ich die Beurteilung nach meiner Rückkehr in den Landesdienst. Verkürzte Probezeit von 3 Monaten bis zur Lebenszeitverbeamtung, davon 4 Wochen in den Sommerferien und die Beurteilung musste schon 2 Wochen vor Ablauf des letzten Monats fertig sein. Meine Schulleitung hatte also 6 Wochen Zeit, um diese ganzen Kategorien zu bepunkten, zu denen sie mehrheitlich logischerweise gar nichts gesehen haben konnte. Nicht, dass dieser Wisch irgendwen interessiert oder irgendwie wichtig wäre, aber allein die Tatsache, dass man ihn rein formal halt durchexerzieren muss (und zwar so, dass im Schnitt die dafür vorgesehenen 3 Punkte rauskommen), spiegelt die Absurdität dieses Systems.
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