Beiträge von Maylin85

    Im Großen und Ganzen stimme ich dir zu. Als junger, gut gebildeter, gesunder Mensch kann man aus heutiger Sicht aber auch eine verbeamtete Lehrkraft werden und von Steuergeldern finanziert werden.

    Diese große Dummheit würde ich niemandem empfehlen und auch sicherlich kein zweites Mal begehen.

    natürlich werden wir von Steuergeldern finanziert! Und es ist gut so!
    Wollen wir etwa, dass Bildung ein (noch mehr) verkäufliches Gut wird und die Eltern das Schulgeld bezahlen, das uns entlohnen würde?!

    Ich glaube nicht, dass sich das allgemeine Bildungsniveau damit noch nennenswert schlechter entwickeln könnte, als es das eh schon tut.

    Warum sollen Rentner nicht leben, wo die Lebenshaltungskosten niedriger sind und das Wetter besser ist? Die Versorgungsleistungen haben sie sich schließlich erarbeitet. Ich finde allerdings, dass das Wahlrecht an Staatsbürgerschaft und Wohnsitz geknüpft sein sollte. Aus der Ferne Lebensrahmenbedingungen mitbestimmen wollen, von denen man selbst gar nicht betroffen ist, hat für mich ein Geschmäckle.


    Als junger, gut gebildeter, gesunder Mensch würde ich aus heutiger Sicht ebenfalls die Zelte hier rechtzeitig abbrechen und mir ein Land mit niedrigeren Steuersätzen suchen. Das Schröpfen der Leistungsträger wird hierzulande perspektivisch nicht besser werden, der Gegenwert für die hohe Abgaben wird immer mieser und dazu lebt man noch mitten im gesellschaftlichen Niedergang. Wer clever ist, setzt sich nach dem Studium ab.

    Mein Cousin (Wirtschaftsjurist) lebt in Zürich, eine Schulfreundin (Intensivkrankenschwester) in Texas, mein Ex (ITler) mittlerweile in Portugal, meine Cousine ist noch in Großbritannien und sucht nun in Skandinavien oder den Emiraten... keiner bereut was.

    ich denke nicht, dass es so traumtänzerisch ist. Ich denke, dass der Ukraine Krieg ähnlich enden wird wie der erste Weltkrieg. 1918 standen deutsche Truppen auch weit auf französischen Boden. Trotzdem hat Frankreich gewonnen, weil Deutschland einfach wirtschaftlich nicht in der Lage war den Krieg weiterzuführen. Die Zivilbevölkerung ist hier schlicht verhungert.

    Aktuell stehen russische Truppen weit in der Ukraine, aber wenn die russische Wirtschaft durch den Krieg wieder so kollabiert wie 1991 am Ende der Sowjetunion, dürfte das Regime in Moskau stürzen und eine neue Regierung den Krieg beenden.

    Das es um die russischen Staatsfinanzen nicht allzu gut steht, kann man hier lesen: https://www.fr.de/politik/aus-de…r-94238962.html

    Nun, wir sehen ja bereits Sanktionslockerungen. Abwarten, in welche Richtung der globale Konsens sich hier entwickelt, wenn die Lage auf dem Energiemarkt weiterhin angespannt bleibt. Ich halte es für ziemlich realistisch, dass die wirtschaftliche Ächtung irgendwann ein Ende haben wird.

    Einer meiner Kurse verstand neulich den deutschen Boykott der Eröffnungsfeier der Paralympics überhaupt nicht und war sich insgesamt auch gruselig einig, dass man langsam mal wieder auf sich selbst gucken könne und russisches Gas vielleicht doch nicht so verkehrt wäre. Ich teile diese Haltung nicht, aber dass sich entsprechende Stimmen in Europa wieder mehren, ist nunmal so.

    Dein Szenario gefällt mir allerdings natürlich besser 😊


    @Architect

    Du sprachst von "gewinnen". Wie definierst du das denn für dich?

    Ich finde die Unterstützung der Ukraine grundsätzlich richtig und hätte befürwortet, von Anfang an richtige Hilfe bereitzustellen, statt Helme zu schicken und Angstdebatten darüber zu führen, ob Putin uns bei Waffenlieferungen als Kriegspartei einstufen könnte. So, wie es gelaufen ist und läuft, kann man anerkennen, dass die ukrainische Armee sich in Anbetracht ihrer Ausgangslage wacker schlägt, gleichzeitig ist es aber völlige Traumtänzerei zu glauben, dass dieser Krieg ohne Gebietsabtretungen enden wird oder Russland gar in irgendeinem denkbaren Szenario "zerstört wird". Früher oder später wird die Ukraine Gebiete abgeben. Die Frage ist, wie viele Ressourcen - Menschenleben, Gelder, Waffen - bis dahin noch verballert werden.

    Irgendwann muss man sich mal klar positionieren, ob die Ukraine unabdingbar wichtig für die europäische Sicherheit ist und zwingend gehalten werden muss - dann müsste man sich konsequenterweise aber auch direkt und aktiv militärisch beteiligen, denn mit der Strategie, lediglich Gelder und Waffensysteme zu schicken, gelingt es ja sehr offensichtlich nicht, die Ukraine in die Lage zu versetzen, die Russen zurückzudrängen. Möchte man das nicht oder kommt man zu einem anderen Schluss, muss es irgendwann erlaubt sein die Frage zu stellen, wie lange man (neben den ganzen Menschenleben) noch Milliarde um Milliarde in einem Krieg vernichten möchte, der nicht zu gewinnen ist. Oder ob man nicht doch irgendwann mal eine Beendigung gegen Gebietsabgaben und Sicherheitsgarantien o.ä. verhandeln muss.

    Für die 35.000 ukrainischen Männer, die nicht bereit sind, sich in diesem Krieg zu opfern, habe ich vollstes Verständnis. Würde ich auch nicht und wäre sofort weg. Dass sie irgendwo in Europa einen Genozid befürchten müssen, halte ich für genauso absurd, wie die "Russland zerstören"-Phrase. Dennoch passt es nicht so recht zusammen, einereits mit horrenden Summen das ukrainische Militär zu unterstützen und andererseits aktiv zu deren Personalproblemen beizutragen, indem Wehrpflichtige aufgenommen werden. Hier kollidieren individuelle und systemische Betrachtungsweisen.

    meine Deutsche Dogge, die ich nächste Woche als Welpe bekomme

    Hast du die nach möglichst passender gemeinsamer Lebenserwartung ausgesucht?

    (in Gedenken an Lilly, Welpenfreundin meiner Hündin, die mit 5 gebrechlich wurde und von ihr inzwischen seit 9 Jahre überlebt wird)


    Den Ansatz, es sich möglichst nett zu machen, solange es geht, teile ich. Wir sind eh an einem Punkt, an dem man nicht überrascht wäre, wenn uns gesellschaftlich, innenpolitisch oder außenpolitisch perspektivisch alles hier um die Ohren fliegt.

    Ich will ein vernünftiges Altersgeld und die Freiheit, mit gutem Gefühl auf Stellensuche gehen zu können. Die Erhöhung ist mir auch eher nachrangig wichtig 😊

    EDIT 2: Solche "Info-Runden" hatten wir in den einzelnen Lehrkräftezimmer früher auch. Das Blöde war halt, dass dort immer nur ein Teil der KuK anwesend war, bedingt durch Aufsichten, unterrichtsfreie Tage, krankheits- oder fortbildungsbedingte Abwesenheit usw. Diesen Newsletter finde ich sehr viel besser, da er alle Lehrkräfte und eben auch die weiteren schulischen Mitarbeiter*innen erreicht.

    Gabs beides.. persönliche Info und das Ganze kam dann anschließend nochmal kurz zusammengefasst per Mail. Fand ich gut und hat dazu beigetragen, dass man generell einen besseren Überblick hatte, was an der Schule gerade so los ist, weil auch sowas wie "Mittwoch sind unsere 5er beim Volleyballtunier und letzte Woche hat Schülerin X die nächste Runde im Debattierwettbewerb erreicht" kurz erwähnt wurde..

    Meine Ref-Schule kam auch mit Infomails aus, an der Schule danach hat die SL montags in der 1. Pause im Lehrerzimmer eine kurze Wocheninfo gemacht. Meinem Eindruck nach wurde bei beiden Varianten viel abgefrühstückt, was an Schule 3 in epischer Breite auf den GLKs vorgelesen wurde. Da hat TOP2/Infos dann auch regelmäßig eine Stunde oder länger gedauert.

    Schulen unterscheiden sich in Sache Effizienz schon deutlich.

    Das ist ja gerade WillGs Idee gewesen. Über die Hausordnung stimmt die Schulkonferenz ab, in der Vertretung von SuS, LK und Eltern sitzen. Wenn man die Hausordnung in der GK überarbeitet, schlägst du vor, dass darin der Passus "das Trinken im Unterricht ist erlaubt" auftaucht. Da dem niemand widersprechen wird, kann dich dein Schulleiter diesbezüglich gern haben.

    Ich hoffe sehr, dass das Thema nicht auf der GK auftaucht. Wäre für mich ein Paradebeispiel für den ganzen nichtigen Blödsinn, mit dem häufig Konferenzzeit (und damit letztlich Lebenszeit) verplempert wird.

    Wassertrinken ist ja erlaubt.

    Aber hat er einen Grund für das Kaffee-/Teeverbot genannt?

    Hygiene & Vorbildfunktion im Unterricht. Auslöser waren ein paar vergessene Tassen in Klassenräumen, aber die Mail war so formuliert, dass sie sich nicht ausschließlich explizit auf Geschirr bezieht, sondern generell auf "Kaffee oder Tee sowie Speisen".

    Whatever, das sind alles nun wirklich keine Dinge, die mir Kopfschmerzen machen und wer letztlich was genau in der Thermoskanne hat, weiß vermutlich eh keiner.

    Die Ansage zur Pünktlichkeit fand ich auch okay.

    Pro-Tipp: Den Stundenlohn kann man noch mal nach oben schrauben, indem man zu jeder Stunde fünf Minuten zu spät kommt und sie fünf Minuten früher beendet.
    Dienstherren hassen diesen Trick.

    Wir wurden gerade frisch per Dienstanweisung angewiesen, uns 5 Minuten vor Pausenende mit dem Gong gen Unterrichtsraum in Bewegung zu setzen und auch nicht früher zu entlassen.

    Und Kaffee/Tee im Unterricht wurde auch per Mail untersagt 😥

    Also Obacht, der eine oder andere SL arbeitet dieser Art der Stundenlohnoptimierung bereits aktiv entgegen ☝️

    Der ein oder andere profitiert, der ein oder andere verunglückt im Wehrdienst tödlich oder suizidiert sich.

    https://www.bundeswehr.de/de/selbstverst…elle-bundeswehr

    Du kannst durch die sinkenden Zahlen in den 2000er Jahren erkennen, dass sie mit dem Rückgang der Einberufungen zusammengehen, es also definitiv auch Grundwehrdienstleistende getroffen hat.

    Gibt es eine gesonderte Statistik zu Wehrdienstleistenden?

    Zudem wäre möglich, dass ähnlich viele Menschen sich auch als Nichtswehrdienstleistende oder Nichtsoldaten trotzdem weiter suizidiert haben und dann eben nur in dieser speziellen Statistik nicht auftauchen... will sagen, hier einen direkten Effekt zu suggerieren, finde ich etwas weit hergeholt.

    Ich hatte am WBK einen Schüler, der vorher beim griechischen Militär war und sagte, die Zeit sei absolut beschissen gewesen, aber ohne den Militärdienst hätte er - als chronischer Schulabstinenzler - die Kurve nicht gekriegt irgendwas regelmäßig zu machen. So richtig toll klappt es mit dem Schulbesuch immer noch nicht, aber es reichte letztlich fürs Abitur.

    Also wieso nicht... vielleicht profitiert der eine oder andere von Struktur und regelmäßigen Routinen.

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