Beiträge von Maylin85

    Die Arbeitsbedingungen haben aber immer auch Strahlkraft auf zukünftige Nachwuchskräfte

    Richtig, und genau deswegen sollte es einen professionellen Umgang mit Arbeitszeit geben und nicht irgendein interessengeleitetes Gemauschel.

    An meiner Schule wurde übrigens auch explizit Englisch als Mangelfach angesprochen (deswegen bin ich trotz personeller Überbelegung auf dem Papier vermutlich auch noch untergekommen). Ex-Kollegen mit Deutsch sind ebenfalls alle an ihre Wunschschulen gekommen, weil der Bedarf vorhanden war. Wo genau gerade Mangel besteht, ist doch immer ziemlich relativ und kann sich schnell drehen.

    Am BK schreiben alle Schüler/Azubis Klausuren in allen Fächern und auch deren Anzahl hängt nur von der Wochenstundenzahl und nicht vom Fach ab. Würde man bei uns entlasten wollen, müsste man sich die Klassengrößen ansehen. Unsere kleinste Klasse hat 4 Schüler, unsere Größte 34. Entsprechend ist auch der Arbeitsaufwand. Zumindest gefühlt trifft es leider immer die gleichen Kollegen, wenn es um die großen Klassen geht.

    bei uns wurden Klassengrößen berücksichtigt und man hat bei der Berechnung die tatsächlich korrigierten Klausuren eingetragen.

    Die BK Klausuren scheinen mir insgesamt aber sehr viel korrekturfreundlicher und schneller korrigiert, als das, was man an Gym/Ge und WBK so macht. Hier bräuchte ich jetzt definitiv auch keine Korrekturentlastung.

    Und trotzdem ist - bei gleichem Unterrichtsausfall - die Korrekturbelastung je nach Fach höher oder halt weniger hoch. Ich fand das System insgesamt gut. Einzig dass es für Schild keine Entlastung gab, war für mich nicht so ganz nachvollziehbar, alles andere passte aus meiner Sicht 😊

    Aber muss ja auch jede Schule so ausgestalten, wie es für sie hinhaut.

    Ich wollte kein Grundsatzdiskussion lostreten, ich fand die Überlegung, man könnte bei so alten Kindern und einem nur 50% arbeitenden Elternteil einen Anspruch habe, nur generell ziemlich befremdlich.

    Es ist aber richtig, dass das natürlich nicht die Frage der TE beantwortet und der Kommentar insofern nicht sachdienlich war.

    Ich empfinde "Lifestyle-Fasten" als sehr passenden Begriff für die ganzen Verzichtsaktionen, die mit richtigem Fasten eigentlich nichts zu tun haben. Selbst wenn kirchennahe Initiatoren dahinter stehen, ist es doch eher ein Versuch, einen zunehmend irrelevanten Randgruppenbrauch durch sehr weit hergeholte Adaptionen doch noch irgendwie einer breiteren Bevölkerungsgruppe zugänglich zu machen. Was nicht heißt, dass die Ansätze an sich schlecht sind, aber sie sind halt schon primär im Lifestyle verortet.


    Zum Thema volle Kirchen muss ich gerade daran denken, dass ich vor einigen Jahren mal (mit jemandem, den das interessiert) auf einer der MEHR Konferenzen war. Ich bin ja nun überhaupt nicht religiös, fand das alles auch sehr strange und empfinde so manche Positionen von Initiator Herrn Dr. Hartl auch ziemlich fragwürdig - aber voll war die Hütte, das muss man dieser Bewegung lassen.

    Wenn keine Gefährdung vorliegt, ich die Polizei also nicht mitbringen muss, gibt es auch ohnehin keinen Grund für mich als Lehrkraft, dort aufzutauchen. Schön wäre allerdings, wenn die Polizei auch die Zuführung von Abstinenzlern vornehmen würde.

    Ich hatte vor ca. einem Jahr mal Kontakt zum schulpsychologischen Dienst, weil eine Schülerin mit nachweislich gewalttätigem und kontrollierenden Partner über Tage nicht erreichbar war. Da kam auch der sehr pragmatische Tipp "fahren Sie doch einfach mal hin und klingeln" - äh nee, sicher nicht. Erstens, weil ich mich nicht potentiell selbst gefährde, und zweitens, weil ich das auch überhaupt gar nicht als Teil meines Jobs definiere.

    Am Ende fuhr die Polizei hin, was offensichtlich ausreichend Eindruck gemacht hatte, dass sie wieder zur Schule kommen durfte. Ich fände wünschenswert, wenn Behörden bei Bedarf (also auch z.B. bei Schulabstinenz) generell schnell und deutlich präsenz zeigen würden. Ist vermutlich aber ein Kapazitätenproblem.

    Die alte Regelung hat auch Frauen diskriminiert, die überhaupt keine Kosten für Schwangerschaften und Geburten verursachen. Da an jedem dieser Kostenpunkte gleichermaßen viele Männer wie Frauen verursachend beteiligt sind, ist die Gleichstellung schon richtig. Noch besser wäre natürlich ein Elternzuschlag🙂


    Ich stelle fest, ich zahle mit knapp über 400 offensichtlich mehr, als viele hier.

    Die Story, dass eine Sekretärin Schüler und Kollegen beklaut, war schon ein extrem absurder Aufhänger. Davon abgesehen fand ich die Unterrichtsszenen vom transportierten Grundgefühl her aber stellenweise unangenehm authentisch, war schon am Fernseher von diesem ganzen Klassenvibe massiv genervt (angefangen bei der Klatscherei in einer der ersten Szenen) und dachte zwischenzeitlich mehrfach "das ist einfach wirklich ein ätzender Job".

    Das Ende habe ich leider durch Arbeiten nebenbei verpasst, nehme aber an, bei dieser Art Film war es irgendwas offenes...


    Gefiel mir insgesamt jedenfalls nicht.

    Sissymaus

    Bei uns am BK läuft in der Hinsicht auch sehr viel, von Berufsberatung über Betriebe/Jobmesse im Haus bis zur aktiven Unterstützung bei der Praktikumssuche im Vollzeitbereich. Am BK finde ich das aber auch richtig verortet und angemessen, denn da liegt der komplette Fokus der Schule ja darauf, Schüler bestenfalls in Ausbildungen unterzubringen bzw. diese erfolgreich zu begleiten.

    Aus Sicht von jemandem, der 9 Jahre am Gymnasium war, verstehe ich aber auch, warum der Stellenwert dort ein anderer ist und die ganzen KAoA-Aktivitäten eher nebenbei laufen. Gerade in der Mittelstufe ist das Thema Berufswahl für die Schüler noch so weit weg, dass der tatsächliche Nutzen dieser Tage doch eher überschaubar ist. Bei der Potentialanalyse kamen auch oft Ergebnisse raus, die für die Schüler nicht so richtig nachvollziehbar und hilfreich waren. Meines Erachtens bräuchte es mehr Berufsorientierung in der Oberstufe, der Mittelstufenteil hat aber eher den Charakter von verordnetem Aktionismus.

    Ich bin jetzt die falsche Schulform, aber ich erwarte folgendes:

    • Ansage an die Schüler: Kein Beruf der Eltern/Verwandtschaft. Kein Praktikum in Schulen.
    • Hilfe bei der Erstellung einer seriösen/professionelle Bewerbung um ein Praktikum. Da muss man bei uns an der Realschule sicher mehr und aktiver unterstützen als am Gymnasium. Aber auch Gymnasiasten müssen zumindest wissen, wie der Mindeststandard aussehen soll.
    • Vermittlung von Praktikumsplätzen zumindest in der 2. Runde. Dh. wenn ein Schüler 2-3 Absagen kassiert hat, sollte die Schule helfen und einen Platz bei einem Partnerunternehmen vermitteln.

    Und aus welchem Zeitkontigent soll so ein Rundumservice abgezwackt werden? Dass das vielleicht wünschenswert wäre, verstehe ich, halte ich aber für völlig unrealistisch. Welches Gymnasium hat denn "Partnerunternehmen"? Wer pflegt diese Beziehungen? Und rechtfertigen drei Schnuppertage diesen ganzen Aufwand?


    Sissymaus

    Das mag sein, ja. Dennoch ist der Tag ja eher ein diffuses Investment, wenn man darauf hofften muss, dass der Achtklässler sich 5 Jahre später nach dem Abitur eventuell noch erinnert und für eine Ausbildung interessieren könnte.

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