Warum? Warum ist das Homeschooling in D nahezu unmöglich? Ist mir doch Wurscht, wie die Kids an ihre Kenntnisse gekommen sind. Hauptsache, sie haben sie.
In Finnland an der berufsbildenden Schule wird jeder S. bezüglich seiner Kompetenzen geprüft. Da sitzen mehrere Mitarbeiter, die nichts anderes machen, als festzustellen, in welcher Berufs/Schulzweig die SuS am besten aufgehoben sind. Dabei ist es unerheblich, ob die Kenntnisse an einer Vorgängerschule, autodidaktisch oder mit Privatlehrer erlangt wurden. Nur bei uns wird ein Gewese um die Schulpflicht gemacht. Und dann lassen wir die Kids da an Schulen sitzen, an denen sie nicht mal ordentliche Toiletten vorfinden und wo der Putz von den Wänden fällt.
Pinzipiell wäre mir das auch egal. Die Leute, die an der 30% Quote kratzen, sind bei mir aber hochselten Überflieger, die es auch so auf die Reihe kriegen. Damit hätte ich kein Problem. Realistischer ist, dass das die Leute sind, durch die man Mehrarbeit in Form von Nachprüfungen und dergleichen hat.
Mir gehts auch manchmal einfach ums Prinzip. Du hast dich für Schule entschieden, also geh gefälligst auch hin. Wenn die Zahl der Schüler, die regelmäßigen Schulbesuch nicht als Regelfall, sondern als Option sieht, zu groß wird, ist auch irgendwann kein vernünftiger Unterricht mehr möglich. Wir haben aktuell ein Semester, wo man jede Woche mal 4-6 andere Leute vor sich sitzen hat, manchmal auch nur 2, kaum jemand ist im Thema, man kann quasi nie an der vorangegangenen Stunde anknüpfen - das ist dann auch kein normales Arbeiten mehr. Insofern sollte man vorsichtig sein, was man als"ist noch tolerierbar" durchwinkt. Ist das mal ein einzelner Schüler, okay, aber sowas färbt auch schnell ab.