Beiträge von Volker_D

    Offenbar wird es in dem Fall, um den es hier im Thread ganz konkret geht aber ja gerade nicht von einem Schulträger finanziert (anders als bei uns), so dass eben für die Eltern relevante private Kosten entstehen.

    Wenn die Eltern die wissenschaftliche Untersuchung und Validierung bezahlen sollen, dann wird es doch noch absurder, oder?

    Spannend finde ich hier, wer "die" Entscheidungsträger sind und was sie überhaupt entscheiden können.

    Wenn man unter "die" Entscheidungsträger nur den Schulträger versteht, der es finanziert, dann kann ich verstehen, dass da keine wissenschaftliche Begleitung mit Validierung bei ist, sondern dass die die Schulen fragen, was sie brauchen. Ich stelle mir gerade vor, wie jede Stadt eine wissenschaftliche Studie mit Validierung in Auftrag gibt. Die Kämmerer werden sich freuen.

    Ich fände es übrigens toll, wenn man die Open-Source-Programmierer auch bei ElementaryOS und die Kosten für Server, ... auch finanziell unterstützt und nicht immer die "Bezahlschranke" auf 0 setzt . Ja, dass geht und ist z.B. für die Kinder gedacht, die in einkommensschwachen Familien leben oder wenn man die Software erstmal nur ausprobieren möchte. Aber Firmen, Behörden, Lehrer, ... sollten möglichst etwas zahlen. Nur so kann Open-Source dauerhaft in hoher Qualität angeboten und entwickelt werden.

    Zum Thema Berichtigungen: [...] aber ich finde diese Fleißarbeit ziemlich lächerlich.

    Das ist eben die Frage, was man unter Berichtigung bzw. Lernen versteht. Leider denken viele, dass man einfach etwas von der Tafel abschreibt oder einen Text "nur" liest und dadurch lernen würde, insbesondere, wenn man einfach Wort für Wort abschreibt oder liest ohne über den Sinn nachzudenken oder es selbst noch einmal zu lösen. Mit der Einstellung (die leider viele haben) gibt es ganz viele solcher "lächerlichen" Fleißarbeiten: Abschrift von der Tafel, Hausaufgaben (-abschrift vom Mitschüler), ...

    Habe ich mehrere Jahre vom Prinzip extra gemacht. Die am schlechtesten gelöste Aufgabe der vorherigen Arbeit genommen und (leicht verändert) in der neuen Arbeit in den Wiederholungsteil gepackt. Das wussten die Schüler auch. Aber wenn man die Berichtigung nicht vollständig macht, dann hilft es nichts. Habe es immer bei der Rückgabe kommentiert. Hat aber nichts gebracht. Da sind einige Schüler sehr lernresistent.

    Da ich mittlerweile aber keine Hefte mehr benutze, sondern nur einzelne Blätter austeile, ist es jetzt obsolet.

    Ich bin grundsätzlich in meinen Freistunden dort, wo ich gerade sein möchte. Fitnessstudio, ...

    Ich vermute du meinst ein privat bezahltes Fitnessstudio. Oder hat jemand von euch in/von der Schule ein Fitnessstudio bzw. eine (volle) Finanzierung des Fitnessstudios durch den Arbeitgeber/Krankenkasse?

    Diesen Condor und Fahrrad Vergleich bring er offensichtlich in sehr vielen Interviews. Interessant fand ich die "Computergegner", die keine Computer haben wollten, weil sie gefährlich sind wie Waffen. Man konnte mit Hilfe von Computern im Vietnamkrieg schneller Menschen rekrutieren und Sozialbetrüger werden damit schneller aufgedeckt. Das widerspricht dem Datenschutz.

    1985 hat er scheinbar recht gut unsere heutige KI vorhergesagt:

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Ich möchte mal auf Steve Jobs zu sprechen kommen, der in einem Interview nach der Gründung von NeXT folgendes Beispiel erläuterte:

    Das Tier, das die wenigste Energie pro Kilometer verbraucht, ist der Condor. Zweibeiner, wie Menschen, spielen in dem Wettbewerb ganz weit hinten mit. Ein Mensch auf einem Fahrrad aber schlägt den Condor. Mit dem Rad verbraucht der Mensch nur ein Zehntel der Energie des Gehens, aber er ist sogar noch schneller.

    Ich habe das Zitat gerade durch Zufall auch gerade gehört. Allerdings nur mit "doppelt so gut" und nicht 10 mal so gut. Und es war schon 1981 (also lange vor NeXT).

    Interessant finde ich in dem Interview, dass er 4 Märkte sieht (Home Computer (PC), Forschung, Bildung und Geschäftlich) und er den Home Computer (PC) Bereich für den kleinsten/unbedeutendsten Markt hält und der Markt im Moment im Grunde nicht existiert. Und das damals 97% der Schüler mit Apple an der Schule gearbeitet haben.

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Aber zum ursprünglichen Thema:

    Von Microsoft und Qualcomm gibt es jetzt das neue ARM Devkit. siehe: https://www.heise.de/news/ARM-Devki…te-9725953.html

    Wenn das nicht so teuer wäre, dann würde ich mich das ja glatt mal bestellen. Mir würde auch die kleine CPU reichen.

    Aktuell lese ich "Commodore: The inside Story". Da geht es unter anderem um den Vergleich Mac und Amiga. Echt interessant zu lesen und sehr neutral geschrieben ohne Commodore jetzt zu hypen, sondern meiner Meinung nach ehrlich mit dem Mac verglichen und klargestellt, warum der Mac dann doch länger als der Amiga überlebt hat.

    Das ist echt interesting zu sehen wie die vielen ganz unterschiedlichen Firmen alle miteinander verbunden sind. Weil sie gleiche CPUs nutzen, gleiche Software nutzen, die Programmierer, Manager und Hardwaredesigner von einer zur anderen Firma hin und her hüpfen, ... Ich hatte das damals als Kind gar nicht so mitbekommen und dachte immer das wären alles ganz verschiedene Firmen, die gar nichts miteinander zu tun haben. Das erste mal geschnallt hatte ich es etwa 1988, als mir beim 128er der Microsoftsschriftzug auffiel. (ja, den 128er gab es schon vorher, aber da ich selbst keinen hatte, war mir das vorher nie aufgefallen.)

    Ich ziehe hier eine straffe Grenze zwischen Firmen und Behörden. Firmen arbeiten profitorientiert und verwenden die Software dafür, Gewinn zu generieren. Behörden und Schulen arbeiten gemeinwohlorientiert und sind konstant Sparmaßnahmen unterworfen.

    Nun, dann wird es schwierig. Welche Firma nutzt schon Linuxmuster? Dann würden die ja nie eine Sponsor finden.

    Oder mein Projekt. Es richtet sich doch im Grunde ausschließlich an Schulen. So viele gewinnorientierte Schulen gibt es nicht. Und genau daran hapert es und deshalb antworte ich evtl. auch immer etwas "generft". Da gibt es so viel zu tun bei dem Projekt. Die TODO Liste gibt locker Arbeit für 20 Jahre Vollzeitjob. Es wird von tausenden Schulen genutzt, aber nur sehr wenige Schulen spenden. Die Spendengelder reichen nicht zum Leben. Unmöglich. Davon tragen wir Serverkosten und der Hauptautor kann sich mal ab und zu was zu Essen kaufen. Das Projekt hängt also seit gut 20 Jahren davon ab, dass da einer fast Vollzeit dran arbeitet, aber von Sozialhilfe leben muss und das ich in meiner Freizeit dran arbeite. (ok, und gut 6 Leute, die zumindest beim Übersetzen und im Forum regelmäßig helfen. Auch viel Arbeit, hilft aber nicht den Programmierern direkt).

    Aber um es evtl. noch mal so etwas auf den Punkt zu bringen.

    Viele haben nur dieses "Open Source ist kostenlos" im Kopf.

    Dabei machen eigentlich sehr viele Open Source Projekte sehr deutlich, was sie brauchen bzw. erwarten.

    z.B. bei GIMP:

    "Donating money is important: it makes GIMP sustainable."

    https://www.gimp.org/donating/

    und

    "In the free software world, there is generally no distinction between users and
    developers. As in a friendly neighborhood, everybody pitches in to help their
    neighbors. [...]" (Und dann folgen viele Beispiele)

    https://www.gimp.org/develop/

    Sorry, wenn ich es zu extrem rüber gebracht habe. Aber wenn ich nichts gesagt hätte, dann hätten doch vermutlich hier viele gedacht, dass bei Open Source alles gut.

    Nein, du brauchst nicht MS und Co gehen, Open Source ist toll. Aber bei Firmen, Behörden, Staaten, ... darf man ja wohl erwarten, dass die sich sich auch engagieren und es nicht ausnutzen.

    Kein LibreOffice Programmierer wird sich beschweren, wenn Privatpersonen LibreOffice benutzen ohne zu bezahlen. Vollkommen ok. "Interessant" wird es, wenn man, so wie bei meinem alten Schulträger z.B. schön LibreOffice benutzt wird und der Name bzw. das Copyright dort durch den eigenen Namen ersetzt wird. Mich würde mal interessieren, ob die noch etwas sinnvolles am Code geändert haben und/oder LibreOffice irgendwie unterstützt haben oder echt nur den Namen geändert haben. Ich habe nie geschnallt warum die das gemacht haben.

    Nicht zu vergessen: In dem konkreten Fall/Auslöser hier soll und braucht auch überhaupt keine private Person bezahlen. Es ging/geht um Software in der Schule, die vom Schulträger bezahlt werden sollte. Ja, es sind Steuergelder. Aber sehr gut investierte Steuergelder. Uns ist doch gute Digitalisierung in der Schule wichtig, oder? Soll so wichtige Software nur von ein paar Laien in ihrer Freizeit entwickelt und gewartet werden? (Falls sich hier jemand beleidigt fühlt: Ich inkludiere mich da auch als Laie)

    Es tut mir leid, wenn meine Aussagen zu aggressiv rüber kommen. Ich wollte auch nicht sagen, dass hier jemand ein böser Mensch ist. Ich würde mir nur wünschen, dass Open Source eben nicht immer auf das "kostenlos" reduziert wird. Open Source ist viel mehr und jeder sollte es unterstützen.

    Ich selbst habe das xz Projekt auch nicht unterstützt. Und es gibt zig Projekte in der Art.

    Aber wie soll man es machen?

    Und das meine ich jetzt als ernste Frage, dessen Antwort ich selbst nicht kenne:

    Wie unterstützt man im Open Source Bereich insbesondere die Programmierer von Software, die ein normaler Anwender gar nicht direkt sieht?

    Nutzer von z.B. linuxmuster.net oder LibreOffice können es grundsätzlich erkennen und zum Beispiel über einen Betritt in den Verein unterstützen.

    Aber Projekte wie xz? Jeder nutzt es und keiner unterstützt es. Weil es keinem normalen Anwender bewusst ist.

    zu a) Man sieht in deinen anderen Beiträgen, wie du auch bei den Open Source Projekten immer das "kostenlos" als den ausschlaggebenden Punkt genannt hast. Du hast nie geschrieben, dass man der Open Source Serversoftware etwas bezahlen sollte. Du hast immer das kostenlos betont und redest dich jetzt raus.

    zu b) Da ich mir dachte, dass du dich damit rausredest, habe ich extra das Beispiel mit xz genannt. Das nutzt du zum Booten des Systems. Und es wird nicht bezahlt. Weder von dir noch von Ubuntu, RedHat, OpenSuse, ... Der Mann ist überlastet und hat Burnout, weil ihn keiner unterstützt, obwohl mehr oder weniger alle Linuxdistibutionen es nutzen. Nur so kam es dazu, dass es dort zu einer Backdoor kam, die rein zufällig übrigens vom "bösen" Microsoft entdeckt wurde. Ohne den von Microsoft bezahlten Mitarbeiter wäre diese Backdoor vermutlich nie aufgefallen.

    Schön wäre es, wenn du jetzt etwas in folgender Art schreiben würdest: "Man sollte Open Source Software, wenn man sie nutzt, auch unterstützen und sich nicht einfach nur zurücklehnen und sagen 'Ist ja kostenlos. Du bist selbst Schuld, wenn du es kostenlos anbietest.'"

    Unterstütze gefälligst Open Source und stachel nicht andere Leute dazu an, dass die Software ja kostenlos ist und man sie daher nicht unterstützt werden muss, weil irgendwer anders das ja schon irgendwie angeblich bezahlt hat.

    In Beitrag #21 hast du geschrieben: "Ich bin schon lange der Meinung, dass die Kosten für Software und Betriebssystem, sowie Serversoftware Verschleuderung von Ressourcen ist, die man besser verwenden könnte."

    Wenn du geschrieben hättest, dass man statt in Closed Source in Open Source investieren sollte, dann wäre ich voll bei dir. Aber du willst selbst den Open Source Leuten nichts geben. Die Aussage ist da ziemlich eindeutig von dir.

    Und in Beitrag #35 hast du geschrieben: "Ich nutze OpenSource, deren Entwicklung von Canonical finanziert wird - und das für kostenfreie Nutzung vorgesehen ist."

    Und ich sage es noch einmal: Meine Software ist in Ubuntu integriert, und ich wurde nicht von Canonical dafür bezahlt! Auch xz und andere Projekt werden nicht von Canonical finanziert, obwohl das sogar schon für das Booten des Systems benötigt wird. Also nicht gerade unwichtig ist.

    Denk einfach noch einmal über deine Aussagen nach. Und erklär uns einmal die Dinge, die ich oben gefragt habe. Wie soll das also funktionieren?

    Einige Leute Unterschätzen echt wie viel Arbeit Softwareentwicklung macht. Der letzte Bug, der z.B. bei meiner Software mir gemeldet wurde, hat vom Prinzip nur links mit rechts vertauscht. Man denk also eben eine Zeile ändern, dann ist der Fehler in < 1 Minute behoben. In Wahrheit musste ich erst mal etwa 1 Stunde daran arbeiten, um den Fehler reproduzieren zu können (Er trat nämlich nur auf Windows 11 Rechnern mit RTL-Sprachen und einem speziellen Design auf. Bei alle andere Sprachen, Systemen und Designs war der Fehler nicht vorhanden. Das musste ich erstmal testen und erkennen.) . Dann hatte ich erkannt, dass der Fehler nicht bei mir lag, sondern an der neuen Qt Bibliothek (welche von vielen tausend Programmen auf der Welt benutzt wird und mehrere Millionen Anwender hat. Z.B. alle KDE Programme. Wir investieren aber immer recht viel Zeit in Test der neuen Versionen. Trotzdem war mir dieser Fehler nicht aufgefallen, weil er nur unter zu speziellen Bedingungen auftrat.). Also einen Fehlerreport erstellt. Es hat mich etwa eine weitere Stunde gekostet kompetente Qt-Leute dazu zu bewegen diesen Fehler zu beheben. Der Hauptautor "meiner" Software hat auch noch einmal etwa eine Stunde Arbeit investiert um den Fehlerreport mit einer reproduzierbaren Minimalversion zu versorgen. Anschließend haben 4 weitere Leute an den Fehler gearbeitet. Der Fehler konnte zwar mit weniger als 10 Zeilen Code in Qt behoben werden, trotzdem haben daran 4 weitere Leute gearbeitet. Ich schätze 3 von denen je eine Stunde und der andere mit Sicherheit über mehrere Stunden. Ich denke in Summe etwa 20 Stunden Arbeit. (Link zu dem Bugreport gebe ich gerne per PN auf Nachfrage (weil man da direkt meinen Nachnamen sieht und ich den hier nicht direkt verlinken möchte).

    Tja, aber so ein kleiner Fehler wo mal rechts und links vertauscht ist, der kann ja nichts Wert sein. Warum sollte man für eine fehlerbereinigte Version etwas bezahlen? Man kann schließlich das Geld mit Schulungen oder seinem Brotjob verdienen.

Werbung