Beiträge von Volker_D

    Das hat mit der Aussprache nichts zu tun, das Neutrum ist an der Stelle Standardsprache.

    Das es Standard ist, ist mir schon klar. Mich interessiert warum das zum Standard geworden ist?

    Ich könnte mir schon vorstellen, dass es an der Aussprache liegt.

    Denn E-Mail und Email hat genau die gleichen Buchstaben des Alphabets in genau der gleichen Reihenfolge. Der Bindestrich sorgt dafür, dass es anders ausgesprochen wird. Und schon sind die Artikel zu diesen beiden Worten anders.

    Ich glaube, dass mindestens einem Teil der Männer wirklich die Vorstellung dafür fehlt, wie diese Art der verbalen Zurücksetzung sich anfühlt.

    Ich denke, dass kann ich sehr gut nachvollziehen. Bei diesem ganzen "Lehrer:innen" Gendern wundert es mich daher, dass gerade die Frauen nicht sagen, dass die anderen/diversen Geschlechter nicht auch ein Recht haben angesprochen werden zu können. Die meisten Frauen wollen witzigerweise "ihr" "in" behalten, und wollen die Diversion nur in ALLE abschieben (Daher der : oder das * in Lehrer:innen) und gaukeln dann scheinheilig vor sich um die Diversen zu kümmern. Aber eine eigene Ansprache wird den Diversen nicht erlaubt, warum auch immer. Dort unterstützen die Frauen nicht die anderen Geschlechter. (Und vermutluch aus' Tradition' schon gar nicht die Männer).

    Das ist weder ein Trick noch Werbung.

    Warum ist das kein Trick? Ärzte durften zumindest damals keine Werbung machen. Daher hat man die Werbung dann jemanden machen lassen, der den Eindruck erweckt Arzt zu sein. Als Kind dache ich immer das ist eine Ärztin. Und davor und/oder danach kam Werbung für Meister Propper oder Eduscho oder .... Das war im Werbeblock. Für mich ist das ganz klar ein Trick in einer Werbung gewesen, die mich als Kind geblendet hat. Und es ist ganz klar Werbung. Die Firmen haben dafür Geld zahlen müssen, damit für ihr Produkt Werbung gemacht wird.

    Ich vermute, dir sollte nicht vorgeworfen werden, dass du Kolonialismus gut findest.

    Es sollte vermultich nur eine Usache genannt werden, warum sich einige Sprachen sehr schnelll ausgebreitet haben könnten.

    Ich habe gerade den Artikel zum Ursprung der Sprachen gelesen und frage mich etwas, wie sie aus der DNA ausschließen können, dass keine Kolonisierung stattgefunden hat. Die Kolonisierung kann ja ggf. nur für einen sehr kleinen Zeitraum "erfolgreich" gewesen sein und ist dann zurückgeschlagen worden. In der DNA wird man das von friedlichen Händlern, die in das Land eingereist sind, nicht unterscheiden können. Trotzdem hat die kurze erfolgreiche Kolonisierung und der anschließender Rückzug stattgefunden und Sprache und oder Schrift sind in den Ländern noch immer aus dieser kurzfristigen gewaltvollen Kolionalzeit vorhanden. Das trifft , meiner Meinung nach, z.B. auf Japan und einige Länder in Afrika zu.

    Am schnellsten entwickeln sich übrigens (Computer)-sprachen. Schon wenige Jahre nach Erfinndung des Computers gab es ein Sprachgewirr von hunderten von Sprachen.

    Aber wir können es gerne über deine Variante mal machen.

    Also. Stell dir diesen Text vor 30 Jahren im Lehrerzimmer vor:

    "Liebes Kollegium,

    am Freitag machen wir einen Lehrerausflug. Wer nicht mitfährt muss in der Schule die Notbetreuung machen.

    Schöne Woche"

    Was würden wohl die meisten Kollegen vor 30 Jahren "geraten" haben?

    Das hat nichts mit unflexibel zu tun. Wenn ich nicht weiß, nach welchen Regeln der andere geschrieben hat, dann kann ich es nicht zuordnen, weil es zweideutig ist. Das kann man logisch nicht lösen. Ist ist unmöglich. Compiler brechen dann mit einer Error-Meldung ab und machen nicht weiter.

    Als Mensch bin ich natürlch flexibler und brauche nicht abbrechen, sondern kann weiter lesen/compilieren. Aber ich habe dann 2 Übersetzungen. Welche richtig ist kann man dann aber nicht wissen. Höchstens raten.

    ah.. Dann reden wir aneinander vorbei. Mir ist klar, dass man das so schreiben kann. Ist doch auch gut so. Es sind aber nicht alle Texte so gut wie deine. Es gibt zig Bücher, Zeitschriften, ... von zig Menschen. Die haben nicht alle deine Schreibweise.

    Es geht mir darum, ob eine Sprache (in beiden Richtungen) kompatibel ist.

    Ich denke da vermutlich zu sehr wie ein Informatiker.

    Wenn in Informatik c++ (Version 2014) neue Regeln bekommt und zu c++ (Version 2017) wird. Dann achtet man auf verschiedene Dinge:

    1. Kann ein c++ 2014 Text auf Version 2017 kompiliert werden?

    (Also können ALLE alten Text korrekt verstanden werden, wenn man die neuen Regeln anwendet und im Notfall auf die alten zurückgreift?)

    Das könnte meine "-us" Variante. Die "Lehrer:innen" Variante hingegen nicht.

    2. Kann ein c++ 2017 Text auf einem alten C++2014 Compiler übersetzt werden?

    (Also können neue Texte verstanden werden, wenn man einen alten Compiler benutzt)?

    Das kann weder meine noch die "Lehrer:innen" Variante sinnvoll. (Es geht, aber für menschliche Kommunikation dürfte es doch ungewohnt sein, weil man einfach beide Varianten schreiben würde.

    Punkt 1 sollte nach möglichst immer zu 100% erfüllt sein. Ansonsten laufen ja alte Projekte nicht mehr. Üblich ist, das dieser Punkt immer zu 100% erfüllt ist.

    Punkt 2 ist, auch wenn es sich im ersten Moment überraschend anhört, bei Compilern i.d.R. auch erfüllt! (Der Trick läuft dort i.d.R. über Markierung von Textstellen, die nach neuen Regeln übersetzt werden sollen und Markierungen, in denen Alternative Varianten stehen.

    Es geht nicht darum, wie man einen Text eindeutig machen kann. Es geht darum, dass Texte nicht eindeutig sein können. Und das ist mein Beispiel. Ist ist doppeldeutig. Willst du jetzt alle Bücher der Welt auf mögliche Doppeldeutigkeiten prüfen?

    Wenn man meine Variante nehmen würde, dann bräuchte man gar nichts prüfen, weil es damit keine Doppeldeutigkeiten gäbe.

    Genau so ist das schon. Und das ist überhaupt kein Problem.

    Nur wenn alle deine Sichtweise, dass das Maskulinum geschlechtsneutral sei, teilten. Tun sie aber nicht.

    Nein, dass ist falsch. Bei Meiner variante würde es NIE zu einer Zweideutigkeit kommen. Auch dann nicht, wenn du meine Regeln nicht kennen würdest. Der Unterschied ist, dass du bei meiner Variante etwas sehen würdest und erkennst, dass du es nicht verstehst.

    Bei der "Lehrer:innen" Variante hingegen liest du etwas und erkennst nicht, dass es ganz anders gemeint ist. Du versteht den Text dann nicht richtig, weil du nicht weißt, wie es gemeint ist:

    Liebes Kollegium,

    am Freitag machen wir einen Lehrerausflug. Wer nicht mitfährt muss in der Schule die Notbetreuung machen.

    Schöne Woche

    hmm... also das mit dem Gerndern wird noch späßig, wenn im Kollegium die einen Leute gendern und die anderen nicht.

    Das dumme bei der "Lehrer:innen"-Gender-Lösung ist ja, dass der maskuline Plural aller Lehrer zum maskulinen Plural der männlichen Lehrer wird.

    Bei Computersprachen würde man sagen: "Die Sprache ist nicht abwärtskompatibel". Da sind die Missverstandnisse vorprogrammiert, wenn man nicht weiß nach welchen Regeln der Text geschrieben wurde.

    Bei meiner Variante hingegen besteht diese Problem nicht. Dort kommt es nicht zu so einer Zweideutigkeit.

    Ja sicher steht das im Duden. Im Gegensatz zum Lehrerforum hat der nämlich auf dem Schirm, dass Deutsch auch Landessprache in Österreich, der Schweiz, Liechtenstein und Luxemburg ist.

    hee... Warum schließt du uns aus dem Lehrerforum aus? Gehören wir nicht mehr dazu? :angst:

    Ich wollte mit dem Post eigentlich zeigen, dass auch Süddeutschland genannt wird. Weil in dem Post davor von ??? (habe ich vergessen) es sich so anhörte, als wenn alle Deutschen "die Mail" sagen würden.

    Ich frage mich etwas, warum dass einige Gruppen etwas anders machen.

    Wie ist das bei "Laptop"

    Könnte das am Dialekt liegen? Weil die Aussprache etwas anders ist?

    Für mich persönlich ist ja "das" bei Laptop logisch. "Der" fühlt/hört sich meiner Meinung nach etwas besser an.

    Das du "das" auch logisch findest, hast du uns schon geschrieben. Wie ist das, wenn du mit deinem "Dialekt" "Das Laptop" und "Der Laptop" sagst. Das ist nicht negativ gemeint! Vieleicht spricht du lupenreines Hochdeutsch. Ich habe deine Stimme noch nie gehört.

    Würde sich die Aussprache dieser beiden Varianten von dir vom "Hochdeutschen" unterscheiden? Und was würdest du sagen, wie es sich anfühlt/anhört? Ist das "das" oder "der" Laptop gefühlt schöner (ohne jetzt mit irgendwelcher Gramatik und Logik zu argumentieren. Rein nach deinem Bauchgefühl mit deiner normalen Aussprache).

    Analog bei Mail. Was hört/fühlt sich mit deiner Aussprache besser an? Die Mail oder das Mail? (Ich glaube man muss soetwas immer mit ganzen Sätzen sagen, dann hört/fühlt man es besser).

    In der jetzigen vorgeschlagenen Form (also sowas wie "Lehrer:innen") lehne ich das Gendern auch ab. So ist das Unsinn. Ich denke die Mehrheit der Bevölkung kennt größtenteils nur die Varianten. Mein letzter Vorschlag ist ja "abwärtskombatibel". Alte Texte würden nicht ihren Sinn verfälschen. Wohingegen der jetzige Gendervorschlag nicht abwätzkompatibel ist und alte Texte verfälschenden Sinn erhälten würden. Und auch noch viel zu lang wären.

    Das Argument mit dem verkomplizieren halte ich für falsch. Natülich sind die meisten Varianten komplizierter, aber mit dem Argument dürfte man nie neue Worte erfinden, weil sie die Sprache komplizierter/umfangreicher machen. Und wenn man genau hinguckt, dann können Verkomplizierungen es auf der anderen Seite wieder leichter machen, da man etwas kürzer ausdrücken kann.

    Wenn es der Bevölkerung um das "Entkomplizieren" gehen würde, dann würde sie meinen allerersten Vorschlag annehmen. Alle heißen "Lehrer", keine Sonderbehandlung mehr für Frauen. Das "in" muss weg. Würde die Grammatik vereinfachen.

Werbung