Ich singe super gerne und kann es auch ganz passabel (für einen Laien halt). Ich mache es auch in der Schule super gerne mit meinen (insb.: jüngeren) Schülern, aber längst nicht so oft wie sie und ich es gern hätten, da ich auch immer einen inhaltlichen Mehrwert haben möchte; das macht's dann schwerer passende Stücke zu finden. Was mir außerdem häufig fehlt: Die passende Begleitung. Damit macht es mMn einfach gleich nochmal viel mehr Freude weil es oft schöner klingt als reine Gesangsbeiträge und es gibt den Schülern mehr Halt wenn sie ein Lied noch nicht kennen.
Beiträge von Midnatsol
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Aus meiner Sicht liegt das Problem darin, dass sowohl Phanon/Buntflieger, als auch der Rest der User hier Recht hat.
Ja, "Lehrerpersönlichkeit" ist ein schwammiger Begriff, dessen Bedeutung sich nicht wirklich konkretisieren lässt und der sich auch nicht anhand einzelner Kriterien objektiv messen ließe. Deswegen ist es auch nichts, was man einem Referendar "beibringen" kann. Insofern kann ich Buntlflieger/Phanons Kritik nachvollziehen: Von ihnen (und allen anderen Reffis) wird etwas verlangt, ohne dass man ihnen konkret sagen würde was das denn ist und wie sie es bekommen. Dass das für jemanden, der ob dieses ominösen Begriffs kritisiert wird, frustrierend in allerhöchstem Maße ist, kann ich vollauf nachvollziehen!
Dennoch haben aber auch die anderen User hier Recht, wenn Sie meinen, dass die Lehrerpersönlichkeit wichtig für einen guten Lehrer ist. Das merkt man als Reffi vielleicht am deutlichsten, wenn man mal an die eigene Schulzeit zurückdenkt und sich ein Negativbeispiel von Lehrer sucht, jemanden, bei dem man sich denkt "Wie konnte man den/die jemals als Lehrer zulassen? Was will der/die in diesem Beruf???" Hinter solchen Negativbeispielen von Lehrern verbirgt sich entweder ein drastischer Mangel an fachlicher Kompetenz (so stark, dass man ihn selbst als Schüler bemerkt hat), oder aber - vermutlich weit häufiger - eine problematische Lehrerpersönlichkeit.
Aber das ist nun nur eine Annäherung an diesen ominösen Begriff, keine positive Begriffsbestimmung. Letztere ist auch deswegen so schwierig, weil es "DIE" (eine) Lehrerpersönlichkeit nicht gibt: Es gibt verschieden(st)e Persönlichkeitstypen unter Lehrern - die super lässigen Lehrer, die strengen Lehrer, die sehr direkten Typen und die sehr "lieben", ... und sie alle können gute Lehrer sein, aber sie müssen es nicht. Nicht jeder lässige Typ taugt zum Lehrer, nicht jeder strenge Mensch sollte auf Kinder losgelassen werden, nicht jeder direkte oder besonders liebe Mensch. Es müssen noch viele, viele andere Persönlichkeitsmerkmale zusammenkommen und zusammen ein Bild formen, das für einen Lehrer taugt. Wie dieses Bild aussieht, lässt sich aber nicht genau fassen und kann durchaus sehr unterschiedlich sein. Was aber eben auffällt, ist, wenn sich dieses Bild NICHT formt, wenn eine (für diesen Beruf!) problematische Persönlichkeit vorliegt.
Natürlich nimmt man das dann über das Verhalten wahr, etwas anderes kann man ja nicht sehen. Aber was genau am Verhalten es ist, das auf eine problematische Lehrerpersönlichkeit hindeutet ist ebenfalls schwer zu sagen. Das liegt mMn daran dass es unglaublich viele Kleinigkeiten sind, die teilweise parallel ablaufen und derer man sich als Handelnder und Beobachtender garnicht unbedingt bewusst ist: Dass jemand die Hände hier oder dort hält, Blicken ausweicht, die Augenbraue in nur einem kurzen einem Moment "abwertend" hochzieht, sich hier oder dort platziert, besonders steif oder wippelig steht, ein Wort oder einen Satz so oder so betont, diese oder jene Satzmelodie verwendet, dieses oder jenes Wort verwendet, dies oder das (nicht) kommentiert, ... Man könnte ein paar dieser Beispiele rauspicken als Ausbilder: "Herr X, Sie haben z.B. sehr häufig Ihre beiden Hände in den Taschen, das wirkt unmotiviert und unsicher." Aber nur weil der Reffi dann darauf achtet die Hände nicht mehr in die Taschen zu stecken (sondern sie stattdessen unbeholfen auf dem Pult abstützt oder so) verändert das nicht den Gesamteindruck - die Hände in den Taschen sind ja für sich genommen kein Problem, sondern der Gesamteindruck ist es. Daher kommt dann eher die Oberkategorie "Lehrerpersönlichkeit" ins Spiel, die das alles einfasst.
Was nimmt der Reffi, der einfach keine natürliche Lehrerpersönlichkeit hat, mit aus der Situation?
-> Entweder 1: "Der Ausbilder kritisiert da sowas ominöses wovon er selbst nicht sagen kann was das eigentlich sein soll und wie man das misst. Diese blöde Lehrerpersönlichkeit existiert also nicht einmal, und ich darf mir deshalb haltlose Kritik anhören!"
-> Oder 2: "Der Ausbilder kritisiert jeden kleinen Scheiß - wenn ich die Hände in den Taschen habe ist es nicht richtig, wenn ich sie aufs Pult lege ist es nicht richtig - ja, soll ich sie mir abhacken? Warum sagt der mir nicht, wo ich die beiden blöden Dinger hintun soll?"
Dass es sowas wie eine (professionelle/passende/authentische) Lehrerpersönlichkeit gibt und dass es nicht um die Haltung der Hände geht, versteht der arme Reffi nicht. Und wenn man ihm sagt es sei der Gesamteindruck, um den es geht, will er wieder wissen woraus sich dieser Gesamteindruck denn zusammensetze, woran der Ausbilder das festmache - dann: siehe 2. Ein Dilemma. -
Ehrlich gesagt wäre ich in dem Fall wohl froh, die Entschuldigung per Mail zu bekommen. In dem Moment, da der Vater um einen Gesprächstermin gebeten hätte wäre ich wohl emotional explodiert und hätte im Vorfeld des Gesprächs nur noch mehr Stress gehabt. Dann lieber per Mail und Ruhe.
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In dem Beitrag ist ja viel drin, das stimmt/stimmen mag, aber eines möchte ich doch explizit nochmal anmerken:
Kinder, es gibt Alleinerziehende, die Vollzeit arbeiten, es gibt Arbeit am Fließband, im Stahlguss, normale Azubis bekommen 400 Euro im Monat und müssen wochenlang denselben Handgriff üben. Heult doch bitte nicht so viel rum.
"normale Azubis" sind bei einem "normalen" Lebenslauf irgendwo zwischen 16 und Anfang 20. Ich hätte mich in dem Alter sehr darüber gefreut, 400€ zu bekommen statt 650€ Studien- und Semestergebühren pro Semester zuzüglich benötigter Literatur zu zahlen. Was ich damit sagen möchte: Ich finde ich es schwierig, Referendare mit normalen Azubis zu vergleichen, da sie den ersten (hier: akademischen) Teil ihrer Ausbildung eben schon abgeschlossen haben und entsprechend in einem anderen Lebensabschnitt stehen. Auch könnte man argumentieren, dass sie mit dem erfolgreichen Abschluss des Studiums ein Anrecht auf eine höhere Besoldung während des Referendariats erworben haben als jemand, der für gewöhnlich eben noch keinerlei Vorwissen/ berufsbezogene Vorbildung mitbringt.
Und zum letzten Satz: Nur weil es anderen auch schlecht oder noch schlechter geht, bedeutet es nicht, auf Missstände nicht aufmerksam machen zu dürfen. -
Ich denke nicht, dass irgendjemand möchte, dass ihr die Inklusion alleine stemmt, zumal unter den aktuellen Bedingunegn. Auch an Gesamtschulen reichen die Ressourcen (personelle, materielle, finanzielle, räumliche, ...) ganz sicher nicht, um Inklusion zu stemmen. Aus meiner Sicht gilt: Bis all diese nicht bereitstehen, sollte man Inklusion gar nicht betreiben, da man sie nur in den Sand und nicht umsetzen kann. Daher befürworte ich auch den Plan, Förderschulen zu erhalten oder gar Neugründungen zu ermöglichen. Und auch, sie an Gymnasien weitgehend auszusetzen (was wie gesagt nicht heißt, dass ich damit fordern würde sie an Gesamtschulen zu beschleunigen!).
Allerdings muss ich schon sagen, dass ich Inklusion, WENN sie mit entsprechenden Ressourcen umgesetzt wird, an Gesamtschulen überzeugender finde als am Gymnasium, weil Gesamtschulen systemisch eben schon auf eine größere Heterogenität ausgelegt sind als Gymnasien. WENN man also ein System hat, in dem eine Schulform auf Heterogenität ausgelegt ist (Gesamtschule) und eine auf die leistungsstärksten SchülerInnen spezialisiert ist (Gymnasium) sehe ich es einfach als logisch an, Inklusion eher an ersterer umzusetzen. Dabei ist mir bewusst, dass das Maß an Heterogenität dabei an Gesamtschulen ebenfalls steigt. Aber es scheint mir eben das kleinere Übel (ja, ich sehe Inklusion als Übel an. Steinigt mich ruhig).
Wenn es wiederum "nur" um Inklusion körperlicher Behinderungen geht, also um zielgleiche Inklusion, sehe ich die Gymnasien natürlich genauso in der Pflicht wie die Gesamtschulen.
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falls das auf mich bezogen war: Habe ich auch weder behauptet noch gedacht

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Klingt tatsächlich mal richtig gut! Schön, dass man wirklich mal eine Veränderung in der (Schul-) Politik durch anders gesetzte Kreuzchen bei der Wahl wahrnimmt.
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Es gibt aktuell sicherlich dringendere und wichtigere Themen als die Sommerzeit
Das liegt ja nun im Auge des Betrachters. Dass immer wieder Diskussionen um dieses Thema entstehen, bei denen die eigene Position teilweise auch heiß verfochen wird, kann man schon als Indikator für eine gewisse "Dringlichkeit" ansehen. Und da die Beamten wie du ja sagst "hochbezahlt" und übrigens auch zahlreich sind, mag es ihnen ja durchaus möglich sein, nicht nur dieses eine Thema, sondern mehrere parallel zu verhandeln.
Mir persönlich ist das Thema nicht übermäßig wichtig, aber ich wäre durchaus für eine Abschaffung der Zeitumstellung zu haben. Und wenn dann hätte ich eine leichte Präferenz für die Winterzeit, dann könnte man im Sommer besser Sternchen gucken ohne so ewig aufbleiben zu müssen

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Hattet Ihr das Argument mit der Auffenthaltsgenehmigung auch schon?
Nein, das nicht. Aber auf ähnliche Weise funktioniert das Argument "Aber ich will Medizin studieren und brauche die bessere Note um den NC zu schaffen!": Mit Verweis auf die Folgen, die eine gegebene Note für den Schüler hat, will man eine bessere Note erfeilschen. Ich weise dann darauf hin, dass ich Noten für die Leistung in der Vergangenheit, nicht die in der Zukunft gebe, dass ich es toll finde, wenn sich jemand Ziele steckt, dass es dann aber auch in dessen Verantwortung liegt sie zu selbst verfolgen und nicht in meiner. Wenn man also eine 1 (2, 3, ...) braucht, muss man eben die entsprechende Leistung bringen, ansonsten kann ich diese Note leider nicht vergeben.
Das Argument Aufenthaltsgenehmigung brächte mich schon zum Nachdenken, weil hier natürlich - wenn das so stimmen würde - meine Notengebung einen wesentlich direkteren und krasseren Einfluss auf den weiteren Lebensverlauf des Schülers (und vllt. seiner Familienangehörigen?) hätte als gewöhnlich. Ich baue mir da also selbst einen gewissen moralischen Druck auf. Mich wundert das Argument aber schon (von einer so direkten Abhängigkeit des Einen vom Anderen habe ich noch nie gehört) und schlussendlich... siehe Abschnitt 1.
edit: danke für die Erläuterung, Nitram. In dem Fall würde ich mich wohl unbedingt mit Kollegen absprechen: Sehen sie einen Chance auf eine erfolgreiche Beendigung der Schullaufbahn? Dann wenn es irgendwie vertretbar wäre die bessere Note setzen und klare (aber: erreichbare) Zielvereinbarungen fürs nächste Schuljahr treffen. Ansonsten (kein Schulabschluss denkbar oder Bruch der Vereinbarungen): Besser ein Ende mit Schrecken...
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Tja, wenn man die Wahl zwischen Unterrichtsausfall und Verheizung der (noch vorhandenen) Lehrkräft hat, ziehe ich ersteres vor - aus persönlichen Gründen und weil letzteres das Problem schlussendlich eher verstärken als lösen wird und daher auch rational Blödsinn ist.
Ich hätte aber noch einen anderen Vorschlag: Mehr Verwaltungspersonal anstellen, das Verwaltungsaufgaben übernimmt, sodass Lehrer verstärkt ihrem eigentlichen Kerngeschäft nachgehen können. Warum sollte nicht eine Bürokraft Krankmeldungen entgegennehmen, den Vertretungsplan organisieren, den Stundenplan erstellen, den Informationsabend mit Vorstellung verschiedener Berufsprofile organisieren, die Computer warten, die Fehlstunden der Schüler zusammenzählen, die Notenlisten abtippen und ins Zeugnisprogramm eingeben, die Zeugnisse unterschreiben, die Chemiesammlung verwalten, die Bücherausgabe organisieren, ...? Warum soll nicht ein Sozialpädagoge (die es oft wirklich schwer haben einen unbefristeten Job zu finden!) als Beratungs"lehrer" fungieren und Klassenfahrten (mit-) betreuen, das Paten-/Buddy-Wasnochalles-Programm gestaltet, die Streitschlichter und Schulsanitäter betreuen, die Nachmittagsbetreuung und Mittagsaufsicht übernhemen, ...?
Das sind Berufsfelder, in denen meines Wissens nach kein akuter Mangel herrscht und über deren Einbindung im System man Schulen zusätzlich professionalisieren könnte. Für einige dieser Aufgaben gibt es Entlastungsstunden, die dann wieder im "Unterrichts-Pool" zur Verfügung stünden. Meiner Meinung nach Win-Win. Nur die Kurzsichtigkeit von Politikern, die erstmal sehen, dass mehr Personal an Schulen angestellt würde, wenn Lehrer solche Aufgaben nicht mehr selbst übernehmen, führt dazu, dass diese immer stärker belastet und der Beruf immer unattraktiver wird.
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Es ist doch eigentlich ganz einfach: Bei dieser Geschichte gibt es die strafrechtliche Seite und die moralische.
Die strafrechtliche Seite lässt sich ganz nüchtern analysieren: Bis sie unterschreibt, den fremdverfassten Unterrichtsentwurf selbst und ohne Hilfe angefertigt zu haben und diesen als Teil ihrer Staatsprüfung einreicht, liegt kein strafrechtlich falsches Verhalten vor. Also: Noch ist strafrechtlich nichts zu holen. Morgen wird sich das (wenn sie den "Braten" nicht z.B. über das Forum hier riecht) mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit ändern - aber eben erst morgen. Heute ist strafrechtlich noch alles paletti.
Moralisch kann man schon jetzt die Nase rümpfen. Allein die Absicht sich eine Qualifikation durch die Leistung Fremder zu erschleichen ist moralisch abzulehnen. Und dass es ich um eine feste Absicht und eben nicht nur einen flüchtigen Gedanken handelt zeigt die Tatsache, dass die Dame bereit ist 300€ (eine Stange Geld gerade für einen Reffi) für einen Ghostwriter auszugeben. Moralisch liegt also heute schon einiges im Argen.
Überkäme sie heute Abend der Skrupel aufgrund der Einsicht in die Verwerflichkeit ihres Planes, und sie erschlösse sich, noch über Nacht eine neue Stunde zu planen und irgendetwas als Entwurf hinzusauen, würde ich von der ganzen Aktion immer noch wenig halten, denn die Absicht hatte sie trotzdem lange und sie hätte von vorn herein einsehen sollen, dass das nicht richtig ist. ABER im Vergleich zum durchgezogenen Täschungsversuch wäre diese Option natürlich immer noch etwas weniger schlimm (=/= gut!).Das scheint doch konsensfähig zu sein, oder? Jedenfalls hat bisher niemand irgendetwas anderes behauptet, so mich mein Gedächtnis und meine Lesekompetenz nicht im Stich lassen.
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Ja, werden sie. Jedes Mal, wenn ich Aufgaben habe, bei denen man ganze Sätze (ab-) schreiben muss, wird gejault. Inzwischen kündige ich solche Aufgaben schon an mit "für diese Aufgabe müsst ihr 10 Sätze schreiben" bevor sie sie sehen, weil das dann im Kopf der Schüler schon einen "Countdown" anwirft, der besser ist als der Gedanke "ich muss das ALLES abschreiben? Kann ich nicht nur die Verbform aufschreiben?".
In der Oberstufe ist es ähnlich, wenn auch nicht ganz so schlimm. Kreatives Schreiben oder das Schreiben einer Analyse geht da ohne Murren, aber wenn wirklich Fragen beantwortet werden sollen ("Beschreibe, wie Person X These Y herleitet und begründet" oder so; oder [mal nicht operationalisiert:] "Wie wirkt sich Globalisierung auf dein Leben aus?") kommt die Frage nach Stichpunkten und das Gemaule wenn ich einen Fließtext fordere.
Allerdings sind das sicherlich nicht nur die Arbeitshefte Schuld, sondern auch die Tatsache, dass die Schüler heute kaum noch etwas von Hand schreiben in ihrer Freizeit und sich ohnehin wenig mit längeren Texten befassen - diese zu verfassen ist da auch deshalb anstrengend, weil man sich ja über sowas wie Konnektoren und Ausdruck Gedanken machen muss.
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Mir geht es wie Sissymaus, ich bin gern im Lehrerzimmer. In den Pausen schaffe ich es zwar meist nicht, aber Freistunden verbringe ich so gut wie immer dort mit den Kollegen. Momentan sieht man den Korrekturfachlehrern und ihren Tischen zwar den nahenden Termin der Noteneintragung an und wir teilen auch mal 5 Minuten lang unser Leid. Aber dann kommt immer irgendein Spruch, der uns zum Lachen und Durchhalten bringt, ein wenig (Galgen-)Humor und Ablenkung helfen auch noch die letzten Wochen zu schaffen.
Ernsthafte Konflikte gibt es bei uns nicht und entsprechend auch keine generell schlechte Stimmung. Das Einzige, was die Stimmung wirklich mal drücken kann, ist wenn die SL durchs Lehrerzimmer schreitet und sich einen von uns packt, der dann ggf. 15 Minuten später total fertig wieder auftaucht, da muss erstmal getröstet, sich gemeinsam geärgert und aufgeregt (und gleichzeitig aufgepasst, dass der SL das nicht mitbekommt) werden. Aber das passiert glücklicherweise nicht täglich und hält mich nicht vom LZ fern. -
Ihr müsst nen Unterrichtsgang beantragen, auch wenn ihr nur auf den Schulhof geht? Irre...
Jo. Begründung: Es muss jederzeit feststellbar sein, wo sich eine Klasse/ ein spezielles Kind befindet, damit, falls ein Notfall eintritt, das Kind ohne Verzögerung benachrichtigt werden kann. Daher sind sowohl Raumwechsel als auch Gänge auf den Schulhof verboten, es sei denn sie werden vorher wie geschildert beantragt. Ich finde das auch extrem nervig, an meiner alten Schule war das nicht so. Da bin ich bei Hitze ebenfalls gern auf den Schulhof in ein schattiges Eckchen gewandert mit den Nachmittagsklassen.
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Es geht ja nicht um irgendwelche, sondern um unentschuldigte Abwesenheit, also insb. geschwänzte Stunden. Wenn ein Schüler nicht zur Klausur erscheint, sondern stattdessen in die Stadt geht, hat er genauso seine Leistung verweigert wie der Schüler, der erschienen ist, sich aber weigert das Blatt anzuschauen oder einen Stift in die Hand zu nehmen. Es resultiert also folgerichtig beide Male dieselbe Note: 6.
Disziplinarmaßnahmen für unentschuldigtes Fernbleiben von der Schule (und somit bei den meisten Schülern: eine Verletzung ihrer Schulpflicht) sind zusätzlich als Sanktion einzuleiten, denn die 6 ist keine Strafe, sondern die objektiv angemessene Beurteilung der erbrachten Leistung. Bei uns läuft es übrigens so, dass ich zum entsprechenden Stufen-Koordinator gehe (Unter-/Mittel-/Oberstufe), den Fall schildere, und ab da habe ich als Lehrkraft damit nur noch am Rande zu tun, der entsprechende Koordinator leitet dann nämlich, in Abstimmung mit der Schulleitung und ggf. dem Klassenlehrer, sich schrittweise steigernde Ordnungsmaßnahmen (so heißen die "offiziellen" Disziplinarmaßnahmen, die formal und nicht nur rein pädagogisch sind) ein.Soweit, dass ich als Lehrer da noch eine Nachschreibearbeit konzipiere, wenn jemand einfach keine Lust hat zur Klausur zu erscheinen, kommt es noch. Wenn es um sowas geht ist mein Schulleiter dann wirklich hervorragend. Da fordern Eltern oder Schüler genau 1x ihre Extrawurst - nach dem dann anstehenden Gespräch mit dem SL kommt sowas nicht nochmal vor. Habe gerade in diesem Schuljahr bei einer Mittelstufenschülerin genau dieses Gespräch miterleben dürfen und wusste am Ende nicht, ob ich innerlich feixen oder Mutter und Tochter doch bemitleiden soll...
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Wenn es nur Mädels sind, kann ich mir einen Tanz/ein Aufführung aus Tanz und Geschicklichkeit vorstellen.[...]Oder eine Runde Mädchenfußball mit ein Stück WM schauen und Regeln erklären? Glänzen bei Vattern, wenns um Abseits geht?
[...]
Ein flacher Bauch in 4 Wochen mit Pilates?
[...] Körperfettanalysewaage mitbringen (für die Damen nur freiwillig), regelmäßig messen?Sorry, aber:
Noch mehr Sexismus passte wohl nicht in den Beitrag, oder weshalb fehlt Ballett im Tutu in der Aufzählung? Oder ist das mit "Aufführung aus Tanz und Geschicklichkeit" gemeint? ... -
Viel, viel trinken (normalerweise trinke ich 1 Liter am Schultag, wenn es so heiß ist werden es 2-3 Liter) und versuchen, irgendwie Durchzug zu erzeugen (Fenster und Türen auf, auch im Flur). Seit Neuestem habe ich auch einen Fächer in meinem Fach für die ganz heißen Tage. Ich war irgendwann einfach zu neidisch auf die Schüler, die im Unterricht rumgefächert haben, also habe ich einen 10er-Pack Fächer bestellt und unter meinen liebsten Kollegen verteilt

Letztes Schuljahr haben meine Schüler und ich in der 8./9. Stunde auch schonmal 90 Minuten den Kopf auf den Tisch gelegt - keiner konnte mehr, wir hatten 35°C im Raum (wirklich! Digitaluhren mit Temperaturanzeige hängt im Raum) und die SL weigerte sich Hitzefrei zu geben. Räume tauschen dürfen wir nur nach Vorankündigung beim Stundenplanteam (das nachmittags nicht mehr da ist) und draußen unterrichten nur mit schriftlicher Genehmigung eines Unterrichtsganges durch die Schulleitung
Da waren 90 Minuten unbewegtes Rumliegen (im Falle der Schüler teilweise mit feuchten Papierhandtüchern auf der Stirn oder im Nacken) unsere beste Option. 
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als das Foto gemacht wurde, waren mein kleiner Laserdrucker und der Tintenpisser daneben ziemlich gleichzeitig über die Wupper gegangen und da habe ich beide Geräte durch einen größeren Drucker/Scanner/Kopierer ersetzt.
Du bist ja krass drauf. Das Ding, das da rechts steht, ist unser Schulkopierer, mit dem bei uns an die 100 Kollegen arbeiten. Und bei dir steht er einfach in der Dachkammer (arme Seele, die ihn da raufschleppen musste). Darf ich mal fragen wie teuer sowas ist, wenn man es sich privat anschafft? Das muss doch Unsummen kosten, oder?
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Ich nutze ebenfalls eine Bluetooth-Box. Kostenpunkt waren etwa 40€ und sie ist definitiv laut genug für jeden Klassenraum. Als Backup habe ich noch eine 15€ Box in meinem Fach stehen, die ist aber eigentlich wirklich zu leise.
Solange das Kabel der Box nicht gebrochen war fand ich das übrigens auch praktischer als die Bluetooth-Variante jetzt, da das wirklich leichter funktionierte. Box und Tablet verbinden sich zwar automatisch per Bluetooth, leider bedeutet das aber nicht, dass das Tablet dann auch über die Box abspielen würde - dazu muss ich sie immer erst nochmal von Hand trennen und neu verbinden, was einfach Zeit kostet und ob dieser Tatsache auch etwas nervt. Nun bin ich drauf eingerichtet, aber blöd ist es trotzdem.
Daher mein Rat: Unbedingt eine solche Kombi (digitales Endgerät + Box) anschaffen, aber vor den ersten Einsätzen mehrfach üben, wie es funktioniert. Es ist wirklich kein Hexenwerk, aber wenn du selbst sagst du seist technisch nicht so sicher, solltest du üben um nicht dann, wenn es drauf ankommt, blöd dazustehen. -
Möglich wäre stattdessen, dass sie die Zeugnisse auf den Computern der Schule schrieben. [...] Die Lehrer rechneten, ob das im Schichtdienst zu schaffen sei, bei zwei Stunden pro Zeugnis. Ihr Ergebnis: Um bis Mitte Juli fertig zu werden, hätten sie im Februar anfangen müssen.
Das ist eine der besten Protestaktionen eines Kollegiums, von denen ich jemals gehört habe. Da gehört schon was zu, aus dem Eifer zur Gesetzestreue des braven Beamten heraus seinen Dienstherren so bloßzustellen, dass Eltern wegen eines Geschehens im Bildungssektor medienwirksam auf die Barrikaden gehen, ohne dabei die Lehrer zu verunglimpfen.
Vielleicht lernt deren Dienstherr tatsächlich was daraus, um nicht bei der nächsten Zeugnisvergabe wieder dasselbe Spektakel zu haben. Insofern:

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