Beiträge von D371

    Wir hatten gestern in der Schule ein Gespräch über die in den Medien ständig geäußerte Besorgnis, die Abschlussjahrgänge seien durch Corona massiv benachteiligt. In NRW ist das Abitur auch einige Tage (9?) nach hinten verschoben worden, damit nach den Osterferien noch weiter wiederholt werden kann.

    Nun ist es bei mir so, dass ich eigentlich noch nie mit einem Kurs so gut in der Zeit gelegen habe wie dieses Jahr. Ich bin in ca 4 Wochen komplett durch mit dem Stoff (Und kann dann auch die Themen aus der Zeit der Schulschließung, für die Abi-Kurse waren das bei uns 5 Wochen, nochmal aufgreifen).

    Wir leben in einer Gegend mit einer mittleren Inzidenz (zur Zeit immer so im Bereich von 120), haben aber an unserer Schule bisher recht wenig Quarantänefälle gehabt. Ich denke, es liegt daran, dass kein Unterricht wegen Exkursionen, Projekten, Sportveranstaltungen usw. ausfällt und dass ich im Unterricht weniger kreative Dinge, Projekte usw. machen kann. Schule macht keinen Spaß auf diese Art und Weise, aber ich mache mir keine Sorgen, meinen LK nicht gut aufs Abi vorbereiten zu können (klar, wenn die Schulen nach den Ferien nicht wieder aufmachen, sieht das anders aus. Aber mit Frau Gebauer gibt es das ja nicht...).

    Mich würde sehr interessieren, wie das woanders aussieht - das kann ja je nach Quarantäne-Situation usw. völlig anders sein.

    Ich will damit wirklich die Situation an den Schulen nicht schönreden oder Leute provozieren, die zwischen Krankheit, Quarantäne usw kein Land sehen... bitte nicht falsch verstehen.

    Ich verstehe nicht, dass hier so oft der Vorschlag mit dem Abwechseln gerade von Lehrern kommt, wie macht ihr das denn? Ich könnte einen festen Tag immer nur bis zum nächsten Stundenplan, also ein Vierteljahr, versprechen, und selbst dann käme ich regelmäßig mit außerplanmäßigen Terminen in die Bredouille. Immer den gleichen Tag frei geht bei uns nicht. Aktuell habe ich gar keinen. (Mal abgesehen davon, dass ich meinem freien Tag oft durchkorrigiere, aber ja, das ginge natürlich auch anders - mit weniger Schlaf halt. Ich kann aber keinen LK korrigieren wenn hier 5 Kinder turnen)

    Ich würde das wirklich gern verstehen, von daher wäre es schön, wenn man das sachlich ohne „früher haben wir uns auch nicht so angestellt“ und dergleichen beantworten könnte :engel:. Und ja, mein Kind hat einen Vater. Der ist auch Lehrer und hätte das gleiche Problem.

    Aber wenn kein Karneval stattfindet, hättet ihr die Tage doch „über“

    Die meisten meiner KollegInnen korrigieren Karneval mehr oder weniger durch.

    Erst heißt es, dass es sooo furchtbar wichtig, dass die Schulen offen bleiben und der Präsenzunterricht ganz präsent ist. Und jetzt macht man einfach ein paar Tage ganz tu, anstatt Distanz- oder Hybrid-Unterricht überhaupt nur in erewägugn zu ziehen. Auf einmal geht's also ganz ohne Unterricht.

    Jo, und dann sollen wir dafür auch noch die mobilen Ferientage verbrennen. Habe ich das mit dem Halbverdauten schon geschrieben?

    Und Notbetreuung darf wohl auch noch sein... las ich gerade

    In der Schulmail - mittlerweile auch vom Philologenverband scharf kritisiert - geht es m.E. um Aufsicht bei Distanzunterricht (also etwa Beaufsichtigung einer Gruppe während eines Videounterrichts), nicht um Durchführung von Vertretungsunterricht mit einer Aufgabenstellung vom Fachlehrer.

    Ja das verstehe ich auch so, aber alles andere soll offensichtlich eine Ausnahme sein. Wir hatten immerhin schon 12 KollegInnen in Quarantäne und Videounterricht und dergleichen gibt unser Schulnetz nicht her. Das waren immer „normale“ Vertretungen

    Bei uns kursierte heute im Lehrerzimmer die Information, dass Vertretung von Kollegen, die in Quarantäne sind, nicht als Mehrarbeit vergütet wird. Begründung: da die Lehrer in Quarantäne diesen Unterricht ja zuhause vorbereitet haben, fällt für den vertretenden Kollegen ja eigentlich keine Arbeit an. Hat das noch jemand gehört?

    Sorry, falls das schon irgendwo besprochen wurde; ich verfolge hier alle Threads mit viel Interesse und da verliert man schonmal den Überblick :sterne:

    Ja. Mit Maskenpflicht. Wobei ich jetzt nicht verstanden habe, ab welchem Alter. Da es nicht erwähnt wird, nehme ich an, ab 6 wie auch in Supermärkten und co?

    Edit: Ich spreche von NRW

    Ich habe zu dem Thema mal eine ganz andere Frage:

    Der Tagesmutter des Sohnes meiner Freundin (ja, hört sich nach Tratsch um 7 Ecken an, aber letztlich betrifft es in der Tat eine meiner engsten Freundinnen persönlich) wurde seitens der Stadt, in der sie lebt gesagt, dass sie ein Kind nicht betreuen darf, wenn ein Elternteil gerade auf Testergebnisse wartet.

    Das ergibt ja auch durchaus Sinn, wenn die Eltern Erstkontakt waren oder krank/symptomatisch sind. Aber man sagte ihr explizit, das gelte auch für die anlasslosen Tests bei Lehrern.

    Hat das schon mal jemand gehört? Hier dauert es ca 3 Tage, bis man ein Ergebnis hat; wer kann die denn bis zu den Weihnachtsferien 3x einfach zuhause bleiben um das Kind zu betreuen? Ich finde das so absurd, dass ich mir eigentlich nur vorstellen kann, dass das ein Missverständnis ist. Wer lässt sich denn unter solchen Umständen noch testen?

    Ich verstehe auch nicht, wieso man pauschal an diesem starren Präsenzkonzept festhält und nicht nach Altersstufen differenziert. Das Risiko steigt nach allen offiziellen Angaben ja mit dem Alter der Schüler - also wieso nicht wenigstens ältere Schüler, die keinen Babysitter mehr brauchen, splitten und rotieren lassen, so dass in diesen Gruppen mit höheren Infektionszahlen und höhrem Ausbreitungsrisiko die Abstände wieder gewahrt werden können? Eine Pauschallösung für alle Jahrgangsstufen ist meines Erachtens nach angesichts der unterschiedlichen Betroffenheit am Pandemiegeschehen völlig unangebracht. Sowas ärgert mich wirklich.

    Das nervt mich auch schon die ganze Zeit. Als gäbe es zwischen den zwei Extremen - alle SchülerInnen sind dauerhaft zuhause wie im April und alle SchülerInnen sind jeden Tag nach regulärer Stundentafel in der Schule - nichts. Ich denke es gibt da eine ganze Menge dazwischen, vor allem für die nicht betreuungspflichtigen Kids. „Gesplittete Klassen“ scheint ja auch nur Unterricht in halben Klassen, jeden Tag oder jede Woche im Wechsel, zu bedeuten.

    Habt ihr keine verlässliche Schule in der Grundschule? Bei uns müssen die Kinder von 8-13 Uhr verlässlich betreut werden. Da gibts kein "Unterricht fällt aus". Dass das natürlich dennoch zu großen Problemen führt, ist klar.

    LG

    Bei uns wurde die eigentlich verlässliche Grundschule (meines Sohnes) bis auf weiteres ausgesetzt. Wenn die Klassenlehrerin krank ist (egal ob Corona-Symptome oder etwas anderes), müssen die Kinder zuhause bleiben, weil es niemanden zur Vertretung gibt. Einen Tag kriegt man mal gestemmt mit Sportlehrer oder Förderkraft, mehr nicht. Sonst werden sie auf die anderen Klassen aufgeteilt, das ist jetzt nicht erlaubt. Man kann sie allerdings um 12.30 in den Hort bringen...

    Mir graut es wirklich vor diesem Herbst. Aber ich sehe für die GS auch keine andere Lösung

    Meine Erfahrungen mit Lektüren waren:

    -zu dystopia etc: Brave New World habe ich früher gern gemacht, kriegen meine Schüler nicht mehr hin. Von The Circle hatte ich mir für einen eher schwachen und unmotivierten Kurs mehr versprochen als dann dabei rumkam. Wir haben den Roman jetzt zu Nigeria „geschoben“, aber da habe ich natürlich noch keine Erfahrungen mit.

    -von Shakespeare lese ich seit Jahren MacBeth und bin immer wieder überrascht wie gut das ankommt. Much Ado mochten meine Schüler auch.

    -zu American myths etc./beim modernen Drama habe ich gute Erfahrungen gemacht mit „The Mountaintop“ und „Disgraced“, schlechte mit „The Crucible“.

    Ich hoff, das hilft ein wenig!

    Danke, dann scheint meine Verwirrung zumindest nicht hausgemacht zu sein. Mein Problem ist auch, dass meine Erinnerung an die PK nicht den Infos auf der Homepage entspricht

    Ich bin nach einigen Gesprächen mit Kollegen und ein bisschen Googelei zunehmend verwirrt: was ist zum jetzigen Zeitpunkt fest für den 4.5. geplant? Die Rückkehr der Viertklässler ist das einzige was ich überall finde, auch auf der Homepage des Schulministeriums. Q1 am Gymnasium meine ich auch verstanden zu haben. Meine Kollegen nicht... Was ist mit Neunern an Sek1-Schulen?

    Sorry, wenn das hier schon irgendwo steht, aber hier mischen sich Fakten und Spekulation ja auch ein wenig... also es geht mir nicht um Befürchtungen...

    Mir schwebt auch gerade vor, dass ich in den letzten Tagen gesehen habe, dass zur Vorbereitung der Zeit ab kommenden Donnerstag nur die notwendigsten Personen in der Schule sein sollen. (Die Aussage war recht deutlich.)

    In der Schulmail von Donnerstag habe ich das aber auch nicht gefunden.

    Das steht in einer Schulmail, die in dem NRW-Thread zitiert wird (Beitrag 129, weiß nicht, wie ich den hier zitiere). Auf der Homepage des Ministeriums ist diese Mail aber irgendwie nicht gelandet

    Habt ihr alle auch Montag Dienstbesprechungen mit mindestens 30 LuL?

    Also auf der Homepage des Schulministeriums steht nach wie vor:

    „Die Einberufung großer Lehrerkonferenzen widerspricht dem Grundsatz des Infektionsschutzes. Besprechungen, die für die Aufrechterhaltung des Schulbetriebes nicht zwingend erforderlich sind, sollten daher möglichst abgesagt bzw. verschoben oder mittels Telefon- oder Videokonferenzen abgehalten werden.“

    Ist das euren Chefs dann egal, weil da „möglichst“ steht? :ohh: Oder sehen sie die zwingende Erfordernis?

    Bei Phönix wird gerade eingeblendet, dass es ca. 17.30 Uhr eine Pressekonferenz mit Merkel, Söder und Tschentscher geben wird.

    Ich gehe davon aus, dass diese auf dem Sender auch übertragen wird.

    Rein interessehalber: warum eigentlich wieder diese Konstellation? Welche Funktion hat Tschentscher da? Das habe ich mich letztes Mal schon gefragt und eine kurze Google-Recherche hat mich auch nicht weitergebracht. Vielleicht kann mich ja jemand da weiterbilden :)

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