Beiträge von Roswitha111

    Ich habe den Fehler gemacht, die Kommentare zu lesen. Kann ich nicht empfehlen.


    Ich mach mir jetzt nen Kaffee und setz mich dann mal wieder an meinen Privat-PC und erstelle individuelle Wochenpläne für meine SuS. Oder wie andere sagen würden: ich genieße meine grenzenlose Freizeit.

    Ich mache das 3 mal pro Woche. Hat aber den Hintergrund, dass inzwischen nur noch einer meiner SuS im Distanzunterricht ist, alle anderen sind in der Notbetreuung. Daher fahre ich mehrmals pro Woche in die Schule und mache Einzelförderung oder Kleingruppenarbeit mit meinen SuS und dazu eben 3 mal pro Woche eine individuelle VK mit dem Kind, das zuhause lernt.

    Es funktioniert sehr gut und bringt viel.

    Ich bin gesetzlich versichert, habe eine relevante Vorerkrankung und habe die Gutscheine letzte Woche bekommen.

    Frag doch mal bei deiner KK nach.

    Die Liste der Risikofaktoren ist aber auch nicht immer nachvollziehbar. Mein Kind ist chronisch krank und nimmt Immunsuppressiva ein, aber aus unerfindlichen Gründen steht weder die Erkrankung noch die Einnahme von Immunsuppressiva auf der Liste.

    Wenn du das so verstehst, dass am Distanztag nur geübt wird, dann stimmt das. Dann hast du aber natürlich weniger Zeit für neue Inhalte, zudem wird inzwischen ja auch vielfach gefordert, dass jeden Tag alle Kinder kontaktiert werden sollen. Wenn ich selbst im Unterricht stehe, kann ich ja nicht parallel die Kinder zuhause kontaktieren, unterstützen etc.

    wenn ich hingegen in Woche A neue Inhalte einführe für die ganze Gruppe und in Woche B für die ganze Gruppe Distanzunterricht ist, kann ich neue Inhalte in VK einführen, Kinder individuell unterstützen etc.

    Kommt aber drauf an, wo man wohnt. In der Innenstadt ist wenig Natur zu entdecken und in manchen Gegenden darf man sich ja nicht mehr als 15 km entfernen.

    Ich mag Spaziergänge auch nicht, ich höre Podcasts währenddessen. Es gibt jetzt neben „Zombies Run“ auch „Zombies Walk“, das wäre vielleicht auch für manche was. Oder „Pokémon Go“. :zahnluecke:

    Kann ich dir nicht sagen.

    Wobei man ja auch niemandem gerecht wird, wenn man einen Teil in Präsenz und einen Teil in Distanz beschulen muss, oder?

    Das gibt sich für mich nichts.

    Tatsächlich find ich es die Lösung gar nicht so dumm, zumindest in der GS: die Lehrkraft (an der GS ja meist eine Klassenlehrerin/ein Klassenlehrer, die/der zumindest die Hauptfächer abdeckt) ist in Woche A in der Schule, in Woche B aber - genau wie die Kinder - zuhause und kann von dort aus Distanzunterricht machen. Klingt eigentlich sinnvoller.

    Ich finde auch, dass eine Prämie eine gute Idee ist. Das wäre auch wirtschaftlich für Unternehmen die schlauere Variante, da eine geringe Impfrate unweigerlich zu einer massiven Welle an COVID-bedingten Krankmeldungen führen würde, besonders dann, wenn nach der Impfung der Risikogruppen alle auf Lockerungen bestehen, selbst aber noch nicht geimpft sind.

    Ich habe es so verstanden, dass in der ersten Woche z. B. die 6a da ist, aufgeteilt auf die Klassenzimmer 6a und 6b.

    Und in der Woche drauf dann die 6b aufgeteilt auf die oben genannten Klassenzimmer.

    Dann bräuchte mal nicht mehr Klassenzimmer als Klassen...

    Ganz genau so war es. Es war immer die Hälfte aller Klassen vor Ort, aber die eben komplett.

    Sprich: Mein Kind war in der Woche 1 da, zusammen mit seiner kompletten Klasse. Nur eben auf 2 Räume aufgeteilt. In Woche 2 war seine komplette Klasse zuhause, dafür war die komplette Parallelklasse in der Schule. Genauso wurde in allen Jahrgängen verfahren.

    Das ist sicherlich erlaubt, denn auch so ist ja nur die Hälfte der SuS vor Ort und unterwegs.

    Ich mag mir den Run auf die Geschäfte gar nicht vorstellen, wenn angekündigt ist, dass die Geschäfte ab morgen für 2-3 Wochen zu machen 😱


    Stellt euch doch nur mal den Tag vor Ostern oder Weihnachten vor....


    Und ob das wirklich alle Leute hinkriegen, sich für 2-3 Wochen einzudecken? Auch die Alten etc.?

    In Israel gab es mehr als 1 Woche Vorlauf, da konnte sich die Bevölkerung schon drauf einstellen. Zusätzlich bräuchte man natürlich trotzdem Notfallversorgung, das sollte aber organisierbar sein. Soweit ich mich erinnere wurden zeitweise in China auch Kisten mit notwendigen Lebensmitteln und Medikamenten vor der Tür abgestellt, wenn Wohnblocks oder ganze Viertel beispielsweise unter Quarantäne standen.

    Fälle wie der verlinkte sind natürlich sehr tragisch, aber ich glaube nicht, dass das in dieser Form hier passieren könnte. Auf der anderen Seite stehen vollkommen überlastete Eltern, die nach Monaten des Teillockdowns einfach nicht mehr können und da kommt es leider auch zu tragischen Vorfällen. Ich arbeite ja mit schwerbehinderten Kindern und die Not der Eltern ist enorm. Seit März haben sie kaum mehr Entlastung, Helfer von familienentlastenden Diensten kommen nicht mehr, Freizeitangebote für die Kinder wurden eingestellt etc. Ich behaupte mal, ein 2-3 wöchiger harter Lockdown mit abschließenden Entlastungen wäre ihnen erheblich lieber als ein monatelanges „Weiter so“.

    Drosten hat im letzten Podcast ein bisschen was zu „ZeroCovid“ erklärt, das fand ich einleuchtend.

    Würde es denn was bringen, mal eine Woche komplett dicht zu machen? Also wirklich nur noch die, bei denen es wirklich nicht anders geht, zur Arbeit zu lassen? Ich sehe den Trend auch, aber die 20.000 heute haben mich echt geschockt...

    Ja, definitiv. Israel hat das meines Wissens gemacht, sehr erfolgreich. Ebenso Wuhan. Da wurden auch alle Lebensmittelgeschäfte geschlossen, komplette Ausgangssperre. Aber es müssten mindestens 2-3 Wochen sein, wegen der Inkubationszeit. Und danach am besten Reihentestung.

    Aber denkst du, dass würde die Bevölkerung mitmachen? Ich fürchte nicht, obwohl es deutlich sinnvoller wäre, einen kurzen, harten Lockdown zu machen statt einen ewig langen lauwarmen.

    Ich stimme Euch allen zu, mir gehts genauso.

    Ich finde die Maßnahmen absolut richtig und notwendig und es geht uns finanziell gut. Dennoch merke ich, dass mir die Puste ausgeht.

    Ich bin ein sehr extrovertierter Mensch, ich brauche soziale Kontakte als Ausgleich. Videokonferenzen und Telefonate oder mal ein Spaziergang mit einer Freundin ersetzen nicht die geselligen Abende im Restaurant in kleiner oder großer Runde. Monopoly mit meinem Kind ersetzt nicht das Bowling mit Freunden, Netflix nicht den Kinobesuch mit anschließendem Cocktail und angeregtem Austausch mit anderen über den Film.

    Und dann brauch ich auch mal ruhige Stunden, auch die fehlen mir. Ich weiß gar nicht, wann ich zuletzt mal alleine zuhause war, es ist auf jeden Fall mehr als 9 Monate her. Seither ist meine bessere Hälfte im Homeoffice und die Kinder sind fast durchgehend zuhause. Wir streiten mehr über unnötige Kleinigkeiten, weil der Ausgleich fehlt.

    Jeden Tag gibt es darüber hinaus Geschrei, weil die Technik nicht funktioniert, der Drucker streikt, die Kinder sich gegenseitig beim Lernen stören, weil der eine in der VK hängt, der zweite Online-Physiotherapie hat, der dritte sich aber konzentrieren muss und dazu absolute Stille braucht.

    Ich merke, dass mir all das zunehmend die Kraft raubt.

    Aber hey: heute hab ich einen Arzttermin! Das ist das Highlight meiner Woche - ich darf das Haus verlassen und mich mit einem Erwachsenen Menschen über mein schmerzendes Knie unterhalten! Vielleicht bin ich wagemutig und gehe im Anschluss sogar noch einkaufen!

    Hat nicht mal jemand erwähnt Erklärvideos zu drehen und die den Distanzlernern zu schicken und den Präsenzlernern abzuspielen im Unterricht. Ich fand die Idee gut für ein Wechselmodell.

    Kostet aber a) sehr viel Zeit und setzt b) entsprechende technische Ausstattung in der Schule voraus.

    Oder ihr macht es so wie die GS meines Jüngsten: die haben im Wechselmodell immer die ganze Klasse einbestellt, auf 2 Zimmer aufgeteilt, die Verbindungstür geöffnet und die Lehrerin hat sich in den Türrahmen gestellt. In der nächsten Woche war dann die Parallelklasse dran.


    Kein Witz, die haben das wirklich so gemacht.

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