Vielleicht fehlt es dir aber auch an Erfahrung mit problematischem Kollegium oder ebensolchen Vorgesetzten? Du musst gar nicht einen extra schlechten Plan bauen. Du kannst auf vielfältige, nach außen ganz sachlich begründbare Weise Kolleg*innen am langen Arm verhungern lassen: Fachfremd in Randstunden einsetzen, bei jeder Beförderung umgehen, Wünsche absichtlich nicht berücksichtigen, Abordnen, wenn mal jemand abgeordnet werden soll, Aufgaben kritisieren aber niemals was Positives finden, mit dem Personalrat klüngeln, keine Verantwortung übertragen...
Um mal im Kontext dieses Threads zu bleiben: Glaubst du wirklich, dass das davon abhängt, ob man Fahrtkostenerstattung beantragt oder eben nicht? Oder anders ausgedrückt: Glaubst du, die Übernahme von Fahrtkosten aus eigenen privaten Mitteln schützt vor Bossing? Ich persönlich bezweifle das stark.
Eigentlich würde ich sogar etwas weiter gehen: Einer Lehrkraft, die ganz klar und sachlich (!) im Umgang mit den rechtlichen Rahmenbedingungen ihrer Arbeit ist, wird man vermutlich auch eher klar und im Rahmen der rechtlichen Rahmenbedingungen begegnen, als einer Lehrkraft, die alles mit sich machen lässt. Nebenbedingung ist, dass man sich nicht selbst wie ein Arsch verhält. Das bedeutet hier, dass man eben nicht erst den Verzicht zusagt und dann doch fordert, sondern dass man nüchtern auf die o.g. Rechtsvorschriften hinweist und sich die Fahrt genehmigen/ nicht genehmigen lässt und dann ist es auch gut.