Beiträge von Seph

    Grundsätzlich ist schon die Frage, wieso in den letzten vielen Jahren die Abschlüsse derart schlechter wurden. Wenn man das mit der Entwicklung von vor sagen wir ca. 30-50 Jahren vergleicht, ist das eigentlich nicht zu fassen.

    Wie meinst du das? Die Entwicklung der realen Bruttostundenlöhne lag in den letzten 4 Jahrzehnten im Durchschnitt in einer Bandbreite von knapp 1-2% p.a. und folgte damit in etwa den Zuwachsraten des BIP. Höhere Raten der Lohnentwicklung hatte man zwar vorher in den 50er-70er Jahren, aber das war auch dort mit entsprechend hohen Wachstumsraten des BIP gekoppelt.

    — 0,77% des Bruttogehalts finde ich schon üppig.

    Das geht mir aus dem Bauchgefühl heraus auch so. Dann habe ich mal nachgeschaut, was sonst so Usus ist und festgestellt, dass typische Beitragssätze eher bei 1% des Bruttogehalts zu liegen scheinen (z.B. IG Metall). Fairerweise: die schaffen dafür auch vernünftige Tarifabschlüsse ;)

    Ich hoffe mal, daß uns die Gerichte helfen und feste Abstände der einzelnen Besoldungsgruppen zum Bürgergeld direkt vorschreiben. Das dürfte erfolgreicher sein.

    Das wird dann wieder ganz galant über weitere schrittweise Streichungen der unteren Besoldungsgruppen und deren Überführung in höhere gelöst.

    In der aktuellen Form (Fachkräftemangel etc.) ist die Kita aber weniger eine frühkindliche Bildungseinrichtung als viel mehr eine Kinder-Verwahranstalt, damit die Eltern die Füße frei haben.

    Ich glaube, damit tust du den sehr engagierten Arbeitnehmern in den frühkindlichen Einrichtungen unrecht. Das gilt insbesondere dann, wenn man sich klar macht, dass sich frühkindliche Bildung bei weitem nicht in unmittelbar unterrichtsvorbereitenden Inhalten erschöpft.

    Die Frage finde ich eigentlich sehr eindeutig zu beantworten: Unterricht ist das Kerngeschäft, mein Arbeitsauftrag ist durch das Bildungsgesetz und die Fachlehrpläne schon sehr klar definiert.

    Um da mal Prof. Dr. Fauser zu zitieren: Diese Aussage kann missverstanden werden und verführt zur Ansicht, gelernt werde nur im klassischen Unterrichts-Setting. Vielleicht sollte man daher eher vom Kerngeschäft Lernen sprechen.

    Dazu gehört aber gerade weit mehr als dieses klassische Setting, u.a. auch die hier teils verächtlich beschriebenen "tollen Projekte", die Mitgestaltung des Schullebens mit Blick auf soziales Lernen und Demokratiebildung und letztlich auch die Weiterentwicklung von Schule und Unterricht.

    Allerdings zeigt die Frage, wo wir stehen. Wenn doch digital so gut ist und so viele Möglichkeiten bietet und man keinen Kreidestaub einatmen muss, müsste man die Frage nicht stellen. Dann benutzten die Leute es einfach.

    Das mag ich so nicht stehen lassen. Neue Werkzeuge muss man erst einmal kennenlernen und damit üben können, um sie sinnvoll einzusetzen und manchmal auch deren Einsatzspektrum überhaupt zu erfassen. Das ist kein einfacher Selbstläufer und noch weniger kann man aus der Tatsache, dass diese nicht von allen einfach so benutzt werden, nicht schließen, dass sie nicht sinnvoll wären.

    Ich versuche es dennoch mal, auch wenn ich mögliche Besonderheiten in Berlin nicht kenne:

    zu 1.) Vermutlich nicht. Die Probezeit gilt nahezu automatisch als "hat sich bewährt", wenn nicht entsprechend gewichtige Gründe vorgetragen werden, warum du dich nicht bewährt haben solltest.

    zu 2.) Man muss durchaus unterscheiden zwischen der kommisarischen Ausübung eines Amtes, der Einweisung in eine entsprechende Planstelle und der Übertragung des Amtes. Insofern dürfte das so seine Richtigkeit haben.

    zu 3.) Das lässt sich z.B. im Gehaltsrechner auf https://oeffentlicher-dienst.info/ gut nachprüfen, sollte aber auch auf deiner Abrechnung nachvollziehbar sein. Die Zahlung der Zulage erfolgt selbstverständlich auch erst mit Übertragung des Amtes der Besoldungsstufe A14+Zulage, vermutlich also erst nach der Probezeit. Oder hast du die entsprechende Urkunde schon erhalten?

    zu 4.) Es ist gerade die Aufgabe einer stellvertretenden Schulleitung, die Schulleitung bei Erkrankung zu vertreten. Insofern gibt es da - jedenfalls innerhalb eines überschaubaren Zeitraums von wenigen Monaten - keine zusätzliche Vergütung. Ab wann eine solche gewährt wird, dürfte bundeslandabhängig sind. Das Bundesbesoldungsgesetz sieht dafür eine Mindestfrist von 6 Monaten der ununterbrochenen Wahrnehmung der herausgehobenen Funktion vor (vgl. §45 BBesG).

    Manche Beiträge hier sind sehr aufschlussreich:

    Der gemeine verbeamtete Lehrer will wesentlich bessere Arbeitsbedingungen anderer Berufe nicht wahrhaben und verteidigt dazu noch vehement seine eigenen unerquicklichen Arbeitsbedingungen und sein vergleichsweise schlechteres Gehalt im Vergleich zu ähnlich qualifizierten Berufen. Wie soll eine Berufsgruppe denn bessere Rahmembedingungen erzielen, wenn doch alles so toll ist? 🙄

    Wir hatten hier schon mehrfach festgestellt, dass der Blick in die Wirtschaft da nur bedingt Anlass gibt, unsere Rahmenbedingungen als unteres Ende der Fahnenstange darzustellen. Ja, es gibt Branchen, in denen nicht wenige Arbeitnehmer gleicher Qualifikationsebene zumindest brutto mehr verdienen als wir und gleichzeitig gibt es auch Branchen, in denen das ein gutes Stück weniger ist. Es bringt wenig, sich z.B. immer nur mit Abteilungsleitern in Großkonzernen zu vergleichen, dabei aber die tatsächliche Einkommensverteilung in Deutschland zu ignorieren.

    Sich dessen bewusst zu sein, heißt im Übrigen dennoch nicht, sich nicht auch für eine Verbesserung der eigenen Bedingungen einsetzen zu wollen.

    Ich wäre sehr irritiert, eine aus dem Zusammenhang gerissene Stunde zu sehen. Für die Bewährungsfeststellung ist entscheidend, ob eine Lehrkraft im Alltag "funktioniert". Daraus folgt letztlich genau das, was yestoerty bereits angemerkt hat: eine ziemlich normale Stunde aus der aktuellen Unterrichtssequenz durchführen.

    Dem Aufhebungsvertrag muss aber nicht zwingend entsprochen werden. Gleichwohl gibt es eigentlich in NDS feste Einstellungstermine und es wird jeweils zu Beginn eines Halbjahres geprüft, welchen begristet angestellten Lehrkräften eine entsprechende Planstelle angeboten werden kann. Hier scheint der zeitliche Ablauf aber offenbar anders zu sein. Daher kurz 2 Fragen:

    Seit wann besteht der befristete Vertrag für die Tätigkeit als Vertretungslehrkraft? Zu wann soll die Einstellung in das Beamtenverhältnis erfolgen?

    Das ist in Anbetracht der Preispolitik von Lego leider wenig überraschend. Mal sehen, ob das zu halten ist.

    Das ist so wenig zielführend, hängt es doch sehr konkret von der Klassenstufe, dem Bundesland und dem aktuellen Lernstand ab, was du genau machen kannst. Wie sollen hier sinnvolle Ideen eingebracht werden, ohne dass überhaupt diese Rahmenbedingungen abgeklärt sind?

    Nebenbei: Willkommen hier im Forum!

    Ich denke auch, dass wir uns hier ganz schön im Kreis drehen und es ist müßig, in mehreren Parallelthreads das gleiche zu schreiben. Der rechtliche Hintergrund dieser Erhöhungen und des Familienzuschlags an sich sollten deutlich geworden sein. Dass es bei der konkreten Bemessung der Höhe insbesondere für NRW durchaus offene Fragen gibt, ist für mich hingegen gut nachvollziehbar. Meines Erachtens ist hier deutlich über das Ziel hinausgeschossen worden und bereits geringere Anpassungen hätten vermutlich die Vorgaben des BVerfG erfüllt. Eine entsprechende juristische Beurteilung steht aber bislang aus.

    a propos "Boards kommen".

    Wir sollen galneo-Screens bekommen. Hat damit jemand Erdinger und ProTipps für die Grundschule?

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    Edit: "Erfahrungen", nicht "Erdinger" 😉

    Wir haben tatsächlich auch Galneos, die funktionieren ziemlich gut und sind auch aus ungünstigen Winkeln gut einsehbar. Schön ist, dass man problemlos alle möglichen Endgeräte unkompliziert auf die Tafeln aufschalten kann. An was für Tipps und Erfahrungen hast du so gedacht?

    Jetzt fehlt nur noch jemand, die anmerkt, dass sie froh ist, sich nicht mehr mit Kreidestaub vollsauen zu müssen, dann haben wir alles beisammen.

    Das kann ich gerne übernehmen :) Ich bin froh, mich nicht mehr mit Kreidestaub vollsauen zu müssen. Vor allem aber bin ich froh über die erweiterten Möglichkeiten interaktiver Tafeln gegenüber klassischer Tafeln.

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