Beiträge von Seph

    Danke Maylin, so ist es bei uns eigentlich auch. Aber es gibt nirgendwo Verbindliches zu lesen und bei uns in der Fachschaft auch nicht.

    Würde mich wundern, wenn eine Fachschaft hierzu keine verbindliche Regelung aufgestellt hat. Ich vermute hier offen gestanden eine Anfrage eines Schülers oder eines Elternteils. Ansonsten ist mit dem Verweis auf die Nichtberechenbarkeit von Noten und auf die Grundsätze zur Leistungsbeurteilung eigentlich schon alles gesagt.

    Zumindest in NRW ist es ja so, dass in den mündlichen Bestehensprüfungen nicht das Thema schwerpunktmäßig behandelt werden soll, das in der Klausur den Schwerpunkt darstellte. Ging es in der Klausur also z. B. in erster Linie um Induktion, wird die in der mündlichen Prüfung nicht den Schwerpunkt darstellen. Was nicht bedeutet, dass die SuS sämtliche elektromagnetischen Phänomene vergessen sollten.

    Diese Themenabgrenzung wird in der Tat mit den zu Prüfenden thematisiert, da sie eventuell gar nicht mehr wissen, worum es in der Klausur ging (sie müssen ja nicht ohne Grund in die Bestehensprüfung). Das hat aber nichts mit gegenseitigen Themenabsprachen oder gar Wünschen zu tun.

    Das ist in NDS auch so, wird aber teilweise missverstanden. Bereits die schriftlichen Klausuren beziehen sich nicht selten auf ganze Themenfelder, die aus mehreren Halbjahren stammen. In Mathematik beziehen sich die schriftlichen Klausuren i.d.R. bereits auf alle 4 Halbjahresthemen. Entsprechend sind auch keine Ausschlüsse ganzer Themen sinnvoll und auch nicht gemeint. Natürlich darf andersherum nicht einfach die schriftliche Klausur recycelt werden.

    Das kann man aber bereits vermeiden, indem man zum gleichen Semesterthema einen anderen Teilaspekt stärker beleuchtet, mit anderen Quellen/Texten arbeitet usw. Insofern sind für die Prüflinge hier keine kompletten Themenausschlüsse möglich und sollten so auch nicht angewendet werden.

    PS: So hatte ich deinen Text aber auch verstanden.

    Fairerweise muss man dazu sagen, dass Fallen Angel das in diesem Fall als Replik auf ebenjenen Diskussionsstil in der Form "alle Autofahrer sind Schuld am Weltuntergang, es kommt nur der Komplettverzicht in Frage" äußerte und damit - wie du auch - genau auf diesen fragwürdigen Stil hinwies.

    Kleiner Tipp und dann höre ich auch wieder mit "klugscheißen" auf: Als möglicherweise künftiger Stelleninhaber einer A15-Stelle sollte man neben vielen anderen Dingen auch mit dem Begriff "Verwaltungsakt" korrekt umgehen können, da man damit öfter mal konfrontiert sein könnte. Für die eigentliche Bewerbung reicht i.d.R. ein kurzes Anschreiben mit Lebenslauf zunächst aus, der Hinweis auf passende Qualifizierungen mit entsprechenden Nachweisen schadet sicher nicht. Entscheidender für das Auswahlverfahren ist dann die eigentliche Beurteilung.

    Mir bleibt noch ein Erlebnis im Gedächnis: Es war für einen grundsätzlich schönen Tag auch kurzzeitig leichter Regen vorher gesagt worden, so dass ich den SuS sagte (10. Klasse!), sie sollten wetterfestes Schuhwerk anziehen (oder wenigstens Schuhwerk das für Wanderungen (2-3 Km gerade aus auf Kiesweg) geeignet ist. Von den Badeschlappen über Espandrillos war da alles dann zu sehen.

    Erinnert mich an die eine Kleingruppe männlicher 9.Klässler, die sich trotz expliziter Nachfrage nicht davon abhalten ließen, in langer Jeans in die Kanadier für eine Flussfahrt zu steigen. Ratet, welches Boot als einziges kenterte ;)

    Bei Experimenten, die ich seltener mache, notiere ich mir auch noch genauere Verlaufsplanungen. Oder, wenn ich eine Methode wähle, die ich auch noch nicht, oder seltener mache.

    So mache ich es auch. Darüber hinaus nutze ich v.a. eine Sequenzplanung mit Zuordnung von Lernzielen zu den einzelnen Stunden der Sequenz. Die Planungen der Einzelstunden fallen mit steigender Berufserfahrung schrittweise kürzer aus. Es gibt einzelne "Schlüsselstunden", in denen diese detaillierter ist und es gibt auch Stunden, in denen ganz spontan agiert wird. Im Kern profitiere ich aber dennoch davon, dass ich mal gelernt habe, wie eine detaillierte Stundenplanung aussieht und angegangen werden muss. Die entsprechenden Überlegungen erfolgen ja dennoch, nur nicht mehr unbedingt schriftlich dokumentiert.

    Als Berufseinsteiger und insbesondere während der Ausbildung fehlt aber schlicht noch das Repertoire, um ohne entsprechende Vorbereitung situativ sinnvoll reagieren zu können. Und um dieses Handwerkszeug zu erlernen, wird man nicht darum herum kommen, sich dies zu erarbeiten.

    und warum sollten die Nachprüfungen anders gehandhabt werden?

    So wie du schon andeutest: dafür gibt es keinen Grund und darf so auch nicht sein. Sinnvoll sind Beratungsgespräche wie von Djino angeführt. Diese werden natürlich geführt und man kann den Prüflingen auch anhand von Beispielaufgaben aus verschiedenen Anforderungsbereichen deutlich machen, welches Niveau sie für bestimmte Noten leisten müssen.

    Die weiter oben ins Spiel gebrachten Themenabsprachen oder -eingrenzungen sind dennoch unzulässig.

    Es gibt auch Reissorten, die auf dem Trockenen angebaut werden können. Aber aktuell wird das allermeiste noch klassisch angebaut.

    Grundsätzlich gilt das für alle Reissorten, da Reis eigentlich keine Wasserpflanze ist. Der Nassanbau wird ja v.a. gewählt, um Unkraut und Schädlingsbefall weitgehend zu minimieren. Insofern hat das ja sogar noch den Vorteil, mit deutlich weniger Pflanzenschutzmitteln arbeiten zu müssen als im Trockenanbau.

    Reis auch (dank Anbau). Sumpfgas ist Methan.

    Dafür gibt es einen spannenden Ansatz:, an dem gerade geforscht wird. Bereits bekannt ist, dass ausgebrachtes Sulfat das Wachstum bestimmter Bakterien anregt, die wiederum gerade die methanproduzierenden Mikroorganismen hemmen. Zumindest im Laborversuch konnte das auch durch Ausbringen sogenannter Kabelbakterien erreicht werden.

    (vgl. Scholz, V., Meckenstock, R.U., Nielsen, L.P. et al. Cable bacteria reduce methane emissions from rice-vegetated soils. Nat Commun 11, 1878 (2020))

    Wie gesagt: diesbezüglich bin ich ja bei dir. Die reine Tatsache, dass man beim Fahrradfahren auch mal nass werden kann oder dass das Einkaufen ohne Auto mal 15min länger dauert, sollte wirklich kein Argument dafür sein, dass das Auto zwingend notwendig wäre.

    Mir stieß nur auf, dass hier suggeriert wurde, die bösen Autofahrer seien (alleine) für die Überlebensfähigkeit auf diesem Planeten verantwortlich ohne Blick darauf, dass es - neben den zugegebenermaßen vielen vorgeschobenen Gründen - auch tatsächliche Zwänge zur Benutzung von Kfz in der Lebensrealität vieler Menschen gibt.

    Ich bin ja bei dir, dass wir nicht einfach so weitermachen können wie bisher. Und ja, es darf gerne auch etwas unbequemer werden, dein Beispiel bzgl. Einkauf mit dem Fahrrad passt da ganz gut. Es gehört nur auch zur Lebensrealität nicht weniger Pendler, dass sie - um überhaupt Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen - manchmal auf schnelle Verbindungen angewiesen sind.

    Die Alternativen dazu (Umzug zur Arbeitsstelle, schlechter bezahlter Beruf vor Ort - sofern verfügbar - , private teure Kinderbetreuung u.ä.) bringen im Moment jedenfalls für das Individuum so hohe Grenzkosten mit sich, dass ich niemanden verübeln kann, diese nicht zu unternehmen.

    Im Übrigen möchte ich noch deutlich machen, dass ich deinen Argumentationsstil etwas befremdlich finde: Die einfache Verknüpfung von Individualverkehr mit "auf dem Planeten überleben können" mag der Polemik dienen, wird der Komplexität der Problematik aber nicht ansatzweise gerecht.

    Ich lese da auch viel Frust, aber genauso mangelnde Reflexion über die Ausbildungsziele und -inhalte heraus. Neben den von Vorrednern bereits erwähnten Aspekten möchte ich beispielhaft auf folgende Aussage eingehen:

    Völlig überzogene und teils sinnlos-pedantische Anforderungen: Das minitiöse Tracken des Unterrichtsverlaufs nach dem Verlaufsplan. Die Sinnfreiheit, die damit zusammenhängt. Erinnert mich an die Bundeswehr beim Stubenappell, bei dem nach Falten der Hemde im Kleiderschrank akribisch gesucht wird. Ungefähr gleiches Mindset.

    Es scheint überhaupt nicht klar zu sein, wozu eine gute Vorstrukturierung der Stunde, zu der selbstverständlich ein Verlaufsplan mit antizipierten Zeiten gehört, überhaupt wichtig ist. Eine ähnliche Diskussion hatte ich kürzlich erst mit einem meiner Anwärter. Es geht am Ende auch nicht darum, die vorgeplanten Zeiten minutengenau zu erfüllen, sondern einerseits überhaupt ein Planungsinstrument zu haben, mit dem eine Stunde sinnvoll takten und die Erreichung der Lernziele sicherstellen kann und gleichzeitig Gelenkstellen in der Stunde zu identifizieren, an denen man je nach Verlauf des Unterrichts sinnvolle Ausstiege, thematische Verzweigungen oder ähnliches durchführen kann.

    Auch hier liegt eine m.M.n. Fehldeutung vor:

    Referendare sollen das Rad komplett neu erfinden. Materialien werden vorenthalten. (Klar, von netten Kollegen an der Schule erhält man trotzdem welche.) Die Fachdidaktikveranstaltungen verfehlen jedoch völlig ihr Ziel, denn das wäre meiner Meinung nach deren Job. Und damit meine ich fertige Verlaufspläne und Materialien. Anpassen kann und muss man danach ja immer noch.

    Das Fachseminar ist gerade nicht dafür da, den Lehramtsanwärtern einfach fertige Verlaufspläne und Materialien zu überreichen, sondern u.a. dafür, diese zu befähigen, selbst geeignete Materialien auszuwählen oder zu erstellen, die zu den eigenen Unterrichtsvorhaben jeweils passend sind. Das hat auch nichts mit "Rad komplett neu erfinden" zu tun, sondern mit der Anwendung fachdidaktischer Kenntnisse, die möglicherweise erst noch trainiert werden müssen.

    Ich bin da bei der damaligen Aussage von Moebius . Themenabsprachen für die Prüfungen sind unzulässig, sofern bestimmte Ausschlüsse nicht bereits in den fachbezogenen Hinweisen zum Abitur enthalten sind. Dieses und letztes Jahr durfte z.B. die Schule für den Mathe Grundkurs festlegen, ob Analytische Geometrie oder Stochastik entfallen soll. In der schriftlichen Prüfung waren dann die beiden Themenvorschläge des verbleibenden Aufgabenblocks zu bearbeiten. Diesen Themenausschluss haben wir selbstverständlich auch auf die mündlichen Prüfungen übertragen.

    Das ist sehr optimistisch von dir.

    Ich kenne auf jeden Fall kaum jemanden, der sich nochmal den alten Impfstoff ein viertes mal geben lassen würde.

    Und normaler Winter mit Lauterbach als Minister? O bis O? Das ist nicht normal, das ist krank. Da hoffe ich tatsächlich auf die FDP (die ich eigentlich unmöglich finde).

    Biontech hat doch gestern erst verkündet, 2 aussichtsreiche Kandidaten für Boosterimpfstoffe gegen Omikron BA.1 in der Pipeline haben, die sich auch gegen BA.4 und BA.5 als recht wirksam zeigen. Ein gewisser Optimismus ist durchaus angezeigt und mit einem angepassten Boosterimpfstoff dürfte eine Viertimpfung für viele doch eine überlegenswerte Option sein.

    Das finde ich ehrlich gesagt unmöglich. An einer meiner bisherigen Schulen gab es früher auch mal die Überlegungen, ob z.B. Schulbegleiter mit ins Lehrerzimmer dürfen. Die deutliche Mehrzahl des Kollegiums hatte sich dann aber sehr klar dafür ausgesprochen, dass alle Beschäftigte an der Schule schließlich zusammenarbeiten und daher auch zusammen sein sollen.

    Wir haben oft über Alternativen zum Autofahren nachgedacht. Das ist aber in den meisten Fällen kaum praktikabel, wenn die eigene Zeit einen Wert hat.

    Das trifft es ziemlich genau. Ich fahre im Moment - an Tagen, an denen das überhaupt zeitlich darstellbar ist - mit dem selten fahrenden Bus mit 1x umsteigen zur Schule und zurück. Dank 9€-Ticket ist im Moment wenigstens auch halbwegs attraktiv. Zum Normaltarif ist der Bus jedoch nicht nur unflexibler und mit längerer Gesamtfahrdauer, sondern nach derzeitigem Stand auch deutlich teurer. Und da berücksichtige ich bereits die Gesamtkosten des eigenen Fahrzeugs von ca. 40 Cent/km.

    Andererseits ist das Busfahren durchaus auch entspannt und bei schönem Wetter ist mein Arbeitsweg gerade noch so mit dem Fahrrad absolvierbar. Ich denke also, dass ich in Zukunft effektiv einen Mix aus allen drei Möglichkeiten anwenden werde und durchaus schaue, wann das Auto mal stehen bleiben kann.

    Huch, wo hast du den Thread denn ausgegraben? Finde es aber auch spannend, dass der Ton damals nicht so viel anders war. Irgendwie ist das auch beruhigend in gewisser Hinsicht ;)

    Sollte so sein - und ja - man muss das auch beantragen. Wird das nicht genehmigt und es geschieht dann ein Unfall, hat man sicherlich gute Argumente, die eigene Haftung abzuweisen.

    Wird das nicht genehmigt, hat man eher einen Grund, eine entsprechende Fahrt dann gar nicht erst durchführen zu können. Wenn es blöd läuft, wird beim Unfall sonst gerade eine Haftung angenommen, da die Durchführung trotz fehlender Vorabbegehung ggf. als grob fahrlässig ausgelegt wird.

    Wer dann in der Nähe des Lärms wohnt, hat Pech gehabt, dass sie sich nichts anderes leisten kann, ist selbst schuld oder so.

    Darum ging es doch gar nicht. Fallen Angel ist doch sehr genau auf den Fall derjenigen eingegangen, die sich ganz bewusst dafür entscheiden, ein günstigeres Grundstück direkt an einer solchen Straße zu kaufen. Ich weiß, dass das Autobahnnetz in Deutschland vergleichsweise dicht ist. Es ist aber bei weitem nicht so dicht, dass "wer sich nichts anderes leisten kann", unbedingt an ein Grundstück direkt an der Autobahn gebunden wäre.

    Insofern stimmt die Aussage schon, dass Personen das offenbar sehr bewusst in Kauf nehmen. Gezwungen sind sie dazu nämlich nicht unbedingt. Das sieht natürlich anders aus, wenn auf einmal vor der Haustür eine solche Autobahn gebaut wird.

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