Beiträge von Seph

    In Österreich gibrt es aber keine Ausweispflicht wie in Deutschland.

    Auch in Deutschland besteht keine Pflicht zur Mitführung des Personalausweises. Die Polizei wird im Fall einer Kontrolle um Angaben zur eigenen Person bitten und diese auf Plausbilität prüfen. Ergeben sich hier Unstimmigkeiten, sind die Angaben nicht glaubhaft oder werden erst gar keine gemacht, können erkennungsdienstliche Maßnahmen ergriffen werden. Das wird in Österreich vermutlich nicht viel anders sein, oder?

    Die Frau ist 80 und es geht um 8 Wohnungen. Wünschen wir ihr ein langes Leben, aber ich fürchte, dass der Vorschlag so nicht klappen wird.

    Das erinnert mich aber daran, dass das deutsche Erbschaftsrecht echt mies ist :( .

    Mein Mitleid mit Erben, die in München ein Haus mit 8 Wohneinheiten erhalten, hält sich ehrlich gesagt in Grenzen. Wie das Ganze aufzulösen ist, hat fossi74 bereits schön dargestellt.

    Ich halte es für unmöglich, auf Basis von Einzelstunden die Leistungen aller Schüler zu beurteilen. In einer normalen Doppelstunde entfallen auf jeden einzelnen wenn es gut läuft vlt. 2-3 Minuten Redezeit und auch detaillierte Einblicke in die Bearbeitungen sind in so kurzer Zeit nicht bei allen machbar. Ich führe daher keine Listen, in denen ich nach jeder Stunde Notizen zu allen Schülern anfertige.

    Ich habe für mich als zielführender die Arbeit mit einer Kriterienliste erlebt, die auch den Schülern vorliegt und beobachtbare Kriterien enthält, die zur Selbsteinschätzung geeignet sind. So lässt sich z.B. gut differenzieren zwischen "...kann (auch einfache) Problemstellungen nicht bearbeiten" über "...kann Problemstellungen mit Unterstützung teilweise eigenständig lösen" bis hin zu "...kann zu neuen Problemstellungen selbständig Lösungswege entwickeln und diese vorstellen". Ähnliche Abstufungen lassen sich dann auch zur Sicherheit in der Verwendung von Fachsprache, der Qualität von Diskussionsbeiträgen, der Verknüpfung von Fachinhalten usw. treffen.

    Ergänzung: Nicht in jeder Einzelstunde lassen sich alle Kriterien in allen möglichen Abstufungen beobachten (z.B. Umgang mit neuen Problemstellungen). Die Einschätzung der Gesamtleistung lässt sich daher m.E. erst über einen gewissen Zeitraum hinweg vornehmen.

    Wieso nicht? Wenn jemand unentschuldigt im Unterricht fehlt, wird diese Unterrichtsstunde mit "ungenügend" bewertet.

    Das gilt für tatsächlich versäumte Leistungsüberprüfungen, insbesondere Klassenarbeiten. Die Bewertung einer Unterrichtsstunde mit "ungenügend" wäre hingegen sehr fraglich und scheitert nicht nur an der fehlenden Trennung von Lern- und Leistungssituation, sondern auch daran, dass es kaum realistisch ist, die Fachleistung von Schülern jeweils auf Basis einer einzigen Unterrichtsstunde einzuschätzen, in der sie im besten Fall effektiv 1-2 Minuten Redezeit pro Person haben.

    Edit: Bei sehr hohen Fehlzeiten kann es hingegen sein, dass die fachlichen Leistungen eines Schülers gar nicht erst einzuschätzen sind, was zum Urteil "nicht bewertbar" und damit zumindest in der Sekundarstufe II zum Ausweisen von 00 Punkten bzw. Nichtbelegung des Kurses führen kann.

    Traurig, aber wahr. Unsere SL ist sehr ähnlich gestrickt. Ich finde es erschreckend, wie oft man von solchen Beispielen hört oder es selbst erlebt.

    (Ich wurde im Krankheitsfall zu Hause angerufen wegen zu erledigender Arbeit. Als ich darauf hinwies, dass ich krank sei, wurde ich am Telefon angeschrien, wie ich mir das denn vorstellen würde, wenn ich das jetzt nicht erledige.)

    Das ist natürlich ein absolutes No-Go und mich entsetzt, dass es wirklich noch solche Leitungen gibt. Damit meine ich neben der indiskutablen Aufforderung auch den Umgangston. Mir fiele da eigentlich nur die Bitte um schriftliche Dienstanweisung ein, die mit Sicherheit nicht erfolgen wird. Aber wahrscheinlich ist man in einem solchen Moment schlicht sprach- und fassungslos.

    Gewagte These auf einem überbevölkerten Planeten und angesichts von Prognosen, die bei fortschreitender Entwicklung von künstlicher Intelligenz und Automatisierung den Wegfall eines signifikanten Teils von Arbeitsplätzen prophezeihen.

    Kinder sind kein sozialer Imperativ, sondern letztlich SIND sie ein Hobby.

    Wir reden doch noch immer hier von Deutschland, oder? Und damit von einem Land, in dem die Fertilitätsrate gerade einmal bei ca. 1,5 liegt. Zum Erhalt unserer Gesellschaft, so wie wir sie kennen, ist das bereits jetzt deutlich zu wenig. Damit hat Mueller Luedenscheidt vollkommen Recht und dabei hilft es uns zunächst auch nichts, dass die Weltbevölkerung im Ganzen noch immer anwächst.

    Ich gehe zwar davon aus, dass das ein nett gemachter Trollversuch ist, um genau solch hochschäumende Reaktionen zu provozieren, möchte aber ebenfalls ausdrücken, dass ein "Nachtreten" vollkommen unangemessen und peinlich wäre. Wenn man zum Ausdruck bringen möchte, dass man froh ist, die gemeinsame Zeit beendet zu sehen, dann lässt man eine entsprechende Verabschiedungs"feier" einfach sein und sagt diese ab. Das wäre deutlich genug.

    Wenn Kaufen wirklich so teuer ist, würden ja Vermieter die Preise noch weiter erhöhen, damit sie mehr Gewinn machen. Du gehst von den aktuellen Mietpreisen aus, ohne zu wissen, wie sie sich in der Zukunft entwickeln werden.

    Der Einwand gilt genauso für die Entwicklung der Kaufpreise und die Entwicklung der - teils nicht umlagefähigen - laufenden Ausgaben für die Immobilie.

    Mit einer Immobilie, die 40 Jahreskaltmieten kostet, kann man bei realistischer Betrachtung nur dann Gewinn machen, wenn die Mieten auch in Zukunft deutlich steigen können. Hierfür gibt es aber Grenzen in der Kaufkraft der potentiellen Mieter.

    Dass sich Kaufpreise und Mieten in einigen Lagen vollkommen voneinander abgekoppelt haben, ist nicht meine Erfindung, sondern gut nachvollziehbar.

    Ist das so?

    Wenn du das nicht als isoliertes Zitat genutzt hättest, sondern die Aussage von elCaputo in den Zusammenhang gestellt hättest, in der sie fiel, wäre dir aufgefallen, dass da durchaus was dran sein kann. In den diskutierten gefragten Lagen übersteigen Kaufpreise nicht selten 30-40 Jahreskaltmieten, sodass mit Sanierungen und laufenden, nicht auf die Miete umlegbaren Kosten durchaus Bereiche überschritten werden können, die in keinem Verhältnis mehr zu erwartbaren Mieteinnnahmen stehen, sondern rein spekulativ bedingt sind.

    …oder er trägt die durch das allgemein entstandene Mietniveau bzw. die Inflation die entstehenden Mehrkosten für Wohnraum…

    Auf dem Land baut man (noch) für 550k - 750k auch im Westen 150-200qm je nach lage…das geht in keiner mittlere Stadt mehr

    Ich bringe den Aspekt gerne noch einmal ein: Bei Eigentümern stehen den höheren Kosten des Baus auch ein höheres Vermögen (Wert der Immobilie) gegenüber, welches der Staat dann noch zusätzlich durch die je nach Wohnort unterschiedlichen Zuschläge unterschiedlich stark bezuschusst.

    Ich habe da gleich mehrere Fragen:

    1. Werden die wohnortabhängigen Zuschläge generell an Beamte mit Kind gezahlt oder ist dafür ein Mietwohnverhältnis nötig?

    Das habe ich mich auch gefragt, befürchte aber, dass das nicht der Fall ist. Mit anderen Worten: Der Arbeitgeber finanziert insbesondere bei Eigentümern in teuren Lagen, die also ohnehin höheres Vermögen haben, den weiteren Vermögensaufbau auch noch deutlicher mit.

    Ich wollte lediglich klarstellen, dass eine Impfung nicht gegen eine Herzmuskelentzündung schützt ( = schwerer Verlauf ist möglich, er war 3x geimpft). Ich hab nicht behauptet, dass er sie durch die Impfungen bekommen hat.

    Auch diese Aussage stimmt nicht so ganz. Die Impfung schützt durch das geringere Risiko im Vergleich zur ungeimpften Infektion auch etwas vor einer Myokarditis. Darüber hinaus schützt sie v.a. aber gegen weitere schwerwiegende Komplikationen einer Infektion, auch wenn sie diese nicht zu 100% verhindern kann.

    Deine ursprüngliche Argumentation bestand aber gerade darin, dass eine Impfung abgelehnt wird, weil sie nicht zu 100% schützt. Du hattest dabei leider ausgeblendet, dass der Schutz durch die Impfung dennoch sehr gut ist. Das gilt für die separate Betrachtung des Myokarditis-Risikos und noch viel mehr für die gesamte Risikoabschätzung.

    Moebius : Der Bayern-Profi ist doppelt geimpft gewesen und geboostert, war körperlich fit und hat nach Corona TROTZDEM eine gefährliche Herzmuskelentzündung bekommen. Da durch die Impfung selbst auch ein Risiko solch einer Entzündung besteht, habe ich summa summarum für mich die Impfung ausgeschlossen, aber darum soll es nicht in diesem thread gehen...

    Den logischen Fehler, aus dem Auftreten einer Myokarditis bei gleichzeitiger Covid-19-Infektion auf die Impfung zu schließen, siehst du aber schon selbst, oder? Im Übrigen ist das Risiko für eine Myokarditis in Folger der eigentlichen Infektion deutlich erhöht (etwa Faktor 3) gegenüber dem Risiko einer Myokarditis als Impfkomplikation. Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass die Covid-19-Infektion ungeimpft noch weitere signifikante Risikofaktoren aufweist gegenüber der Nichtinfektion oder meist sehr milden Infektion als geimpfte Person.

    (vgl. u.a. https://www.aerztezeitung.de/Nachrichten/Me…ung-425637.html)

    Ich kann nur bestätigen, was WillG geschrieben hat. Über den Weg der Rückernennung sollte das gut möglich sein. Konsequenz der Rückernennung ist nicht nur die Einstufung in die entsprechend niedrigere Besoldungsgruppe, sondern auch die Bemessung der späteren Pension an der dann möglicherweise auch kurz vor Pensionierung niedrigeren Besoldungsgruppe.

    Eine Ausnahme hiervon ist möglich, wenn die Rückernennung nicht nur im eigenen Interesse geschieht, sondern ein dienstliches Interesse daran besteht. Das kann z.B. angenommen werden, wenn die Rückernennung erfolgt, um eine dauerhafte Dienstunfähigkeit zu vermeiden.

    Is recht. Ich nannte 3 konkrete Beispiele, die sehr wohl bestätigen, dass die Massnahmen drüben derzeit deutlich strenger sind. 3 konkrete Beispiele an Massnahmen, die landesweit gültig sind und keine regionalen Besonderheiten darstellen. Aber klar, gefühlt ist alles easy bei euch.

    Wenn du dir mal die zugehörige Quelle anschaust, wirst du sehen, dass viele Indikatoren, die den "Score" von Deutschland hochtreiben, so überhaupt nicht zutreffen.

    Zitiert werden dort u.a.:

    -> flächendeckende Schulschließungen (die es de facto derzeit kaum gibt)

    -> Schließungen der Arbeitsplätze, außer kritischer Infrastruktur (gibt es derzeit nicht)

    -> Absage öffentlicher Veranstaltungen (ok, findet statt)

    -> Schließung ÖPNV (gibt es derzeit nicht)

    -> Beschränkungen der Reisefreiheit (gibt es derzeit nicht)

    ....to be continued.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Viele der Maßnahmen, die als "required" für eine so hohe Punktzahl zählen, wie sie für Deutschland dort gerade ausgewiesen wird, existieren derzeit gar nicht.


    PS: Methodisch ebenfalls fragwürdig ist es, sich im Sinne des Cherry-Pickings jeweils die regional striktesten Maßnahmen zu nehmen und diese auf das ganze Land zu verallgemeinern.

    Zitat

    "If policies vary at the subnational level, the index shows the response level of the strictest subregion."

    https://covidtracker.bsg.ox.ac.uk/stringency-map

    Für das zweite Ziel gibt es bis heute kein brauchbares Erfassungssystem, das etwa die Be- oder Überlastung des Gesundheitssystems messen würde. Es scheint also schon immer das lässlichere Ziel gewesen zu sein. Wenn allerdings niemand weiß, inwiefern dieses Ziel erreicht oder verfehlt wird (weil es schlicht nicht erfasst wird), dann kann es wohl kaum als Argument für die Aufrechterhaltung, Verschärfung und dummerweiße auch für die Lockerung oder für die Abschaffung von Maßnahmen herhalten.

    Für eine Einschätzung der Belastung des Gesundheitssystems "nach Gefühl" sind die Einschränkungen und Opfer zu hoch. Von der anderen Seite gesehen, ist das Risiko für dieses Fischen im Trüben zu hoch.

    Die Belegungsquote der ITS lässt sich genau wie der Anteil der Covid-19-Patienten an den gesamten ITS-Patienten messen und entsprechend mit Zeiten vor der Pandemie vergleichen. Das gilt genauso für den Anteil von notwendigerweise verschobenen Operationen. Daraus lässt sich - anders als du behauptest - sehr wohl die Be- und teils leider auch Überlastung des Gesundheitssystems ableiten. Von einer reinen Belastung "nach Gefühl" kann hier überhaupt keine Rede sein.

    Das frage ich mich auch oft. Ich dachte immer, das Ziel sei, Infektionen zu verhindern, um Krankheit, Ansteckungen und Long covid zu vermeiden. Derzeit scheint das Ziel zu sein, ein überlastetes Gesundheitssystem zu verhindern. Das hilft den Schülern und Kollegen mit Langzeitfolgen aber nicht.

    Das ist doch kein Widerspruch. Durch Vermeidung von Infektionen vermeidet man auch ein überlastetes Gesundheitssystem. Warum stellst du das scheinbar diametral gegenüber?

    Auf einer Fortbildung des PhV NRW hat der Justiziar mal gesagt, man müsse selbst SuS unterrichten, die Bedrohungen gegen die eigene Person ausgesprochen hätten.

    Das müsste man im Fall der Fälle mal darauf ankommen lassen. Bei Straftaten gegenüber Lehrkräften sehe ich das Vertrauensverhältnis zwischen Schüler und Schule nachhaltig zerstört. Das hat zumindest 2006 auch das VG Hannover so gesehen und bereits bei Identitätsdiebstahl (Schüler nutzte Lehrernamen im Netz für beleidigende Beiträge) die Überweisung an eine andere Schule als gerechtfertigt angesehen. Und hier sprechen wir "nur" von einem Antragsdelikt.

    Ich kann mir offen gestanden nicht vorstellen, dass bei einer Straftat wie einer Bedrohung, die sogar ein Offizialdelikt darstellt, nicht mindestens das mildere Mittel eines Klassenwechsels machbar wäre.

    Die Gesetzesentwürfe, in denen u. a. auch die Streichung der Kostendämpfungspauschale sowie die Zahlung des Corona-Bonus enthalten sind, sind nun hier öffentlich einsehbar. Wie gestern bereits beschrieben, steht die Berücksichtigung der Mietstufen (hier eine Übersicht über die Mietstufen für 2020) für Familien mit ein oder zwei Kindern im Zentrum des Vorhabens. Auf S. 82 im Entwurf findet sich dazu folgende Übersichtstabelle:

    Das sind ja krasse Traumbeträge bei euch....

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