Beiträge von Seph

    Der "Fehler" liegt doch darin, dass Kollege A zweimal fährt, wenn die Fahrt doch freiwillig ist. Kollege B wird seine zur Verfügung stehende Arbeitszeit sicher bereits anders verplant haben und hat darin keine Zeit mehr für freiwillige Fahrten. Wird er nun zwangsverpflichtet hierzu, muss er entweder Abstriche an anderer Stelle machen (was ja in Ordnung ist) oder doch Mehrarbeit leisten (was nicht in Ordnung ist).

    Ich bin natürlich vollkommen bei dir, dass die Entlastung der Fahrten an anderer Stelle durch geeigneten Einsatz der Lehrkräfte erfolgen muss und in der Praxis geschieht dies ja auch oft, sodass Fahrten grundsätzlich keine Mehrarbeit auslösen, egal ob nun verpflichtend oder nicht. Wahr ist aber auch, dass die Verpflichtung zur Durchführung von Fahrten nicht mehr Personal schafft.

    Wenn man einer Schule arbeitet, an der man für die Schülerzahlen kämpft, kommt man gar nicht auf die Idee Kandidaten mit solchen "Befindlichkeiten" zu verprellen.

    Ich habe noch nie von Schülerinnen und Schülern gehört, die die Schule wechseln, weil sie keine Kappen im Unterricht tragen sollen. Andersherum: Wenn man jeden Befindlichkeiten nachgibt, weil man den Eindruck hat, nur so Schülerzahlen halten zu können, stimmt m.E. etwas Grundsätzliches nicht an der Schule.

    Während ich einerseits davon überzeugt bin, dass sich Schule nicht in Bekleidung von Schülerinnen und Schülern einzumischen hat (Stichwort: Jogginghosen- und Hotpants-Verbote), kommuniziere ich dennoch offensiv, dass durch Kleidung auch Eindrücke entstehen, die vlt. gar nicht beabsichtigt sind. Das gilt insbesondere für das Tragen von Jacken und Mützen bei normaler Raumtemperatur, die irgendwie Abwesenheit und Flucht suggerieren. Daher bitte ich meine Schülerinnen und Schüler, diese grundsätzlich im Raum abzulegen.

    ... was ja durchaus sinnvoll ist. Wir sind auch die Berufsgruppe, in der auf engem Raum sich viele Personen lange Zeit gemeinsam aufhalten. Zumindest das Testen kann (in NDS) entfallen, wenn man geimpft oder genesen ist. Die Masken nerven zwar etwas, so schlimm sind sie aber auch wieder nicht. Inzwischen gab es für die jüngsten Jahrgänge auch diesbezüglich Entlastung, alles andere dürfte von der Entwicklung der Zahlen in Herbst und Winter abhängen.

    Vielleicht bin ich blind oder bescheuert (beides möchte ich nicht ausschließen), aber im Infokasten, auf den im Artikel verwiesen wird, finde ich nichts zur Verbeamtung aus der Überschrift. In welchem Absatz steht das denn?

    Bin ja prinzipiell kein Fan der GEW (und praktisch aller anderen als Lehrerverbände getarnten Ministerialvertretern), aber HIER sehe ich das Problem nicht.

    Im Infokasten steht es nicht, auf der Homepage der GEW dagegen sehr deutlich:

    Die GEW BERLIN hat konkrete Vorschläge gemacht, wie dringend benötigte Lehrkräfte gewonnen werden können, anstatt mit der Verbeamtung neue Ungerechtigkeiten zu schaffen. Mehr dazu unter https://www.gew-berlin.de/presse/details…aeftebildung%2F

    Hallo!

    Heute war der Bescheid im Briefkasten und es wurde versteuert, weil es zu meinem regulären Arbeitslohn dazu gezählt wurde. Nur die Fahrtkosten konnte ich dann noch nachwrklären.

    Vom KM hatte ich nur die Antwort erhalten, dass es keiner wisse.

    Das ist natürlich blöd für dich, aber leider nicht überraschend (siehe u.a. Beitrag #96). Danke dir für das Update!

    Es zeigt einfach mal wieder, dass man als Lehrer nun einmal nicht allzu gut verdient.

    Es zeigt einfach mal wieder nur, dass deine Maßstäbe ungewöhnlich sind. Bezogen auf den Münchner Wohnungsmarkt verdient nahezu keine Gruppe von Nichtselbstständigen "allzu gut". Bezogen auf die Gruppe der Nichtselbstständigen verdienen Lehrer aber durchaus ziemlich gut.

    Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Ich hatte das mit der Preisstruktur zwar vermutet, manchmal ist das städtische Leben aber doch attraktiver. Dafür gibt es in Bayern aber wahrscheinlich genügend andere gute Möglichkeiten, die nicht ganz so teuer sind.

    Wie gesagt: Falls das für dich in Frage kommt, schaue mal neben den weiteren Versetzungsanträgen auf die Möglichkeit der Versetzung durch erfolgreiche Bewerbung auf eine (außerhalb liegende) Funktionsstelle.

    Sorry, auch wenn ich nur bedingt etwas beitragen kann (s.u.), interessiert mich, warum es scheinbar Zwangszuweisungen nach München gibt. In Sachsen z.B. schien mir eher das Gegenteil der Fall: während sehr viele nach Leipzig oder Dresden wollen, ist der ländliche Raum stark unterversorgt. Warum ist das in Bayern so anders?

    Zur eigentlichen Frage: Das leidige Thema nicht genehmigter Versetzungswünsche kann man u.U. umgehen, indem man sich auf ausgeschriebene Beföderungsstellen bewirbt und über diese Schiene dann die Region wechselt. Ich habe bisher - allerdings anderes Bundesland - mehrfach erlebt, dass die gewünschte Versetzung letztlich über diesen "Umweg" realisiert werden konnte.

    Beim "Büromaterial" ist es wichtig die 120€ bei der Steuererklärung anzugeben, aber höchstens 40€ tatsächlich auszugeben. Dann bekommt man es de facto gestellt.

    Muss das echt sein, hier ernsthaft zur Steuerhinterziehung zu ermuntern? Die Begehung einer Straftat ist wohl kaum die geeignete Antwort auf die Pflichtversäumnisse des Dienstherrn.

    Ich finde die Analogie durchaus passend da für einen Forscher das aktuelle Fachwissen zum Arbeitsmaterial gehört. Und sie passen auch wesentlich besser was das Verhältnis aus Einkommen und möglichen beruflichen Ausgaben angeht.

    Du verwechselst die Pflicht zur Fortbildung - bei der wir durchaus froh sein dürfen, diese in der bezahlten Arbeitszeit tätigen zu dürfen - mit der Ausstattung mit für die Arbeit nötigen Arbeitsmittel.

    Wenn das Familienmitglied geheim wählen möchte, kann es ja alleine in einem Raum sein. Ansonsten steht es ihm frei, andere dabei zu haben, das kann man bei Briefwahlen nicht verhindern. Auch bei Wahlen im Wahlbüro kann man ja anschließend jedem erzählen, was man gewählt hat.

    Es gibt einen guten Grund dafür, dass in die Wahlkabine keine weiteren Personen mit rein dürfen - auch nicht Ehepartner o.ä. Der Unterschied zwischen erzählt bekommen und sehen ist der gleiche wie zwischen Vertrauen und Kontrolle. Gerade letztere widerspricht aber der Idee einer freien und geheimen Wahl. Ich sehe das mit den Briefwahlen an dieser Stelle auch durchaus kritisch. Gleichzeitig bin ich froh darum, dass man mit diesen mehr Wähler einbinden kann.

    Ich weiß jetzt nicht genau was du unter einem Job verstehst, aber gerade in der Forschung und Entwicklung hat man sich durchaus auch mal Bücher selber gekauft. Klar der Arbeiter eher nicht.

    Die richtige Analogie wäre dann wohl eher Forscher, die sich ihr Labor aus Privatmitteln selber ausstatten müssen. Und nein, das wäre nicht normal.

    Vielleicht arbeitest du einfach nicht schnell genug? Es soll durchaus Kollegen geben die es schaffen hochwertigen Unterricht zu stemmen. Leistung ist nunmal Arbeit pro Zeit.
    Das mag nicht nett sein, aber diese Einstellung "dass die Qualität leidet" ist so ein typischer Beamtenspruch der halt einfach in einem normalen Umfeld nicht laufen würde.

    Ich will nicht ausschließen, dass es auch KollegInnen gibt, die gar nicht so belastet sind, wie sie manchmal tun. Viel wahrscheinlicher ist es aber, dass die Belastung doch sehr hoch ist und dann ist es auch absolut notwendig, seine eigene Arbeitszeit entsprechend zu managen, um sich nicht zu überlasten. Das was Firelilly beschreibt (Arbeitszeit beobachten und einhalten) ist professionell und notwendig.

    Erschwerend kommt hinzu, dass der TE eine 9. Klasse hat. Hier gilt zum 1. Mal der neue LP, viele Verlage haben ihre Materialien noch nicht fertig, also können die Schulen noch nichts kaufen. Gleichzeitig steht am Ende des Schuljahres die Quali-Prüfung für die Schüler an. Da kann er sich nicht einfach leisten zu sagen "nicht mein Problem". Das heißt nicht, dass er jetzt Berge an Material kaufen soll, sondern gezielt brauchbares und notwendiges, am besten nach Rücksprache mit seinen Kollegen.

    Das sind doch gerade die Argumente, die dem Arbeitgeber klar machen müssten, wie wichtig diese Anschaffungen (durch den AG!) sind, wenn die Qualität nicht deutlich leiden soll. Diesen darauf deutlich hinzuweisen ist gerade der aktive Part, der "nicht mein Problem" verhindert. Die Lösung ist doch aber nicht, Versäumnisse des AG privat auszubügeln.

    Ich denke auch, dass die eigene Anschaffung die einfachste Lösung wäre. Es kann hilfreich sein, sich einen persönlichen Fundus anzulegen, wenn auch auf eigene Kosten. Immerhin verdienen wir auch genug Geld, da können wir vielleicht auch mal etwas investieren.

    Diese Haltung empfinde ich als sehr unprofessionell. Natürlich bezahlen wir nicht für die Arbeitsmittel, die der Arbeitgeber zu stellen hat, auch noch aus eigener Tasche.

    Beschwerde kann ja jeder gerne einreichen, die interessiert aber juristisch gesehen niemanden. Für dein Bundesland kannst du das hier nachlesen, Andrew, das sieht woanders aber nicht viel anders aus:

    https://www.bezreg-detmold.nrw.de/wir-ueber-uns/…chverfahren-zur

    Was meinst du denn mit "interessiert juristisch niemanden"? Wenn du damit meinst, dass diese nicht vor einem VG verhandelt werden kann, ok. Wenn du damit meinst, diese lösen keinen Abänderungsanspruch von Noten aus, auch ok. Dennoch sind Beschwerden bereits (formlose) Rechtsbehelfe, die nicht einfach ignoriert werden können und sehr wohl juristisch interessieren. Insbesondere, wenn sie nicht bearbeitet werden ;) Im Übrigen sind Rechtsbehelfe bereits Instrumente der Anfechtung behördlicher Entscheidungen. Dein Einwand auf die Aussage von Humblebee geht daher ins Leere.

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