Nein, ich beziehe mich damit auf die Studien, die eine gleich hohe Viruslast zeigten. Diese stammten aber aus der Frühzeit des Impfzeitraums, dementsprechend habe ich mich blöde ausgedrückt, da eine Durchbruchsinfektion früh nach der Impfung aller Logik nach nicht vergleichbar sein dürfte mit einer, die durch sinkende Antikörpertiter passiert. Im ersteren Fall ist nämlich eher davon auszugehen, dass die Impfung garnicht erst ordentlich anschlug. Aber bei dem Schluss bleibe ich, man sollte vorsichtig bleiben, da wir so früh nach den Impfungen hinsichtlich ihrer Schutzwirkung quasi täglich Neuland betreten.
Derzeit scheint vieles darauf hin zu deuten, dass die Viruslast zwar vergleichbar hoch ist, diese aber bei Geimpften schneller abfällt als bei Ungeimpften. Damit wird die infektiöse Zeitspanne verkürzt. Auch gibt es Hinweise, dass ein bedeutender Anteil der gemessenen Viruslast auf bereits inaktivierte, nicht mehr vermehrungsfähige Viren zurückgeht. Gleichzeitig haben Geimpfte im Mittel eine schwächere Ausprägung von Symptomen und ein signifikant niedrigeres Hospitilationsrisiko. Deine Behauptung aus #8591, die Erkrankung verlaufe bei Geimpften nicht wesentlich leichter, ist m.E. durch nichts zu halten. Aus der reinen Viruslast lässt sich gerade nicht auf den Schweregrad der Erkrankung folgern (s.o.).