Als Vertretungslehrer an allen Konferenzen teilnehmen?

  • Danke für deine Ergänzungen chemikus08 . Gerade darum geht es ja: nicht abwarten, bis der böse Dienstherr mal was ändert, denn das wird nicht passieren. Sondern selber Verantwortung für seine Arbeitsprozesse und die Gestaltung der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit zu übernehmen. Und wenn man absehen kann, dass dadurch zwangsläufig Dinge auf der Strecke bleiben müssen, dann sichert man sich durch die Überlastungsanzeige bzgl. Haftung und Disziplinarrecht ab.

  • Der erste Schritt (lange vor der Überlastungsanzeige) ist doch aber sicherlich ein Gespräch mit der Schulleitung. Der erklärt man dann ganz unaufgeregt und sachlich, dass man bewusst eine Stundenreduzierung beantragt hat (wer mag, kann begründen: Kinder, Pflege der Eltern, ...), entsprechend weniger Geld bekommt und natürlich auch weniger Zeit und der Schule verbringt / verbringen kann / verbringen möchte. Dann die Bitte, ob bei nachmittäglichen Konferenzen, Besprechungen und Co die Möglichkeit besteht, sich dann und wann herauszuziehen - natürlich mit dem Hinweis, selbstverständlich dafür zu sorgen, die dadurch versäumten Informationen selbst zu beschaffen (Protokoll, netter Kollege, der hinterher informiert oder was auch immer).


    Ob das nun allerdings die Fachkonferenzen oder eine Gesamtkonferenz sein müssen...eher nicht, würde ich sagen. Aber alltägliche "Dienstversammlungen", für die es i.d.R. ja auch ein Protokoll gibt, sind doch sicherlich eine Möglichkeit.


    Ansonsten mal den Personalrat bitten, bei den TZ-Kollegen herumzuhorchen, ob es Gesprächsbedarf gibt. Wenn mehrere sich zusammentun und ihre Sicht der Dinge schildern, tut sich vielleicht eher was.

  • Eine Überlastungsanzeige muss immer individuell verfasst werden, sonst schmettert bei uns die Bezreg sie direkt ab. Richtig ist jedoch, wenn viele sich beteiligen und ebenfalls eine ÜÜberlastungsanzeige stellen. Ansonsten vermutet die Dienszstelle, dass die Überlastung in Deiner Person liegt und bietet Dir Kurse an, die Dir das hervorragende Talent vermitteln, Dich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen

    Bei uns gibt es vom Personalrat einen Vordruck für die Überlastungsanzeige und da ist noch nichts abgeschmettert worden, aber viel passieren tut weder mit noch ohne Formular. Das Formular sorgt aber dafür, dass es mehr Leute stellen, weil es eben in wenigen Minuten ausgefüllt ist und nicht auch noch Zeit frist.

  • Bei uns gibt es vom Personalrat einen Vordruck für die Überlastungsanzeige und da ist noch nichts abgeschmettert worden, aber viel passieren tut weder mit noch ohne Formular. Das Formular sorgt aber dafür, dass es mehr Leute stellen, weil es eben in wenigen Minuten ausgefüllt ist und nicht auch noch Zeit frist.

    Die Reaktion auf die Überlastungsanzeige passiert dann durch dich. Du stellst die Überlastungsanzeige und lässt in Zukunft bestimmte Aufgaben liegen. Bspw. betreust du die Homepage. Dann macht man da halt nichts mehr. Oder ein Gutachten wird halt mit Verweis auf die Überlastungsanzeige nicht rechtzeitig fertig. Bei meiner vorherigen Schule hat der EDV-Mensch einfach mitgeteilt, dass das Ausdrucken der Zeugnissen nicht möglich sein wird. Da wurde ganz schnell reagiert.

  • Bei meiner vorherigen Schule hat der EDV-Mensch einfach mitgeteilt, dass das Ausdrucken der Zeugnissen nicht möglich sein wird. Da wurde ganz schnell reagiert.

    Da hat die Schulleitung bei uns eine andere Lösung, die für viel mehr Überlastungsanzeigen sorgt. Jeder muss seine Zeugnisse selber drucken und sich dazu vorher Zeugnispapier im Sekretariat holen.

  • patti

    Diese Möglichkeiten sollte man in der Tat zuvor ausschöpfen. Leider kenne ich Schulen an denen SL sehr stur sind und auf sämtliche Termine bestehen. Der Teilzeiterlass der Landesregierung hat nur Empfehlungscharakter und nicht alle Kollegien haben Verständnis, wenn die Teilzeitkollegen entsprechend reduziert in den sonstigen Bereichen arbeiten. Es bedarf aber eines Kolkegiums das zusammen agiert und entsprechende Teilzeitvereinbarungen in die LK einbringt und durchsetzt. Passiert das alles nicht haben die TeilzeikollegInnen in diesen Schulen schlechte Karten. Und wenn es dann heißt juristisch gegen den Arbeitgeber vorzugehen ( Und es gibt zumindest bei den Tarifbeschäftigten einschlägige Urteile) ziehen viele lieber den Schwanz ein, weil sie Angst vor einem roten Reiter auf der Personalakte haben. Und an der Stelle greifen KuKs in der Tat zu anderen Methoden um sich einen entsprechenden Freizeitausgleich zu verschaffen. Ich finde es unredlich Firelilly in diesem Zusammenhang illegale Empfehlungen zu unterstellen. Sie hat vielmehr eine Feststellung getroffen, dass dies passiert und diese Feststellung ist korrekt, sie entspricht auch meiner Beobachtung. Außerdem ist nicht alles, was dann an Möglichkeiten ausgeschöpft wird illegal. Krankmeldungen z.b. sind dann illegal, wenn keine Krankheit vorliegt. Die Wirklichkeit liegt auf einem schmalen Pfad dazwischen. Die Entscheidung geht es noch mit meiner Befindlichkeit oder geht es nicht mehr ist eine sehr subjektive und wenn eine Überbelastung besteht erhöht sich das subjektive Kranheitsgefühl (in der Sozialmedizin bekanntes Phänomen). Wenn ich überlastet bin achte ich auch eher darauf,dass meine AU eine längere Rekonvalezenzzeit enthält. Das ist weder illegal noch moralisch verwerflich sondern bei Überlastung eine Notwendigkeit. Auch ist die Wahrnehmung von Rehabilitationen in Überlastungssituationen eine legale Reaktion mit Beladtung umzugehen. Für Eltern seien hier Mütter Kind Kuren genannt. Vielfach verzichten KuKs auf solche zusätzlichen Angebote. Wenn man aber eh schon 70% Arbeitszeit für 50% Lohn aufwenden ist das schlechte Gewissen beruhigt ( Eigentlich müsste auch der Vollzeitmitarbeiter kein schlechtes Gewissen haben, aber so funktioniert halt Psychologie)

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Da hat die Schulleitung bei uns eine andere Lösung, die für viel mehr Überlastungsanzeigen sorgt. Jeder muss seine Zeugnisse selber drucken und sich dazu vorher Zeugnispapier im Sekretariat holen.

    Ein Prozess, der bereits zu Beginn des Schuljahres bekannt ist und lediglich das Drucken von ca. 20-30 A4-Blättern auf vom Sekretariat gestelltem Papier beinhaltet, führt wohl kaum zur Überlastung. Das reine Drucken eines Klassensatzes kostet keine 10 Minuten Zeit und lässt sich wunderbar in die sonstige Arbeitszeit einplanen. In dem Zeitraum, in dem ich Zeugnisse drucke, habe ich zum Beispiel keine Korrekturen mehr liegen und habe auch kaum noch mit Unterrichtsplanung zu tun. Anders sieht das aus, wenn man mal eben für eine ganze Schule mit mehreren Hundert oder Tausend SchülerInnen den Druck alleine übernehmen soll und dafür nur 1-2 Tage Zeit hat.


    Viel problematischer sind doch die vielen ad hoc zu übernehmenden Aufgaben und vor allem die Übernahme weiterer Aufgaben aufgrund von Personalmangel im laufenden Betrieb, die langfristig zur Überlastung führen.

  • Da hat die Schulleitung bei uns eine andere Lösung, die für viel mehr Überlastungsanzeigen sorgt. Jeder muss seine Zeugnisse selber drucken und sich dazu vorher Zeugnispapier im Sekretariat holen.

    Aber das liegt doch an euch. Ganz ehrlich. Schreibe euch die Stunden auf. Wenn ich xy h Stunden pro Woche gearbeitet habe, sage ich meinen Chef, dass ich das nicht schaffe. Natürlich lasse ich die Sachen liegen, die aus meiner Sicht am wenigsten wichtig sind. Und ich teile es meinem Chef mit. Nebenbei an welchem Drucker selber ausdrucken? Sehr geehrter Chef. Die Schuleigenen Drucker standen am x um y Uhr sowie am z um z Uhr und am t um t Uhr nicht zur Verfügung. Eine Reparatur war mir nicht möglich. Daher konnten die Zeugnisse nicht ausgedruckt werden. MFG ein netter Mitarbeiter

    Oder:

    Sehr geehrter Chef,

    anbei die Krankschreibung meines Arztes aufgrund meiner beruflichen Überlastung. Mein Arzt vermutet ein Burn-Out-Syndrom. Daher vermute ich eine längeren Ausfall meinerseits. Sobald ich wieder dienstfähig bin, werde ich mich melden. Die Zeugnisdatei für meine Klasse finden sie auf meinem Dienstrechner. In meinem Fach sind meine Notizen zum Arbeits- und Sozialverhalten. Dieses muss noch geschrieben werden. Von weiteren Rückfragen ist abzusehen, um meine Genesung nicht zu gefährden.

    Gruß


    (Natürlich nur wenn man wirklich krank ist. Allerdings gibt es viele die trotz Symptomen eines Burnouts wie bisher weitermachen.)

  • Ein Prozess, der bereits zu Beginn des Schuljahres bekannt ist und lediglich das Drucken von ca. 20-30 A4-Blättern auf vom Sekretariat gestelltem Papier beinhaltet, führt wohl kaum zur Überlastung.

    Du kennst Grundschulzeugnisse? 20-30 Kinder je Klasse 3 verschiedene Formulare und dann 4-6 Seiten je Kind führt dann eben bei einem Drucker und 3PCs im Lehrerzimmer die diese Mengen nicht verkraften schon zur Überlastung, schon alleine bei den Druckern, bei den Kollegen erst Recht, dvurch die vielen Wartezeiten usw,

  • Und wenn es dann heißt juristisch gegen den Arbeitgeber vorzugehen ( Und es gibt zumindest bei den Tarifbeschäftigten einschlägige Urteile) ziehen viele lieber den Schwanz ein, weil sie Angst vor einem roten Reiter auf der Personalakte haben.

    Dann haben die TZ-Kollegen auch selber Schuld. Die meisten Lehrkräfte sind Beamte. Wenn ein Kollegium zusammenhält, hat auch ein SL kaum Möglichkeiten. Wir sind einer absolut privilegierten Situation. Keiner muss Angst um seinen Job haben. Im Gegenteil. Die meisten SL sind auf die freiwillige Mehrarbeit ihres Kollegiums angewiesen. Oder die Nutzung privater EDV etc.. Wenn man nicht bereit ist für seine Rechte zu kämpfen, hat man selber Schuld.

  • Du kennst Grundschulzeugnisse? 20-30 Kinder je Klasse 3 verschiedene Formulare und dann 4-6 Seiten je Kind führt dann eben bei einem Drucker und 3PCs im Lehrerzimmer die diese Mengen nicht verkraften schon zur Überlastung, schon alleine bei den Druckern, bei den Kollegen erst Recht, dvurch die vielen Wartezeiten usw,

    Drucker kaputt? Ich bin gerade schlecht auf die SL zu sprechen? Ich fahre nach Hause. Problem gelöst.

  • Oder:

    Sehr geehrter Chef,

    anbei die Krankschreibung meines Arztes aufgrund meiner beruflichen Überlastung. Mein Arzt vermutet ein Burn-Out-Syndrom. Daher vermute ich eine längeren Ausfall meinerseits. Sobald ich wieder dienstfähig bin, werde ich mich melden. Die Zeugnisdatei für meine Klasse finden sie auf meinem Dienstrechner. In meinem Fach sind meine Notizen zum Arbeits- und Sozialverhalten. Dieses muss noch geschrieben werden. Von weiteren Rückfragen ist abzusehen, um meine Genesung nicht zu gefährden.

    Deratiges schrieb ich nicht. Zum einen gehen die Details zur Diagnose die Chefin nichts an. „Nixht arbeitsfähig“ reicht. Zum anderen, wenn es Burn-Out wäre, hoffe ich darauf, dass meine Ärztin mir hinreichend deutlich gemacht hätee, dass ich wirklich Abstand von der Arbeit bräuchte. Dann machte ich hoffentlich diese Arbeit während der Krankschreibung nicht weiter, indem ich noch organsierte, wie was zu erledigen sei, Dateien und sonstige Unterlagen bereitstellte.


    Bei meiner vorherigen Schule hat der EDV-Mensch einfach mitgeteilt, dass das Ausdrucken der Zeugnissen nicht möglich sein wird.

    Tom123 muss das klären, aber ich meine, dass es hier nicht darum ging, dass jemandem die zehn Minuten fehlten, um Papier einzulegen und der Tinte beim Trocknen zuzusehen. Dass der Zeugnisdruck für die meisten Kolleginnen nur so kurz dauert, liegt an vorbereitenden Arbeiten, die im Hintergrund erledigt werden. Wenn da jemand ausfällt, läuft in der ganzen Schule mal eben nix.


    Nicht das hier nahcher noch jemand eine „Lösung“ bereit hält, der das Problem gar nicht verstanden hat.

    „Fakten haben keine Lobby.“


    (Sarah Bosetti)

  • Bolzbold

    Das ist das strukturelle Problem von Teilzeitbeschäftigung. Der "Normaufwand" (d.h. Konferenzen, Klassenleitung etc.) ist bei Teilzeit überproportional hoch. Doof, aber leider nicht zu ändern.


    Sorry aber da sind Arbeitsgerichte (zumindest bei Tarifbeschäftigten) zu anderen Erkenntnissen gelangt. Es ist erforderlich bei einer Halbtagsstelle die Gesamtarbeitszeit um 50% zu reduzieren. Das bedeutet letztendlich auch, dass alle ist dem Unterricht verbundenen Zusatzaufgaben auf die Hälfte zu reduzieren sind. Dies ist ein strukurelles Problem, dass der Arbeitgeber dringend lösen muss, ansonsten verhält er sich rechtswidrig. Und ein rechtswidriges Verhalten auf Seiten des Arbeitgebers stärkt nicht unbedingt das Gefühl für ein faires Miteinander.

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Kommt aufs Bundesland drauf an, bei uns müssen Teilzeitkräfte nur eine Fachkonferenz machen, Vollzeit zwei (Berlin), aber in Brandenburg gehört z.B. jeder der Fachkonferenz an, der in dem Fach unterrichtet.

    In BW muss auch jeder an der Konferenz teilnehmen, der die Lehrbefähigung für das Fach hat. Auch wenn das bei halben Deputat mit den Fächern M/Ph Fachkonferenzen M, Ph, NwT, BNT und IMP sind. Da man das Fach ja im nächsten Jahr wieder unterrichten könnte und über grundlegende Entscheidungen informiert sein soll, ist schon gewünscht, dass an den Fachkonferenzen teilgenommen wird.

    Um den Aufwand gerade in den Fächerverbünden NwT, BNT und IMP zu reduzieren, werden an meiner Schule zusätzlich zu der minimalen Anzahl verpflichtender Fachkonferenzen (mit den Abstimmungen) an unserer Schule meist Arbeitstreffen der Kollegen, die das Fach auch unterrichten oder sogar kleinerer Teilmengen, durchgeführt. In diesen Arbeitstreffen wird dann beispielsweise das Schulcurriculum erarbeitet.


    Wer ein richtiges von der GLK verabschiedetes Konzept zum Ausgleich von unteilbaren Aufgaben haben möchte, muss es an der Schule einbringen. Es gibt ja Vorschläge von GEW oder Philologenverband. Ob es Sinn macht, wenn man eine eher großzügige Schulleitung hat, muss man selbst überlegen. Wenn es für Teilzeitkräfte sehr schwierig ist, sollte man es sich eher überlegen. Wichtig ist natürlich auch, dass Vollzeitkräfte dadurch dann nicht stärker belastet werden.

    Wenn eine Vollzeitlehrkraft jedes zweite Jahr zwei Klassenleitungen übernehmen muss, damit die Teilzeitkraft jedes zweite Jahr aussetzen kann, ist das ja auch keine Lösung. An weiterführenden Schulen sollte das Aussetzen aber funktionieren, da die Klassen ja mehr Stunden haben als ein Vollzeitlehrer Deputatsstunden. Es gibt also mehr Vollzeitlehrer als Klassen. An der Grundschule (Klasse 1 - 4) ist es dagegen anders herum.


    Wenn Teilzeitkräfte überproportional gefordert werden, empfehle ich erst einmal ein Teilzeitkonzept für die Schule.

    Wenn es aber keine schuleigenen Lösungen gibt und die auch nicht gesucht werden, dann ist eine Überlastungsanzeige nötig.


    LG DFU

    • Offizieller Beitrag

    Du kennst Grundschulzeugnisse? 20-30 Kinder je Klasse 3 verschiedene Formulare und dann 4-6 Seiten je Kind führt dann eben bei einem Drucker und 3PCs im Lehrerzimmer die diese Mengen nicht verkraften schon zur Überlastung, schon alleine bei den Druckern, bei den Kollegen erst Recht, dvurch die vielen Wartezeiten usw,

    An der Schule, wo ich damals mal Konrektor war, was es auch so, dass die Kolleginnen einzeln ihre Zeugnisse ausgedruckt haben. Im Lehrerzimmer. Praktischerweise waren die Zeugnisse auch nicht gesammelt in einer Datei, sondern die Kolleginnen mussten 20 - 30 Dateien ausdrucken. (Okay - geht auch, wenn man weiß, wie es geht.)


    Eine meiner ersten Aktionen damals war das zentrale Erzeugen (mit Schild) und Bereitstellen der Zeugnisformulare durch mich . Außerdem mussten die Zeugnisse bis zu einem Zeitpunkt x Tage vor den Zeugnissen bei mir digital abgegeben werden. Ich habe sie dann zentral ausgedruckt. An meiner neuen Schule macht das auch ein Kollege so.

  • Ich habe nochmal nachgeschaut und siehe da, ein Urteil des Bundesverwaltungsherichts direkt für Beamte und damit höchstricherlich beschlossen und verkündet:

    Urteil

    An alle Deutschlehrer:
    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten. :doc:

  • Praktischerweise waren die Zeugnisse auch nicht gesammelt in einer Datei, sondern die Kolleginnen mussten 20 - 30 Dateien ausdrucken.

    Genau so ist das bei uns leider auch und alle Daten müssen jedes Jahr neu wieder per Hand eingepflegt werden, weil sie nicht zu übernehmen sind aus dem letzten Schuljahr. Seriendruck ist auch nicht möglich. Und netterweise kommen die neuen Formulare immer erst auf den letzten Drücker, so dass man sich das Schreiben auch nicht besser einteilen kann.

    Ich sage dazu mal besser nichts mehr!
    Achso, das hat ja schon der Personalrat und die Personalversammlung die letzten Jahre als Forderung an das Schulamt rangetragen, dass wenigstens die Formulare mehr als 14 Tage vor Ausgabe korrekt vorliegen sollten.

  • Mal so aus der anderen Perspektive eines Zeugnisdruckmenschens:


    Das ist irgendwie auch eine Sache der Gegenseitigkeit.


    Wenn die Kollegen reihenweise verhackstückelte und fehlerhafte Zeugnisse aus einer funktionierenden Vorlage erzeugen, dann hat man nur zwei Möglichkeiten zu reagieren:

    1. Zentralisierung und Beschneiden der Bearbeitungsfreiheiten. (Schild-Formulare oder total gesperrte Wordformulare)

    2. Den Zeugnisdruck an die Ersteller delegieren und so ein Eigeninteresse an fehlerfreien Zeugnissen erzeugen.


    Das heißt jetzt nicht, dass das auf dein Kollegium so zutreffen muss, aber es gibt schon einen Anteil an Kollegen, die ein Maß an mangelnder Professionalität bei der Bearbeitung digitaler Dokumente an den Tag legen, das sie sich in keinem anderen Bereich erlauben würden.

  • Tom123 muss das klären, aber ich meine, dass es hier nicht darum ging, dass jemandem die zehn Minuten fehlten, um Papier einzulegen und der Tinte beim Trocknen zuzusehen. Dass der Zeugnisdruck für die meisten Kolleginnen nur so kurz dauert, liegt an vorbereitenden Arbeiten, die im Hintergrund erledigt werden. Wenn da jemand ausfällt, läuft in der ganzen Schule mal eben nix.

    Es ging einfach darum, dass das Netzwerk nicht funktioniert. Der Kollege, der die EDV betreut, hatte mitgeteilt, dass er zur Zeit nicht schafft es zu reparieren. Da die Drucker im Netzwerk hängen, war es das mit dem Ausdrucken.

  • Ich habe nochmal nachgeschaut und siehe da, ein Urteil des Bundesverwaltungsherichts direkt für Beamte und damit höchstricherlich beschlossen und verkündet:

    Urteil

    Das bedeutet aber nicht, dass du nur an der Hälfte der Konferenzen teilnehmen musst. Wenn der AG der Meinung ist, dass die Teilnahme an den in der Regel 1-2 Fachkonferenzen pro Jahr und Fach notwendig ist, kann er das durchaus verlangen. Dann musst du halt an anderer Stelle sparen. Die Entscheidung, was wichtig ist, liegt bei der SL und nicht beim Beamten. Bei meiner ersten Schule hatten wir eine Kollegin, die aus einer Arbeitsgruppe genommen wurde, weil sie sich über die Belastung beklagt hat. Problem war aber, dass sie eigentlich nur nicht mehr an den Konferenzen teilnehmen wollte. Die Arbeitsgruppe wollte sie weitermachen. Der Chef sah das anders. Ihr Problem. Da kann man sich dann halt nicht drüber beschweren.

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