Ich hoffe nicht, dass die Noten an irgendwelchen Schulen auf diese Weise entstehen.
Die Leistung wird nach Kriterien beurteilt, nicht nach Sozialnorm.
Es ist in einer guten Klasse mit tollen Elternhäusern sicher leichter, einen gewissen Stand zu erreichen, da die Anreize zu Hause andere sein können.
Mit standardisierten Tests, wie HSP oder Lesetests mit großer Bezugsgruppe, kann man die eigene Lerngruppe dann auch gut einschätzen. Dann ist eben auch der beste Schüler der Lerngruppe nicht „sehr gut“, wenn die geforderten Leistungen nicht erbracht werden.
Natürlich wird die Leistung nach Kriterien beurteilt, aber diese werden durchaus an die Klassen angepasst. Das kann auch unbewusst geschehen, indem der Unterricht (insbesondere die Übungstiefe) an die Klasse angepasst wird und die Leistungstests und Klassenarbeiten wiederum an den gehaltenen Unterricht. Damit meine ich gar nicht den Extremfall, immer eine Art Normalverteilung erzeugen zu müssen. Wobei es da gerade in BY doch vor einigen Jahren einen aufsehenerregenden Fall gab, bei dem eine Kollegin strafversetzt wurde, da ihre Klasse "zu gute" Noten hatte.
Standardisierte Tests gibt es meines Wissens nach auch nur in Ausnahmefällen (ich denke da an Vera 3 bzw.
oder arbeitet ihr in den Grundschulen verstärkt mit weiteren Varianten? Wenn ja, würde mich persönlich tatsächlich interessieren, welche es noch im praktischen Einsatz gibt.