Beiträge von Seph

    Nein, in Niedersachsen darf ich das so nicht. Man darf die Bücher dreimal verleihen und beim vierten Mal abgeben. Das Problem dabei sind nicht die Eltern oder der Dienstherr, sondern die örtlichen Buchhändler, die auf der Matte stehen, wenn sie merken, dass Bücher länger genutzt werden. Wenn ich das machen möchte, muss ich es also so machen, dass es nicht auffällt, dann kann ich niemandem die Leihgebühr erlassen.

    Sorry, aber dem kann ich nun so gar nicht folgen. Über welchen Mechanismus soll denn ein örtlicher Buchhändler die Schulen dazu zwingen, bei genau ihm nach genau dreimaligen Entleihen neue Bücher zu ordern? Die Schulen sind den örtlichen Händlern keinerlei Rechenschaft schuldig.

    Jemand schrieb doch, dass es in jeder Auflage Änderungen gibt und die Bücher dann nicht mehr kompatibel sind.

    Wenn es gerade deutliche Veränderungen in Lehrplänen gab, kann die Anschaffung einer anderen Version notwendig sein. Das ist sicher in jedem Bundesland der Fall. Andernfalls ist das auch nicht nötig, sodass Lehrwerke durchaus deutlich länger als nur 3 Jahre nutzbar wären.

    ...als ob sich Hotelkosten auf Korsika rein an der deutschen "Feriendichte" orientieren würden...

    Selbst innerhalb von Deutschland ist ein solcher Zusammenhang wohl kaum gegeben. Jedenfalls konnte ich weder an der Nordsee noch in den Alpen bislang Kostenunterschiede ausmachen, ob nun gerade nur 2 Bundesländer oder 10 Bundesländer schon Ferien haben.

    Ich habe selber schon Bücher aus NDS gesehen, die 5 mal (und mehr) ausgeliehen wurden und für die immer schön 40% Leihgebühr zu entrichten war. Über den Zustand dieser Lehrwerke nach den häugien Ausleihen will ich lieber nicht reden.

    Die Behauptung muss ich so erst einmal als nicht nachprüfbar akzeptieren. Rechtlich zulässig ist dies jedoch nicht.

    Außerdem geht's um das wenig nachhaltige Vorgehen, einen riesen Betrag an Leihgebühr zu nehmen und die Bücher nach 3 Jahren zu entsorgen, weil die natürlich sonst kein Mensch gebrauchen kann.

    Von Entsorgen hat niemand gesprochen. Die Schulbücher dürfen innerhalb des kostenpflichtigen Leihverfahrens nur 3x (das bedeutet übrigens durchaus auch mal mehr als 3 Jahre) ausgeliehen werden. Anschließend können sie günstig abverkauft oder eben auch kostenfrei weiter ausgegeben werden.

    Wir bereichern uns nicht, ich meine, dass wir vor etliche. Jahren auch schon ältere Bücher ausgegeben haben, ohne es zu berechnen, weil der Kaufpreis bereits eingenommen war.

    Das haben wir auch schon oft so gehandhabt. Und das bedeutet insbesondere als Replik hierauf:

    In der Praxis werden viele Schulen die Bücher auch nach dreimaliger Ausleihe noch weiter ausleihen...

    Ja, dann aber kostenfrei.

    Bei 3 Kindern würde ich das Buch selbst kaufen. Wenn ich da jedesmal 40 % zahlen muss o.ä., habe es jetzt nicht genau im Kopf, lohnt sich die Anschaffung.

    ...sofern alle drei Kinder auch noch das gleiche Lehrwerk im Unterricht verwenden. Das ist über einen Zeitraum von einigen Jahren schon an derselben Schule nicht zwingend gegeben. Wenn die Kinder an verschiedenen (weiterführenden) Schulen sind, erst recht nicht.

    Und sie sieht vor, dass Eltern mit 3 oder mehr schulpflichtigen Kindern weniger bezahlen.

    Hat die Schule viele dieser Familien, reicht am Ende das Geld nicht für die Neuanschaffung des Lehrwerkes.

    Darauf hatte ich weiter oben bereits hingewiesen. Wir reden dann übrigens noch immer über 80% des festgelegten Betrags, also bei Ausschöpfen der möglichen 40% dann entsprechend 32% des Neupreises. Wenn die Schule jetzt nicht gerade nur Kinder aus kinderreichen Familien hat, was statistisch ziemlich unwahrscheinlich ist, kann man bei dreimaligen Ausleihen noch immer 100% der Kosten refinanzieren. Es bleibt dann natürlich wenig bis kein Spielraum mehr für andere Härtefälle, die sonst im Ermessen der Schule berücksichtigt werden könnten.

    Wobei ich das auch abwegig finde. Für die Abfederung sozialer Härten ist das Sozialamt zuständig und nicht die Schule, die über einen Verein die kostenpflichtige Schulbuchausleihe betreibt. Sonst passiert nämlich am Ende mal wieder, dass die Familien im Bürgergeld eh alles verbilligt bekommen und die, die nur geringfügig mehr verdienen als Bürgergeld, den ganzen Spaß auch noch bezahlen dürfen. Wenn ich eine kostenpflichtige Schulbuchausleihe betreibe, haben alle Eltern den gleichen Betrag zu zahlen und die sozialen Härtefälle können sich das Geld beim Amt zurückholen. So werden die Härten zumindest nicht überkompensiert.

    Das magst du so sehen, die Erlasslage in NDS sieht dazu anders aus. Mit Härtefällen sind im Übrigen gerade nicht diejenigen gemeint, die ohnehin Anspruch auf BuT-Leistungen haben, sondern genau diejenigen, die knapp außerhalb liegen. Gewinne aus der Bücherausleihe entstehen jedenfalls nicht und wie Tom123 schon korrekt beschrieben hat, landen alle mit der Ausleihe verbundenen Gelder auch auf einem hierfür zweckgebundenem Konto und können nicht einfach von der Schule anderweitig genutzt werden.

    Der Dienstherr muss bei Einführung der AZE wissen, dass dieser letztgenannte nichtunterrichliche Bereich wie zusätzliche Konfenzen, DB‘s etc. ihn nun richtig Geld kosten wird, da er ja nun zur AZ zählt.

    Bevor du weiter persönliche Attacken startest, nimm doch bitte mal Stellung zu deiner These hier. Warum sollten DBs, Konferenzen u-ä. den Dienstherrn nun "richtig Geld kosten", wenn eine zentrale Arbeitszeiterfassung kommt? Die zugehörigen Arbeitszeiten sind ja auch jetzt bereits Arbeitszeiten und innerhalb der Arbeitszeitvorgaben der Lehrkräfte unterzubringen.


    Glaubst du wirklich, das läuft dann so ab: "Ähm Chef, also wir haben ja morgen die vor 4 Monaten bekannt gegebene DB, meine Arbeitszeit ist für diese Woche aber schon anders verplant/aufgebraucht, das Land muss mir also die zusätzlichen 90min extra bezahlen"?


    Ich begrüße die Herstellung von Transparenz durch Erfassung der Arbeitszeiten und wenn du meine Beiträge hier im Forum mitverfolgt hast, weißt du, dass ich sehr für die individuelle Arbeitszeiterfassung und Steuerung der Arbeitszeit auch unabhängig von einer zentralen Lösung werbe. Die Hoffnung, in Zukunft würden dann alle Besprechungen, Korrekturen usw. zu bezahlten Überstunden führen, teile ich aber nicht und halte ich vom Ansatz her auch für daneben. Es wird schlicht wie bisher eine Anweisung geben, innerhalb der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit die Aufgaben zu erfüllen und die Arbeitszeit keinesfalls zu überschreiten.

    Ich glaube, du verstehst die Problematik nicht!! Korrekturen und Vorbereitungszeit werden nicht als AZ gemessen und interessiert den Dienstherr nicht, da diese Zeiten bereits eingepreist sind.

    Doch, natürlich werden diese mit erfasst. Deren Zeitbedarf steckt bereits im Deputat der Lehrkräfte als Pauschale mit drin. Wenn man selbst für seine Korrekturen deutlich mehr Zeit als diese Pauschale benötigt, muss an anderer Stelle gespart werden. Um die entsprechenden Stellen zu identifizieren, ist eine individuelle Arbeitszeiterfassung genau das richtige Instrument, nicht etwa die von dir propagierte anonyme Erfassung eines Durchschnitts.

    PS:

    Insofern arbeite dich doch bitte einmal erst in das Thema ein, bevor du zu meinen Thesen Stellung nimmst.

    Ad hominem Angriffe dieser Art sind hier völlig unangebracht und gehen auch völlig fehl.

    Irgendetwas passt da nicht (oder ich habe etwas übersehen):

    Auf S. 85 wird von 23,5 bzw 24,5 Stunden Deputat gesprochen.

    Auf S.86 und 87 wird aber ein IST Wert von unter 15 Zeitstunden -> Also 20 WS Unterricht gesprochen. Wo sind denn die restlichen 3,5 bzw 4,5 Unterrichtsstunden geblieben? Sind das alles Ermäßigungsstunden? Ich muss 28WS leisten; An die gemessenen 20WS Unterricht komme ich in NRW an der Realschule zumindest nicht dran.

    Die Arbeitszeitstudie vergleicht die Arbeitszeit von Lehrkräften (40 Unterrichtswochen) mit der Arbeitszeit anderer vollbeschäftiger Personen (ca. 45 Arbeitswochen). Soweit ich das auf die Schnelle überprüfen konnte, sind die ausgewiesenen Werte der Deputatsstunden auf ca. 45 Arbeitswochen verteilt worden, um einen aussagefähigen Durchschnitt pro Arbeitswoche (nicht pro Unterrichtswoche) abzubilden.

    Niedersächsische Arbeitszeitstudie Lehrkräfte an öffentlichen Schulen 2015 / 2016

    S. 89

    Hier geht der Autor on 29,92% Unterrichtszeit/ Aufwendungen für das Deutat aus.

    Und wie ich bereits korrekt beschrieb, liegt man unter Hinzunahme der unterrichtsnahen Tätigkeiten (Korrekturen, Vorbereitung) bei knapp 70% der Arbeitszeit. Die restlichen 30% sind für andere Tätigkeiten reserviert und werden natürlich auch jetzt bereits "bezahlt" (mal abgesehen davon, dass Beamte ohnehin nicht nach Arbeitszeit bezahlt werden). Deine Behauptung, Zeiten für DBs u.ä. seien bislang unbezahlte Arbeitszeiten, da sie nicht erfasst würden, stimmt schlicht nicht.

    In NDS machen manche Schulen über die Ausleihgebühren sogar Gewinn. Oder wie würdet ihr es bezeichnen, wenn die Eltern Ausleihgebühren in Höhe von 40% des Neupreises der Bücher zahlen müssen, die Bücher aber nicht 2-3 sondern 5 Jahre im Umlauf sind? In der Zeit haben sie 5x0,4=2, also 200% ihres Kapitaleinsatzes wieder eingespielt. Macht 100% Gewinn bei der Bücherausleihe.

    Ich will nicht ausschließen, dass das in absoluten Einzelfällen mal vorkommt. Es gibt dazu aber schulrechtlich eine ganz klare Vorgabe: Jedes Schulbuch darf maximal (!) dreimal ausgeliehen werden. Die Entgelte dafür liegen bei einjährigen Bänden im Bereich 33%-40% des Ladenpreises.


    Dass man hier häufig die 40% und nicht die scheinbar kostendeckende Option mit 33% findet, liegt an der notwendigen Querfinanzierung von Entgeltnachlässen bei kinderreichen Familien und der Berücksichtigung sozialer Härten. Dadurch ist das Leihverfahren im Regelfall ein Nullsummenspiel.

    Es ist schon ein bisschen lächerlich, Kolleginnen vorzuschlagen, sie sollten doch gleich Kloputzen, weil sie sich für ein Gerät in ihrem Fach stark machen.

    Ebenso albern ist es, vorzuschlagen , dass Eltern sich doch irgendwo beschweren könnten, weil Frau Nachkatze kein Anlautposter hat.

    Manches ist einfach so realitätsfremd, dass es auch nicht witzig oder gar sarkastisch wäre.

    Noch einmal: das sind wohl kaum ernsthafte Vorschläge gewesen. Ich lese diese Ausführungen als derartige Übertreibungen, dass sofort klar werden sollte, wie lächerlich der Ansatz ist, Lehrkräfte für solche (und eben auch andere beim Träger liegende) Aufgaben einzusetzen.

    Meine Thesen hierzu:

    1. Wir haben keinen Lehrermangel, nur eine starke Verschiebung der AZ in die nichtunterrichtlichen Bereiche ( Konferenzen, DB‘s, Projektwochen, schlechtgemachte Weiterbildungen, Aufzeichnungspflichten, Klassenfahrten, Kommissionen etc.)

    Tätigkeiten im außerunterrichtlichen Bereich gehören zu den Kernaufgaben von Lehrkräften und sind absolut nichts neues.

    2. Diese Verschiebung führt bei einem Verhältnis von 35-40% Unterricht / 65-60 nichtunterrichtliche Bereiche zu einer starken Belastung der KuK, da ja der eigentliche Unterricht auch noch vor- und nachbereitet werden muss, eben auch in der nichtunterrichtlichen Zeit.

    Diese Verteilung ist weit neben der Realität, wie man durch eine eigene Arbeitszeiterfassung leicht ermitteln könnte. Noch immer liegt der typische Tätigkeitsschwerpunkt klar im Bereich von Unterricht und unterrichtsnaher Lehrarbeit. Das lässt sich übrigens auch leicht aus der (m.W.n. bisher größten) Arbeitszeitstudie zur Lehrerarbeitszeit in NDS von 2015 herauslesen.

    3. Die AZE muss kommen, um dieses Missverhältnis offenzulegen, indem es für den Dienstherrn teuer wird, diese Aufblähung den KuK gleichsam „ nebenbei aufs Auge zu drücken“. Denn nichts anderes passiert, da der Dienstherr genau weiß, dass diese AZ eben nich gemessen wird. Insofern ist ihm egal, dass KuK neben dem Unterricht und der dazugehörigen -völlig legitimen-Vor-und Nachbereitung noch viele andere Dinge erledigen müssen, die natürlich als Belastungen wahrgenommen werden und eigentlich hinterfragt gehören.

    Ja, diese muss kommen. Sie wird aber lediglich transparenter machen, wie die Arbeitszeit aufgeteilt (und aufzuteilen!) ist.

    Der Dienstherr muss bei Einführung der AZE wissen, dass dieser letztgenannte nichtunterrichliche Bereich wie zusätzliche Konfenzen, DB‘s etc. ihn nun richtig Geld kosten wird, da er ja nun zur AZ zählt.

    Diese Tätigkeiten zählen auch jetzt bereits als Arbeitszeit.

    Die AZE wird individuell und anonymisiert erhoben. Zugriffe auf personenbezogene Angaben sind hierbei streng geregelt, da sie ja dem Gesundheitsschutz dienen soll und nicht als Druckmittel des Dienstherrn.

    Nein, die Arbeitszeiterfassung muss gerade personenbezogen und nicht anonym erfolgen. Nur so ist eine zielgenaue Steuerung und entsprechende Fürsorge möglich.

    Der Dienstherr dürfte sich in der Folge sehr wohl überlegen, ob ihm der basale, notwendige Unterricht weniger wichtig ist als die dritte DB zum schulinternen Fachcurriculum, wenn beides als AZ gilt und gleichrangig abgerechnet wird .

    Auch wenn das immer wieder gerne vorgebracht wird: diese Tätigkeiten stehen nicht in einem unauflösbaren Widerspruch zueinander. Und noch einmal: sie zählen auch jetzt bereits beider zur Arbeitszeit.

    Warum korrigierst du überhaupt um die Weihnachtszeit herum? Diese Zeit sollte eigentlich für andere (nämlich private) Tätigkeiten genutzt werden.

    Die Vorweihnachtszeit im Dezember liegt regelmäßig noch in oder nah an der "Vorabitur"-Zeit bei uns, sodass da eine gute Reihe Korrekturen notwendig sind. Auch in der Sek I werden in dem Zeitraum (und damit noch mit genug Abstand zum Halbjahreswechsel und den damit verbundenen Zeugnissen) Klausuren geschrieben. Ich glaube kaum, dass diese Phase bei euch an der Schule bewusst mit einem geringeren Arbeitszeitumfang gestaltet wird und dafür entsprechende Arbeitszeiten in den Januar oder geballt in den Herbst verlagert werden.

    In Nds. zahlt das Land die Lernmittelfreiheit bzw. die Eltern über die Ausleihgebühren. Da ist der Haushalt der Kommune nicht betroffen.

    Es gibt in NDS keine Lernmittelfreiheit. Das Land zahlt diesbezüglich gar nichts. Das dürfen schön die Eltern erledigen.


    Unabhängig davon Quittengelee : Ich lese die weiteren Ausführungen von Tom123 vor allem als Sarkasmus und nicht als ernstgemeinte Ratschläge. Daher gibt es auch keinen Grund, darauf schnippisch zu reagieren. Denn im Kern hat er mit einer Grundaussage Recht: es kann nicht sein, dass Landesbedienstete dafür einspringen müssen, dass die kommunalen Träger ihre Aufgabe nicht hinreichend erfüllen.

    Eben. In Baden-Württemberg scheint mir zum Beispiel extrem viel Geld zur freien Verfügung vorhanden zu sein, im Osten ist das definitiv nicht so.

    Ich meinte damit, dass sich bereits im selben Bundesland die Budgets von Schulträger zu Schulträger stark unterscheiden können. Dafür muss man nur einmal über die Landkreisgrenze schauen. Ob es darüber hinaus noch klare Trends zu unterschiedlicher Ausstattung von Schulen zwischen den Bundesländern gibt, weiß ich offen gestanden nicht hinreichend sicher. Dafür war ich in zu wenig verschiedenen Schulen der Bundesländer. Die eine aus BW, die ich mal kennenlernen durfte, war jedenfalls deutlich schlechter ausgestattet als die Schulen in unserer Gegend. Aber das sagt über die landesweite Verteilung natürlich erst einmal gar nichts aus.

    Oft ist das Problem auch hausgemacht, weil die Schulleitung nicht mitspielt. Ich kümmere mich als Fachobmann um mein Fach und gebe Mängel auch weiter und schreibe regelmäßig Anträge für Gerätschaften, die wir neu brauchen oder die defekt sind. In gut 10 Jahren hat der Träger durch diese Anträge bei uns ca. 100 000 € bewilligt, außerhalb des jährlichen Budgets (das ist für Großanschaffungen nämlich gar nicht gedacht). Das klappt, weil ich da Zeit investiere und weil unsere Schulleitung sich da hinter häng und gegenüber dem Träger auch deutlich auf eine ordentliche Ausstattung besteht.

    Ich habe aber auch schon andere Schulleitungen erlebt, die das nicht wollen, die entsprechenden Anträge nicht weiterleiten und die einem erklären, man müsse mit dem Auskommen, was man hat, weil sie gegenüber dem Träger nicht unbequem sein wollen.

    Aus Perspektive des Fachobmanns mag diese Wahrnehmung zutreffend beschrieben sein, ich möchte aber zumindest erwähnen, dass es für genau diese größeren notwendigen Anschaffungen bei den Schulträgern weitere Budgetposten für die einzelnen Schulen gibt, die nicht direkt durch die Schule eigenverantwortlich verwaltet werden, sondern genau über das von dir beschriebene Verfahren abgerufen werden.


    Ja, die SL muss sich dafür mit dem Träger ins Benehmen setzen. Aber es ist nicht so, dass sich der Träger nur durch eine "unbequeme" SL dazu hinreißen lässt, entsprechende Gelder zu bewilligen. Diese sind wie gesagt bereits im Haushaltsansatz eingestellt.


    PS: Ich will aber nicht ausschließen, dass das bei den einzelnen Schulträgern auch unterschiedlich gehandhabt wird. Daher relativiere ich mal vorsichtig wie folgt: Unser Schulträger hat unserer Schule über das selbst zu verwaltende Budget hinaus weitere Budgets zugedacht, die in Absprache mit dem Träger u.a. für größere Investitionen bei Material, IT-Ausstattung, Sportausrüstung und natürlich Bautätigkeiten zu nutzen sind. Alleine das Volumen für größere Materialanschaffungen liegt dabei noch einmal in der Größenordnung des eigenverantwortlich zu verwaltenden Budgets. Hier weiß ich aber, dass das bei unterschiedlichen Trägern unterschiedlich ausfallen kann.

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