Beiträge von Seph

    So ist es, aber wer Bedarf angemeldet hat bekommt die Information, ob die Anfrage erfolgreich war. Und für den jeweiligen formlosen "Antrag" werden ganz sicher auch Nachweise und Rechnungen benötigt, damit der Förderverein ordentlich abrechnen kann.

    Es geht ja nicht um das Stellen von Anträgen, sondern um die Offenlegung vorgenommener Förderprojekte und der Vereinsfinanzen. Das geht Externe halt einfach nichts an.

    Genaue Zahlen, die ganze Schule betreffend, werden ausschließlich in den Sitzungen des Vereins genannt und besprochen. On die Schulleitung die dann ans Kollegium weitergibt, kann sie m.W. selbst entscheiden, aber der Förderverein ist ja kein Geheimbund...

    Man muss keinen "Geheimbund" vorliegen haben, um Interna auch intern vertraulich zu belassen. Und nein, auch die Schulleitung darf nicht einfach Vereinsinterna nach außen tragen.

    Die genauen Zahlen (Einnahmen/Ausgaben….) möchte ich gar nicht weitergeben - Einzelne Posten find‘ ich jedoch tatsächlich sehr interessant, warum sollte man dies denn nicht sagen dürfen?

    Weil es schlicht nur die Mitglieder des Vereins etwas angeht, was mit den Vereinsgeldern im Rahmen des Zwecks laut Satzung passiert.

    Mit räumlich trennen meinte ich nicht unbedingt, dass sie im Klassenzimmer oder vor dem Lehrerzimmer oder so sitzen müssen. Eher so etwas wie jeder in eine andere Ecke des Pausenhofs.

    Genau so handhaben wir das bei notorischen Streithähnen auch und haben damit gute Erfahrungen gesammelt. Wir haben dabei aber auch das Glück, eine ganze Reihen räumlich getrennter Pausenbereiche vorhalten zu können.

    Letzteres spricht dafür, dass die Staatsregierung die Stunden allen Lehrkräften im Block auszahlen wird, entsprechend den jeweiligen Gehaltsstufen der Ansparjahre: das Arbeitszeitkonto war schließlich nicht rechtmäßig. Und wer will, kann ja dagegen klagen.

    Das kann man sogar noch etwas weiter ausbauen. In NDS wurde ja 2014 versucht, die Unterrichtsverpflichtung der Gymnasiallehrkräfte zu erhöhen, was dann 2015 für verfasssungswidrig erklärt wurde. Die damit verbundene Mehrarbeit konnte damals entweder abgebummelt oder ausgezahlt werden. Die Auszahlung orientierte sich dabei aber an der Mehrarbeitsvergütung, die letztlich spürbar niedriger ist als ein entsprechend prozentualer Anteil am Vollzeitgehalt. Im Kern hat das Land damit also dennoch gespart ;)

    Ich will noch zu bedenken geben, dass umzuziehen in Mietwohnungen „heutzutage“ nicht mehr so einfach ist, v.a. in kleine Wohnungen und zeitl. begrenzt. „Such dir was vor Ort“ ist unglaublich schwer geworden, vor allem, wenn man wenig verdient. Aber klar, das Pendeln ist völlig utopisch. Blöde Situation

    Das gilt für größere Städte. Dort wäre wiederum die ÖPNV-Anbindung weniger ein Problem oder das Seminar gar vor Ort. Vermutlich geht es hier aber eher um eine ländliche Schule. Dort findet man nicht selten auch heute noch günstigen Wohnraum.

    Sportverein mit Trainung unter der Woche und Turnier am Wochenende? Geht alles nicht, weil man ja nirgendwo dauernd zuhause ist.

    Geht schon. Ich habe in der Zeit in einem Verein am Schulstandort trainiert und dennoch beim Heimverein weiter gespielt. Zugegeben: da gab es noch ein Training am Freitag Abend, sodass der Anschluss gewährleistet blieb.

    Das richtig Blöde dabei: Man weiß gleich am ersten Tag schon, daß man an der Ausbildungsschule eh nicht übernommen werden wird, eben weil man viel zu weit weg wohnt und entsprechend demotiviert ist die Ausbildungsschule auch, bilden sie doch jemanden aus, den sie nachher eh nicht halten können.

    Abgesehen davon, was Humblebee dazu gerade schrieb, bilden Schulen in den seltensten Fällen gleich mit Blick darauf aus, die Leute auch wirklich zu behalten. Und auch andersherum ist es manchmal ganz gut, nach dem Referendariat noch einmal zu wechseln. Damit meine ich gar nicht, dass die Schule oder die Auszubildenden nicht zueinander passen, sondern dass sich letztere auch etwas freier im Beruf ausprobieren und eine eigene Linie entwickeln können, wenn klar ist, dass es später noch einmal einen Wechsel gibt. Für die Ausbildungssituation ist das insofern sogar eher zu begrüßen. Insbesondere sollte vermieden werden, das Referendariat an der eigenen früheren Schule zu absolvieren. Rollenkonflikte sind damit quasi vorprogrammiert...wenn auch nicht zwingend.

    Ich würde mir eine kleine Wohnung nehmen, in der mich mein Freund auch mal besuchen kommt, damit ich nicht dauernd fahren muss.

    So hatte ich das damals auch gemacht. Am Schulstandort hatte ich in Laufreichweite eine (eigentlich Ferien-)1-Zimmer-Wohnung für kleines Geld dauerhaft mieten können und bin am Wochenende halt dann immer gependelt. Das hatte nicht nur den Vorteil, sich in der Woche wirklich auf die Ausbildung konzentrieren zu können, sondern andersherum auch durch bewusste räumliche Distanz auch gedanklich Abstand zu schaffen und das Wochenende wirklich genießen zu können.

    Lilly93

    PS: Für die Fahrten zum Seminar kann man sich häufig mit anderen Anwärtern zusammentun und Fahrgemeinschaften bilden. Haben wir damals so gemacht und machen unsere Anwärter heute noch immer so.

    Ich finde nicht, dass beim akuten Lehrermangel durch wohnortferne Arbeitsstellen Nachwuchs abgeschreckt wird oder zum Umzug/ Fernpendelei genötigt wird.


    Alleine schon aus ökologischen Aspekten sollte ein wohnortnaher Einsatz/ Versetzung vorrangig ermöglicht werden.


    Vielleicht ändert sich irgendwann diese Bürokratie.

    Es ist ja nicht so, dass diese Zuweisungen völlig willkürlich wären. Hier wird durchaus versucht, auf die Ortswünsche der Anwärter Rücksicht zu nehmen. Dabei müssen aber am konkreten Seminarort auch die Ausbildungskapazitäten gegeben sein. Das scheitert manchmal schon daran, dass nicht an jedem Seminarstandort auch für alle Fächer Ausbilder vorhanden sind, da in einigen Fächern die Anzahl der Anwärter zu gering ist und diese dann gebündelt werden. Das steht und fällt auch mit den Kapazitäten der Ausbildungsschulen und mit der Anzahl von Mitbewerbern.

    Bei der Zuweisung erfolgt dann eine Berücksichtigung nach sozialen Gesichtspunkten. Dabei haben Bewerber mit eigener Familie nachvollziehbar Vorrang vor ledigen Bewerbern.

    Bei der Zuweisung der Seminarorte kann bereits aus dienstlichen Gründen kaum Rücksicht auf Wohnortnähe genommen werden. Ob man selbst dann lieber aufwendig pendelt oder doch - zumindest vorrübergehend - umzieht, muss man selbst entscheiden. Bei einer solchen Distanz würde ich vermutlich zumindest vor Ort eine kleine Ein- oder Zweiraumwohnung als Nebenwohnsitz für die Woche nehmen und am Wochenende halt "zu Hause" sein.

    Zitat von Lilly93

    Wie schätzt ihr diese Situation ein? Sind diese Pendelzeiten noch zumutbar?

    Für mich persönlich wären Pendelzeiten von 2,5 Stunden pro Strecke nicht annähernd tragbar und ich persönlich würde daher wie oben beschrieben verfahren. Aber das entscheidet man selbst. Der Begriff der (Un-)zumutbarkeit führt hier zu keinem Anspruch auf einen anderen Einsatzort.

    Sofern die Person nicht gerade ihren Spickzettel o.ä. darin liegen lässt, in der Regel schon.

    Auch eine weitgehende Übereinstimmung der Bearbeitungen mit den von Prüfern erarbeiteten Musterlösungen, die Übereinstimmung mit Bearbeitungen anderer Prüflinge oder ein für den betreffenden Prüfling völlig atypischer Sprachstil können bereits hinreichend sein, um über den Weg des Beweis der ersten Anscheins eine Täuschung nachzuweisen. Der Prüfling kann durch eigenen Vortrag diesen Beweis erschüttern, wenn er dadurch das atypische Geschehen ernsthaft für möglich erscheinen lässt. Die Standard-Antworten dazu "Ich habe auswendig gelernt" oder "X und ich haben halt gemeinsam gelernt" u.ä. reichen dafür i.d.R. gerade nicht aus.

    Das sieht übrigens auch das BVerwG so, zuletzt u.a. in diesem Urteil: BVerwG 6 B 67.17 vom 23.01.2018

    Das habe ich auch nie behauptet! Abgesehen davon ist es auch dann nicht in Ordnung, wenn es nicht alle trifft, sondern nur ein paar.

    Dazu hatte ich doch schon klar geschrieben, dass hier bei uns diejenigen Lehrkräfte, die in der Mittagspause Aufsicht haben, mit Sicherheit just an diesen Tagen keine 8 Unterrichtsstunden am Stück haben...und dementsprechend ihre Ruhepause an anderer Stelle abhalten. Ist das bei euch etwa anders? Dann wäre es wirklich an der Zeit, dagegen vorzugehen.

    Das bedeutet übrigens auch ganz klar, dass für alle Lehrkräfte die Mindestpausenzeit von 30min eingehalten werden kann. Insofern trifft es auch nicht nur ein paar, sondern niemanden.

    Natürlich haben wir eine Mittagspause, aber die Schüler müssen in dieser Zeit (leider von Lehrkräften) beaufsichtigt werden. ICH würde tatsächlich keinen solch langen Tag im Stundenplan inkl. Aufsicht akzeptieren, doch genügend weniger "rebellische" KuK tun es regelmäßig.

    Ja, aber doch bei weitem nicht von allen Lehrkräften! Wie gesagt: die wenigen, die bei uns in der Mittagspause Aufsicht führen, haben an dem Tag sicher nicht durchgängig 8 Stunden Unterricht.

    Ok: Frühaufsicht ab 7.15 Uhr, Unterricht ab 7.45 Uhr bis 14.30 Uhr (8. Stunde), danach Spätaufsicht am Bus bis 15 Uhr.

    Ok krass. Habt ihr ernsthaft keine Mittagspause? An den allgemeinbildenden Schulen, die ich so kenne, gibt es spätestens nach der 6. Stunde gegen 13:00 Uhr eine i.d.R. 45-minütige Mittagspause. Diese wird auch kaum mit Aufsichten bestückt und diejenigen, die Aufsicht haben, haben nicht vorher und hinterher ununterbrochen Unterricht.

    Aber ja, ohne Mittagspause bin ich vollkommen bei dir. Dann muss es mindestens für diejenigen, die durchgängig 8 Unterrichtsstunden haben, wenigstens 2x15 Minuten "echte" Pausen geben.

    PS: Genauer gesagt haben bei uns überhaupt nur im absoluten Ausnahmefall Lehrkräfte 8 Unterrichtsstunden an einem Tag. Diese Lehrkräfte haben dann definitiv keine Aufsichten an dem Tag.

    1. Auch auf die Gefahr hin, dass wir uns im Kreis drehen: Was sind das für "Leute, wie eingangs beschrieben"? Ich weiß über die Person nichts, außer dass eine Klasse sich beschwert hat.

    Der Startbeitrag hier gibt deutlich mehr her als nur "eine Klasse hat sich bei Lehrkraft x über Lehrkraft y beschwert". Wenn hier ein Bildungsgangleiter den Austausch zum Umgang mit einem Kollegen sucht und berichtet, dass dabei sehr hohe Fehlzeiten, das Nichteinhalten von Absprachen und zahlreiche Beschwerden damit verbunden sind und bereits erfolgte Gespräche bisher nichts brachten, dann glaube ich das der Person erst einmal. Die damit verbundene Frage nach Erfahrungsaustausch wurde dann hier auch von einigen aufgegriffen und von vergleichbaren Erfahrungen und dem Umgang damit berichtet.

    Warum du das so vehement relativieren und den im Ausgangsbeitrag beschriebenen abstrakten Fall umdeuten musst, ist mir schleierhaft. Die im Zusammenhang mit der Ausgangsbeschreibung hier diskutierten Maßnahmen passen dann eben auch nur zu "Härtefällen" und werden bei Kollegen nach deiner Lesart sicher nicht notwendig sein. Aber darum ging es hier schlicht nicht. Und wenn - wovon wir erst einmal ausgehen sollten - die Beobachtung des Bildungsgangsleiters stimmt:

    Zitat von fachinformatiker

    wir haben bei uns einen Kollegen, der entweder krank ist oder im Unterricht, vorbei an allen Absprachen und Lehrplänen, nicht die notwendigen Lehrinhalte vermittelt. Gespräche sind leider zwecklos, und die Schüler laden ihren Frust an mir als Klassenlehrer und Bildungsgangleiter ab.

    ...dann sind die Befindlichkeiten des betreffenden Kollegen sicher die kleinsten Sorgen, die dort gerade auftauchen. In einem solchen Fall muss eingegriffen werden und mit Blick auf die bisherigen Gespräche sicher nicht wieder nur durch das nächste Gespräch.

    Und da kommen wirklich so „einfache Dinge“ wie die Aufstellung eines formal korrekten Dienstplans unter Einhaltung der Mindestpausen- und Ruhezeiten drin vor?

    Ja, kommt es. Mir ist durchaus bewusst, dass sich das an Abendschulen noch einmal deutlicher als Problem stellt und kann natürlich nicht für alle Schulleitungen sprechen. An der typischen weiterführenden allgemeinbildenden Schule sind die 11 Stunden Mindestruhezeit zumindest kein Problem. Wir achten dabei auch darauf, dass Veranstaltungen wie Elternabende u.ä. früh genug beginnen um entsprechend früh enden zu können.

    Wir haben ja auch angestellte Kollegen und zumindest für die sind die Regelungen verbindlich. Also konkret: In der Pause braucht kein Schüler am Lehrerzimmer zu klopfen, weil dann hat der angeforderte Kollege keine Pause mehr, wenn er dem Schüler Rede und Antwort stehen muss.


    Das wäre hier tatsächlich so und die Hofpausen sind damit i.d.R. auch Pausen. Notwendig wäre das im Übrigen nicht zwangsläufig. Die Arbeit ist bei Arbeitszeiten von mehr als 6 bis 9 Stunden durch eine Ruhepause von mindestens 30 Minuten zu unterbrechen, was bei Schulbeginn gegen 08 Uhr bereits mit der Mittagspause vor einem - wenn überhaupt stattfindenden - Nachmittagsunterricht ausreichend wäre.

    Genau, das unterscheidet sich offensichtlich von anderen Bundesländern. Es gibt bei uns einfach oben drauf. Nicht wählbar.

    Wo nehmt ihr das denn in Bezug auf die Präsentationsprüfungen her? Im Eckpunktpapier für die Weiterentwicklung der gymnasialen Oberstufe ist lediglich die Einführung neuer Prüfungsformate wie Präsentationsprüfung und Besondere Lernleistung vermerkt, nicht jedoch die Pflicht für die Schüler, diese auch zu wählen. Mit Blick darauf, dass es ja insbesondere darum geht, die Oberstufen bundesweit aneinander anzugleichen, würde das auch übers Ziel hinausschießen.

    Unterricht entführen heißt, dass er möglicherweise versuchen wird, im Unterricht seine Version der Geschichte zu erzählen.

    Das wird zwangsläufig passieren, notfalls in den Pausen und ist nicht zu verhindern, letztlich aber völlig egal. Sollte es dazu noch irritierte Anfragen von Schülern geben, klärt man halt nochmal sachlich über die Konsequenzen des Einsatzes oder auch nur Versuch des Einsatzes von unerlaubten Hilfsmitteln in Klausuren auf und belässt es dann dabei. Z. selbst wird sich mit seiner "ungenügenden" Leistung zufrieden geben müssen und weiß mit Sicherheit am besten, dass diese auch gerechtfertigt ist.

    Dass das nach außen hin oft lautstark anders dargestellt wird, muss einen nicht sonderlich beeindrucken.

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