Eine einzige Prüfung oder ein einzelnes (unwichtiges) Fach ist natürlich irrelevant.
Aber falls jemand in allen Fächern / Prüfungen eine 4 erreicht, hat er bestanden und kann seinen Beruf ausüben.
Ich denke hier an den Schülertyp "ich mache in allen Fächern gerade nur so viel, dass ich bestehe, warum mehr investieren".
Ja natürlich. Es ging aber gar nicht um singuläre Prüfungen, sondern um die erkennbar falsche Verknüpfung von Anteilen erreichter Bewertungseinheiten in Prüfungen und der Quote der Beherrschung eines Berufs. Der falsche Schluss liegt hierin:
Zitat von misspoodle
Ich denke, dass ein Facharzt, der nur 50 % des Wissens hat, das er in seinem gesamten Fachgebiet haben sollte (nicht in einer einzelnen Prüfung während des Studiums) Patienten falsch behandelt und ihnen somit schadet.
Anhand der Tatsache, in Prüfungen nur im Mittel 50% der erreichten Rohpunkte zu erreichen, ist gerade nicht ablesbar, man habe nur 50% des Wissens.
Bereits im Schulsetting erfordert eine "ausreichende" Leistung i.d.R. die vollständige Lösung des AFB I (und damit die reproduktive Kenntnis allen erlernten Wissens in diesem Sachgebiet) in Verbindung mit etwas Anwendung auf nicht auswendig gelernte Sachverhalte.....oder bei leichten Lücken im Fachwissen eben mehr Anwendungsbezüge. An den Unis sind diese Maßstäbe noch deutlicher in schwierigere Bereiche verschoben.