In SH haben wir seit 10 Jahren oder so die Gemeinschaftsschule. Gibt sicher Vorteile und Nachteile, aber unter den Gesichtspunkten, dass das Land nur einen bestimmten Beitrag für Bildung ausgeben möchte, wir aber über Teilhabe, gerechte (oder gleich(un-)gerechte) Bildungschancen, die Rolle des Kindes in unserer Gesellschaft, Elternwille usw in unserem Land diskutieren müssen, dann ist die Gemeinschaftsschule eine folgerichtige Konsequenz daraus.
Letztlich wird es darauf hinauslaufen. Man muss sich vlt. auch mal klarmachen, dass das 3-gliedrige Schulsystem - insbesondere mit einer Trennung nach nur 4 Jahren - weltweit eher wenig verbreitet ist und ganz offenkundig nicht geeignet ist, Deutschland zu einer in Bildungsfragen führenden Nation zu machen. Die bisherigen Ansätze von Gesamtschulen werden (zurecht) im Moment kritisch beäugt, da sie bisher oftmals gerade nicht den Querschnitt der Jugendlichen beschulen. Hier in NDS sind Gesamtschulen relativ weit verbreitet und in einigen Fällen besser angewählt als die örtlichen Gymnasien. Mit einer entsprechenden Durchmischung der Schülerschaft lässt sich dann auch ganz anders arbeiten als wenn die Schulen lediglich "Resterampen" darstellen.