Ich wiederhole mich gern: Beamte und ihre großzügige Versorgung gibt es nicht, weil der Staat so nett ist.
Richtig, und weil der Staat nämlich in Wirklichkeit nicht nett ist, sondern ganz schön kalkulierend, stimmt auch das nicht:
[...] Beamte und ihre großzügige Versorgung [...]
Man kann davon leben, ja. Wenn das aber so großzügig wäre, dann wundert mich schon, dass so viele einen Bogen um das Lehramt machen. Besonders solche angehenden Studenten, die es eben auch zu mehr bringen könnten.
Begriffe wie Spaß, Selbstverwirklichung und ähnlicher neumodischer Firlefanz sind in dem System (das in seinen Geundzügen aus dem 19. Jahrhundert stammt und sich nicht wesentlich verändert hat) natürlich nicht vorgesehen.
Ja, und da sich der Beruf (bzw. das Amt....) ja mit diesen Dingen sehr schwer tut, muss die Besoldung das ein bisschen kompensieren.
Reicht in Naturwissenschaften und manchen anderen Fächern immer noch nicht, um das Amt attraktiv zu machen.
Dass an Deiner Schule einiges im Argen zu liegen scheint, was gute, effiziente und ressourcen- aka mitarbeiterschonende Organisation angeht, steht auf einem anderen Blatt.
Meine Schule mag ein Extrembeispiel sein. Dennoch glaube ich, dass selbstausbeuterische Tendenzen, Mangel an Blick für Dinge außerhalb des Kosmos "Schule", vorauseilender Arbeitsgehorsam, und die Arbeitsphilosophie "der Beruf muss Berufung sein, und wer das nicht so sieht, wird einfach durch Gruppenzwang mitgezogen" generell an den Schulen verbreitet sind.