Beiträge von Firelilly

    Nur diejenigen mit Vorerkrankungen sind eher gefährdet. Jemand, der absolut gesund ist, hat gar nichts zu befürchten. Das wollen die meisten aber nicht verstehen.

    Das glaubst du doch wohl selber nicht, dass es keine tödlichen Verläufe bei kerngesunden Menschen im besten Alter ohne Vorerkrankungen gibt?

    Das ist so ein naiver Glaube wie, wenn man sagt, Krebs bekommen nur Menschen, die sich falsch ernähren, Rauchen oder Alkohol trinken.

    Selbstverständlich ist die Überlebenswahrscheinlichkeit deutlich höher, aber es gibt bei Corvid-19 immer noch ein Risiko zu sterben, auch, wenn man perfekt gesund war! Und davon wird es noch einige geben, so lax, wie Deutschland damit umgeht!

    https://www.dw.com/de/whistleblow…rben/a-52287707

    https://www.tt.com/artikel/307188…china-gestorben

    Ich werde soweit wie möglich Normalität wahren, und wenn mich ein Kind umarmt, dann bekommt es seine tägliche Ration Kopftätscheln, auch wie immer. Ich finde es wichtig, die Kinder zwar auf Hygieneregeln aufmerksam zu machen, sie aber nicht in Panik zu versetzen.

    Mal abgesehen davon, dass ich generell derartigen Körperkontakt (auch an Grundschulen) zwischen Lehrkraft und SuS als unpassend empfinde, wäre gerade in der momentanen Lage angmessen den SuS zu vermitteln, dass sie Körperkontakt meiden sollen.

    Es bringt absolut gar nichts den SuS das Händewaschen beizubringen, wenn sie im nächsten Moment die Köpfe zusammenstecken oder auch noch die Lehrkraft umarmen. Man kann sich sogar sicher sein, dass der Übertragungsweg durch derartige Nähe um Potenzen schlimmer ist, als kontaminierte Flächen anzufassen.

    Aber eine "Fortbildung" für die Schule, die unglaublich viel nicht angerechnete Zeit kostet und ich dann noch Geld mitbringen muss, geht gar nicht.

    Dasselbe gilt für diese netten für die Schule notwendigen Zusatzaufgaben, die nicht angemessen honoriert werden.

    Die Schulleitung muss schon wissen, wieviel eine Aufgabe Wert ist.

    Das Problem ist, dass ein Großteil der Lehrerschaft nicht so vernünftig denkt. Die machen das trotzdem. Und nur aus diesem Grund wird es nicht bezahlt und nicht angemessen honoriert.

    Generell im Lehrerberuf ist es so, da arbeiten ganz Viele unentgeldliche Zusatzarbeit, das wird Standard, und auf einmal ist es etabliert. Der Dienstherr lacht sich ins Fäustchen, weil die KuK dann gegenseitig Druck aufeinander ausüben, wenn doch mal jemand nach angemessener Bezahlung oder Zeitausgleich fragt.

    Die Schweiz reagiert vorbildlich. Auch Japan und Italien. In Deutschland halte ich das Vorgehen für zu lax. Karneval stattfinden zu lassen war wohl eher suboptimal. Es geht jetzt um eine vielleicht noch mögliche Eindämmung und dazu gehört die Absage von Großveranstaltungen und auch das Schließen von Schulen usw. als Brutstätte von Viren. Ich halte es für unverantwortlich mit Abwarten zu reagieren.

    Jepp, und die Konsequenzen tragen dürfen dann wieder die Lehrer (und Schüler), die sich und ihre älteren, vielleicht vorgeschädigten, Verwandten anstecken. Bei uns werden wie gesagt noch fleißig Schulfeste geplant vor den Osterferien.

    Vor ein paar Tagen, als ich den Thread eröffnet habe, haben ein paar die Thematik belächelt und abgekanzelt, das ändert sich und wird sich vielleicht weiter ändern.

    Solche Leute realisieren es vielleicht erst, wenn sie sich in der Schule angesteckt haben, selber vielleicht wenig Symptome hatten und es ihnen dann schlagartig bewusst wird, was eigentlich passiert ist, wenn ihre alte Mutter an Corvid-19 verstirbt, bei der sie zuvor zum Kaffee eingeladen waren.

    ...großveranstaltungen sollte man meiden, aber in die schule soll man gehen. juchhe. ich finde das gegenüber mitarbeitern, die teil einer risikogruppe sind (älter, vorerkrankung...), eigentlich nicht zumutbar. zumal unsere schülerInnen aus den skiferien zurückkommen, da waren mit sicherheit ein paar viele in norditalien.

    Endlich mal jemand, der das auch so sieht. Für mich ist das Fahrlässigkeit von Seiten des Dienstherren.

    veranstaltungen ab 1000 personen - haha. wir haben fast soviele schüler plus lehrer. ehrlich gesagt liest sich alles aus fachkreisen für mich, als ob man am besten die schulen und überhaupt alle kinderbetreuungseinrichtungen, fitnesssstudios, kinos, kneipen etc. für zwei wochen oder so schließen sollte. wenn möglichst viele daheim bleiben (da inkubationszeit 14 tage und bei 80% der fälle symptome geringer als bei gewöhnlicher erkältung, also sehr viele draußen unterwegs), können sich weniger anstecken bzw. die ansteckungen passieren nacheinander, sodass das gesundheitssystem nicht komplett überlastet wird und ressourcen (betten, schutzausrüstung, medizinisches gesundes personal) für die schweren corona-fälle (und die üblichen anderen schweren erkrankungen wie krebs, herzinfarkt, blinddarm-op, was weiß ich) erhalten bleiben. dann sterben weniger.

    wollsocken, wieviele fälle habt ihr denn in der stadt? gestern sagte ein virologe im br, ab 200 fällen an einem fleck (region, stadt) sei es sinnvoll, öffentliches leben massiv runterzufahren.

    Ja das wäre natürlich sinnvoll. Mit Sicherheit wird man aber in Deutschland lieber mehr Tote in Kauf nehmen als, dass Unterricht durch Schließung von Schulen ausfällt. Bei uns planen sie z.B. fleißig Großveranstaltungen wie Schulfeste.

    Muss man eigentlich remonstrieren, oder hat man auch so ein Recht auf volle Kostenübernahme von Behandlungen, Folgeerscheinungen, wenn man sich nachweislich am Arbeitsplatz durch solche Veranstaltungen angesteckt hat? Sprich, wenn der Dienstherr nicht rechtzeitig genug für Schließung gesorgt hat?

    Als Lehrer wird man doch auch für alles verantwortlich gemacht, wenn man fahrlässig handelt.

    st jetzt auch schon über 1 Jahr her, aber wir hatten eine Seminarsitzung und es sollten irgendwie Plakate erstellt und präsentiert werden. Da die räumliche Situation aufgrund äußerer Faktoren bescheiden war, bat ich eine Mitreferendarin Bilder davon zu machen und in die Gruppe zu stellen, was sie auch tat. Natürlich denkt man dann: "Ach, das schreibe ich mir später noch ab."

    Ich habe im Seminar immer gedacht "natürlich schreibe ich den Kram nicht auf, das ist die Tinte und das Papier nicht wert"

    Bei uns hat die Schulleitung einfach ihre Spitzel und Wasserträger im Kollegium, die Gespräche usw. an die Schulleitung weiterleiten.

    Damit identifizieren sie vermeintliche "Querulanten" und Leute, die nicht nach der Pfeife der Schulleitung tanzen.

    Das ist mit Sicherheit in einem Großteil der Kollegien so.

    Bei den Treffen der Schulleitungsmitglieder wird dieses Wissen dann ausgetauscht und entsprechende (nicht wirklich verschriftlichte) Listen geführt nach dem Motto "XY müssen wir im Auge behalten".

    Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen, die Mortalität ist nicht gering und es sterben beleibe nicht nur Vorerkrankte oder alte Menschen.

    Es gibt immer wieder Verläufe, auch bei kerngesunden Menschen im besten Alter, die trotz erfolgter Intensivmedizin tötlich verlaufen.

    Es ist vollkommen richtig, dass massive Maßnahmen ergriffen werden.

    Wenn es ein Pflichtvortrag wäre, hätte ich den mit einer Vier bewertet.

    Ich bin nicht vom Fach, aber wie kommt man da überhaupt auf eine Vier? Das klingt für mich ganz klar nach mangelhafter Leistung:

    Sie hat diesen Vortrag zusammengestammelt, da sie Vokabeln aus dem Internet verwendet und diese weder vorlesen noch aussprechen noch übersetzen konnte

    Ich musste mehrfach den Vortrag unterbrechen, weil selbst ich nichts verstanden habe und sie mehrfach auffordern, es noch mal sagen. Schließlich habe ich selbst ihre Sätze vorgelesen und übersetzt.

    Informatik Lehrer sind keine Informatiker und schon gar keine Informatik Fachkräfte. Wie kommst du darauf? Das hat nichts mit "etwas drauf haben" zu tun sondern mit persönlichem Interesse. Wer Informatik Lehrer werden will, kümmert sich im Studium in der Regel nicht um wirtschaftlich verwertbare Skills und sammelt auch nicht mach dem Studium jahrelang Berufserfahrung um zur Fachkraft zu werden.

    Ich bezweilfe aber, dass sich unter den Bedingungen im Lehrerberuf so viele für das Lehramtsstudium Informatik entscheiden. Ich glaube Mikael hat schon recht, dass die Schule einfach zu unattraktiv ist.

    Und wenn man bedenkt, wie oft Informatiklehrer von Schulleitungen missbraucht werden quasi unentgeldlich die Computer zu warten. Bei uns machen die entsprechenden, computeraffinen Kollegen zig unbezahlte Überstunden jede Woche um die Rechner am laufen zu halten.

    Die Todesrate ist ganz schön hoch auch bei jungen Menschen, unterschätzt das nicht! Es sind bereits einige junge Menschen und solche in mittlerem Alter (darunter auch viele kerngesunde, d.h. ohne Vorerkrankungen) gestorben.

    "Gerade einmal 2 % sterben...." Spiel mal russisch Roulette mit 2 Kugeln in einer 100 Kugel Trommel (die es so natürlich nicht gibt). Traust du dich das? Dir eine Pistole an den Kopf zu halten und in 2 von 100 Fällen schießt du dir den Kopf weg?

    Genau dieses "Spiel" spielst du, wenn du jemandem die Hand schüttelst und dich infizierst!

    Ich habe also vor allem und mit Wiederholung darauf verwiesen, dass gerade mal 2% der Infizierten sterben, also fast alle (98%) wieder gesund werden und überleben und dass man sich ansonsten schützen solle wie z.B. auch vor einer Grippe, an der alljährlich viel mehr Menschen sterben als jetzt am Corona-Virus (zumindest bisher).

    Eine Vielzahl von SchülerInnen kleidet sich inzwischen wie die Komparsen in Gangsterrapvideos. Teilweise derartig übertrieben, dass es so aussieht, als hätten wir einen entsprechenden Tag in der Mottowoche ...

    Ich bin gerade auf der Suche nach einer guten Möglichkeit, meinen SchülerInnen einmal aufzuzeigen, welche Außenwirkung ihr Kleidungsstil in der Gesellschaft hat, denn viele von ihnen werden sich in nicht mehr ganz einem Jahr auf Ausbildungsplätze bewerben.

    Das ist zum Glück bei uns nicht so dramatisch. Wir haben (inklusive mir) allerdings auch viele Vorbilder, die sich durchaus körperbetont kleiden, aber stilvoll.

    Wenn Schülerinnen doch mal deneben greifen, kann man denen unter vier Augen schonmal sagen, dass es billig aussieht. Dann noch ein paar Tipps zur Verbesserung. So eine authentische Rückmeldung nehmen die von mir eigentlich durchaus an.

    An meiner Schule ging es damals nur darum, das Kerncurriculum abzuarbeiten...

    Ich fand Schule damals deutlich besser als heute. Wir haben in fünfstündigen Leistungskursen fachlich sehr viel gelernt und das Tempo war recht hoch. Damals hat man auch nicht jedes Kind ans Gymnasium gelassen. Außerdem lag der Schwerpunkt tatsächlich auf dem Unterricht, was ich damals sehr schön fand. Auch die Studienfahrt war eine wirkliche Studienfahrt zur Weiterbildung. Heute gibt es tausend Zusatztermine wie Schulfeste, Präventionsveranstaltungen in diverser Ausprägung, die "Studien"fahrten sind primär Urlaubsreisen zur Kinderbespaßung, soziale Tage und noch unzählige andere Neuerungen, die anscheinend alle wichtiger sind als Unterricht. Das hätte mich damals genauso aufgeregt, wie heute aus Lehrersicht. Aber ich gehörte damals auch zu denen, die neugierig waren auf neues Wissen.

    Wenn das Kind nicht öfter solche "Aktionen" macht, dann würde ich die Arbeit auch nicht so stark gewichten. Der Fall hört sich so an als ob das Kind tatsächlich krank war, da es vorher und nachher lange gefehlt hat. So verfahre ich in der Mittelstufe.

    Bei uns am Gymnasium muss das immer außerhalb der Unterrichtszeit sein und es muss j e d e s Mal eine neue Schulaufgabe sein. Man muss dabei auch mal an den Mehraufwand für die Lehrer denken...! Am tollsten finde ich immer, wenn ein Kind nur am Tag der Schulaufgabe fehlt, am Tag davor und danach aber gut gelaunt mit rosigen Wangen im Unterricht sitzt. Da könnte ich platzen!!!

    Solche Schüler wie von Lehrerin2007 beschrieben bekommen von mir eine derbe arschige Nachschreibeklausur.

    Seitdem ich außerdem jede Nachklausur in der Oberstufe generell schwieriger (auch bei "normalen" Kranken) mache als die erste Klausur (und das auch so ankündige, weil ja "die guten Aufgaben schon weg sind"), schwupps, gibt es deutlich weniger Nachschreiber.

    wenn dich das am Ende die Verbeamtung kostet, dann ist das so! Das ist kein Weltuntergang. Du schreibst, dass du fast 30 bist. In diesem Alter sollte man das eigentlich wissen. Wenn dir der Job spaß macht, dann macht der auch als Angestellter spaß!

    Die Verbeamtung war für mich einer der tragenden Gründe für den Lehrerberuf. Wenn ich einen Job möchte, der mir Spaß macht, dann würde ich sicher nicht so einen ungesunden, stressigen Job ohne Selbstverwirklichung wählen, sondern so etwas wie Modedesignerin oder in der Grundlagenforschung an Themen, die spannend und herausfordernd sind, arbeiten. Deshalb lege ich eben auch sehr viel wert auf Arbeitsbedingungen und Bezahlung. Wenn die stimmen, dann kann man den Job durchaus machen. Leider sind die Bedinungen gerade in SLH sehr schlecht, wodurch die ganze Saceh sehr grenzwertig wird.

    Ich würde mir also an deiner Stelle sehr gut überlegen, ob ich das ohne Verbeamtung machen würde. Das Beamtentum inkl. Pension ist einer der wenigen Gründe, warum der Beruf finanziell nicht komplett abfällt gegenüber anderen akademischen Berufen. Allerdings erkauft man sich damit, dass der Dienstherr machen kann mit einem, was er will. (Und das macht er)

    Mein persönlicher Rat: Ohne Verbeamtung würde ich mich umorientieren!

    Das ist bei leistungsstarken Klassen auch sinnvoll und praktikabel. Wenn ich an meine sus denke, stellt mich das vor riesen Probleme. Bei den meisten bin ich froh, wenn sie nach einem Halbjahr mittlerweile wissen, wo der Raum ist und welches Fach sie gerade haben. "Kreative" einstiege scheitern meistens daran, dass die SuS im Grunde null Transfer beherrschen. Man muss sie schon mit Gewalt mit der Nase auf thematische Zusammenhänge stoßen, damit sie sie überhaupt bemerken. Und wenn man sowas vorsagen muss, kann man sich das im Grunde fast schenken. Wenn ich einen stumpfen Rückblick machen lasse, bin ich schon froh, wenn sich mehr als die Hälfte erinnert. Manchmal erzählen sie auch, was sie in Bio gemacht haben, weil selbst im zweiten Halbjahr manche noch nicht wissen, welches Fach sie bei welchem lehrer haben. Und Bio haben sie bei mir definitiv nicht gemacht :autsch:

    Und wenn bei einem stumpfen Rückblick dann die andere Hälfte "ach ja stimmt, jetzt erinnere ich mich" ruft, dann habe ich mein bescheidenes Ziel erreicht.

    Mal ganz ehrlich, wird man da nicht selber stumpf im Kopf? Wie kann man das da ertragen zu unterrichten. Frag man sich da nicht, warum man studiert hat? So, wie du die Leistungsfähigkeit deiner SuS beschreibst, benötigt man ja nahezu Null Fachwissen, sondern sollte eher Pädagogik pur studieren und seinen Master in Geduld machen. Mich stört es allein schon am Gymnasium, wenn ich denke, dass da so viele einfach am falschen Ort sind. Immerhin gibts da aber immer wieder mal interessierte und intelligente SuS, die tatsächlich wissbegierig sind.

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