Beiträge von WillG

    Wann hat dein Chef dir das letztes Mal gesagt, was Du machen sollst?

    Ständig. Wenn ich den oberen Dienstherrn meine. Nennt sich Lehrplan, der bei (gefühlt ständigen) Änderungen dazu führt, dass ich mich in neue Themen einarbeiten muss. In Englisch sind das schnell mal Themen, die ich nicht studiert habe, wenn es um Globalisierung, Stammzellenforschung, Artificial Intelligence, Climate Change etc. geht.
    Jetzt gibt es in Bayern auch Pflichtlektüren für die Oberstufe, was wohl in anderen BLs schon länger Usus ist. Die müssen auch erstmal (wieder-)gelesen werden.

    Der Dienstherr möchte es "both ways": Er möchte immer wieder neue Vorgaben machen, im Gymnasialbereich vor allem im Kontext des gemeinsamen Aufgabenpools fürs Landesabitur der Bundesländer", aber diese dürfen keine Arbeitszeit kosten. Im Grunde ist das eine Variante der Diskussion, die wir beide hier ausführlichst geführt hatten: Wer trägt die Verantwortung für die Arbeitszeit der Lehrkräfte?

    Schön ja. Aber eine Uhr lesen, sollten die Kinder schon noch können.

    Wenn ich in der fünften Klasse die Uhrzeit auf Englisch einführe, scheitern regelmäßig Schüler am Arbeitsblatt daran, dass sie die Uhrzeiten von analogen Uhren (also mit Ziffernblatt und Zeiger) ablesen und dann auf Englisch hinschreiben sollen. Sie können die analoge Uhr nicht lesen. Mit digitalen Uhren geht es dann, aber erstens müssen sie es ja irgendwie lernen, und zweitens ist "a quarter past" und "a quarter to" und "half" so viel visuell eingängiger an analogen Uhren.

    Auch in Oberstufenklassen gibt es immer mindestens einen Schüler, der mich bittet, auf eine digitale Uhranzeige umzuwechseln, wenn ich während Klausuren die Zeit in digitaler Anzeige zeige. Muss jetzt kein Argument für so einen Countdown sein, vielleicht muss man gerade dann eine Notwendigkeit schaffen, das endlich zu lernen, aber "sollen die Kinder schon noch können" ist nach meiner anekdotischen Evidenz ein höherer Anspruch als man meinen mag.

    Wenn Lehrkraft Y mit 3 Kindern deutlich mehr bekommt als der SL ohne Kinder, kann man das alles mit dem Alimentationsprinzip begründen.

    Es ist halt einfach so, dass diese Vergleiche und das Gegenrechnen immer auf (empfundene) Ungerechtigkeiten herauslaufen wird. Ich persönlich empfinde es als ungerecht, dass ich in Bayern mit meiner Regelbeförderung auf A14 ohne konkrete Aufgabe gleich besoldet werde wie in anderen Bundelsändern Schulleiter von (kleinen) Grundschulen.

    Das fängt damit an, dass es sehr individuell ist. Eine Kollegin verliert sich regelmäßig darin, irgendwelche Sachen für die Unterricht zu basteln, Materialien vorzubereiten etc.. Das ist nett und schön, aber muss nicht sein.
    Ich arbeite digital. Kollegen, die analog arbeiten sind tendenziell langsamer.
    Kollege A benötigt für die gleiche Klausur 50% mehr Zeit als Kollege B.
    Lehrkraft C schreibt immer sehr schöne Zeugnisbemerkungen. Das kostet aber auch Zeit.
    Lehrkraft D besucht gerne Fortbildungen. Lehrkraft nur das nötigste.
    Solange wir als Lehrkräfte unsere Arbeit relativ frei einteilen können - was toll ist - ist auch mit der Arbeitszeiterfassung schwierig. Ich kann eine Stunde in Sachunterricht innerhalb von 15 min vorbereiten oder eine Feuerwerk machen und auf die Vorbereitung 2h verwenden. Eine nette Kollegin von mir führt immer lange Elterngespräche. Wenn ich dabei bin, empfinde ich es als tierisch anstrengend. Ich mache die Gespräche eher kurz und knackig. Aber soll man ihr nun sagen, dass sie schneller sein soll? Bekommt sie es angerechnet, wenn sie zwischendurch noch etwas Smalltalk macht?

    Und wenn ich auf dem Sofa sitze und Fußball sehe und nebenbei die Arbeiten korrigieren. Arbeitszeit zu 100%?

    Das Argument kommt ja immer wieder aber ich sehe den Unterschied zu anderen Jobs mit genauer Zeiterfassung nicht so, vor allem Jobs im Öffentlichen Dienst. Als ich vor Jahren in die Behörde abgeordnet war, habe ich alle diese Fälle analog beobachten können. Der eine bastelt sich schnell für eine Abrechnung eine Exceltabelle, der andere staubt erstmal den Taschenrechner ab. Der eine führt lange Telefonate mit Smalltalk, der andere ist kurz angebunden. Sachbearbeiter kommen wegen einer Bagatelle ins Büro und gehen manchmal (ohne Übertreibung) über eine halbe Stunde nicht mehr, weil sie Smalltalk machen. Als Lehrer, der es gewohnt ist, schnell zu arbeiten, weil er dann schneller Feierabend haben kann, hat mich das regelrecht gestresst.
    Ich will damit sagen: Ja, solche Unterschiede gibt es, aber eben nicht nur im Lehrerberuf, sondern eben auch in Berufen mit genauer Zeiterfassung. Ich weiß nicht, warum das bei uns dann nicht gehen soll.

    Das mit dem Korrigieren beim Fernsehen kann ich persönlich nicht, da könnte ich nicht ordentlich korrigieren, aber ich weiß dass Sachbearbeiter auch gern mal Radio gehört haben beim Arbeiten oder Live Streams auf dem Rechner laufen hatten.


    Es gibt andere Beispiele, wo die Trennung schwerer, aber doch möglich ist. Wenn ich als Deutschlehrer ein Buch lese, ist das dann Arbeitszeit oder Privatvergnügen. Mein Verständnis wäre, dass es solange Privatvergügen ist, bis ich entscheide, dass ich das Buch doch in der 10. Klasse als Lektüre lesen könnte und dann immer auch den Unterricht beim Lesen mitdenken. Wenn ich ein Buch explizit lese, um es als mögliche Lektüre zu prüfen, ist das natürlich Arbeitszeit. Sagt ja keiner, dass Arbeit nicht auch Spaß machen kann und wenn ich das Buch ohne diese dienstliche Zielsetzung nicht in die Hand genommen hätte, ist es natürlich Arbeitszeit. Gleichzeitig gilt, dass es ab dem Moment keine Arbeitszeit mehr ist, in dem ich entscheide, dass es als Lektüre ungeeignet ist und ich es nur zum Spaß weiterlese.
    So ähnlich ist es ja auch, wenn ich Werbungskosten korrket (!) steuerlich geltend mache. Da sind meines Wissens auch für mich als Deutschlehrer Bücher nur dann absetzungsfähig, wenn ich sie konkret für den Unterricht brauche oder sie klar zur konkreten (!) Fortbildung dienen. Ein einfaches "Alle reden über Leif Randt, den sollte ich als Germanist mal gelesen haben" dürfte da nicht funktionieren - auch wenn das so genau selten jemand trennt (oder nachprüft).

    Desweiteren übersiehst du, dass Kindergeld noch oben drauf kommt und die A13 Nettobesoldung, plus Familienzuschläge, um insgesamt etwa 2500-3000€, je nach Wohnort und Steuerklasse, ggü. einem Kinderlosen erhöht. Das ergibt eine ca. 80% höhere Besoldung bei gleichem Amt und Tätigkeit, was mit nichts zu rechtfertigen ist.

    Ich werde es nie verstehen, warum man ein Problem damit hat, wenn eine andere Gruppe etwas erhält, was nicht auf meine Kosten geht. Ob das jetzt A13 für alle ist oder Kinderzuschläge, es betrifft mich doch nicht. Ich ärgere mich natürlich, dass sich Bayern wegduckt, aber deswegen missgönne ich doch anderen die Anpassung nicht, egal ob mit oder ohne Kinder.

    Und ja, natürlich weiß ich, dass das Geld, das Beamte mit Kindern bekommen, im Gesamthaushalt schon irgendwie auch Auswirkungen auf mich hat, aber ihr wisst schon, was ich meine.

    Interessant, dass es in den anderen Schulformen vermutlich wieder möglich ist, dass man kurz vor der Pension noch schnell befördert wird.

    Zumindest auf dem Papier basiert eine Beförderung auf Basis der "Bestenauslese". Das Alter ist da (eigentlich) ein sachfremdes Kriterium. Gleichwohl ist es sicher nicht übertriebene Verschwörungstheorie anzunehmen, das übergeordnete Dienststellen alles tun werden, um eine Beförderung ab 60 möglichst zu verhindern.
    Ich persönlich kenne allerdings zwei Fälle, die mit Ende 50 noch schnell in die Schulleitung gesprungen sind. Aber ja, die Regel dürfte es nicht sein. Auch am Gymnasium dürfte es sich in den Altersklassen (mehr oder weniger) kurz vor der Pension eher um Schulleitungsfunktionen handeln. Das wäre zumindest meine Vermutung, vielleicht liege ich aber auch falsch.

    OT: Eine Kollegin von mir hat von BY nach BW gewechselt und ihr A13 verloren. Wird ihre Pension dann komplett nach A12 berechnet, auch wenn sie in BY bestimmt 10 Jahre oder länger auf A13 war?

    Ich habe auch eine Kollegin im Bekanntenkreis, die in Zeiten von Corona die Schule verlassen hat und von A14 (Schulleitung) auf A12 "fiel." Normale GS-Lehrerin nun. Sie ist gegangen, weil sie von Coronaleugnern massiv bedroht wurde. Das gibt es auch nur bei Lehrkräften, dass man sich nach unten bewegt. Oder?

    Interessante Einzelfälle. Meine Vermutung wäre, dass sich die Pension tatsächlich in beiden Fällen aus A12 berechnet, ja.

    Es war vereinfacht ausgedrückt, aber es stimmt grundsätzlich schon - außer es gibt Unterschiede nach Bundesland, die ich nicht kenne.
    Welcher Prozentsatz für die Pension angelegt wird, hängt davon ab, wie viele Jahre man im Dienst war und ob man TZ gearbeitet hat. Bei 40 Jahren in Vollzeit kommt man auf etwas über 70%. Das ist der Teil, bei dem Teilzeitkräfte echt deutlich schlechter abschneiden können.

    Die Grundlage, von der dann der entsprechende Prozentsatz genommen wird, richtet sich aber nach dem letzten Gehalt (mit einer 2-Jahres-Frist, bevor es "pensionswirksam" ist). D.h., wenn nach langen Jahren in Teilzeit nur auf etwas über 50% oder so kommst, du aber mit Anfang 60 noch schnell auf A14 oder A14Z befördert wirst, dann bekommst du zwar immer noch nur etwas über 50%, aber eben von A14 oder A14Z.

    Auch verkürzt und, wie gesagt, vielleicht haben andere Bundesländer andere Regelungen

    Nirgendwo sonst bemisst sich ...

    Als Beamter bin ich persönlich mit Kritik am Alimentationssystem, die mit "Nirgendwo sonst..." beginnt, schon eher vorsichtig.
    Nirgendwo sonst bemisst sich die Höhe des Ruhestand"gehalts" am letzten "Gehalt".
    Nirgendwo sonst bekommt man (bei VZ über das gesamte Berufsleben) über 70% dieses letzten "Gehalt".

    Und auch: Nirgendwo sonst ist man so vor Krisen etc. geschützt.
    Uns, auch uns kinderlosen, geht es mit "nirgendwo sonst" verdammt gut, da kann ich gut damit leben, dass die Familien von Beamten mit Kinder "nirgendwo sonst" so gut gestellt wären.

    mir ging es hier im Thread nur um die unverschämte Aussage, dass man als Schulleiter nur entlasten wolle. Dann würde es schon gehen.

    Wenn du das bei mir herausgelesen hast, habe ich mich entweder missverständlich ausgedrückt oder du hast mich missverstanden. Wahrscheinlich beides ein bisschen. Du gehst nicht konkret auf den Stundenplan ein, aber zur Sicherheit: Ich hatte die Komplexität des Stundenplans schon in #284 anerkannt, bevor ich überhaupt in die richtige Diskussion eingestiegen bin.
    Die Äußerungen, an denen ich mich gestört hatte, habe ich oben schon mal zusammengetragen, das wiederhole ich jetzt nicht. Grob zusammengefasst waren es die Äußerungen, die nach "Mehrarbeit gehört halt dazu" und "Ein freier Tag, mehr gibt der Deal nicht her" gehen. Ich habe immer betont, das es um das Gesamtpaket geht und eben darum, dann an anderer Stelle, also Abseits vom Stundenplan, möglichst viel Ausgleich zu schaffen. In diese Richtung gab es ja zuletzt auch ein wenig Annäherung und es ist eigentlich gar nichts anderes als das, was du hier schreibst:

    Das man Teilzeitkräfte (aber auch Vollzeitkräfte) so weit möglich entlastet (ohne sich ein schlechtes Gewissen einreden zu lassen, weil es vielleicht nicht reicht) ist eine andere Sache.

    Deswegen bin ich ehrlich verblüfft, das du dich so ärgerst. Das war nicht meine Absicht, vor allem, da ich das Gefühl habe, das wir genau das gleiche meinen.

    Ich lade dich aber recht herzlich an meine Schule ein, damit wir uns das Entlastungspotential weiter anschauen können. (Ernst gemeint.)

    Ich glaube dir, das du das ernst meinst. Aber das wäre natürlich wenig zielführend. Ich bin mir sicher, es gibt ungenutztes Potential, einfach weil ich glaube, dass es dieses Potential in jedem System gibt. Ohne Ausnahme. Das ist damit auch keine Kritik daran, wie du deine Schule und dein Personal führst. Aber das erkennt natürlich jemand nicht, der von einer völlig anderen Schulart aus einem völlig anderem Bundesland kommt und weder die Abläufe noch die Vorgaben etc. kennt, nicht. Dafür hast du vermutlich ein Schulleitungsteam, einen Personalrat (bzw. bei euch ja Lehrerrat), vielleicht eine Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, vielleicht sowas wie eine "Steuergruppe Schulentwicklung" oder ähnliches. Die sind dafür besser geeignet. Und eigentlich vermute ich stark, dass du sowieso mit diesen Personenkreisen im ständigen Dialog bist.


    Eine Einschränkung zu dem eben formulierten Gedanken. Manchmal ist natürlich Input von ganz außerhalb des Systems enorm zielführend. Ich kenne einen Schulleiter, der sich dreimal im Jahr mit einem Manager der Commerzbank trifft und Prozesse und Abläufe und auch zum Teil Einzelentscheidungen durchspricht. Er sagt, ganz häufig sind die Ideen und Tipps des Managers haaresträubend, weil einfach pädagogische Überlegungen völlig missachtet werden und Menschen in der freien Wirtschaft keine Vorstellung von den Sachzwängen des öffentlichen Diensts haben. Aber manchmal ist eine Perle dabei, die scheinbare Selbstverständlichkeiten völlig hinterfragen und aus ganz anderer Perspektive betrachten. Das kann ich mir gut vorstellen. Es sollte dann aber wohl jemand völlig außerhalb des Systems Schule sein.

    Und noch eine andere Anekdote zum Thema "Blick von außen". Ich kenne einen anderen Schulleiter, grundständiges Gymnasium mit Oberstufe, der sehr bewusst sagt, dass er sich in den Prozess der Stundenplanung überhaupt nicht einmischt. Er will die Überlegungen und die Versuche, die gemacht werden, gar nicht hören. Aber es kontrolliert die fertigen Pläne und wenn es zu Planungen kommt, die ihm unzumutbar erscheinen, kann er durch diese Distanz viel freier sagen, dass das so nicht bleiben kann. Er will dann auch gar nicht hören, warum es anders nicht ging, sondern er will diesen objektiven Blick von außen behalten. Natürlich gibt es dann Situationen, da kann man nichts verbessern oder die Verbesserung führt zu inakzeptablen Verschlechterungen anderer Pläne. Aber es behauptet, erstaunlich häufig geht dann doch noch etwas, was das Team einfach nicht gesehen hat, weil es natürlich (!) in der Vielzahl der Sachzwänge betriebsblind geworden ist. Das fand ich immer sehr eindrucksvoll. Ich will aber nicht behaupten, dass sich das auf jedes System übertrgen lässt.

    Überlastungsanzeigen werden tatsächlich als Mittel des Arbeitskampfes überschätzt. Denn eine generelle "Anzeige" von Arbeitsbedingungen, die sich eben aus Erlassen und Verordnungen ergeben, ist formal gesehen keine Überlastungsanzeige und wird deswegen vom Dienstherr wie eine Beschwerdemail behandelt.

    Eine "echte" Überlastungsanzeige geht stets von der konkreten, akuten (nicht grundsätzlich systemischen) Situation aus und zeigt auf, dass für konkrete Konsequenzen keine Verantwortung übernommen werden kann.

    Wenn ich also eine Überlastungsanzeige schreibe, dass ich mit meine Fächern Deutsch und Englisch bei einem vollen Stundendeputat und Klassengrößen innerhalb des Teilers überlastet bin, wird der Dienstherr mit den Schultern zucken und auf die Verordnungen verweisen.

    Wenn ich aber im konkreten Schuljahr X anzeige, dass der Korrekturzeitraum für die schriftlichen Abiturprüfungen im Fach Deutsch deutlich unter den üblichen Vorgaben liegt und ich deshalb in diesem Jahr keine Verantwortung für eine valide Korrektur übernehmen kann, weil ich rechnerisch sonst über die Höchstarbeitszeit komme und deshalb Entlastung brauche, dann muss der Dienstherr das zumindest prüfen.

    Vielleicht ist der Fehler, die Flinte ins Korn zu werfen, weil man die große, umfassende Lösung nicht sieht

    Aber eine Stunde weniger bei der einen Veranstaltung, dort mal ein Fest weniger, hier mal eine Arbeitsgruppe eingespart, eine Dienstversammiung, die mab TZ Kräften erspart etc addiert sich ja auch.

    Und, auch das wird oft übersehen, es hat eine wichtige Signalwirkung für die Betroffenen.

    Übrigens sind wir für eine weiterführende Schule sehr klein, abwe zugegebenermaßen natürlich größer als die durchschnittliche Grundschule.

    Ich kann mich nicht zu den konkreten Umständen an einer Schule bzw Schulart äußern, die ich nicht kenne.

    Ich kann aber aus PR Sicht sagen, dass man manchmal Kollegien vor sich selbst schützen muss (bspw. wenn viele sich über Arbeitsbelastung oder Mehrarbeit beklagen, aber dies oder das trotzdem "gewünscht wird" - will das wirklich die Mehrheit? Traut sich eine Minderheit vielleicht nicht, hier deutlich ihre Bedenken zu artikulieren?). Auch das gehört zur Fürsorgepflicht einer Schulleitung.

    Oft schafft auch das Angebot die Nachfrage, so dass man hier evtl Stellschrauben hat; und warum nicht wirklich die Gesprächsdauer bei Elternsprechtagen deutlich begrenzen? Keine Ahnung, vielleicht geht es da nicht aber an anderer Stelle. Kollegen, die Aufgaben in Schulleitung, Verwaltung und Personalvertretung bekleiden, sehen oft Probleme, die "nornale" Lehrkräfte nicht sehen, weil sie mit systemischem Blick das große Ganze sehen. Das ist okay, das ist ihr Job. Meine anekdotische Erfahrung ist aber, dass der gleiche systemische Blick nicht immer konsequent angewendet wird, um an anderen Stellen Entlastungen zu schaffen. "Das war schon immer so" ist hierbei eine mächtige Attitüde, die wir alle nur schwer ablegen können.

    Unsere SL, die wirklich gut ist und mit begonnenem Blick versucht, Entlastungen zu schaffen, hat sich vehement dagegen gesperrt, den Tag der offenen Tür auch nur anzudiskutieren, da er für unsere Schülerakquise so wichtig ist. Erst als wir ein komplettes Konzept ausgearbeitet und vorgelegt haben, das das Angebot sogar besser macht und gleichzeitig TZ Kräfte entlastet, war er bereit darüber zu reden. Diese Form von Betriebsblindheit ist ja kein charakterliches Veragen, sondern kommt davon, dass SLen auf 1000 Hochzeiten tanzen müssen. Aber die reflexartige Antwort "Mehrarbeit gehört halt dazu, ist doof, ist aber so, die Erlasse sagen das halt so. Müsste sich der Dienstherr drum kümmern." ist halt auch keine konstruktive Vorgehensweise. Und ich behaupte, dass jedes System, jedes (!), auch unseres, eures, das vom Frosch, das von Sissymaus, das von s3g4, Bolzbold, Quittengelee und allen anderen hier im Thread noch Potential bietet, um TZ Kollegen zu entlasten.

    Schön, dass wir uns zum Teil einig werden, auch wenn ich eigentlich von Anfang nichts anderes gesagt habe.
    Es gibt viele Möglichkeiten: Und auch das sage ich von Anfang an, nämlich wenn man die Freiräume, die Erlasse und Gesetze offen halten, kreativ und gezielt nutzt. Und sicherlich je nach Schulform unterschiedliche (und hier bunt gemischt):
    Wenn eine Schule sehr viele TZ Kräfte hat, muss das halt zwangsläufig das (über den Unterricht hinaus gehende) Angebot der Schule stärker einschränken als an Schulen mit einem Stamm an VZ Kräften, die aber natürlich auch nur innerhalb ihrer Wochenarbeitszeit im Jahresdurchschnitt belastbar sind. Das heißt dann mehr Rotation bei Ausflügen; Klassenfahrten; Schulfesten - oder deutliches Einschränken des Angebots. Klare Einschränkung der Anwesenheit bei Elternsprechtagen und/oder Elternabende; Rotation bei Klassenleitungen; Tandemmodelle zur Konferenzteilnahme; Berücksichtigung der Korrekturbelastung bei der Unterrichtsverteilung in Hinblick auf Fächer; Lerngruppengrößen; Anzahl und Format der zu schreibenden Arbeiten; Berücksichtigung bei Förderunterricht (oder eben gerade nicht); reduzierte (bis hin zu gar nicht erwartete) Mitarbeit in Arbeits- und Konzeptgruppen; Berücksichtigung bei der Verteilung von Extraaufgaben - insbesondere das Streichen von Zusatzaufgaben, die nicht systemisch relevant sind.

    Ja, das wird weh tun. Das wird das Angebot für die Schüler einschränken und die Schultentwicklung zurückhalten. Aber so wie du die Verantwortung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht oder nur bedingt bei der Schulleitung siehst, solange der Dienstherr hier keine Strukturen und Ressourcen schafft, ist es halt auch nicht die Verantwortung der TZ Kräfte auf eigene "Kosten" (im Sinne von unbezahlter Arbeitskraft) das schulische Angebot jenseits ihrer anteiligen Arbeitszeit aufrecht zu erhalten.

    In weiterführenden Schulen entsteht hier manchmal das Dilemma, dass Schulen um Schüler buhlen müssen, um ihre Existenzberechtigung zu erhalten - hier muss dann wieder sehr genau abwägen. Meines Wissens nach haben Grundschulen das Problem aber in der Regel nicht, weil es ja klar zugewiesene Einzugsgebiete gibt. Hier könnte man wohl noch deutlich mutiger sein. Und ja, es tut weh, denn der Arbeitskampf wird dann auf dem Rücken der Schüler ausgetragen, aber es kann eben auch nicht sein, dass der einzelne die systemischen Mängenl auf die eigene Kappe nimmt.

    Ich muss dir doch bitte nicht erklären, dass der Begriff "Arbeitszeit" nicht mit dem Stundenplan identisch ist? Der Stundenplan ist ein wesentlicher Bestandteil, aber viele andere Dinge spielen da mit rein. Das Gesamtpaket eben. Ehrlich, das ist doch nicut so schwer.

    Und ja, ich sehe da die Schulleitung in der Verantwortung. Den Dienstherrn auch, aber der reicht das nach unten zur Schulleitung durch. Ist das fair? Nein. Aber so ist es. Also muss die Schulleitung Möglichkeiten zur Entlastung schaffen, und zwar (zum 100. Mal) gerade dann, wenn es aufgrund von Sachzwängen nicht über den Stundenplan geht.

    Ich schrieb:

    Und ich habe inzwischen mehrfach (!) geschrieben, dass es gar nicht in erster Linie um den Stundenplan geht, und damit eben auch nicht nur um die Stundenplanwünsche, sondern um das Gesamtpaket. Und da muss sich etwas finden lassen, gerade dann, wenn eben Stundenplanwünsche nicht berücksichtigt werden.

    Du antwortest:

    Wenn Lehrkraft Müller zur Betreuung ihrer Kinder einen freien Montag braucht, versucht Schule das umzusetzen. Aber es kann gut sein, dass es nicht geht. Wenn in Nds. Lehrkraft Müller nur eine halbe Stelle hat und einen freien Tag wünscht, dann bekommt sie auf jeden Fall. Weil das muss. Die Rechtslage schreibt es vor. Notfalls fällt Unterricht aus, weil der Dienstherr, dass das muss. Verstehst Du jetzt den Unterschied? Du schreibst muss und ich sage dir, es geht nicht immer.

    Nein, ich habe nirgendwo etwas geschrieben, aus dem sich ableiten lässt, dass Müller einen Wunschtag frei bekommen muss - oder überhaupt eine Tag frei bekommen muss.

    Und daraus argumentierst Du, dass die gegeben Erlasse und Verordnungen nicht ausreichend sind und du einen bestimmten Stundenplan möchtest.

    Nein, ich habe mehrfach geschrieben, dass es nicht in erster Linie um den Stundenplan geht, sondern um das Gesamtpaket.

    Das bedeutet lediglich, dass der Staat Familien besonders schützt. Das sagt aber erstmal noch überhaupt nichts dazu, wie er das macht. Da steht nichts von deinem Stundenplan.

    Eben. So wie ich mehrfach geschrieben habe, dass es nicht um den Stundenplan geht, sondern um das Gesamtpaket.

    Das macht Gesetzgeber, indem er Gesetze und Regelungen erlässt. Z.B. das Ehegattensplitting und Kindergeld auf Bundesebene. Oder auch SGB 8. Aber auch dort findest Du nichts über deinen Stundenplan.

    Genau. Deswegen habe ich mehrfach geschrieben, dass es nicht nur um den Stundenplan geht, sondern um das Gesamtpaket.

    Du warst der Meinung, dass diese Vorgaben nicht weit genug gehen, weil sie dem Geist des Artikels 6 nicht genug entsprechen und es noch dieses mysteriöse Bundesgesetz gibt. Aber das ist Blödsinn. Artikel 6 gibt nicht konkrete Maßnahmen vor. Es obliegt dem Gesetzgeber zu entschieden, wie er es umsetzt. Und jetzt sind wir wieder bei der Ebene höher. Kein Stundenplaner muss den Geist des Artikels 6 erforschen, um den Stundenplan zu bauen. Er nimmt sich einfach die entsprechende Erlasse und Gesetze und macht genau das, was die vorgeben.

    Nein, ich habe geschrieben, dass jemand der Leitungsaufgaben übernimmt, auch verstehen solllte, das Erlasse und Gesetze nicht alles im Detail klären, sondern Spielraum geben, und dass man diese im Geist des (Grund-)Gesetzes ausfüllen sollte. Dabei geht es nicht nur um den Stundenplan, sondern um das Gesamtpaket. [EDIT 1: Dass ich mit dem SGB III daneben lag, ist natürlich richtig.]

    Jetzt können wir noch über die Begriffe "Erfüllung dienstlicher Aufgaben" und "dringende dienstliche Belange" diskutieren. Ich kann dir aber sagen, dass auch die Unterrichtsversorgung dazu gehört. In Nds. muss auch für die Grundschulen die komplette Zeit abgedeckt werden und darfst niemanden nach Hause schicken.

    Deswegen habe ich mehrmals geschrieben, dass es nicht um den Stundenplan geht, sondern um das Gesamtpaket. Ich habe sogar Stundentafeln und Aufsichtspflichten explizit als Einschränkungen genannt.

    Oh, sie mal an, das hatte ich ja auch schon mal so geschrieben, wer hätte das gedacht?

    Bei meiner Grundaussage, dass es durchaus Aufgabe der Schule - und damit v.a. der Verwaltung (Schulleitung, Stundenplan, Terminplanung etc.) ist, darauf zu achten, dass es echte Entlastung für TZ Kräfte gibt und dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleistet sein muss, bleibe ich allerdings.

    EDIT 2: Und bevor jetzt wieder kommt, dass die Kollegen dann halt selbst schauen müssen, wo sie sich entlasten, indem sie halt weniger Ausflüge anbieten oder die Unterrichtsvorbereitung runterfahren: Das halte ich für deutlich zu wenig. Ich sage eben, die Schule muss klare Strukturen schaffen, die eben konkret TZ-Kräfte an anderer Stelle entlasten.

    Du widersprichst dir halt ständig selbst. Vorhin hast du noch gesagt, es sei gerade NICHT Aufgabe der Schulleitung, darauf zu achten, da es "eine Stufe höher liegt":

    Und ja, wenn ich mich auf TZ einlasse, ist der Deal schlecht. Aber daran ändert die SL oder der Stundenplaner nicht. Das Problem ist mind. eine Etage höher.

    Erstmal ist es nicht meine Pflicht. Ich bin nicht der Schulleiter. Selbst dessen Pflicht wäre es nicht, weil der Dezernet bei den Grundschulen der Dienstvorgesetzte ist.

    Jetzt sagst du, meiner Aussage, dass es "durchaus Aufgabe der Schule - und damit v.a. der Verwaltung (Schulleitung, Stundenplan, Terminplanung etc.) ist, darauf zu achten, dass es echte Entlastung für TZ Kräfte gibt" widerspreche keiner. Ja, was meinst du denn nun?


    Und das mit dem Grundgesetz: Das mag abstrakt sein, das sind Grundrechte immer. Und ich habe inzwischen mehrfach (!) geschrieben, dass es gar nicht in erster Linie um den Stundenplan geht, und damit eben auch nicht nur um die Stundenplanwünsche, sondern um das Gesamtpaket. Und da muss sich etwas finden lassen, gerade dann, wenn eben Stundenplanwünsche nicht berücksichtigt werden.

    Und zu deinem tollen Ehe-Beispiel: Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. Klar steht das nicht, dass Lehrkräfte mit Kindern erst zur zweiten Stunde kommen müssen, aber die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt halt nun mal ein Grundrecht. So funktioniert halt unser Grundgesetz. Den dummen Spruch zur Würde des Menschen, den du im gleichen Kontext gebracht hast, habe ich gar nicht erst goutiert, aber natürlich ist auch das ein Grundrecht, auch wenn in Artikel 1 nicht im Detail steht, was das genau bedeutet und was ich deswegen alles mit meinen Mitmenschen nicht tun darf.

    Nein, ich habe keine Kinder, weder kleine noch große. Ich bin von der Thematik also gar nicht betroffen, bzw. nur indirekt und im Zweifelsfall eher als Leidtragender der Forderungen, die ich hier selbst stelle und die natürlich in der Konsequenz auch dazu führen, dass kinderlose VZ-Lehrkräfte zumindest zum Teil einspringen müssen.

    Trotzdem entspricht es einfach meinem Gerechtigkektsgefühl, dass vor allem TZ Kräfte, die ja eben dafür zahlen, auch entsprechend entlastet werden.

    Wie gesagt, ich hab gar nicht in erster Linie den Stundenplan per se gemeint, sondern das Gesamtpaket für TZ Kräfte. Ich hätte gedacht, ich hätte das immer wieder deutlich gemacht, auch schon vor der konkreten Diskussion, als ich auf Bolzbolds Formulierung mit dem "lapidaren" Vorwurf geantwortet habe, habe ich ja deutlich gemacht, dass ich die Komplexität des Stundenplans gar nicht in Abrede stellen möchte.
    Wenn das falsch rüberkam, tut es mir leid. Bei meiner Grundaussage, dass es durchaus Aufgabe der Schule - und damit v.a. der Verwaltung (Schulleitung, Stundenplan, Terminplanung etc.) ist, darauf zu achten, dass es echte Entlastung für TZ Kräfte gibt und dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleistet sein muss, bleibe ich allerdings.

    Weiter gedacht, ich habe durch diesen Thread wieder einmal verstanden, warum in vielen Betrieben junge Kollegen wenig beliebt sind.

    Falls das auch an mich gerichtet war, nehme ich das als Ü50 Kollege mal als Kompliment ;)

    Okay. In dem Beitrag, auf den ich vor 7 Stunden reagiert habe, las es sich auch bei dir so als würdest du schreiben: klappt doch bei allen zitierten hier, warum zweifelst du (Tom) an, dass das geht, wenn man es will.

    Vielleicht haben wir da ein wenig aneinander geredet. Ich hatte mir in dem Beitrag eigentlich Mühe gegeben, die systemischen Zwänge und den Aufwand bzw. den Einsatz durchaus anzuerkennen:

    Das verstehe ich auch. Und grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass der überwiegende Großteil der Stundenplanersteller sich sehr große Mühe gibt - und ich unterschätze auch keineswegs, wie viel Arbeit und (Ferien-)Zeit dafür investiert wird. All das zweifle ich überhaupt nicht an.

    Sicherlich wird das an seine Grenzen stoßen, wenn Stundentafeln abgedeckt und Aufsichtszeiten eingehalten werden müssen. Umso wichtiger ist es, dass an anderer Stelle Ausgleich geschaffen wird.

    Und ja, ich stimme Tom zu, dass die Probleme systemimmanent sind. Und es ist eine Frechheit von den Dienstherrn in allen Ländern, dass sie hier keine Ressourcen schaffen und mal wieder die Verantwortung auf die Schulleitungen und Lehrkräfte mit Verwaltungsaufgaben abschieben. Aber das gehört dann dazu, wenn man sich entscheidet, solche Aufgaben zu übernehmen. Und von meiner Schule weiß ich, dass Schulleitung und Stundenplanteam das gut machen, von dir nehme ich es an, aber so Bemerkungen wie die hier unten zeigen meiner Meinung nach eine andere Geisteshaltung. Und bspw. ist es an meiner Schule durchaus üblich, sehr genau hinzusehen, wie eine TZ-Lehrkraft mit Deutsch-Abi an anderer Stelle entlastet werden kann - bspw. durch den Stundenplan. Da wird eben nicht argumentiert: "Da wirst du um Mehrarbeit nicht herumkommen, ist halt typisch für unseren Beruf" (siehe Zitat unten).

    Ich finde es halt bedenklich, wenn Tom immer wieder betont, dass Mehrarbeit einfach dazu gehört, vor allem für TZ, und dass es nicht Aufgabe von Schulleitung und Stundenplanersteller ist, zu versuchen, das aufzufangen. Und nein, Tom123, das interpretiere ich nicht nur rein, du schreibst es ja immer und immer wieder:

    Unbezahlte Mehrarbeit ist Teil unserer Jobs.

    Und ja, wenn ich mich auf TZ einlasse, ist der Deal schlecht. Aber daran ändert die SL oder der Stundenplaner nicht. Das Problem ist mind. eine Etage höher.

    Erstmal ist es nicht meine Pflicht. Ich bin nicht der Schulleiter. Selbst dessen Pflicht wäre es nicht, weil der Dezernet bei den Grundschulen der Dienstvorgesetzte ist.

    Und ja, ich finde, damit machst du es dir zu leicht. Oder deinem Schulleiter, denn natürlich lässt sich das nicht alleine über den Stundenplan lösen. Trotzdem müssen (auch) auf Ebene der Schulleitung Möglichkeiten geschaffen werden, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleistet werden kann. Und bitte komm mir nicht wieder mit dem Schutz der Ehe und dem gemeinsamen Frühstück. Man spricht hier von Rechtsgüterabwägung, da haben natürlich die Kinder Vorrang. Und wenn hier der Schutz der Familie durch den Stundenplan nicht umgesetzt werden kann, weil hier meinetwegen die Familie in der Rechtsgüterabwägung den Kürzeren zieht, müssen eben andere Möglichkeiten geschaffen werden. Und wenn Recht auf Unterricht und Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen und was weiß ich noch alles irgendwie gegeneinander abgesichert ist und der Schutz deines ehelichen Frühstücks gegen mein individuelles Recht auf Freitzeitgestaltung abgewogen wird, dann wirst du bevorzugt, vermutlich zu recht, auch wenn mir das dann nicht gefällt.

    Aber ehrlich, kleiner gruener frosch , ich kann mir gar nicht vorstellen, dass du das so grundsätzlich anders siehst?

    Ja, das mit der Überlastungsanzeige hast du geschrieben. Von der Grundidee bin ich da bei dir, aber es gibt das Problem halt an die zurück, die ohnehin schon zahlen - ganz buchstäblich.

    Und ob die Zitate so sehr aus dem Kontext gerissen sind, weiß ich nicht. Zumindest bei mir ist schon so ein Bild entstanden, dass da, meinetwegen bei allem Bemühen um den Stundenplan, das ich gar nicht absprechen möchte, so Schulterzucken herrscht, wenn es heißt, unbezahlte Mehrarbeit sei halt Realität unseres Jobs, mehr als ein freier Tag sein nicht Teil des Deals oder dieses unsäglich Beispiel mit dem Frühstück mit deiner Frau. Ehrlich, ein besonders gutes Bild zeichnet das halt nicht.

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