Beiträge von WillG

    die reale Erfassung der Arbeitszeit, aber das scheut die KMK wie der Teufel das Weihwasser.

    Ja, ein Schelm, wer Arges dabei denkt.

    Wobei ich ehrlicherweise glaube, dass ich im Jahresdurchschnitt nicht sehr deutlich über meinem Soll liegen würde. Könnte aber sein, dass gewisse Belastungspitzen arbeitsrechtlich problematisch würden bzw. zu unangenehmen Entscheidungen des Dienstherrn führen würden, was ich denn weglassen bzw. verschieben soll.

    Kennste, kennste?

    Nein, im Ernst, ich weiß schon, was du meinst. Aber es gibt schon einen Unterschied zwischen albernen, dummen Klischees ("Frauen können nicht einparken."; "Männer interessieren sich nur für Fußball uns Sex." und statistisch erfassten Tatsachen.

    Erster Google-Treffer, von 2022. Ich nehme mal an, dass sich das in den letzten drei Jahren nicht nachhaltig verändert hat:

    https://www.destatis.de/DE/Presse/Pres…_073_63991.html

    daraus:

    pasted-from-clipboard.png

    Die Faktorisierung bildet den Einarbeitungsaufwand in andere Berufe und neue Lernfelder nicht ab und fokussiert meiner Ansicht nur auf andere - für mich nicht ganz sichtbare - Gründe.

    Ja, das ist im Hamburger Modell vermutlich der Fall. Ich habe mich damit nicht näher beschäftigt, aber es würde mich wundern, wenn eine Bildungsbehörde eine Faktorisierung auf Basis einer differenzierten und fundierten Arbeitszeiterfassung durchführen würde. So gesehen liegen die Realos hier, die sich dagegen aussprechen, schon nicht ganz falsch.

    In einem hypothetischen Szenario, das von einer belastbaren Grundlage ausgeht, könnte man natürlich in der Faktorisierung auch die Berufserfahrung berücksichtigen. Rein theoretisch.

    Was soll das bedeuten? Es ist doch vollkommen egal, ob es eine Frau oder einen Mann betrifft. Genauso könnte der Mann Zuhause bleiben und die Kollegin vollzieht arbeiten. Das Problem ist doch schlicht und einfach, dass sie zu viel auf einmal machen will/muss.

    Für die TE hier ist es erstmal nicht relevant.

    Gesamtgesellschaftlich ist es aber ja schon so, dass doch meistens die Frau die Care Arbeit übernimmt. In diesen Zusammenhang habe ich Zauberwalds Frage verstanden. Und es ist eine berechtigte Frage. Jetzt nicht unbedingt an dich individuell, du warst halt jetzt der erste Mann, der sich im Kontext durch seine Äußerung angeboten hat.

    Aber ich kann sie ruhig beantworten: Ich habe bewusst keine Kinder. Für die Pflege von Eltern in ihrer eigenen Wohnung würde ich nicht weniger arbeiten. Ich wohne auch zu weit weg, als dass das irgendwas bringen würde. Ich würde meine Eltern in meine Stadt in eine Pflegeheim bringen und mich dort um sie kümmern, wieder ohne zu reduzieren. Wenn ich feststellen würde, dass es trotz Pflegeheim mit Vollbeschäftigung nicht funktioniert, würde ich zumindest ins Überlegen kommen. Ich kann nicht ausschließen, dass ich dann doch reduzieren würde, aber es wäre eine allerletzte Lösung - eher aus schlechtem Gewissen heraus.

    Dafür gibt es Bezügerechner im Internet.

    Also, klar darf man das, aber wofür der Aufwand, wenn man einfach googlen kann?

    aber im Referendariat war der Prüfungszeitraum begrenzt auf wenige Monate

    Das ist vom Bundesland abhängig.

    In Bayern verbringt man zweimal sechs Monate an der gleichen Schule wie seine Ausbilder, die jederzeit unangekündigt in den Unterricht kommen können. Man weiß auch nicht, wie oft sie kommen. Pro Halbjahr wohl mindestens dreimal, in meinem Seminar waren alle Fachausbilder, egal welches Fach, bei jedem von uns deutlich über 10x unangekündigt da.

    Die Besuche werden nicht direkt mit einer Einzelnote bewertet, sind aber wesentlicher Bestandteil einer Gesamtbeurteilungsnote, die ca. 50% der Note des zweiten Staatsexamens ausmacht. Ich hatte so gar nicht das Gefühl, dass der Prüfungszeitaum auf wenige Monate begrenzt war.

    Inhaltlich hat mich das Ref wenig gestresst.

    Es ist irritierend, dass du der Ansicht bist, 1,5 Stunden "Pause" seien an einem Schultag normal. So gut wie kein anderer Arbeitnehmer macht soviel Pause.

    Also siehst du kein Problem, wenn du fünf Tage die Woche sieben Stunden Unterricht (entspricht 5 Zeitstunden und 25 Minuten) am Stück hast und in 35 Mintuten Pausen, die dazwischen verteilt sind, komplett für Aufsichten herangezogen wirst? Danach hast du dann ja gerechtskonform nach sechs Stunden Mittagspause.


    Aber ich gebe zu, dass es sich rechtlich nicht so darstellt, wie ich es eingeschätzt habe. Dass die Pausen keine Rolle spielen und dass ein Großteil der Lehrkräfte die Pausen auch nicht als Pausen sieht (- und ggf. massiv einfordert, wenn diese zu sehr mit dienstlichen Belangen belegt werden -) entspricht immer noch meiner Erfahrung an allen vier Schulen in drei Bundesländern, an denen ich bisher unterrichtet habe. Aber meinetwegen, anekdotisch bleibt es natürlich dennoch.

    Wenn das das 101. To Do ist, man aber ab dem 90 To Do schon eigentlich nicht mehr kann, dann ist es eine Belastung.

    Das meine ich ja, es ist wie beim Wandern. Die Frage sollte ja nicht sein, was man macht, wenn die Kraft und Energie ganz weg ist, so dass man nicht mal mehr den Berg runterkommt (- oder das 101. To Do nicht mehr schafft -), sondern wie man mit Anstrengung, aber ohne Erschöpfung über den Berg (die 90 To Dos) kommt.

    Dass deine Schulleitung denkt, irgendetwas machen zu dürfen heißt nicht, dass sie das auch darf oder es rechtlich festgelegt ist (oder überblickt, was das tatsächlich bedeutet).

    Meine Schulleitung hat damit nichts zu tun, Bei uns ist das in der Tat sehr entspannt. Es geht auch - das habe ich mehrmals geschrieben - nicht um Fragen des Alltags, es geht um die Frage der Arbeitszeit und ob sechs Stunden Unterricht bis 13.15 Uhr formal und dienstrechtlich gesehen, nicht alltagspraktisch, als 5 1/4 Zeitstunden gerechnet werde. Die Beispiele, was ihr alles in den Pausen macht, kenne ich, aber ich würde anzweifeln, dass die - mit Ausnahme von Aufsicht, dich bereits oben mehrfach als Ausnahme erwähnt habe - an der grundsätzlichen rechtlichen Einschätzung etwas ändern.

    Übrigens halte ich das für einen typischen Fall von "wasch mich, aber mach mich nicht nass". Wenn man sagt, Pausen sind Pausen, gibt es den Aufschrei, dass das ja nicht sein kann. Wenn es dann bspw. zu Abi Aufsichtpläne gibt, bei denen auch während der Pausen Aufsicht geleistet werden muss, gibt es den Aufschrei, dass man dann ja gar keine Pause hat. Also, was denn jetzt?

    Als schulischer PR sind wir sehr klar der Meinung, dass Pausen eben doch Pausen sind. Wir setzen uns dafür ein, dass Prozesse so geplant werden, dass sie eben die Pausen nicht unnötig verkürzen (bspw. Kontrolle der Nachbarklassenzimmer würden wir nicht mitmachen). Und wenn es mal nötig ist, dass in der Pause dienstliche Aufgaben angewiesen werden müssen, setzen wir uns dafür ein, dass es entsprechend an anderer Stelle Pausen gibt.

    Im Gegenzug würde uns die Argumentationsgrundlage fehlen, wenn unsere Schulleitung auf so eine schwachsinnige Idee käme wie im Ausgangspost, weil wir eben nicht über die Arbeitszeit kämen. Zum Glück ist unsere Schulleitung nicht so drauf und macht so einen Quatsch nicht.

    Ich würde also eher mal hinterfragen, warum ihr euch von euren Schulleitungen eure Pausen so nehmen lasst ? Das ist ja totaler Wahnsinn!

    EDIT:

    Unsere Pausen sind immer 15 Minuten lang. Das heißt, wenn ich pünktlich den Unterricht beende, habe ich die Tür zum Klassenraum etwa 90 Sekunden nach Pausenbeginn abgeschlossen. Damit habe ich aber keine 15 Minuten am Stück mehr Pause und die Zeit kann gar nicht als Pausenzeit zählen.

    Ich beende meinen Unterricht meist so, dass mit dem Klingeln den Raum abschließe.Während die Schüler den Raum verlassen, sind sie unter meiner Aufsicht.

    Wenn bei Ärzten im Terminplan "Pause" steht, werden sie Pause haben

    EDIT: Es ist mir eigentlich auch egal, ob du das akzeptierst oder nicht. Du kannst ja gerne deinen Dienstherrn verklagen, dass deine Arbeitszeit überschritten wird. Wenn du erfolg hast, super, dann ist das für uns alle gut. Ich glaube nur nicht, dass du damit durchkommst, solange Pausen in deinem Stundenplan stehen.

    Nochmmal, zum x-ten Mal: Ich finde das nicht gut, ich weiß auch, dass Pausen in der Realität keine echten Pausen sind, aber ich sehe hier eine formale Absicherung des Dienstherrn,

    Also, wenn es im Tagesablauf feste Pausenzeiten gibt, dann sind das feste Pausenzeiten. Wenn es die nicht gibt, dann nimmt man die sich halt, wo es passt. Wenn man Unterricht hat, passt es nicht, deswegen gibt es eben feste Pausenzeiten.

    Wenn dein Stundenplan eine explizite Mittagspause vorsieht, dann ist das eine explizite Mittagspause. Ob andere da Untericht haben oder nicht, ist völig egal. Das ist doch von den anderen Pausen unabhängig.

    Deine Rechnung ist mir nicht ganz klar. Wenn du von der 1. zur 9, durchgängig Unterricht hast, wieso rechnest du dann nur 8x0,75, nicht 9x0,75.

    Ist ja auch egal. Freistunden sind halt weder explizite Mittagspause noch feste Pausenzeiten für alle im Stundenplan. Entsprechend sind sie eine andere Baustelle und haben mit Vertrauensarbeitszeit zu tun.

    Vielleicht mal eine Analogie:

    Als ich vor Jahren in die Behörde abgeordnet war, musste ich ganz normal stempeln. Wenn ich innerhalb der ersten sechs Stunden nicht für mind. eine halbe Stunde ausgestempelt habe, wurde meine Arbeitszeit nach sechs Stunden für eine halbe Stunde nicht gezählt. Ich hatte Anspruch auf eine Mittagspause und der Arbeitgeber musste dies sicherstellen. Das war dadurch gewährleistet. Einen Pausenraum gab es nicht, auch keine Kantine, wir haben oft im Besprechungszimmer zu Mittag gegessen und natürlich dabei auch mal über Arbeitsinhalte geredet: "Ach, bevor ich es vergesse, ich hab da noch ein Problem mit dem Vorgang XY". Das war trotzdem eine Pause und hat nicht als Arbeitszeit gezählt.

    Wenn ich an meinem Schreibtisch gesessen bin, hat das ebenso nicht als Arbeitszeit gezählt. Wenn ich dabei auch mal ans Telefon gegangen wäre, oder schnell auf eine dringende Email geantwortet hätte, hätte das ebenfalls nicht als Arbeitszeit gezählt. Wenn ich durchgearbeitet hätte, wäre das mein Problem gewesen, denn auch das hätte nicht als Arbeitszeit gezählt.

    Der Arbeitgeber verschafft dir Pausen in deinem Stundenplan - mit der Ausnahme, wenn du zur Aufsicht eingeteilt bist. Wenn du diese Pause für Schülergespräche oder Gespräche mit Kollegen nutzt oder für andere dienstliche Aufgaben, ist das rein formal gesehen erstmal nicht seine Schuld.

    Ja, ich weiß, der Alltag sieht anders aus. Aber nochmal: Es geht hier um eine formale Einschätzung.

    Gut finde ich das auch nicht. Ich habe mich bspw. schon (erfolglos) dafür eingesetzt, dass der Gang, in dem die Tür zum Lehrerzimmer ist, mit einer abgesperrten Glastür verschlossen wird, damit Schüler in der Pause gar nicht erst an die Tür zum Lehrerzimmer klopfen können.

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