Beiträge von WillG

    Vielleicht auch wieder bundeslandabhängig, aber ich kenne die Beurlaubung zum Zwecke der Abordnung an eine Ersatzschule als andere Form der Beurlaubung ohne Dienstbezüge. Der Unterschied ist vor allem der, dass man eben einer Beschäftigung nachgehen darf, die auch der Zweck der Beurlaubung ist, hier eben die Ersatzschule. Auslandsschuldienst funktioniert formal ähnlich.

    Ein anderer wichtiger Aspekt ist, dass man bei er Beurlaubung ohne Dienstbezüge nicht behilfeberechtigt ist, was zu Schwierigkeiten bzw. hohen Kosten bei der Krankenversicherung führen kann.

    Hallo Tabsel, glaubst du nicht auch, dass man mit Mitte 20 so langsam in der Realität angekommen sein sollte?

    Ich wäre da nicht zu hart. Mit Mitte 20 ist man noch sehr jung, die Welt liegt dir (gefühlt oder tatsächlich) zu Füßen und alle Wege stehen (gefühlt oder tatsächlich) offen. Ich finde das ganz natürlich, dass man sich da Gedanken macht, ob man diese empfundene Freiheit und Offenheit aufgeben soll. Ja, das kommt früher oder später sowieso, bei manchen halt früher, bei anderen später. Aber Mitte 20 ist meiner Meinung nach ein typischer Zeitpunkt für solche Fragen.

    Natürlich muss man dann trotzdem so "erwachsen" sein, eine entsprechende Entscheidung zu treffen. Aber diese Bereitschaft sehe ich ja bei der TE - sie sucht halt nach Rückmeldungen als Entscheidungshilfe. Ich kann daran nichts Schlimmes erkennen.

    Vielleicht das noch:

    Bei Shakespeare wurden die Textzeilen der einzelnen Rollen auf zusammengerollte Papierstreifen (daher der Begriff "Rolle" im Theater) geschrieben, um Papier zu sparen. Jeder Schauspieler hat nur seine eigenen Textzeilen und die entsprechenden Stichwörter bekommen.

    In der Folge hat das dazu geführt, dass die ersten, inoffiziellen Shakespeare Publikationen, die sog. Quartos, oftmals massiv verfälscht waren, da den "illegalen" Herausgebern bspw. nur die Textrolle einer Nebenfigur vorlag (- die der Herausgeber oft selbst gespielt hat -) und die anderen Textzeilen zumindest zum Teil aus dem Gedächtnis ergänzt wurden.

    Ich meine, das habe ich in Bill Brysons phänomenaler Shakespeare Bio gelesen oder in Ben Crystals hervorragendem "Shakespeare in Toast".

    Interessant in diesem Zusammenhang vielleicht auch die Frage nach Tagebüchern und ihrem Verwendungszweck:

    Anne Frank, die nur für sich geschrieben hat, u.a. auch aus der Isolation im Annex heraus.

    Kafka, der auch für sich geschrieben hat, dabei aber irgendwie schon deutlich bewusst "literarischer" geworden ist.

    Max Frisch, der seine Tagebücher deutlich mit dem Ziel der Veröffentlichung geschrieben hat.
    Viktor Klemperer ???

    Noch eine Ergänzung, so langsam fallen mir die Beispiele ein - obwohl das vielleicht auch nicht ganz das ist, was du mit "Schreibwerkzeug" meinst.

    Ingeborch-Bachmann-Preis-Gewinner und Ehemann von Marianna Leky Tilman Rammstedt hat vor ein paar Jahren auf Einladung eines Verlages (Hanser?) einen Fortsetzungsroman in Form eines Blogs geschrieben. Zahlende User konnten jeden Tag ein Kapitel lesen und, wenn ich mich richtig erinnere, in den Kommentaren Vorschläge machen, wie es weiter geht. Er hat die dann wohl auch in die weitere Handlung eingebaut.

    Ergebnis war der völlig absurde aber extrem komische Roman "Morgen mehr".

    Noch zwei Ergänzungen:

    Sowohl Jennifer Eagan als auch David Mitchell haben mit dem Format von "Twitter", damals noch mit der extremen Zeichenbegrenzung, als Formatvorlage expermimentiert:

    https://www.newyorker.com/magazine/2012/06/04/black-box

    https://www.theguardian.com/books/2014/jul…ter-short-story

    Daniel Kehlmann ist während der Pandemie einer Einladung ins Silicon Valley gefolgt, wo er gemeinsam mit einer K.I. eine Kurzgeschichte schreiben sollte. Das war vor der großen KI Zeitenwende mit ChatGPT und in dem Büchlein "Mein Algorithmus und ich" beschreibt er das Erlebnis und warum das Experiment gescheitert ist. Eine Fortsetzung wäre jetzt, nach den Entwicklungen der letzten zwei Jahre, sehr spannend,

    2. es gibt wahrhaft Schlimmeres

    Na ja, ich denke, das hängt halt von der persönlichen Einstellung ab. Und das ist natürlich ein wenig der Punkt: Bei deiner Anfrage kann dir hier letztlich keiner so recht helfen. Wenn du für dich entscheidest, dass du deinen Freiheitsdrang über die Terminierung von Reisen definierst und dieser Freiheitsdrang für dich mehr Priorität hat als die Beziehung zu diesem Mann, dann wirst du dich trennen müssen.

    Wenn die Beziehung zu diesem Partner so stark ist, dass du sie auf keinen Fall aufgeben möchtest, wirst du - wie in jeder Beziehung - Kompromisse schließen und Opfer bringen müssen.

    Hinweise auf potentielle Kinder irgendwann mal und auf Sabbatjahre oder Auslandsschuldienst etc. halte ich hier für wenig zielführend, da es der TE ja deutlich um die Situation jetzt geht. Das kann ich auch nachvollziehen. Wenn ich in meinen 20ern in einer Beziehung mit einer älteren Partnerin gesteckt hätte, aus der sich deutliche Sachzwänge ergeben, hätte ich vieles nicht erlebt. Dafür halt anderes, aber ob man das möchte, muss man natürlich für sich entscheiden.

    Deswegen meine ich das gar nicht moralisierend oder wertend. Es ist einfach eine Abwägung, was dir im Moment wichtiger ist und bei welcher Entscheidung du vermutlich auch in 10/20/30 Jahren noch zurückblicken kannst und sagen kannst: Ja, das habe ich richtig gemacht.

    Das kann natürlich die Entscheidung sein, die Beziehung zu beenden, die Welt zu erkunden und Abenteuer zu erleben und dann mit Mitte 30 vielleicht auch glücklich zu sein, wenn man keine glückliche Partnerschaft mehr findet, weil man das Leben aber nach seinen Bedingungen lebt.

    Oder es kann die Entscheidung sein, die Beziehung beizubehalten, weniger von der Welt zu sehen, weniger flexibel zu sein, aber mit Mitte 30 glücklich zu sein, weil man seit über 10 Jahren mit dem Menschen zusammen ist, mit dem man auch alt werden möchte.

    Sehr spannendes Thema, Ich bin gespannt, was hier noch so kommt. Kerouac ist mir natürlich auch sofort eingefallen.

    Es gibt ja mehrere Autoren, die Loblieder auf ihre mechanischen Schreibmaschinen singen. Von Paul Auster gibt es ein Buch "The Story of my Typewriter", illustriert von Sam Messer. Seine "Olympia" wird auch in mehreren seiner Romane erwähnt, da er eine Alter Ego Persona von sich selbst ja gern mal in die Handlung einschreibt. Ich glaube, von Max Frisch gibt es auch Äußerungen zu seiner Schreibmaschine.

    Evtl. schreibt Stephen King in "On Writing" etwas darüber, wie die Wahl des Schreibwerkzeugs seinen Prozess beeinflusst, oder Juli Zeh in ihrem "Treideln". Da könntest du mal nachsehen. Benedikt Wells hat ja jüngst seine eigene Version von Kings "Werkzeugkasten" herausgebracht, kann natürlich sein, dass er sich darin auch äußert.

    Ein wenig abseitiger: Von einer Führung durch die Ausstellung zum "20. Jhdt." im Literaturarchiv Marbach kann ich mich vage erinnern, dass der Fokus auf Kurzgeschichten nach 1945 (Böll, Borchert, Lenz, Aichinger und wie sie alle heißen) sehr viel mit der Papierknappheit nach dem 2. WK zu tun hatte. Wie gesagt, sehr vage Erinnerung, vielleicht bringe ich da etwas durcheinander, die Führung ist auch schon 30 Jahre her, aber in die Richtung könnte man mal recherchieren.

    Ich habe so das Gefühl, man müsste noch viel mehr Beispiele finden können, aber ich komme einfach nicht drauf. Vielleicht "Zettels Traum" von Arno Schmidt, das ja wohl aus Notizzetteln entstanden ist und erst im Nachgang die Shakespeare Referenz als Titel bekommen hat?

    Darf ich fragen, wofür du diese Beispiele sammelst? Wie gesagt, ich finde das sehr spannend.

    Ich kann nur immer wieder wiederholen, wie wichtig es ist, im ständigen (!) Gespräch mit allen Beteiligten (Schulleiter der abgebenden und potentiell aufnehmenden Schulen; zuständige Dezernenten im abgebenden und potentiell aufnehmendem Bundesland; zuständige Personalvertretung im abgebenden und potentiell aufnehmendem Bundesland). Im Prinzip muss das Mott (- leicht übertrieben -) sein, alle so lange und oft zu nerven, bis die Versetzung durchgeht, nur damit sie Ruhe haben. Wie gesagt, ich übertreibe natürlich ein wenig, aber der ständige Kontakt ist unabdingbar.

    Aus meiner Sicht ist die Konferenz ordnungsgemäß abgelaufen: Der Bildungsgangleiter hat die offenbar fristgerechte Einladung zwar geändert, aber lediglich im Hinblick auf ihre tatsächliche Funktion als Bildungsgangkonferenz. Als Herr der Verfahrens ist er dazu natürlich auch berechtigt. Die Inhalte, wie sie im Eingangspost genannt wurden, hatten sich auch nicht verändert, jeder Teilnehmer wusste also, was an jenem Tag zu verhandeln war.

    Ich würde hier widersprechen. Möglicherweise gibt es hier natürlich bundeslandspezifische Unterschiede, aber aus meiner Sicht bezieht sich die Ladungsfrist nicht nur auf den Termin, sondern auch auf die Tagesordnung. Das ist relevant, da sich Teilnehmer möglicherweise im Vorfeld auf Themen vorbereiten wollen, wozu auch der Austausch mit Kollegen gehören kann. Diese Vorbereitung, insbesondere der Austausch, findet möglicherweise anders statt, wenn ich davon ausgehen kann, dass bei der anstehenden Sitzung ohnehin noch keine Beschlüsse gefasst werden können, als wenn ich damit rechnen muss, dass plötzlich ein Antrag im Raum stehen könnte, der abgestimmt wird.

    Deswegen: Nein, ein spontaner Wechsel von einer Dienstversammlung zu einer Konferenz erscheint mir dienstrechtlich nicht zulässig.

    Ob dies die gefassten Beschlüsse nichtig macht, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Ich würde sagen, das ist so. Gleichzeitig sehe ich durchaus, dass eine Beanstandung auch sofort erfolgen müsste.

    Wenn die Anzahl der abgegebenen und der aufgenommenen Lehrkräfte gleich hoch sein soll, dann würde die flächendeckende Möglichkeit, die offiziellen Verfahren zu unterlaufen, das ganze Verfahren ad absurdum führen.

    Ich halte das für eine Fehlinterpretation. Meiner Ansicht nach bezieht sich das "planstellenneutral" nur auf den Vorgang des Ländertauschverfahrens. Das Verfahren der Direktbewerbung mit vorliegender Freigabeerklärung (zu dem ich in diesem Sinne auch die Bewerbung um Beförderungsstellen zählen würde) läuft davon meiner Erfahrung nach unabhängig und rein nach dem Prinzip der Bestenauslese ab.

    Nein. Das Planstellenneutrale Länderaustauschverfahren läuft so, dass man sich bewirbt und das Land, für das man arbeitet, entscheidet dann, wie viele Freigaben es ausstellt und wer eine Freigabe bekommt.
    Dann gibt es einen runden Tisch, an dem Vertreter aller Länder mit diesen Freigaben zusammenkommen und verhandeln, wer wohin kommt. Es kann dabei auch Ringtausch geben. Am Ende geht jedes Bundesland mit der gleichen Anzahl an neuen Lehrkräften nach Hause, wie es an andere Bundesländer abgegeben hat, deswegen "planstellenneutral".

    Man munkelt (- Achtung, potentielle Verschwörungstheorie -), dass an diesem runden Tisch auch andere Dinge zwischen den Bundesländern verhandelt werden, also quasi: "Wir nehmen noch zwei Planstellen zusätzlich, wenn ihr uns bei diesem Wirtschaftsabkommen zwischen unseren Bundesländern entgegen kommt." oder so. Ich habe dafür keinerlei Belege, halte es aber nicht für ganz ausgeschlossen. Andererseits wissen wir alle, wie Ämter funktionieren und so eine Art von geschäftsbereichübergreifendem Handeln und Denken scheint eher untypisch.

    Es dürfte einer der Gründe sein, die CDL anführt.

    Hast du dich mal bzgl. einer Gleichstellung deines Staatexamens in RLP erkundigt? Ist zwar formal im Planstellenneutralen Ländertauschverfahren nicht nötig, aber es ist durchaus sinnvoll, schon im Vorfeld Informationen einzuholen, ob es hier evtl. zu Problemen kommen kann.

    Und hast du Kontakt zu Schulen in RLP aufgenommen? Und zum dortigen zuständigen Personalrat? Und zu zuständigen Dezernenten?

    All das kann den Prozess unterstützen, aber das sollte man natürlich machen, bevor Entscheidungen getroffen werden. Ich würde bezweifeln, dass du jetzt im Nachgang noch etwas erreichen kannst, aber versuchen kann man es ja mal.

    Ich halte mich aus diesem Thread ja eigentlich raus, aber das hier macht mich fassungslos, was bei allem, was in den letzten zwei Monaten passiert ist, gar nicht so leicht ist:

    Ihr habt ja sicherlich mitbekommen, dass im Rahmen der Abschiebung von "Gangmitgliedern" nach San Salvador ein Unschuldiger abgeschoben wurde. Der Mann genoss besonderen Schutz, da er in San Salvador Verfolgung und Bedrohung befürchten muss.
    Die US Regierung hat ein Versehen zugegegeben, eher so in Form eines "Oopsi, well, shit happens, I guess!", aber immerhin.

    Nun hat eine Richterin eine Rückführung des Abgeschobenen verfügt, und zwar bis heute Abend Mitternacht. Die Trump Regierung, konkret verweigert das nun, im Prinzip mit dem Argument "Da könnte ja jede dahergelaufene Richterin kommen und uns sagen, was wir zu tun haben..."

    Man kann sich sowas nicht ausdenken. Es liegt nun ein Antrag der Trump Regierung beim Verfassungsgericht vor.

    https://www.spiegel.de/ausland/donald…24-008e1e7c9b64

    https://www.nytimes.com/live/2025/04/07/us/trump-news

    Zitat

    In the administration’s emergency application, D. John Sauer, the U.S. solicitor general, said Judge Xinis had exceeded her authority by engaging in “district-court diplomacy,” because it would require working with the government of El Salvador to secure his release.

    “If this precedent stands,” he wrote, “other district courts could order the United States to successfully negotiate the return of other removed aliens anywhere in the world by close of business,” he wrote. “Under that logic, district courts would effectively have extraterritorial jurisdiction over the United States’ diplomatic relations with the whole world.”

    He said it did not matter that an immigration judge had previously prohibited Mr. Abrego Garcia’s deportation to El Salvador.

    “While the United States concedes that removal to El Salvador was an administrative error,” Mr. Sauer wrote, “that does not license district courts to seize control over foreign relations, treat the executive branch as a subordinate diplomat and demand that the United States let a member of a foreign terrorist organization into America tonight.”

    Ich habe mich nach Trumps Wiederwahl von Facebook abgemeldet, weil ich schon vorher den Hass und die Hetze dort nur schwer ertragen habe. Außerdem war es ein echter Zeitfresser, da man (=ich) doch immer wieder auf den Algorithmus reinfällt und dann ins Doom Scrolling verfällt.

    Der Abschied ist mir trotzdem nicht leicht gefallen. Zuletzt war ich dort in sehr vielen Gruppen, die mein Hobby betreffen, wo es einen wirklich guten Austausch gab, wo ich viele Tipps auch auf relevante tagesaktuelle Ereignisse bekommen habe und wo zumindest meistens der Austausch noch recht gesittet und kaum "Social Media typisch" verlaufen ist.
    Außerdem hatte ich auf Facebook "Kontakte" zu Menschen aus meiner Vergangenheit - aufgrund von Auslandsaufenthalten (ich bin ja Englischlehrer) auch zu einem nicht geringen Teil international. Ich habe "Kontakte" in Anführungszeichen geschrieben, da es natürlich keine lebhaften Kontakte waren, eher so, dass man halt ab und zu etwas vom anderen mitbekommen hat, wenn er etwas gepostet hat, und weil man gelegentlich mal über den Facebook Messenger eine Nachricht hin und her geschickt hat.

    Das alles hat mich lange Zeit davon abgehalten, meinen Account wirklich zu löschen. Im November 2024 war dann halt ein Maß erreicht, bei dem ich festgestellt habe, dass die Vorteile für meine Psychohygiene die Nachteile überwiegen. Ich will aber mit meiner eigenen Erfahrung sagen, dass es nicht unbedingt immer eine absolute klare Entscheidung sein muss.

    Ich habe dann übrigens diejenigen Kontakte, mit denen ich gerne in Zukunft in Verbindung bleiben möchte, angeschrieben und ihnen meine Email und Handynummer geschickt. Das waren dann letztlich gar nicht so viele. Ob es reicht, den Kontakt zu halten, wird sich zeigen. Es ist halt nicht mehr so bequem wie über Facebook.

    Die Lücke, die beim Betreiben meines Hobbys aufgeklafft ist, konnte ich zum Teil über ein Forum füllen, aber so ganz gleich ist es nicht.

    Trotzdem habe ich den Schritt nicht bereut.

    Was WhatsApp und ähnliche Dienste angeht, ist es schon nochmal schwieriger. Ich nutze WhatsApp. Der überwiegende Großteil meiner Freunde auch. Nun gibt es aber doch ein paar, die das ablehnen. Also habe ich inzwischen auch Telegram (- was ja kaum besser ist -) und Signal auf meinem Handy. Nicht alle haben aber auch beide dieser Apps. Wenn man mal eine Gruppe einrichten möchte (- ja, ich weiß, viele mögen das sowieso nicht, aber manchmal ist es halt die einfachste Art bspw. einen gemeinsamen Urlaub mit Menschen zu planen, die über ganz Deutschland verteilt sind), ist es z.T. gar nicht so einfach, eine Plattform zu finden, auf der alle registriert sind. Ja, irgendwie geht es schon, aber die Einstellung "wer Interesse an mir hat, der richtet sich nach meinen Vorstellungen" ist halt trotzdem ein wenig egoistisch und egozentrisch.

    Außerdem haben viele, wie CDL es beschreibt, einen "Hauptmessenger", bei dem dann bspw. Push Benachrichtigungen erlaubt sind. Die bekommen es dann oft nicht mit, wenn in einer Gruppe auf einem anderen Messenger etwas geschrieben wurde, so dass dann die ganze Gruppe ewig auf Antwort wartet ("Gebt mal alle schnell Bescheid, ob die Unterkunft für euch passt, dann würde ich heute noch buchen, bevor sie weg ist!") oder man auf deren Hauptmessenger eine Nachricht schreiben muss, dass sie doch mal im anderen Messenger in die Gruppe schauen sollen. Einfach und unkompliziert geht anders.

    Was Amazon betrifft, wurde ja schon erwähnt, dass es in Bezug auf englische Bücher kaum eine Alternative gibt. Das ist so pauschal natürlich nicht richtig. Man kann beinahe alle englischen Bücher auch über den normalen Buchhandel beziehen, aber halt oft um ein Vielfaches teurer. Das kann teilweise bis zu 4-5x so teuer sein. Da überlegt man sich das natürlich. Und wenn ich viel Stress habe und schnell noch bis übermorgen die neue Deutschlektüre brauche, ertappe ich mich auch dabei, die noch schnell in den Warenkorb zu legen, um mir den Weg zum kleinen, privat geführten Buchladen zu sparen. Ja, auch das ist eine Frage der Bequemlichkeit, aber wir sollten nicht so tun, als würde das keine Rolle spielen.

    Für irgendwelche spezifischen Waren, bei denen man gar nicht sicher sein kann, ob oder wo man sie im Einzelhandel bekommt, ist Amazon natürlich auch unschlagbar, bspw. ganz bestimmte Schrauben.

    Trotzdem gilt natürlich, dass auch ich die Zuckerbergs, Bezoses und Musks dieser Welt nicht gerne noch reicher mache. Ich zolle jedem meinen Respekt, der hier die Abkehr von den Massenprodukten durchzieht. Man muss aber nicht so tun als sei es völlig unproblematisch, auch für das Umfeld.

    Isoliert betrachtet ist das alles verständlich und weder moralisch noch rechtlich zu beanstanden. Je nach Situation an der Schule ist ein Ausfall in dieser Höhe eine Hausnummer - er dürfte ja sicherlich nicht der einzige Kollege mit Kinderkrankheitstagen sein. Eine zufällige Häufung von Erkrankungen und Befreiungen aufgrund erkrankter Kinder kann eine Schule personaltechnisch schon in die Knie zwingen.

    Ja, absolut. Keine Frage.

    Das ist aber nicht das Problem des Kollegen - und schon gar nicht seines kranken Kindes. Der stv. SL bekommt (vermutlich) A15Z, um damit umzugehen.

    A13 für alle Lehrämter als Einstiegsbesoldung ist richtig und fair.

    Aufstiegsmöglichkeiten in Beförerungsämter (- nicht nur Funktionsstellen -) wären für alle Lehrämter ein wichtiger Leistungsanreiz.

    Nur weil das System an einer Stelle (Beurteilungsprozedere bei der Regelbeurteilung) deutlichen Verbesserungsbedarf hat, muss das nicht heißen, dass man nicht an anderer Stelle (Leistungsanreize) nachbessern kann.

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