Beiträge von Sommertraum

    https://www.br.de/nachrichten/ba…llehrer,TLTRPe9

    Der Philologenverband ist auch im Oktober noch dagegen.

    Herr Meidinger pocht auf das Abstandsgebot, Gymnasiallehrer*innen arbeiteten schließlich mehr, und er möchte durch bessere Bezahlung eher deren Beruf attraktiver machen. Ich wusste gar nicht, dass es da auch so einen Mangel gibt ;) Die Einstellungszahlen und die Gymnasiallehrer*innen, die aufgrund ihrer nicht allzu guten Schnitte keine Stelle bekommen und dann an Grundschulen gehen, sprechen eigentlich eine andere Sprache.

    Mir kommt es ja schon fast so vor, als bräuchten sie mehr Geld allein fürs Ego. Ansonsten könnte es ihnen ja eigentlich egal sein.

    Ob es tatsächlich kommt, naja. Ich denke, für Mittelschullehrer*innen sicher. Für Grundschullehrer*innen bin ich noch etwas skeptisch, aber ich hoffe es natürlich.

    Hast du die Kommentare auch gelesen? Es ist richtig peinlich, mit welcher Vehemenz und Arroganz sich ein paar-Gy-KuK gegen A13 für Gs+Ms äußern !

    Kommt der vielleicht auch daher, dass bekannt ist, dass Bayern seine Mittelschullehrer gerne in den teuren Großraum München schickt, und dadurch junge Leute abgeschreckt werden, Mittelschullehrer zu werden?

    Das ist neben viel zu hohem Deputat (27 Stunden) schwieriger Schülerschaft, Inklusion nahezu ohne Unterstützung, hohem Anteil gebundener Ganztagsklassen (-> zahleiche Aufsichten) etc. sicherlich auch ein Grund. Münchner Mittelschulen sind außerdem Brennpunkt pur.

    Hör nicht auf ihn. Der erzählt dir, was du hören willst. Der kurzfristige Mehrbedarf in 2025 (warum eigentlich?) wird mit vorhandenen Lehrkräften locker zu decken sein.

    Es gibt mittlerweile auch einen Haufen Gym-Lehrkräfte in Bayern, die mittels Sondermaßnahme an den Mittelschulen untergekommen sind. Die können sich nach drei Jahren auch wieder am Gym bewerben. Da ist ein ganz schöner Pool vorhanden!

    Ist deine Frau eigentlich an der MS geblieben bzw. hat sie vor, wieder ans Gy zu wechseln?

    Früher gab es in Bayern in den Grundschulen mobile Reserven und pädagogische Assistentinnen. Ob es die jetzt noch gibt, weiß ich gar nicht. Das verhinderte oft Unterrichtsausfall und Schwächere oder Stärkere wurden regelmäßig aus dem Unterricht genommen und gefördert.

    Auf dem Papier gibt es sie noch, ja. Leider werden die Förderlehrer als hausinterne mobile Reserve missbraucht, eine kontinuierlich Förderung von Schwachen oder der Inklusionskinder findet kaum statt. Differenzierung jeglicher Art fallen an GS und MS im großen Stil für Vertretungen aus.

    Ich frage mich gerade, ob das wirklich "schlimm" ist. Die Schwachen werden de facto nirgends so gefördert, dass sie plötzlich zu Überfliegern mutieren. Dort, wo eine Orientierung an den Schwachen erfolgt, crashed aber oft das Niveau für die Gesamtgruppe... bei Fokussoerung auf die Stärkeren scheint mir der "Gesamtschaden" unterm Strich geringer zu sein.

    Die Schwachen sollen nicht zu Überfliegern werden, sondern grundlegende Fähigkeiten wie Schreiben und Lesen lernen. Auch soll sich nicht die ganze Gruppe an den Schwachen orientieren, sondern diese sollten extra fördern. Früher gab es z.B. Förderunterricht in Kleinstgruppen, der existiert heute nicht mehr.

    Anfaengerin

    Das sehe ich ähnlich.

    Ganz kurz noch zur Selektion:

    Der Übertrittsdruck führt sicherlich dazu, dass Eltern in der GS mehr auf Leistung achten als in anderen Bundesländern. Gleichzeitig führt sie jedoch dazu, dass die Schwächsten irgendwann abgehängt werden. Der Fokus liegt an den GS (v. a. 3./4. Klasse) auf den Übertrittskindern, die Schwachen können gar nicht mehr mithalten, laufen nur noch mit, werden "durchgezogen", wie oft so schön gesagt wird. Förderunterricht existiert maximal auf dem Papier.

    Ganz extrem ist die negative Entwicklung seit der Einführung des kompetenzorientierten Lehrplans feststellbar.

    Ich find's ja lustig, dass die bayerischen Schüler als gut dargestellt werden, obwohl die Leistungskurve laut Studie stark nach unten geht ...

    Nachdem wir MS-Lehrer seit Jahren schockiert sind, mit welchen "Kenntnissen" Schüler nach 4 Jahren GS zu uns kommen, mag ich mir gar nicht vorstellen, wie wenig die Kinder in den schwach getesteten Bundesländern können. Unsere 5.Klässler können kaum noch lesen, das Schreiben bereitet riesige Probleme - von Rechtschreibung rede ich gar nicht.

    Große Klassen, Inklusion, Integration, Elternwille, fehlendes qualifiziertes Personal für Förderunterricht, ... die Liste an Ursachen könnte ich ewig weiterführen und ist eigentlich allen in der Schule Tätigen bekannt. Nur wird das heute alles unter den Teppich gekehrt. Man verlangt einfach immer weniger, Prüfungen werden vereinfacht, die Quote hoher und v.a. auch sehr guter Abschlüsse immer besser - und schon passt wieder alles, Veränderungen überflüssig.

    Das ist bei uns an der Grundschule - zumindest in meinem Schulamtsbezirk - nämlich schon seit Jahrzehnten der Fall. Wir müssen die Proben der Schulleitung vorlegen und erhalten u.U. gewisse Rückmeldungen

    Ich vermute, das hängt vom Schulleiter ab. Ich war schon an Schulen, an denen ich Proben samt Musterlösung + diverser weiterer Infos vorlegen musste, sowie an solchen, wo meine Proben keinen interessierten.

    Da ich gerade Zeugnisse schreibe. Welche Noten hat deine Mutter ihm gegeben? Bei 15 mal Anwesenheit in Klasse 5 bis 9 scheint das doch sehr schwierig zu sein.

    Bemerkung: "Aufgrund fehlender Anwesenheit konnten keine Noten gebildet werden"

    Notenfelder werden nur entwertet.

    Ja - auch im Abschlusszeugnis!

    Das, was der/die TE beschreibt gibt es tatsächlich und kommt gar nicht mal so selten vor. Das für meine Schule zuständige Jugendamt greift in solchen Fällen kaum ein und die Polizei verschafft sich auch an meinem Schulort keinen Zugang zur Wohnung. Eher im Gegenteil: Nachdem sie von der Schule 3-4 Mal zur gleichen Familie geschickt wurde, fährt dort in der Regel gar keine Streife mehr vorbei.

    All das hat einen fatalen Effekt auf etwaige Nachahmer!

    Meine Selbsttests gestern Abend waren negativ (zwei verschiedene Marken), mein Freitest heute morgen leider positiv (8. Tag). Zusätzlich durfte ich den Test bezahlen, da als Nachweis zum Freitesten scheinbar ein PCR-Test notwendig ist und ich keinen gemacht habe - irgendwie ärgerlich.

    Ich bin gespannt, wie lange die Isolationspflicht überhaupt noch aufrecht erhalten wird.

    Warum hast du auf den PCR-Test verzichtet?

    Auch mit solchen Tipps sollte man vorsichtig sein. Ich kenne 2 Fälle, in denen für die Verbeamtung recht radikal abgenommen wurde, und danach hat der Jojo-Effekt eingekickt und die Leute hatten (und haben) mehr Probleme als vorher. In dem Fall ging es um Stellen bei der Justiz, die unverbeamtet nicht ausgeübt werden können, also verstehe ich die Motivation dahinter. Aber gesundheitlichtut man sich mit sowas auch nicht zwingend einen Gefallen.

    Soweit ich mich erinnere, hat niemand hier zu einer radikalen Diät geraten!

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