Beiträge von Kopfschloss

    Ich stimme mal mit ein, ich bin auch gerade furchtbar genervt, dabei komme ich gerade vom Highlight des Tages, dem Einkauf bei Aldi, zurück. :-)

    Jeden Tag derselbe Mist. Die Technik will nicht so wie ich will, die Kinder sind unausgelastet, der Mann vom homeoffice genervt und Mama ist gefühlt der Blitzableiter für alle.

    Ich bin auch extrovertiert und mir fehlt der Austausch und das Unbeschwerte sehr. Dazu kommt, dass ich wesentlich mehr arbeite als sonst. Ich kann gar nicht verstehen, wenn Leher sagen, dass sie momentan weniger zu tun haben. Aufgaben vorbereiten und hochladen, Onlineunterricht halten, jeden Abend alle Schülermails anschauen und Rückmeldung geben....

    Letzte Woche saß ich mehrfach bis in die Nacht.

    Ich freue mich sehr, wenn wir wieder Präsenzunterricht haben, aber gepaart mit der momentanen Erschöpfung und der Angst vor Ansteckung sind das auch eher trübe Aussichten.

    Jep, uns geht es im Vergleich mit vielen anderen wirklich gut, aber trotzdem träum ich mich momentan mit schönen Bilder, wie zum Beispiel ins Meer zu springen, in den Schlaf.

    Hach ja...

    Ich glaube, das erhitzt jetzt einige Gemüter und/oder führt zu einem shitstorm, aber egal... :-)


    Ganz ehrlich und frei von der Leber weg: Ja, ich hätte daran zu kabbern, wenn meine Kinder nicht aufs Gymnasium kommen würden.

    Uns ist Bildung wichtig und Bildung ist für uns ein Türöffner und wir wollen, dass für unsere Kinder möglichst viele Türen offen sind.

    Sicherlich würde ich keines meiner Kinder ohne entsprechende Empfehlung aufs Gymi "prügeln", aber wenn sie keine Empfehlung bekämen, wäre ich enttäuscht.

    Ja, Präsensunterricht wäre für die 10er und die 9Gler möglich.

    Was mit den andern ist, ist mir gerade nicht klar, bzw. mir ist nicht klar, ob wir Onlineunterricht machen müssen oder lediglich Aufgaben online stellen.

    Falls wir durchgehend Onlineunterricht machen müssen, habe ich die A..karte gezogen, denn ich habe dieses Jahr so viele unterschiedliche Jahrgangsstufen, dass ich den Onlineunterricht von der Schule aus machen müsste, wenn die 10er und 9Gler vor Ort sind. Und das wäre nächste Woche kinderbetreuungsmäßig der Gau.

    Na ja, wir werden sehen...

    Warten wir mal ab, was die Schulleitung schreibt, wenn das Ministerium geschrieben hat.

    Bei uns (RS) heißt das: Onlineunterricht für die 10er und 9Gler.

    Also so, wie es vor den Weihnachtsferien lief.


    Die Grundschulen sollen, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt, ab dem 18.1.21 öffnen.

    Wobei ich Kretschmann so verstanden habe, dass GS bis dahin Zuhause lernen.


    Aber was bedeutet dies für die 5. -9. Klassen? Material? Onlineunterricht?

    Ich schlage da in MrsPace und Philios Kerbe...


    Zieh es durch. Und lenk dich ein bisschen von dir selbst ab. Denk nicht so viel über dich selbst nach.

    Das mag erstmal seltsam und möglicherweise nicht emphatisch wirken, ist aber von Herzen gut gemeint.

    Schlaf nicht zuviel, zuviel Schlaf verstärkt depressive Verstimmungen.


    Es ist zwar einerseits wunderbar in einer Gesellschaft zu leben, in der man sein Lebenskonzept relativ uneingeschränkt nach eigenem Gusto wählen kann, aber auf der anderen Seite erzeugt diese Fülle an Möglichkeiten auch eine Menge Druck.


    Verabschiede dich von dem Gedanken, dass alles perfekt sein oder sich gut anfühlen muss. Muss es nicht. Manchmal muss man sich für etwas entscheiden und es durchziehen, auch wenn es sich manchmal doof anfühlt.

    Das ist mMn in vielen (allen?) Bereichen des Lebens so.

    Ich bin gerne Lehrerin, hasse aber frühes Aufstehen. Doof, ist aber so.

    Ich unterrichte nicht gerne Lyrik, gehört aber dazu und ich machs auch ganz ordentlich.

    Man muss nicht immer brennen, manchmal reicht ein Teelichtchen.


    Ich liebe meine Kinder über alles. (Ja, kitschig, ist aber so.) Trotzdem hätte ich sie schon mehrfach an die Wand klatschen können, weil es eben nicht nur "Du bist die beste Mama der Welt" gibt, sondern auch Trotzanfälle, Geschreie, gefühlt 100 Mal die Nacht aufwachen, ins Auto Gekotze und und und... .


    Warum ich das schreibe?

    Nichts ist perfekt. Auch dein Bruder mit seiner Vorzeigefamilie nicht.

    Und auch die fühlen sich nicht immer gut.

    Ein stückweit kann man seine Gefühlswelt mithilfe des Verstandes beeinflussen.

    Triff eine Entscheidung. Und dann ziehst du es durch.

    Was spricht denn dagegen das Ref anzugehen?

    Nix, wenn du sogar bereit wärst irgendwas zu machen, nur um deinen Lebensunterhalt finanzieren zu können.


    Mach das Ref, beschäftige dich, aber nicht mit dir selbst (ok, das ist zweideutig. Also du kannst dich schon mit dir selbst beschäftigen, aber nur rein körperlich. 😊)

    Grübel nicht über dich nach.

    Schlag die Gedankentür zu.

    Sag laut "Ich mache jetzt das Ref und dann sehen wir weiter"


    Ich wünsch dir alles Gute, dass du dich selbst weniger wichtig nehmen kannst, um so schlussendlich zufriedener zu werden.

    Ich bin generell eher der Typ, der sich selbst oft mit Gedanken wie "Kopf hoch, andere haben es schwerer", " Andere haben ganz andere Probleme" etc hochzieht.

    Ich erzähle meinen Schüler, dass wir alle mega Glück im Geburtenlotto hatten.

    Ich berichte von Kindern aus anderen Ländern, die Probleme haben, die wir uns kaum vorstellen können.

    Kurz: Ich bemühe mich, ein dankbarer Mensch zu sein und Dankbarkeit zu lehren.

    Und trotzdem bin ich momentan mies drauf. Trotzdem habe ich dunkle Gedanken und bin traurig und, ja, tu ich mir manchmal selbst leid.

    Ich hätte dieses Jahr gerne geheiratet, ich hätte gerne ein normales Fest für mein Schulkind gefeiert, ich hätte gerne Kindergeburtstag gefeiert und, noch egoistischer, ich würde so wahnsinnig gerne mal wieder ausgehen, Musik hören, tanzen, trinken und eine Nacht lang Urlaub von meinen Alttagsrollen als Mama, Partnerin, Lehrerin etc nehmen und einfach nur die wilde, gut aussehende, mittelalte (*hust) Maus sein, die das Leben feiert.


    Ja, muss man alles nicht.

    Will ich aber. Brauche ich auch ein Stück weit, um mich gut zu fühlen.

    Natürlich hege ich diese Wünsche nicht, wenn ich, wie gerade, lese, dass wieder über 1000 Menschen verstorben sind.

    Da empfinde ich Mitgefühl und bin froh, dass keiner meiner Liebsten darunter ist.

    Aber wir Menschen sind eben nicht nur Verstandswesen. Wir sind so oft, viel und unterbewusst von Gefühlen gesteuert. Und mein Gefühl schreit manchmal, immer mehr, nach Leben, nach Gemeinschaft, nach Umarmungen, Lachen, Unbeschwertheit, nach Leichtigkeit und Lust.

    Ich finde, das darf man sagen, ohne gleich mit dem Vorwurf der Empathielosigkeit beschossen zu werden.

    Den Wunsch nach etwas zu verspüren ist das eine, ihn auszuleben, was anderes. Viele halten sich an die Regeln und verhalten sich solidarisch.

    Das heißt aber nicht, dass wir nicht traurig sein dürfen über das, was wir gerade nicht haben.

    (Ich habe auch immer viel mehr Bock auf Schokoeis anstatt auf Gemüse. Eigentlich immer. Trotzdem esse ich mehr Gemüse als Schokoeis. Was bin ich doch eine disziplinierte Socke.)

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