Mir selbst ist es während dem Referendariat passiert, dass mein damals 3jähriger Sohn in der Nacht vor einer Lehrprobe ins Krankenhaus auf die Intensivstation musste. Er wurde nachts gegen halb 12 eingeliefert und bis ca. 4 Uhr morgens saß ich bei ihm. Ich bat die Nachtschwester mich zu wecken, damit ich die Schule und das Seminar anrufen könnte. Auf einem Stuhl, mit dem Kopf auf dem Tisch schlief ich ein. Sie ließen mich leider schlafen, sodass ich irgendwann nach 8 Uhr aufwachte. Die Lehrprobe galt als durchgefallen und ich bekam eine schriftliche Abmahnung (mit Gehaltskürzung).
Beiträge von Frechdachs
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Bei mir arbeiten fast 100% der Schüler. Wer mal was nicht erledigt, holt es nach. Die Kinder sind sehr fleißig. Hier in Österreich werden aber auch diese Arbeiten bewertet und fließen in die Zeugnisnote mit ein. Wir sind allerdings seit Mitte März im Distance Learning und ich merke, dass die Schüler zunehmend "müde" werden.
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Bei uns sind die Öffis megavoll. Man hat Probleme überhaupt reinzukommen.
Menschen blockieren zum Tratschen Wege. Abstandhalten ist unmöglich. Es sei denn, man wartet bis sie fertig sind.
Wie mache ich langfristig den Schülern klar, dass sie zueinander Abstand halten sollen
. Nächste Woche geht die Schule mit halbierten Klassen im Wechsel los bei uns. -
Ist "Herr Professor" oder "Frau Professor" in Österreich nicht einfach eine Anrede für Lehrer*innen an höheren Schulen (ohne, dass sie einen akademischen Grad haben - das hat Alias ja auch nicht behauptet)? Ich komme zwar nicht aus Österreich, meine aber, das schon häufiger gehört oder gelesen zu haben.
Was sagen denn die österreichischen Forist*innen dazu?
Wenn man als Lehrer den Master hat (alle Schulformen) und an einer höheren Schule arbeitet, darf man sich Herr Professor oder Frau Professor nennen lassen. Wer als Lehrer nur den Bachelor hat (oder sogar nicht einmal den), darf sich nicht so anreden lassen.
Schüler sagen aber meistens zu mir: "Frau (Fräulein) Lehrerin" oder meinen Namen. Frau Professor sagen sie meistens nicht mehr. Kann sein, dass ich mich da irgendwie nicht angesprochen fühle 😉.
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Nee, ich sagte SENF.
Keine Zuckerpampe.
Düsseldorfer. Löwen. SENF!
Lassen wir uns immer aus Deutschland schicken 😋.
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Ich bin damals mit meinem Mentor in eine andere Abteilung gewechselt.
Aber die Schüler hatten eh Blockunterricht. Da hatte ich nie lange Gelegenheit die Schüler kennenzulernen. Es wurde nur eingehalten, dass ich Klassen 2 Unterrichtsstunden vor einer Lehrprobe hatte 🙁 (war manchmal hart).
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Können die LAAs vielleicht mitwechseln?
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(Vorsicht, enthält Ironie:) Beim Singen werden aber mehr Aerosole frei als beim Husten, also singen bitte nur mit Maske. Eine Bekannte aus Österreich schrieb, dass die Kunstfachschaft bei laufendem Onlineunterricht 700 Masken nähen sollte.
In einem Interview (ich finde es leider nicht mehr und weiß den Politiker nicht) wurde in Bezug auf die Schulöffnung kritisiert, dass man in einem Klassenraum den Mindestabstand nicht einhalten könnte. Entgegnung des Politikers war, dass man dann halt draußen unterrichten solle. 😂
Nur als kleine Anmerkung zum Wetter: Wir haben es gerade etwas kühler und gestern erst sind vereinzelte Schneeflocken gefallen (nur sehr wenige, aber wahrnehmbar). Aber im Mai wird es ja etwas wärmer sein, dann kann ich draußen die Schüler in Reih und Glied aufmarschieren lassen und Unterricht abhalten (werde wohl brüllend unterrichten müssen, wir haben ja noch mehr Klassen 🤣) - Kopfkino 🤣
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Weil es hier Thema war
Spanien: Sitzenbleiben "nur in Ausnahmefällen"
16:54 Uhr
Die rund 8,2 Millionen Schüler Spaniens dürfen sich freuen: Bis auf ganz wenige Ausnahmen werden sie dieses Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie unabhängig von ihren Noten in die nächste Klasse aufsteigen.
Bei einer Videokonferenz der Bildungsministerin Isabel Celaá mit den zuständigen Vertretern aller Regionen sei beschlossen worden, dass das Schuljahr trotz der Krise wie vorgesehen im Juni zu Ende gehen werde, teilte das Bildungsministerium in Madrid mit. Die Beschlüsse gelten für alle Schularten und Jahrgänge, nicht aber für die Hochschulen.
Bei uns in Österreich soll auch jeder weiterkommen. Nur Ausnahmefälle sollen durchfallen (also nix Neues 🤔😂).
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Man könnte das Streichen von Themen beim Übergang absprechen. Gerade, wenn etwas eh nochmal gemacht wird.
Vor zwei Jahren habe ich das auch mit den Volksschullehrerinnen abgesprochen, als es bei ihnen stofflich knapp wurde. Mir war es dann lieber, ich führe ein Themengebiet neu ein, statt auf Halbwissen aufbauen zu müssen. Im Gegenzug haben die (erleichterten) Kolleginnen der VS die letzten Themen vertieft. Bei uns ging es auch um die schriftliche Division.
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Ich denke, dass ich die Schüler die Heftseiten fotografieren und mir zusenden lasse. Funktioniert ja jetzt auch, nur dass sie dann halt vor mir sitzen.
Und zur sogenannten Fürsorgepflicht: Bei uns wurde schon veröffentlicht, dass für Lehrer keine Schutzausrüstung zur Verfügung stehe, diese würde in den medizinischen Einrichtungen gebraucht. So weit hergeholt sind Firelillys Sorgen also nicht. Bei mir haben schon einige Eltern angekündigt, dass ihr Kind erstmal nicht zur Schule kommt (bearbeiten die Onlinematerialien und ich werde Tafelbilder zusenden).
Bei uns in der Schule wird aber schon vor Corona im Schulhaus regelmäßig desinfiziert (Böden, Tische, Regale usw.). Seife usw haben wir auch immer genug.
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Moebius Dann taugt es nicht für einen Vergleich und dafür hast Du es verlinkt. Schade dass wir niemanden aus Italien dabei haben aber Frechdachs könnte es z. B. für Österreich überprüfen.
https://orf.at/stories/3159312/
Hier wird die Auslastung der Intensivbetten für Österreich ganz gut beschrieben.
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Schichtbetrieb in der Schule? Das klingt ja kurios. Corona ist wohl noch ein Argument für kleinere Klassen ; )
Oh, mehr Aufwand sogar? Wie gibst du denn genau Hilfestellung?
Habe ich an anderer Stelle ausführlich beschrieben. Viele Kollegen berichten von erheblichem Mehraufwand.
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Auch im Schichtbetrieb müssen wir die ganze Klasse unterrichten. Ein Teil online und ein Teil präsent. Das würde teilweise doppelt Arbeit bedeuten. Momentan habe ich im Onlineunterricht mehr zu tun, als normal. Da müsste ich dann meine Hilfestellung für die Schüler stark zurückfahren.
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Wir werden uns hier nicht einig werden, daher ist für mich an diesem Punkt EOD. Nicht weil ich dir Recht gebe, sondern weil es zu nichts führt.
Es geht auch nicht darum Angst zu schüren, sondern darum, der Herausforderung mit Respekt und Vorsicht zu begegnen. Und keine neuen Infektionsherde zu öffnen, bevor es Entwarnung gibt. Ausgangspunkt war, ob die Schulen wieder geöffnet werden können, ohne dass es zu einem massiven Anstieg der Infektionszahlen kommt.
BTW: Österreich hat die rigidesten Maßnahmen und lockert diese nun unter das Level, das in der BRD gilt. Die Schulen bleiben bis Ende April geschlossen, dann wird evaluiert, ob eine schrittweise Öffnung möglich ist. Österreich liegt in der Verdoppelungsrate derzeit über 30 Tage. Davon sind wir noch weit entfernt.
Ich bitte dich auch Begriffe wie "Milchmädchen", "Grundschulwissen" und ähnlichen Quark zu unterlassen. Sonst muss ich dich wirklich auf meine Blacklist setzen. Nach all den Jahren konstruktiver Auseinandersetzungen wäre das zwar schade, aber für mein Zeitmanagement unerlässlich.BTW und nebenbei - ich habe auch Mathematik studiert.
Die Schulen bleiben bis Mitte Mai zu.
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Ist der hier eingentlich der längsteThread?
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Die ist wirklich etwas schräg drauf. Die anderen Eltern hätten aber nie etwas gesagt.
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Mja, das ist ein hilfreicher, faktenbasierter und friedlicher Beitrag, genau wie du ihn einforderst

Ich kann es halt vergleichen. Hier ist halt vieles noch traditioneller und es wird erwartet, dass Kinder stillsitzen müssen. Sie können es halt auch und sind Frontalunterricht und seitenweises Abschreiben von der Tafel gewöhnt. Mit modernen Unterrichtsmethoden komme ich hier leider nicht weit (Gruppenarbeit funktioniert nicht, wenn die Kinder sich nicht trauen, miteinander zu sprechen 🙁). Manchmal vermisse ich die Lebendigkeit deutscher Klassen.
Oder von Kollegen werde ich belächelt, als ich geäußert habe, dass ich reflektiere, welche Erfahrungen usw ich aus dieser Zeit in den künftigen Unterricht mitnehme. Sie sind der ernsthaften Meinung, dass die Reflexion keine Aufgabe von Lehrern sei (in diesen Momenten erkenne ich den Sinn eines Referendariates).
Ansonsten fordere ich hier garnichts, ist auch ganz klar formuliert. Zum Beispiel hätte hier eine kleine Anfrage, wie ich das meine, oder ob ich das ein bisschen eräutern könnte, gereicht 🤔.
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Na die Mittlere wäre damit nicht weiter gekommen, denn den Kontakt zu den Lehrern habe ja nur ich, die haben den Kindern keinerlei-Kontaktmöglichkeiten mitgeteilt.
Und das das bei denen nicht alleine geht, habe nicht nur ich festgestellt, sondern die Aufgaben der Mittleren sind einfach nicht dafür ausgelegt alleine bearbeitet zu werden, weil nicht selbsterklärend und unvollständig usw. das kam von allen Eltern gleichermaßen zurück.
Zumal die Lehrer hier ja bis zum Schluss den Kindern vermittelt haben, es gäbe darauf Noten und dann eben schlechte Noten usw. (was natürlich Unsinn ist und beim letzten Blatt habe ich auch glatt überlegt dem Kollegen statt die etwas unfreundlich angefragten Aufgaben den Brief vom Ministerium, wo drin steht, dass das alles freiwillig ist, zu schicken).
Genau, dem würde ich was husten.
Mein Sohn hat eine unqulifizierte Quereinsteigerin (Bitte nicht auf alle beziehen), wahrscheinlich frustriert von ihrem gescheiterten Lebenslauf, dass sie die Kinder aus der Ferne drangsaliert. Mit ihr hatte ich eine kleine Auseinandersetzung, jetzt geht es einigermaßen. Hab sie mal zähmen müssen.
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