Tatsächlich kann es rechtlich problematisch werden, wenn Beamte von dienstlich getroffenen Entscheidungen privat finanziell profitieren. Ich persönlich würde mich in der Situation aus der Diskussion über die Einführung eines neuen Buches heraus halten und der Stimme enthalten. (Und das auch im Protokoll vermerken lassen.) Wenn das von mir geschriebene Buch das beste ist, werden die anderen Kollegen das schon erkennen.
Beiträge von Moebius
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Die Gruppe ist seit 15 Jahren bekannt und wird beobachtet, es gibt bekannte Kanäle und eine bekannte Art des Anschlags. Der ganze Anschlag und die Täterzuschreibung ist konsistent und wird auch von allen Behörden, seriösen Medien und weiteren Beteiligten so beurteilt.
Die Unschuldsvermutung gilt im Strafrecht für einzelne Personen, hier möchte die Gruppe ja, das alle wissen was und warum sie es getan haben, da sehe ich jetzt aktuell keinen Grund von irgendwas anderem auszugehen.
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Mutmaßlich oder ist es bereits gerichtlich festgestellt?
Es gibt ein als glaubwürdig eingeschätztes Bekennerschreiben einer linksterroristischen Gruppe, die in Deutschland seit 15 Jahren aktiv ist und auch für den Brandanschlag auf das Tesla-Werk verantwortlich war. Begründet wird das mit dem Kampf gegen Großindustrie und fossile Energie, man freut sich über darüber, dass jetzt die "Villenbesitzer" im kalten sitzen, die übrigen Betroffenen wären halt notwendige Opfer denen man empfiehlt, sich mit Nachbarschaftshilfe gegenseitig zu unterstützen.
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Medwedew ist ein Alkoholiker und Pöbler, der seit Jahren nichts anderes macht als Drohungen auszuspucken, die ganz offensichtlich Einschüchterung im Westen bewirken soll. Er selbst hat darüber hinaus längst keine Bedeutung mehr. Mich ärgert nur noch, dass der Blödsinn bei uns immer noch mediale Aufmerksamkeit bekommt.
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Und die Gewissheit, dass niemand etwas dagegen tun kann. Das dürfte bald Vorbild und Legitimation für China und Co. sein.
Die brauchen kein Vorbild und auch keine Legitimation.
Selenskyi war ein Prioritätsziel in den ersten Tagen der russischen Invasion, die Flugzeuge mit einer russischen Eliteeinheit waren schon in der Luft, es ist daran gescheitert, dass die Ukraine die Landebahnen des Flughafens von Kiew blockiert und unbrauchbar gemacht hat.
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Man braucht keine Legitimation, man braucht nur Hubschrauber.
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Nation building hat schon in Afghanistan nicht funktioniert und im Irak nur leidlich und in beiden Fällen hat man das Land Jahrzehnte mit einer massiven Truppenpräsenz kontrolliert. In Venezuela gibt es nicht mal eine US-Botschaft, geschweige denn eine militärische Präsenz.
Trump ist Experte darin, vor den Kameras etwas zu erzählen und später zu erklären, dass er natürlich etwas ganz anders gemeint hat. Bei dem was in Venezuela passiert, sind wir nur Zuschauer, die Amerikaner auch nicht viel mehr.
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Der einzige, der hier mit Moral argumentiert, bist du.
Mein Argument war, dass eine moralische Argumentation untauglich ist.
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Genau das sage ich ja, es trifft aber nie zu: die Gestaltung übernimmt immer der Verlag, das Material wird nie identisch mit dem ursprünglichem für den Unterricht sein, die Einschränkung ist belanglos.
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PS: Ich habe einige Materialien veröffentlicht. Die Basis war jedes mal etwas, was ich für mein Examen, andere Lehrproben oder meinen Unterricht erstellt habe. Daraus - nachdem ich damit "erfolgreich" unterrichtet habe - eine Veröffentlichung zu machen, hat jedes mal etwa 2-3 mal so viel Zeit gekostet, wie die ursprüngliche Reihe. Und nichts von dem, was erschienen ist, war hinterher identisch mit den ursprünglich eingesetzten Materialien.
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Wieso ist das Quatsch, was davon ist bitte keine Legitimation des Überfalls auf ein anderes Land und die Entführung des Staatschefs? Kann man ja so sehen, aber behaupten, dass man das weder gesagt noch gemeint habe ist sonderbar.
Ich habe genau das geschrieben und gemeint, was da steht, und auch nichts anderes behauptet, und ganz offensichtlich haben es der überwiegende Teil der hier mitlesenden auch richtig verstanden, im Gegensatz zu einem kleinen Teil, der sich einfach nur am von mir oben beschriebenen Prinzip der moralischen Empörung festhalten möchte.
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Wer erstellt denn gar keine Unterrichtsmaterialien selbst? Unterricht nur nach Lehrwerk oder Lehrervortrag und Unterrichtsgespräch? Kenne ich niemanden. Stelle ich mir zumindest an meiner Schulform auch schwierig vor.
Sich selbst mal ein Arbeitsblatt Zusammenbasteln ist weit davon entfernt, zusammenhängendes, veröffentlichungsfähiges Unterrichtsmaterial zu erstellen, schon alleine weil dort jede Grafik und jedes Diagramm selbst angefertigt werden muss, damit man keine Rechte Dritter verletzt.
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Weil er dich dafür bezahlt.
Erstens tut er das nicht, denn sonst müssten im Umkehrschluss ja KuK weniger Bezüge bekommen, die keine Unterrichtsmaterialien erstellen. Zweitens wäre es auch dann nicht so einfach, denn auch abhängig Beschäftigte, die im Auftrag ihres Arbeitgebers Werke mit einer gewissen Schöpfungshöhe erstellen, verlieren ihre Autorenrechte nicht automatisch durch ihr Beschäftigungsverhältnis, es wird nur wesentlich komplizierter.
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Da steht ausdrücklich, dass du es für richtig hältst, dass Staaten die Staatsoberhäupter anderer Staaten aus "moralischen" Gründen entführen.
So ein Quatsch, ich rede schon mal gar nicht von "Staatsoberhäuptern anderer Staaten" (was Maduro auch aus unserer Sicht gar nicht ist, denn die EU hat die Anerkennung seiner Wahl abgelehnt).
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Die Aussage des Schulamtes ist in meinen Augen ein Allgemeinplatz ohne tiefere Bedeutung. Nur dann, wenn ich beauftragt wurde, ist nachweisbar, dass die Erstellung im Rahmen meiner normalen dienstlichen Tätigkeit geschehen ist. Sonst gehört die Erstellung veröffentlichungsfertiger, eigenständiger Unterrichtsmaterialien nicht zu den Kernaufgaben einer Lehrkraft, was man schon daran sieht, dass 90% der Lehrkräfte das in ihrem gesamten Berufsleben nie machen. Und so lange es keine Arbeitszeiterfassung gibt, erübrigt sich auch die Diskussion darüber, ob ich mit der Erstellung innerhalb oder außerhalb meiner Regelarbeitszeit gelegen habe.
(Mir persönlich ist ein solcher Hinweis im Rahmen der Genehmigung auch nie mitgeteilt worden.) -
Der Dienstherr hat Ansprüche, wenn man Dinge in seinem Auftrag erstellt und dafür eine zeitliche Kompensation erhalten hat, das dürfte nahezu nie der Fall sein.
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Die "moralische" Position nimmst doch gerade du ein. Maduro sei böse, deshalb dürfe er selbstverständlich von den USA entführt werden.
Nein, das tue ich ausdrücklich nicht:
Maduro ist ganz zweifellos ein übler Diktator und wenn es eine reine Frage der Moralität wäre, gäbe es eigentlich keine Alternative dazu, alles zu begrüßen, was ihn von der Macht entfernt und den Menschen dort eine Chance auf ein besseres Leben ermöglicht. Alleine an letzteres glaube ich als Ergebnis des heutigen Eingreifens nicht, es steht eher zu befürchten, dass Venezuela den Weg Somalias geht, die staatliche Ordnung noch weiter zerbricht und das Land zukünftig direkt statt indirekt von kriminellen Banden beherrscht wird.
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Auf internationaler Ebene herrscht Anarchie, Insofern also genau das, was du gut findest: das Recht des Stärkeren.
Dazu, was ich gut finde, habe ich überhaupt nichts geschrieben, aber das weißt du auch, ich habe nur ein Muster kritisiert, in das dein Kommentar genau passt:
Immer, wenn etwas in der Welt passiert, kommt aus Deutschland moralische Empörung, die sehr gerne über die komplexe Situation vor Ort hinwegsieht und einfache, prinzipielle Standpunkte einnimmt. Wenn dann Inhaltliche Hinweise darauf kommen, dass man es sich zu einfach macht, entzieht man sich der Diskussion durch Rückzug auf moralische Prinzipien, die gleichzeitig aber keinerlei Verantwortung für die Folgen übernehmen, wenn man sich tatsächlich an diese Prinzipien halten würde.Spinnen wir das nun weiter. Wenn China, Russland, Nordkorea und die USA zeitlich parallel ihre Interessen militärisch durchsetzen, was bedeutet das dann für die Welt?
Kann sich Taiwan nach wie vor sicher sein, dass es im Invasionsfall unterstützt wird?Russland, China, Nordkorea und Iran setzen ihre Interessen längst militärisch durch, das was dort weitere Eskalationen verhindert sind sicher keine moralisch-rechtlichen Bedenken dieser Regime, sondern einzig die Grenzen ihrer Möglichkeiten und die werden hauptsächlich durch die USA gezogen. Ohne den US-Schutz wäre Taiwan längst durch China besetzt, ohne die US Unterstützung in den ersten 2 Kriegsjahren wäre die Ukraine längst gefallen und die Russen stünden am Baltikum. Man kann die Methoden der USA gerne ablehnen. Aber diese abzulehnen, sich selbst aber gleichzeitig aus jeder Verantwortung raus zu nehmen, hat und in Europe in genau die beschissene Situation gebracht, in der wir uns aktuell befinden.
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Die Ausführungen zu dem Staat und deine Vorstellung davon, dass die Entführung aus deiner Sicht moralisch richtig ist, sind vollkommen unerheblich. Staaten haben sich nicht ungefragt in die Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen.
Also gar kein Völkerrecht? In jedem Staat gilt das Recht des stärkeren, wenn irgendwo das Militär putscht und die Regierung an die Wand stellt, hat der Rest der Welt das hinzunehmen, weil man sich in die Angelegenheiten anderer Staaten nicht einmischt?
Um die nächste Antwort direkt vorweg zu nehmen: dass die Idee "Die UN entscheidet und legitimiert im Bedarfsfall ein Eingreifen von außen" nicht funktioniert, hat sich in den letzten Jahren wohl ziemlich eindeutig gezeigt.
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Das ist ein Problem.
Warum und für wen genau?
Venezuela war mal das wohlhabendste Land in Südamerika und eine vergleichsweise gut funktionierende Demokratie. Maduro und sein Vorgänger Chavez haben das Land in eine völlig verarmte Diktatur verwandelt. Er ist nach neutralen Beobachtern mehrfach demokratisch abgewählt worden, hat sich mit Betrug und Gewalt an der Macht gehalten und die Opposition brutal unterdrückt, Proteste wurden gewaltsam mit vielen Toten niedergeschlagen. Er ist in fast ganz Südamerika isoliert, vor allem weil er 20% der Venezolaner in die Flucht in Nachbarländer getrieben und dort viele wirtschaftliche und gesellschaftliche Probleme verursacht hat. Die wichtigste Einnahmequelle für Venezuela sind heute Rücküberweisungen im Ausland Lebender Geflüchteter an ihre zurückgebliebenen Verwandten.
Maduro ist ganz zweifellos ein übler Diktator und wenn es eine reine Frage der Moralität wäre, gäbe es eigentlich keine Alternative dazu, alles zu begrüßen, was ihn von der Macht entfernt und den Menschen dort eine Chance auf ein besseres Leben ermöglicht. Alleine an letzteres glaube ich als Ergebnis des heutigen Eingreifens nicht, es steht eher zu befürchten, dass Venezuela den weg Somalias geht, die staatliche Ordnung noch weiter zerbricht und das Land zukünftig direkt statt indirekt von kriminellen Banden beherrscht wird.
Diffus "Völkerrecht" zu rufen und zu meinen, dies übergeordnete Prinzip wäre ein Joker um alle Probleme und die tatsächliche Situation im Land nicht mehr wahrnehmen und berücksichtigen zu müssen, ist eigentlich nur eine weitere Bankrotterklärung des Völkerrechtes.
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