Beiträge von Moebius

    Wann und wo war das denn so?

    In meiner eigenen Schulzeit war es im ländlicheren Raum nicht unüblich und hatte damit zu tun, dass Hauptschulen viel kleinere Systeme waren. Bei uns gab es für ein Gebiet mit 35 000 Einwohnern ein Gymnasium (4-zügig) 2 Realschulen (ca. 3 zügig) und 3 Hauptschulen (meist 2 zügig). In kleinen Schulen hast du oft einen größeren Abstand zum bereits kleineren Klassenteiler. Und diese Zustände halte ich rückblickend für absolut positiv, weil gerade SuS mit Schwierigkeiten an kleineren Systemen viel besser aufgehoben sind, wo jede Lehrkraft jeden Schüler kennt und auch jeden potentiellen Ausbildungsbetrieb im Ort. Dass man Schüler, die an solchen Schulen gut aufgehoben waren, jetzt in 7-zügige Gesamtschulen steckt und den Eltern erzählt, dass sie dort gut aufgehoben wären, weil da alle gemeinsam lernen würden, halte ich für den größten Beschiss gegenüber den Betroffenen der Schulpolitik der letzten 30 Jahre (wobei man für Förderschulen und Inklusion in weiten Teilen den gleichen Text schreiben könnte).

    Und ja, das sage ich auch, weil ich solche SuS an meiner Schulform und unter den dort herrschenden Bedingungen nicht unterrichten möchte und es inzwischen manchmal muss (was für die Schüler noch viel schlimmer ist, als für mich). Trotzdem kann ich gleichzeitig anerkennen, dass viele Lehrkräfte dort gute Arbeit geleistet haben und bin auch gerne bereit ihnen Ressourcen zu gönnen, die ich in dem Umfang am Gymnasium nie kriegen werde und auch nicht brauche.

    Und dann würdest du dich beklagen, warum diese Schulen besser mit Lehrern besetzt wären.

    Das gab es mal, hat etwa 40 Jahre ziemlich gut funktioniert und nannte sich "Dreigliedriges Schulsystem". Da hatte die Hauptschulen eine Klassenstärke von 18 SuS und haben viele von diesen sehr schwachen Kandidaten sehr erfolgreich in eine Ausbildung vermittelt. Beklagt hat sich da niemand, die meisten hatten und haben Respekt vor dem, was an der Schulform geleistet wurde (und in wenigen Fällen noch wird).

    Das Hintenherum, unabhängig davon, wer da jeweils involviert ist, finde ich ebenfalls absolut unangemessen, zumal es ein Vertrauensverhältnis untergräbt.

    Für einen Beruf, bei dem ein großer Anteil der Tätigkeit aus der Bewertung der Leistung anderer Personen besteht, reagieren Lehrkräfte oft bemerkenswert sensibel, wenn an irgendeiner Stelle mal die Qualität ihrer eigenen Arbeit überprüft werden soll.

    Die Qualität von Klassenarbeiten sicherzustellen (nicht subjektiv, sondern anhand objektiver Kriterien) gehört bei uns explizit zu den Aufgaben von Schulleitung. Dass diese Aufgabe an Koordinatoren delegiert wird, ist üblich, dass diese sich eine fachliche Einschätzung holen, an der Stelle, an der sie selber fachlich nicht beurteilen können und das für notwendig erachten, ist ein professionelles Vorgehen, so lange es über den korrekten Dienstweg erfolgt.

    Der andere Kollege sollte der Fachbereichleiter des Faches sein, dann ist das grundsätzlich ein normales Verfahren.

    Inhaltlich darf der Koordinator nicht in die Beurteilung der Klausur eingreifen, wohl aber zurückmelden, wenn es seiner Auffassung nach Probleme bei der Korrektur gibt. Ob eine Feststellungsprüfung angesetzt werden kann und von wem kann man ohne Angabe des Bundeslandes nicht beantworten.

    Die aktuellen Entwicklungen in dem Bereich kommen aus privatwirtschaftlichen Unternehmen, weder Deutschland noch kommerziellen Firmen kann man ernstlich unterstellen am Bau einer Fusionsbombe zu arbeiten oder an einer Forschung in der Richtung ein wirtschaftliches Interesse zu haben. Wir sind längst in einem sehr spezifischen Bereich, bei dem es um die Stabilisierung einer kontrollierten Fusion geht, nicht um irgendwelche anderen Zwecke.

    Du bist keine erfahrene Lehrkraft mit Mehrjähriger Berufserfahrung, sondern jemand, der an seiner Schule bereits Schwierigkeiten hat und in einem Abhängigkeitsverhältnis steht.. Du fragst an deiner Ausbildungsschule nach, wie an der Schule üblicherweise mit so einem Fall umgeht und hältst dich ganz genau an das, was man dir sagt, auch wenn es dir nicht passen sollte.

    Also noch 40 Jahre, der Witz oben hat weiter Bestand und es ist eindeutig zu spät für die Verhinderung der Klimakatastrophe.

    Die Perspektive, dass Kernfusion in 40 Jahren substanziell zur Energieversorgung beiträgt ist für mich nichts negatives. Um den Klimawandel, an dem wir grundsätzlich sowieso nicht viel werden ändern können, geht es mir dabei nicht.
    Abgesehen davon, dass es ein wesentlicher Teil unseres heutigen Problems ist, dass wir 20 Jahre lang nicht mehr in Sachen investiert haben, bei denen keine Rendite in den nächsten 10 Jahren zu erwarten war (im Gegensatz zu China), ist die Erzeugung eines el. Energieüberschusses auch nicht die einzige Anwendung von Fusion, bei der lasergepumpten Fusion glaube ich persönlich gar nicht an einen Überschuss in für Energieerzeugung relevantem Maßstab, sie wird trotzdem vermutlich zuerst marktreif sein.

    Ist ja auch ein blödsinniger Vorschlag.

    Ich sag meinen Schülern immer, wenn du eine 1 in Mathe hast und zur Belohnung ein neues Handy möchtest, verlangst du kein Handy, sondern ein eigenes Pony und lässt dich dann auf ein Handy runter handeln.

    Vorschlagen können sie viel, das muss und wird Ödemir nicht mitmachen. Wenn die CDU da den Ministerpräsidenten stellen will, muss sie das mit der AfD machen, das wissen alle Beteiligten. Gerade im Vorfeld von Koalitionsverhandlungen wird viel geschwätzt. Reden lassen und in 4 Wochen noch mal gucken.

    Ich finde es traurig, dass es die SPD nicht geschafft hat, eine vernünftige Kandidatur auf die Beine zu stellen. Aber wahrscheinlich gibt's in Baden-Württemberg sowieso keine nennenswerte Arbeiterschaft, die sich für bezahlbaren Mietwohnraum etc. einsetzen würde.

    Das Problem der SPD ist schon seit Jahren, dass sie keine Politik mehr für Arbeiter macht, sondern für Rentner und Transferleistungsempfänger. Die wählen sie aber trotzdem nicht, die Arbeiter aber auch nicht mehr.

    Ich habe größte Achtung, dass trotz selektiver Auswahl (jüngere kreuzen noch einmal an, ältere verweigern), die Hochrechnung so genau ist.

    Das wird berücksichtigt, bei einer typischen Umfrage fließen von 10 000 Befragten am Ende nur 5 000 in die Hochrechnung ein, weil aus allen abgegebenen Rückmeldungen dann noch auf eine repräsentative Stichprobe auf Basis der übrigen erfassten Daten reduziert wird. Dazu gibt es dann noch Korrekturfaktoren, die bestimmte erfahrungsgemäße Abweichungen zwischen Umfrage und tatsächlicher Wahl korrigieren. Aus dem Grund waren die Hochrechnungen bei den ersten Wahlen, bei denen die AfD erfolgreich angetreten ist, relativ schlecht, man hatte noch keine Erfahrungswerte für die Korrekturfaktoren.

    Das Problem ist, dass vermutlich einige AFD-Anhänger auch wegen den Skandalen jetzt CDU wählen werden.

    Die Aussage finde ich äußerst befremdlich. Frei nach dem Motto "Alle Demokraten müssen dafür kämpfen, dass die Menschen nicht mehr AfD wählen, außer wenn es grade für mich vorteilhaft ist."

    Das hat aber alles nichts mit der beschriebenen Situation eines niedersächsischen Gymnasiums zu tun.
    Hier gibt es kein grundsätzliches Versorgungsproblem, wenn ein Gymnasium in Niedersachsen Pflichtunterricht nach Stundentafel nicht ausbringt, läuft dort etwas schief.

    Beamte können auch einfach aus dienstlichen Gründen versetzt werden, natürlich gibt es KuK, die sich so dickfällig anstellen, dass ihnen kaum beizukommen ist und es trotzdem für die vorzeitige dauerhafte Dienstunfähigkeit nicht reicht, die laufen dann früher oder später oft unter "Wanderpokal".

    Ich kenne Leute, die entfernt in der Branche arbeiten und die tatsächlich der Meinung sind, dass es mit den Fusionsreaktoren dieses mal anders ist als die letzten 50 Jahre und wirklich eine realistische Chance auf einen erfolgreichen Bau eines Energie funktionsfähigen Reaktors in den nächsten 15 Jahren gibt.

    Allerdings wird die elektrische Energie daraus keinesfalls günstiger sein, als aus Wind oder Solar. Der große Vorteil ist eben die Grundlastfähigkeit, eine Mischung aus 20% Fusion und 80% Erneuerbaren wäre eine sinnvolle und langfristig nicht ganz unrealistische Perspektive. Und tatsächlich wäre Deutschland in den technologischen Bereichen, die man für Fusionsreaktoren benötigt, aktuell noch sehr stark positioniert.

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