Schulleitung lässt sich regelmäßig im Unterricht vertreten

  • Das würde ich unterschreiben. Und gleichzeitig sage ich: für die Schüler ist es besser, wenn ich mal so sehe wie Kollegen aus der erweiterten Schulleitung oft ihren Unterricht halten (nämlich aus dem Büro heraus mit offener Tür).

    Ich habe schon unter vielen Schulleitern gedient. Mir ist einer in Erinnerung geblieben, der seinen eigenen Unterricht immer in die 1. Stunde gelegt hat, damit dieser eben nicht mit seinen Bürozeiten kollidiert. Da hatte er dann immer von 7:30 bis 8:15 Uhr Unterricht und danach ging dann sein Kerngeschäft los.

  • Ich verstehe durchaus, dass es zu Unmut führt, wenn 5 Stunden Doppelbesetzung nicht verlässlich gegeben werden. Aber ich denke trotzdem: das ist ein strukturelles Problem, weil oftmals dienstliche Verpflichtungen dem Unterricht entgehen stehen, nicht das Wollen oder Gleichgültigkeit oder geringe Wertschätzung oder oder…

  • Eine Schulleitung, die sich nicht in der Klasse durchsetzen kann oder keine Lust hat, mit SuS zu arbeiten ginge für mich gar nicht.

    Ich finde es viel wichtiger, dass eine Schulleitung wirklich fit ist im Schulrecht, sich gut mit der Verwaltung einer Dienststelle auskennt und den KuK den Rücken frei hält. Für mich besteht die Kernaufgabe einer SL nicht (mehr) darin zu unterrichten und so selber für strahlende Kinderaugen zu sorgen. Das machen die "normalen" Kollegen. Die Schulleitung hat vielmerh dafür zu sorgen, dass die "normalen" Kollegen ein sehr gutes Umfeld vorfinden, um eben für diese strahlenden Kinderaugen sorgen zu können.

  • Nochmal : Niemand will pauschalisieren oder Dich persönlich "anmachen" - wahrscheinlich will auch niemand Deinen Job machen, weil jeder weiß, was dahintersteckt ...

    Trotzdem :

    Warum kannst Du denn zum Schulrat nicht sagen - sorry, da habe ich noch Unterricht ...

    Wenn Eltern um ein Gespräch bitten, muss ich auch sagen - sorry, bitte eine Stunde später - ich habe bis 14 Uhr Unterricht ...

    Wozu wird denn die SL in den Unterricht eingeplant, wenn sie ihn zu 50% (oder sogar mehr) sowieso nicht halten kann ? Dann wäre es doch logisch und konsequent, zu sagen, dass der Rektor / die Rektorin keinen Unterricht gibt. Dann muss er / sie auch nicht vertreten werden.

  • nicht das Wollen oder Gleichgültigkeit oder geringe Wertschätzung oder oder…

    Das behauptet auch niemand !

    Dienstliche Verpflichtungen müssen sein, keine Frage ! Aber die wird es immer geben - also wird der Unterricht an dieser Stelle immer "leiden".

    Dann kann ich das - wie schon angemerkt - mit dem Unterricht auch lassen.

    Dann muss niemand ein schlechtes Gewissen haben - die Kolleginnen und Kollegen haben einen anderen Grund zum Ätzen und Meckern und der Rektor hat Zeit für seine Termine, ohne auf den Unterricht Rücksicht nehmen zu müssen.

  • Bei uns müssen es mindestens 4 sein und das finde ich schon sinnvoll. Eine Schulleitung, die sich nicht in der Klasse durchsetzen kann oder keine Lust hat, mit SuS zu arbeiten ginge für mich gar nicht. Dass sie das Gefühl nicht verliert, was die Dauerbelastung vor der Klasse ausmacht finde ich wichtig.

    Was habe ich denn als Lehrkraft davon, wenn die Schulleitung tollen Unterricht macht? Das ist mir sowas von egal, die soll die Leitungsaufgaben vernünftig machen und mir nicht mit Blödsinn auf den Sack gehen.

  • Du fühlst dich fair behandelt und gleichwertig während die Schule ggf. im Chaos versinkt... ;)

    Achso, naja solange ich mich dabei gut fühle, ist alles prima.

Werbung