Beiträge von McGonagall

    Krass, 58 Seiten zu diesem Thema. Es muss doch eine rechtlich sichere Lösung geben in jedem abundesland? Gibt es in SH auch, ist etwas unbequem, aber da muss man dann eben durch. Oder bringt es euch so viel Spaß, euch auf Nebenschauplätzen mit kleinen Fechtkämpfen und Duellen ein bisschen auszutoben? 🤔

    Nein, die Kombination aus dem Bezug von Pension und einem Zuverdienst mit nur sehr wenigen Stunden kann durchaus attraktiver sein als diese Gesamtsumme durch entsprechend viele Stunden erwirtschaften zu müssen.

    Aber würde man dann nicht langfristig einen Anteil an Bezügen verlieren und nur solange auf die gleiche Summe / auf mehr Geld kommen, solange man weiter arbeitet? Oder verstehe ich die Rechnung nicht?

    Ich empfinde die Diskussion über Führungspositionen an dieser Stelle sehr kleinkariert. Wenn ich in die Grundschule schaue, dann sind dort eher die Männer unterrepräsentiert. Wenn ich es aber darauf anlege, kann ich doch bitte bei jedem Auswahlverfahren deutlich machen, dass jemand besser geeignet ist für den Job als jemand anderes - unabhängig von der Frage des Geschlechts, einfach nur, weil ich jemand bestimmtes auf einer Position haben will.

    Darüber hinaus ist aber die Tatsache, dass Frauen so viele Jahrhunderte ganz bewusst benachteiligt wurden, doch keine unbekannte Erkenntnis, um die man streiten muss. Natürlich haben sich berufliche und sonstige Chancen von Frauen Stück für Stück in den letzten 80 Jahren vielleicht verbessert, und gerade in den letzten 10-20 Jahren hat noch mal vermehrtes Umdenken stattgefunden. Übrigens nicht nur, was die Position der Frauen angeht, sondern auch insgesamt, was gender-Akzeptanz (gibt es das Wort?) angeht. Aber die Sensibilität für das Thema bringt auch mit sich, dass ich z.B. mich häufig umgucke und mich wundere, dass ich als eine der wenigen hier auf dem Dorf als Frau, als Mutter in der Lage wäre, die Familie zu ernähren. Es ist hier immer noch Standard, dass dafür der Mann im Haus zuständig ist. Und solange das noch in den Köpfen der Mehrheit der Bevölkerung ist, solange ist es wichtig und von großer Bedeutung, dass Frauen immer wieder darauf aufmerksam machen, dass es eben noch keine Geschlechter-Gleichheit gibt und dass Rollen immer noch qua Geburt zugewiesen werden. Das schließt mit ein, dass Abweichungen von der qua Geburt zugewiesenen Geschlechter-Rolle in unserer Gesellschaft noch zu wenig akzeptiert werden. Das schließt mit ein, dass immer noch gesellschaftlich definiert ist, dass der Standard bitte die Familie Mann/Frau mit 2 Kindern zu sein hat - weiche ich ab, weil ich mich für eine andere/gleichgeschlechtliche/sonstige Wahl des partnerschaftlichen Zusammenlebens entscheide oder für ein Leben als Single, dann bin ich.gesellschaftlich „abnormal“ und werde (z.B. als Beamte/r immer wieder durch die Besoldungsdiskussion aufgemischt) abgestraft.

    Ich finde Chancenungleichheit ist in vielen Bereichen unseres Alltags Standard. Wenn es aber um Besetzung von Führungspositionen geht, kann man das doch sowas von simpel steuern?

    Ich sitze langfristig vor der gleichen Aufgabe.

    In SH wird ja Jahrgangsübergreifender Unterricht bevorzugt/gewünscht/als Sparmaßnahme gesehen/ je nachdem, wie man dazu steht, aber es ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, aus 4x 35 Kindern pro Jahrgang 6 Lerngruppen zu bauen. Funktioniert, wenn die LK dahinter stehen.

    Andere Idee: Lernzeiten, in denen man die SuS in eigener Verantwortung Aufgaben bearbeiten lässt, die durch weniger Lehrkräfte als Klassen da sind beaufsichtigt werden, mit Unterstützung durch pädagogisches Personal /FSJ usw., so dass man hier Stunden spart.

    Oder: Im Mentoren-System Zeiten einbauen, in denen die Viertklässler die Erstklässler übernehmen: Lesetraining, Vorlesen usw, mit gutem Konzept und ritualisiert, so dass nur eine Lehrkraft für 2 Klassen z.B. nötig ist.

    Das fällt mir gerade noch ergänzend ein…

    Aber das EFV muss man doch trotzdem machen, oder nicht? Also, wenn man dann die Schule als SL leiten will und sich auf die entsprechende Stelle bewirbt.

    In SH ist das so. Aber es ist dann ja auch in den meisten Fällen eine Beförderung in eine höhere Besoldungsstufe damit verbunden.


    Wenn du deine Schule übernehmen willst, ist die Situation ja noch eine andere. Früher war es ja immer so, dass man besser einmal weg musste, weil man als interner Bewerber nur nachrangig zugelassen war und das auch erst bei Folgeausschreibungen (in SH zumindest), aber bei dem Mangel, der heute an Schulleitungen herrscht, sind sie wohl davon abgerückt.

    Das Ganze hat noch mehr Nachteile.

    Wenn Du als "Kommissarische" dort sitzt, darfst Du die Arbeit machen, bekommst aber womöglich nicht das Geld dafür - gerade, wenn der Stundenanteil zu niedrig ist. Das habe ich von mehreren SLQ-Teilnehmerinnen, die das genau SO erlebt haben, erzählt bekommen.

    Ja, wenn schon, dann sollte man sich auch tatsächlich bewerben und den Job offiziell übernehmen. Ist nur dann sinnvoll, wenn man das dauerhaft machen möchte und so auf diese Weise mal reinschnuppern kann

    Bisher wurde erstmal nur gefragt, ob ich nicht wollen würde. Das hab ich verneint. Mal sehen, wie es weiter geht.


    Aber sind wir Mal ehrlich, wenn ich erstmal kommissarisch auf dem Posten sitze, komme ich da nie wieder weg.

    Kommt das für dich tatsächlich gar nicht in Frage? Kennst du die Schule? Vielleicht würde es sonst Sinn machen, die Schule erstmal anzusehen - nachteilig wäre es sonst evtl. höchstens, wenn du in 2 Jahren überlegst, doch eine Schule übernehmen zu wollen und dann ist keine passende da…?

    Ketzerisch würde ich jetzt mal sagen: da hast du einen langen Fahrweg, oder? Wenn es dich so sehr belastet? Wenn du bis 21 Uhr arbeitest und dann ab 7.30 wieder, dann sind das zwar nur 10,5 Stunden Pause dazwischen, aber am Ende kommst du ja auch nur auf deine 42 Stunden-Woche (oder wieviel das in NRW ist), und an anderen Tagen ist dafür mehr Luft. Für ein Nachmittagsschläfchen z.B? Man kann sich natürlich rechtlich darüber aufregen oder man kann die Vorteile sehen - die müssen ja bei einer „Doppelschicht“ zu erkennen sein.

    Wie irgendwo vorhin schon geschrieben - Das Glas ist halb voll oder halb leer.

    Als Studentin habe ich in der Kneipe tw. Doppelschichten geschoben - bis nachts um 2 Uhr und am nächsten Tag um 10 Uhr wieder auf der Matte. Zu Mindestlohn- auch wenn es den Begriff damals noch nicht gab. Heute verdiene ich wesentlich mehr und bin dankbar dafür.

    Ich frag mal einfach: Was hilft es, immer nur zu jammern und den Anblick auf die Probleme zu lenken? Ich persönlich finde es ja so viel angenehmer, die positiven Aspekte des Leben s zu sehen? Nur meine Meinung…

Werbung