Dann zitiere ich mich noch einmal selbst…
ZitatIch gehe davon aus, dass in jedem Bundesland Funktionsträger ein aufwändiges Verfahren durchlaufen, um da zu landen, wo sie sind, dass sie deutlich und mehrfach bewiesen haben, dass sie sehr qualifiziert, sehr engagiert usw sind und sich sicher nicht einfach vor der Arbeit drücken. Und sie drücken sich sicher mehrheitlich nicht vor den Aufsichten - es passt nur oft einfach organisatorisch nicht in den Arbeitsalltag.
Bemerkenswert bleibt ja für mich, das Kris24 meinen Beitrag mit einem völlig anderen Schwerpunkt liest, als ich es gemeint habe. Mein Ansatz war:
Ich nehme in diesem Forum von einigen KollegInnen wahr, dass Funktionsträgern immer wieder unterstellt wird, sie würden sich vor Aufgaben wie Aufsichten drücken, die doch aber zu den normalen Dienstaufgaben aller Lehrkräfte gehören.
Ich wollte daraufhin deutlich machen: wer eine Qualifizierung für die Bewerbung auf eine Funktionsstele durchläuft (und bei uns geht es gewöhnlich nicht ohne Qualifizierungsmaßnahme!) und überhaupt bereit ist, ein Amt in der Schulleitung zu übernehmen, der ist sehr engagiert, und gehört bestimmt nich in die Gruppe derer, die sich vor irgendetwas drücken. Es passt nur oft nicht in den Arbeitsalltag - zumindest nicht in meinen.
meiner Wahrnemung nach fungiere ich hier gerade als Platzhalter zum Abladen für irgendwelchen Frust, für den ich nicht verantwortlich bin. So, wie Kris24 (und einige andere offensichtlich) mich sehen wollen, bin ich nicht, bin ich nie gewesen. Mein eigentliches Umfeld würde mir da recht geben. In meinem Setting ist alles ok, deshalb ist die Situation etwas surreal, für etwas an den Pranger gestellt u werden, was ja gar nicht dem realen Leben entspricht. Aber wenn es irgendwie hilft, stelle ich mich auch dafür zur Verfügung.
Ich habe also jetzt ein weiteres Mal versucht, meine Sichtweise zu erklären und die Intention meines Beitrages. Ich wiederhole auch noch ein weiteres Mal: Ich wollte für mehr Verständnis auf beiden „Seiten“ werben.
In meinem realen Leben ist es so, dass ein Vorfall in meiner Familie gerade dazu führt, dass ich selbst aktuell ganz stark an der Überlastungsgrenze stehe und an der Klippe zum Burnout balanciere. Deshalb tut mir gerade nicht gut, was einige hier aus meinem Beitrag machen möchten - ich hatte gedacht, dass sich selbst in einem virtuellen Lehrerzimmer nach einiger Zeit einschätzen lässt, was das für Menschen hinter den Accounts sind und wie die Beiträge einzuschätzen sind... Ich stelle aber fest: Man kann sich sehr schnell täuschen.
Ich ziehe mich daher mal eine Zeitlang hier raus und bündel meine Energie mal im realen Leben…