Ich hätte eine Idee, die bereits an manchen Schulen erfolgreich umgesetzt wird (auch Hessen). Verbindliche Ganztagsschule, wo Lehrkräfte, Sozialpädagog*innen, Erzieher*innen gemeinsam und auf Augenhöhe auf dem jeweiligen Fachgebiet gemeinsam Kinder in ihrer Entwicklung, begleiten.
Das mantramäßige einflechten von "auf Augenhöhe" in diverse Konzepte zukünftiger Schulen ist ein weiteres Kernproblem.
In vielerlei Hinsicht sind Lehrer, Eltern und Schüler nicht auf Augenhöhe. Ja, natürlich sollten vor allem Lehrer respektvoll mit ihrer Klientel umgehen, aber wir haben ganz unterschiedliche Rollen. Lehrer sind im Bildungskontext die ausgebildeten Experten, die anderen Parteien nicht. Ich entschiede viele Dinge - Stundeninhalt und -ablauf, welches Verhalten akzeptabel ist und welches nicht, die Note, die auf dem Zeugnis steht - auch wenn Eltern und Schüler anderer Meinung sind. Ich mache meine Entscheidungen transparent und treffe sie auf Basis sachlicher Überlegungen und nicht nach Lust und Laune, aber am Ende entscheide ich und da muss ich denjenigen, die diese Entscheidungen betreffen, keine Augenhöhe vorgaukeln.
Das gleiche gilt für andere Beschäftigte an Schulen. Ich erwarte von denen Professionalität in ihrer Rolle und liefere das gleiche in meiner.