Beiträge von Moebius

    Auch im Ganztag sollten wertvolle Debutatsstunden nicht "verblasen" werden. Wenn das der Fall ist, erfüllen die Angebote dort schlicht die Qualitätsstandards nicht, denn auch im Ganztag sollen Dinge wie Förderunterricht, AG-Angebote, etc. stattfinden, für die eine Lehrkraft grundsätzlich schon besser qualifiziert ist, als eine Aushilfe. Und dass Vollzeitkräfte in der Regel an 3 Nachmittagen eingesetzt sind ist auch nicht zwingend sondern schlechte Stundenplanung. Da wäre ich sehr vorsichtig mir eine Lösung durch die Kapitalisierung zu erwarten, eine schlechte Schulleitung mit mehr Geld bleibt eine schlechte Schulleitung.

    Kapitalisierung ist nicht grundsätzlich negativ oder positiv. Sie hat die genannten Nachteile, schafft neue Möglichkeiten und erhöht insgesamt die Komplexität der Aufgabe "Schulleitung". Die positiven Aspekte werden nur überwiegen, wenn man eine Schulleitung hat, die in der Lage ist wirklich qualifiziertes und zuverlässiges Personal zu akquirieren und dieses auch durchdacht ein zu setzen.

    Sich eine Stelle ohne 2. StEx zu suchen, macht höchsten dann Sinn, wenn man 2 mal durchgefallen ist und keine Alternative hat. Ansonsten sind die Diskrepanzen zwischen Bezahlung und Perspektive so gravierend, dass es keinen sinnvollen Weg um das Ref herum gibt.

    Im übrigen auch für einen selber, das Ref ist die Ausbildungsphase, in der man lernt zu unterrichten.

    Selbstverständlich würde ich als Beamter diese neuen Klausuren erstellen. Aber wer sagt denn, daß nicht an dem neuen Prüfungstermin auch wieder gestreikt wird? Dann würden schön im Zweiwochenrythmus Klausuren erstellt und bestreikt bis auf einmal der 15. Juli und damit der bundesweite Anmeldetermin an den Universitären verstrichen ist, ohne das sich jemand aus dem aktuellen Jahrgang anmelden konnte, weil die alle ihr Abitur ja noch nicht abgelegt haben.

    Du schreibst hier einfach nur irgendwelchen platten Unsinn ohne jeglicher Kenntnis von Rechtslage, sorry, aber das ist Stammtischgeschwätz.

    Erzähl doch mal. Da Schulfahrten ohnehin kaum (arbeits-)rechtlich sauber durchzuführen sind, sehe ich für deren Aussetzung eigentlich keine großartigen Hindernisse - ganz unpolemisch gemeint und ernsthaft gefragt.

    Rechtlich sind Fahrten mit Übernachtung in Niedersachsen grundsätzlich freiwillig, aber die Tatsache, dass von an dem Gymnasien in in einem Schuljahr tatsächlich geschätzte 95% der Fahrten ausgefallen sind, hat definitiv für einen massiven Aufruhr und mediale Aufmerksamkeit gesorgt. Ich habe selber einige Abende auf diversen Elternveranstaltungen verbracht und unseren Standpunkt erklärt, letztlich aber auch immer gesagt, dass wir die Sache so durchziehen, unabhängig davon, ob die Eltern Verständnis haben oder nicht.

    Die Arbeitszeiterhöhung ist letztlich vor Gericht einkassiert worden und die Kultusministerin wurde bei nächster Gelegenheit ausgetauscht.

    Wieviel die Aktion dazu beigetragen hat ist natürlich Spekulation, aber es hat damals schon insgesamt einen Stimmungswechsel dahingehend gegeben, dass der Grundtenor in der öffentlichen Wahrnehmung war, dass das Maß an den Schulen voll ist und die Regierung hat die Niederlage vor Gericht geschluckt ohne in Berufung zu gehen oder einen Versuch zu unternehmen, die Erhöhung auf anderem Wege um zu setzen.

    Der Schlüssel war aber ganz klar, dass sich der öffentliche Druck damals sehr deutlich gegen die Landesregierung gerichtet hat und nicht gegen die "Streikenden".

    Aber Streiks per se als rechtswidrig zu bezeichnen nur weil die Auswirkungen sicherlich unschön wären, dass kann letztlich nur die Judikative; und das ist auch gut so.

    Kein Mensch hat Streiks "per se" als rechtswidrig bezeichnet, nur die oben beschriebenen Ideen, wie man mit möglichst wenig Einsatz einen möglichst großen Schaden anrichten kann sind es, denn genau das verstößt gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit.

    Über die Idee, "wir streiken gezielt als Prüfungstagen", brauchen wir gar nicht zu diskutieren, die ist komplett unsinnig. Dem Arbeitgeber würde das überhaupt nicht schaden, das Streiken an Tagen der Abiturprüfung würde lediglich dazu führen, dass dann die zentralen Arbeiten nicht genutzt werden können und alle streikenden Lehrkräfte nach Rückkehr erst mal selber Klausuren für die Nachschreiber erstellen dürfen. Der Dienstherr würde sich kaputt lachen. Falls man "Wirkungsstreiks" im Schulbereich machen wollte, wäre es eher sinnvoll nur die unteren Jahrgänge zu bestreiken, da gehen die Eltern auf die Barrikaden, wenn ihnen die Betreuung wegbricht.

    (Ich selber habe übrigens bereits einen "Streik" mit organisiert: die Aussetzung von Schulfahrten in Niedersachsen, als vor einigen Jahren die Unterrichtsverpflichtung erhöht werden sollte und ihr könnt mir glauben, dass das kein Spaziergang war, auch wenn es im juristischen Sinne kein richtiger Streik war.)

    Ganz allgemein gehört zum Streikrecht übrigens auch immer das Aussperrungsrecht des Arbeitgebers. Wenn die Arbeitnehmer also einen Betrieb gezielt lahm legen, indem sie mit wenig Einsatz bei zentralen Beschäftigten die Produktion lahmlegen, dürfen die Arbeitgeber den Betrieb schließen und die Lohnfortzahlung einstellen.

    Der Streik zielt also auf maximalen, unnötigen "Schaden" ab. Unnötig.

    Ob man das für nötig oder unnötig hält, mag eine Frage der Perspektive sein, es ist aber mit ziemlicher Sicherheit rechtswidrig.

    Auch die GDL hat das oft genug erfahren müssen, ein wesentlicher Teil der GDL-Streiks ist gescheitert.

    2010:
    Nachdem Münchens Oberbürgermeister
    Christian Ude die Aussperrung von GDL-Mitgliedern androhte und die Münchner Verkehrsgesellschaft Vorwürfe erhob, dass die GDL ihren Arbeitskampf auch mit überdurchschnittlich vielen Krankmeldungen führe,[47] akzeptierte die GDL nach achtwöchigem Arbeitskampf den von ver.di Monate zuvor ausgehandelten Tarifvertrag. Weitere Forderungen der GDL zur Arbeitszeit wurden an eine gemeinsame Kommission von KAV und GDL verwiesen, die umstrittene Fragen klären sollte. Bei Nichteinigung würden diese Punkte in der nächsten Tarifrunde 2012 verhandelt.[48] Die Strategie, mit radikaleren Forderungen als die DGB-Gewerkschaft ver.di Mitglieder zu werben, war daran gescheitert, dass die GDL hier ihre Schlagkraft überschätzte.[49]

    ...

    2011:

    Im August 2011 musste die GDL ihre Streiks zum großen Teil aufgeben. Begründet wurde dies u. a. mit sinkender Streikbereitschaft.[50]

    Ansonsten läuft für mich ein Großteil der Kommentare hierzu unter Polemik. Das sich die Gewerkschaften nicht zum Spaß durch mehrtägige Verhandlungen quälen, sollte jedem klar sein.

    Naja bei Weselsky klappt es. Der macht nicht nur Sprüche sondern zieht es durch. Bei Verdi dagegen...:autsch:

    Auch Weselsky musste sich an geltenden Recht halten und gerade da ist das oft genug vor Gericht entschieden worden, die GDL hat auch einige Niederlagen eingesteckt.

    Ich bin definitiv für eine selbstbewusste und entschlossene Vertretung von Arbeitnehmerrechten und beteilige mich auch daran, ich bin seit 16 Jahren Personalrat und Mitglied im Verband.

    Mich nerven nur die martialischen Sprüche aus dem Abseits. Da ist das Muster oft das gleiche: es werden Maximalforderungen und ein viel härteres Auftreten gefordert, wenn man dann nachhakt, tragen die Betreffenden selber meist überhaupt nichts zur Stärkung der Arbeitnehmerseite bei und rechtfertigen das dann damit, dass die Gewerkschaft ja sowieso nicht ihre Interessen vertreten würde.

    Oder pointiert verkürzt:

    Hilf mit, wenn du nicht mithelfen willst, halt die Klappe und erkläre den Leuten, die sich engagieren nicht, wie sie den Job machen sollen, den du selber nicht machen willst.

    Es gibt in Deutschland einen hochkomplexen Rechtsrahmen für Tarifverhandlungen und Streiks.

    Mit "Auf den Tisch hau"-Rhetorik ist es da genau so, wie in den meisten anderen Lebensbereichen.

    Liest sich gut und schreibt sich im Internet leicht, die Realität ist aber um ein paar Stufen komplexer.

    Es ist mir unbegreiflich, dass VERDI und wenigstens stillschweigend der DBB das jede Runde aufs neue mit sich machen lassen.

    Klare Ansage VOR dem ersten Treffen: Entweder die TDL bringt ein wenigstens diskutierbares Angebot mit oder es gibt sofort Streiks die über Warnstreiks hinausgehen.

    Weil man dann sofort die öffentliche Diskussion über "Privilegien des Öffentlichen Dienstes hat". Streiks sind immer auch ein Kampf um die öffentlich Deutungshoheit.

    Tarifverhandlungen sind kompliziert und genau so wie in der Politik geht es darum für jeden Schritt nach vorne einen Schritt der Gegenseite zu bekommen, darum legen die Arbeitgeber nicht direkt ein Angebot vor und darum fordern die Gewerkschaften einen Abschluss für 12 Monate, obwohl auch jeder weiß, dass es den nicht geben wird.

    Ich persönlich bin auch froh, dass ich nicht die Geduld haben muss, da mit am Tisch zu sitzen, aber taktische Spielchen sollte man nicht überbewerten.

    Zitat

    26.10.2023
    Nach der ersten Verhandlungsrunde zeigt sich die Gewerkschaftsseite enttäuscht und fordert die Arbeitgeber auf, im Rahmen der zweiten Verhandlungsrunde am 2. und 3. November ein Angebot vorzulegen.

    Die üblichen Spielchen.

    In der Theorie kennen SuS die Abläufe nicht, bei uns gibt es beispielsweise Codewörter, die durchgesagt werden für "Einschließen" oder "Alle sofort raus".

    Es ist und bleibt aber sowieso alles Theorie, ein echter Amokfall ist so weit entfernt von allem planbaren und eine extreme Ausnahmesituation, ich bin relativ pessimistisch in Bezug auf die Frage, ob theoretisch geplante Abläufe im Ernstfall irgendeinen Unterschied machen.

    Offen gesagt traue ich auch bestenfalls 20% meines Kollegiums zu, in solch einer Situation überhaupt selber die Nerven und den Überblick zu behalten, das ist aber Grundvoraussetzung dafür, dass irgendwelche Konzepte überhaupt umgesetzt werden können. Das ist keine Kritik an den übrigen 80%, wir sind alle Lehrer geworden und nicht zum SEK gegangen.

    So war auch mein Hinweis auf den etwas rustikaleren Umgang mit der Problematik in einigen US-Staaten zu verstehen. Natürlich löst das im Realfall überhaupt kein Problem, bei den fast täglichen Amokläufen in den USA gibt es nur eine Hand voll Fälle, bei denen der Lieblingsspruch einiger rechter "The only was to stop a bad guy with a gun, is a good guy with a gun" wirklich aufgegangen wäre.

    Im Grunde sind beide Formen der "Vorbereitung" nur Ausdruck der Hilflosigkeit im Angesicht von etwas, worauf man sich nicht vorbereiten kann.

    ChatGPT enttäuscht mich bei mathematischen Fragestellungen (jeder Art) regelmäßig.

    Und mein Toaster gibt mir ganz miese Wegbeschreibungen, wenn ich ihn Frage, wie ich am schnellsten zum Baumarkt komme.

    ChatGPT ist eine reine Texte-KI, die grundsätzliche Funktionsweise ist, dass es zu einer Texteingabe die wahrscheinlichste Fortsetzung generiert. Es hat keinerlei logische oder mathematische Fähigkeiten, das soll es auch nicht. Jede KI ist zweckgerichtet programmiert und gelernt.

    https://www.121watt.de/ki/ki-tools-di…dein-marketing/

    Ohne die Diskussion kapern zu wollen, wäre "warum?" für mich hier die passende Frage.

    iPads besitzen die SuS bei uns ab Klasse 7. Ich finde die Geräte grundsätzlich positiv, wenn ich entscheiden dürfte, würde ich sie in Klasse 8 einführen. Wir haben Klassensätze, die in 5/6 gelegentlich genutzt werden, dann aber sehr zweckgebunden in einzelnen Stunden.

    In Klasse 5 kommen die SuS inzwischen mit so vielen Kompetenzlücken in grundlegenden Bereichen bei uns an, dass ich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würde, wenn eine unser Grundschulen in größerem Umgang iPads einsetzen wollen würde.

    Für Routineaufgaben habe ich Lösungsbücher, für komplexere Sachen versuche ich mein Glück lieber mit natürlicher Intelligenz statt mit künstlicher, manchmal funktioniert es.

    Künstliche Intelligenz zu kennen, finde ich in erster Linie Relevant, weil sie die SuS natürlich nutzen, da dürfte Photomath vorne liegen.

    Die Grundkritik finde ich aber berechtigt, der Lachen- oder Verwirrt-Smily werden hier gerne genutzt um Dinge ins Lächerliche zu ziehen. Da wäre es ehrlicher, den "Daumen nach unten" wieder ein zu führen, mit dem kann ich ganz sachlich ausdrücken, dass ich etwas inhaltlich nicht gut finde.

    Bei uns kam schon mehrfach die Idee auf, privat und dienstlich zu verbinden. Man wollte eine zweitägige, externe Fortbildung machen. Da der Fortbildungsetat kein Hotel für alle hergibt, sollte das privat bezahlt werden. Das wäre dann der Ausflug, tagsüber wäre dann Dienst.

    Äh, nee.

    Ein Idee, die sich rechtlich zum Glück nicht durchsetzen lässt, entweder, es ist eine private Veranstaltung, dann kann ich zu Hause bleiben, oder es gibt eine Dienstpflicht, dann habe ich Anspruch auf die Erstattung aller notwendigen Kosten.

    Ist bei uns aber auch schon passiert, hat dann allen ernstes so geendet, das wir in einem Hotel getagt haben, das 15 Minuten Fahrtzeit von der Schule entfernt war, so dass diejenigen, die wollten, zu Hause übernachten konnten.

    Solche Beiträge meine ich, Moebius.

    Ich verstehe dich nicht absichtlich falsch und ich behaupte auch nicht, dass du keine Fakten lieferst. Trotzdem sind diese nicht emotionsfrei, du bist auf eine Weise persönlich parteiisch involviert, wie ich und andere es nicht sind. Woran das liegt kann ich nur mutmaßen. Ich frage mich schlicht, wie kann Zusammenleben künftig gehen und dazu versuche ich Informationen zu erhalten.

    Das hier war das vollständige Zitat:

    Zitat

    Es gibt durchaus Kreise, die ihre Kritik an Israel bis hin zum "Isreal begeht seit 20 Jahren einen Genozid an den Paläsinensern" überhöhen.

    Die Absurdität dieser Behauptung wird schon alleine dadurch deutlich, dass sich die Bevölkerung in den 18 Jahren seit Rückzug Israels aus Gaza nahezu verdoppelt hat.

    Die oft beklagte Überbevölkerung in Gaza kommt ja nicht zu Stande, weil zusätzliche Menschen dort hin siedeln (müssen), sondern durch eine beispiellos hohe Geburtenrate. Das Durchschnittsalter beträgt dort 18 Jahre.

    Du verstehst mich nicht nur absichtlich falsch, du manipulierst auch noch meine Aussagen in sinnentstellender Weise um eine moralische Verschiebung zu deinen Gunsten herzustellen. Meine ursprüngliche Aussage war ein eindeutiger Kommentar zur Erzählung, Israel würde einen Genozid begehen und du versuchst sie aus dem Kontext zu reißen und mir vor zu werfen, ich hätte etwas gegen palästinänsiche Kinder.

    Da ist es nicht wirklich überraschend, dass du ernsthaft in den Raum stellst, ich wäre persönlich involviert und du neutral und emotionsfrei. Dazu dann die üblichen vagen Andeutungen "Woran das liegt kann ich nur mutmaßen", weil es ja irgendeine größere Erklärung geben muss, wenn jemand andere Positionen vertritt.

    Noch mal: wenn du eine andere Perspektive nicht erträgst, blende meine Beiträge aus, aber unterlasse diesen manipulative Art von Verfälschung.

    Und es ist natürlich auch für Lehrerkollegien wichtig, oder? Ich fand das bisher (weil gut geplant) überwiegend sinnvoll und immer gut für das Team. Man kann einen "Ausflug" durchaus mit einer "Fortbildung" kombinieren. Wenn diese Teambildungsmaßnahme/Fortbildung dann nur durch eine etwas weitere Anreise möglich ist, dann muss halt Unterricht ausfallen, logisch.

    Es gibt bei Lehrkräften ca. 30 unterrichtsfreie Arbeitstage.

    Die Rechtslage ist in Niedersachsen so wie ich beschrieben habe, das ist ganz klare Vorgabe der übergeordneten Behörde, die diesbezüglich natürlich weisungsbefugt ist. Im nicht angegeben Bundesland des TE ist es offensichtlich genau so.

    Natürlich kann man Hilfskonstruktionen finden, bei denen man den einen zulässigen Schilf-Tag (auch Erlasslage), so nutz, dass er für das Kollegium gleichzeitig den Charakter eines "Events" hat, trotzdem bleibt es dann eine dienstliche Veranstaltung und kein Ausflug mit gemeinsamen Kaffeetrinken.

    Sonderzahlungen für Pensionäre sind nicht Gegenstand von Tarifverhandlungen - können deshalb auch in keinem Forderungskatalog enthalten sein (auch nicht implizit).

    Doch, das sind sie, die Ruhestandsbezüge und Sonderzahlungen stehen in einem direkten Bezugsverhältnis zu denen der aktiven Beamten und werden nach Abschluss der Verhandlungen im gleichen rechtlichen Verfahren angepasst. Die Anpassung von Renten hingegen ist gesetzlich an die Gesamteinkommensentwicklung gekoppelt. Das sind nun mal zwei unterschiedliche Rechtsrahmen. In Niedersachsen war die letzte Bezügeerhöhung auch für Pensionäre 1,2% (?), die Rentenerhöhung in diesem Jahr war 4,4%.

    Wie gesagt: wenn Beschäftigte und Ruheständler immer nur darauf schauen, dass es keinem anderen besser geht, als einem selbst, ist das der größte Gefallen, den man den Arbeitgebern tun kann.

    Die Übertragung der Sonderzahlung auf Pensionäre soll also von den streikenden Tarifbeschäftigten erkämpft werden (klar, dass das formal nicht Gegenstand des Tarifvertrages sein kann - aber warum nimmt man das in den Forderungskatalog erst auf?)

    Was ist deine Alternative? Forderungen für die Übertragung auf Rentenempfänger sind im Rahmen des Tarifabschlusses nicht möglich, darum sollte man auf

    die Sonderzahlung für Pensionäre von vornherein verzichten?

    Dieser reflexastige Blick nach links und rechts, ob irgendjemand vielleicht mehr profitiert, als man selber, ist das beste, was der Arbeitgeberseite passieren kann.

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