Auch wenn man über die letzten zwei Jahre summiert, ist die Inflation insgesamt inzwischen relativ hoch und akademische Reden über die wünschenswerterweise hohen Energiepreise nützen den Menschen, die Schwierigkeiten haben, ihre Rechnung zu bezahlen, nichts, sondern untergraben eher die Akzeptanz der Energiewende. Ganz davon abgesehen, sind auch die Strompreise inzwischen auch auf einem Rekordniveau und (regenerativer) Strom soll ja in Zukunft wohl der dominante Energieträger sein, der im Verkehr und im Heizungsbereich die wegfallenden fossilen Energieträger ersetzen soll.
Im Augenblick bemühen sich alle, die Inflation schön und klein zu reden. Die traurige Realität ist, dass ein Großteil der EU-Staaten schon vor Corona schuldenmäßig kurz vorm Abgrund stand. Jetzt sind sie einen Schritt weiter und das Weginflationieren der Schulden ist der einzig noch verbliebene Weg. Ich persönlich kann mich damit trösten, dass ich relativ viel Geld in Sachwerten und gleichzeitig ein paar Schulden habe und damit fährt man bei hoher Inflation immer gut. Hohe Inflation geht immer zu lasten von Erwerbseinkommen, das wächst nämlich nicht in dem Tempo mit.