Beiträge von Moebius

    Es ging nicht um Kenntnis, Beschreiben oder Deutung, sondern um die Durchführung, davon ist im Lehrplan keine Rede.
    Die (kritische) Auseinandersetzung mit Gebeten steht für mich geradezu im Gegensatz zum unkritischen Beten selbst.

    Nichts für ungut, aber hier im Thread (wie auch im Video) geht es doch darum, ob die KI das Internet so zumüllt, dass menschliche Kreativität und das internet als Informationsquelle in "Gefahr" sind, siehe Slop. Auch darüber gibt es sicher sehr unterschiedliche Ansichten, über die man diskutieren könnte...

    Die Themen hängen durchaus zusammen. Ich bin auch in einem Börsenforum aktiv und da sieht man die Übernahme durch KI schon seit Jahren. Dort werden tatsächlich massenhaft Beiträge und "Analysen" gepostet, die offensichtlich von KI generiert sind. In dieser Bereich hat das zugenommen, weil damit ein finanzieller Vorteil verbunden ist, entweder sollen durch massenhafte Beiträge Kurse in eine bestimmte Richtung manipuliert werden, oder man versucht dadurch Börsenbriefe oder andere Formen Informationsquellen zu verkaufen.
    Hier findet das noch nicht statt, weil es zu einem Lehrerforum noch kein passendes Geschäftsmodell gibt.

    Ich habe nur Einzelwerte und der einzige Wert aus dem US-Tech-Kosmos ist Netflix. Bei einem Crash gehen in der Regel aber schon alle Werte in den Keller, auch die, die nicht direkt Teil der Blase sind. Der US-Konsum hängt zu weiten Teilen am Aktienmarkt, ebenso wie weite Bereiche der Altersvorsorge. Die KI-Investitionen sind aktuell so groß, dass die USA wohl ohne diese in einer Rezession wären. Wenn da was passiert, trifft es auch die Konsumgüter, Autoaktien, und so weiter. Es wird nicht einfach nur die KI-Blase platzen, wir werden eine ausgewachsene Wirtschaftskrise bekommen.
    Das dauert dann nicht ewig und kann auch eine Gelegenheit zum Einstieg sein, aber grundsätzlich würde ich mich schon mit dem Gedanken anfreunden, dass da was auf uns zu kommt.

    Deswegen schrieb ich auch im Konjunktiv.

    Und des wird nicht dabei bleiben, dass Investoren ihr Geld verlieren, auch die Dotcom-Blase hat damals zu einem massiven Einbruch an den Aktienmärkten geführt und allgemeinwirtschaftliche Folgen gehabt. Der Dax hat sich in der Zeit gedrittelt. Ich habe den Großteil meines Geldes in Aktien und überlege mir derzeit schon, wann und wie man sich darauf am besten einstellt.

    "Profite gemacht" wird mit KI aktuell mit Anwendungen in spezialisierten Bereichen, Siemens ist wohl ganz gut dabei KI für die Optimierung industrieller Prozesse zu implementieren und daraus ein tragfähiges Geschäftsmodell zu machen, BioNTech hat eine Tochter, die weit darin ist KI zur Identifizierung von medikamentösen Angriffspunkten bei Krebserkrankungen und zur Optimierung logistischer Abläufe markfähig zu machen. Mit solchen Anwendungen ist eine unmittelbare Wertschöpfung möglich. Das sind auch Dinge, die nichts mit massenhaften Trainings in Ländern der 3. Welt zu tun haben.


    Der große Knackpunkt sind die LLMs in die mit Abstand am meisten Geld fließt und bei denen so viel auf so großes Wachstum ausgerichtet ist, dass selbst die Protagonisten der Firmen sagen, dass es sich um eine Blase handelt. OpenAI wird frühestens in einigen Jahren überhaupt so etwas wie Gewinne machen und bis dahin einen so unglaublichen Kapitalbedarf haben (einzelne Firmen planen da mit Summen, die die Sonderhaushalte für Militär und Infrastruktur, über die in Deutschland kürzlich entschieden wurde, deutlich übersteigen), dass anschließend Umsätze generiert werden müssten, bei denen wir alle einen großen Teil unserer Einkommen für die KI-Nutzung aufwenden müssten, damit sich das irgendwann rechnet.

    Es ist kein all zu großes Geheimnis mehr, wie die Sprengung passiert ist, offen ist lediglich, wer genau den Auftrag gegeben hat und wer im Vorfeld Kenntnis davon hatte, das wird man mit einem Prozess gegen die kleinsten Glieder der Kette aber auch nicht rauskriegen.

    KI wird bleiben, besser werden und einen dauerhaften Platz in Medien und Arbeitswelt behalten.
    Gleichzeitig werden wir in 3 bis 5 Jahren einen aus den völlig überzogenen Erwartungen resultierenden Crash erleben, der das Platzen der Dotcom-Blase wie ein laues Lüftchen erscheinen lassen wird, denn die "Wetten" auf KI haben eine völlig absurde Größenordnung erreicht.

    Sorry, aber egal wie verzweifelt du bist kannst du nicht ernsthaft erwarten, dass eine große Anzahl Personen so ein sensibles und möglicherweise folgenschweres Thema mit einer ihnen völlig unbekannten Studentin teil, nur weil die im Internet nett fragt.

    Der Anschlag auf North Stream fand in internationalen Gewässern statt und die Leitung war im Besitz einer 100%tigen Gazprom-Tochter, also russisch, und nach Kriegsrecht ist ein militärischer Angriff auf die Energieinfrastuktur unter diesen Voraussetzungen tatsächlich legitim. LNG-Terminals in Russland wären ebenfalls legitime Ziele, andere natürlich nicht, auch wenn dort vielleicht mal ein Schiff mit russischem Gas landet.


    Das Einzige was teilweise störend ist, ist das manche Websites nicht für MacOS optimiert sind. Das nervt gelegentlich. Aber sonst kann ich in den 9 Jahren wirklich jetzt nix Negatives berichten.

    Webseiten werden nicht für Betriebssysteme optimiert, sondern für Browser, auf Safari gibt es tatsächlich vereinzelt Mängel in der Darstellung, du kannst aber auch Google Crome oder Firefox auf MacOS installieren. Ich nutze bevorzugt Safari (weil er nicht so großzügig mit den Nutzerdaten umgeht) und Crome, da wo Safari Schwierigkeiten macht.

    Die Auslieferung wurde nicht willkürlich abgelehnt, sondern weil ein Gericht vor Ort entschieden hat, dass die Zerstörung der Pipeline eine legitime Kriegshandlung war und daher rechtlich nicht zu beanstanden ist. Und das Gericht hat Deutschland damit einen Gefallen getan (es ist ja kein Zufall, dass aus der Deutschen Politik zu der Causa weitgehend geschwiegen wird, niemand hat wirklich Interesse an einem Prozess in Deutschland, vielleicht abgesehen von der AfD).

    Der Internationale Strafgerichtshof ist eine notwendige Institution, damit man überhaupt ein Werkzeug hat, um nach dem Ende eines Konfliktes mit Verbrechern wie Milosovic umgehen zu können, sonst müsste man sie einfach Laufen lassen oder am Ort ihrer Verbrechen vor das Erschießungskommando stellen lassen. Der IGSH ermöglicht einen zivilisierten Umgang mit gescheiterten Kriegsverbrechern. Und das Schlüsselwort dabei ist gescheitert. Denn der IGSH versagt als Instrument der Tagespolitik, ein Putin wird durch ihn nicht zu Fall gebracht werden, so lange er die Macht im Land behält.
    Es wäre eine sinnvolle Konzession an die Realität, dass der ISGH nicht aktiv wird, so lange der Delinquent noch Amtsinhaber ist.

    Was hättest du denn besser gemacht und wie würden Deutschland, Europa und die Demokraten dastehen, wenn alle auf dich gehört hätten?

    Ich habe sowohl im US-Wahlen als auch im Wahlen in Deutschland Thread diverse Dinge geschrieben, die ich für sinnvoll halten würde. Das war aber nicht der Punkt, um den es in meinem obigen Beitrag ging, mit dem Tibo mit dem üblichen Reflex reagiert hat. Mich nervt, dass auch akademisch gebildeten Lehrkräften zu Trump nichts anderes einfällt als ihn in's Lächerliche zu ziehen oder mit plumpen Beschimpfungen anzugreifen, auch wenn das ersichtlich das ist, was ihn mit groß gemacht hat. Auch Tibo fällt nichts anderes ein, als genau das gleiche zu fordern wie die letzten 5 Jahre, nur lauter und aggressiver - die Vorstellung, dass Trumps Sieg daran gelegen hätte, dass die Medien seinen Irrsinn nicht deutlicher und früher herausgestellt hätten, ist geradezu eine Realitätsnegierung - die Medien haben Jahrelang kaum etwas anderes gemacht, es hat nur nichts genützt.

    Die Verteidigung Trumps durch Moebius, wenn Trump kritisiert wird, ist hier auch so sicher wie das Amen in der Kirche,...

    Ja klar, seit wir darüber diskutieren, sage ich, dass man ihn ernst nehmen muss und man es sich zu einfach macht, wenn man ihn beschimpft, sich darüber lustig macht und wartet, bis es sich von selber erledigt und genau so lange kriege ich zu hören, ich würde Trump verteidigen.
    Sowohl Deutschland, Europa als auch die US-Demokraten stünden heute deutlich besser da, als es der Fall ist, wenn nicht wesentliche Teile des politischen und gesellschaftlichen Spektrums die letzten 5 Jahre damit verschwendet hätten, jeden zu framen, der ihnen etwas erzählt hat, was sie nicht hören wollten.

    Die Frage war auch nicht, "Wer ist schuld daran, dass ein Teil der KuK in die innere Immigration geht", sondern "Welche Handlungsmöglichkeiten hat Schulleitung, um das zu ändern" und grundsätzlich finde ich es auch gut, das Problem von dieser Perspektive zu betrachten. Es wäre auch wünschenswert, dass dieser Thread nicht wieder in einen allgemeinen Beschwerdethread abdriftet.

    Es sind ja Punkte genannt worden:

    - Klare Aufgabenpakete für Funktionsstellen formulieren

    - Mitarbeitergespräche führen, die ehrlich wertschätzend sind, aber auch klar machen, was man erwartet

    - Aufgabenverteilungen ändern, wenn diese Ursache für schlechte Arbeit sind oder wenn unter schlechter Arbeit in diesem Bereich in der Folge viele andere KuK leiden

    - Transparenz bei notwendigen, außerunterichtlichen Aufgaben

    - Ehrlichkeit bei zusätzlichen Projekten und vorherige Klärung, welche Arbeiten dabei anfallen, wer sie übernimmt und was er oder sie dafür bekommt

    Irrelevant ist stattdessen, sich in Endlosschleife darüber aufzuregen, gerade in einem Kontext, wo er es zumindest nicht schlechter gemacht hat, als sein Vorgänger und seine europäischen Amtskollegen. Aber "Schimpfen über Trump" ist das Akademikeräquivalent zu "Hast du das Spiel gestern gesehen?", immer gut für ein paar billige Sympathiepunkte.

    Plädierst du dafür, auf Rechte zu verzichten, damit die technische Entwicklung besser voran kommt?

    Ich plädiere dafür, den gesunden Menschenverstand einzusetzen, was für die Schulleitung bedeutet, dass die nicht zwanghaft darauf besteht, dass die KuK die Kameras einschalten, wenn sie das nicht wollen, und dass die einzelne Lehrkraft mal die Kirche im Dorf lässt, wenn es um das kleinteilige Kritisieren geht, jedes mal wenn irgendetwas an schulischen Abläufen verändert werden soll.

    Ich schwanke gerade zwischen danke, das entspricht meiner Beschreibung für das "untere Drittel" und dann muss ich noch ein "unteres Zehntel" ergänzen und vielleicht lassen wir die Dritteltheorie einmal weg und nehmen in Anlehnung an die "Buchstabentheorie" weiter oben lieber individuellere Beschreibungen.

    Letztlich ist das aber vermutlich auch egal, solange wir die Phänomene treffend beschreiben.

    Das Problem sehe ich weniger in der Frage nach der Prozentzahl, sondern in der, woran man das fest macht.
    Oft genug reduzieren Schulleitungen die Qualität der Lehrkräfte auf die Frage, wie viele Zusatzleistungen diejenigen übernehmen und das ist ungeeignet. Es gibt genug KuK, die viel heiße Luft produzieren, weil mit ständigen zusätzlichen Ideen kommen, den eigenen Unterricht aber schleifen lassen und ihre Projekte oft so gestalten, dass die eigentliche Mehrarbeit dann beim Kollegium landet. Wenn die Schulleitung so etwas dann noch goutiert ist das meiner Erfahrung nach ein zentraler Grund dafür, dass andere (diejenigen, die die Mehrarbeit der Projekte oft ausbaden müssen) frustriert sind und sich ihrerseits zurückziehen.

    Von daher finde ich es schon zentral (für sich selber) zu klären, im wen es eigentlich geht und was genau man erwartet.

    Aus aktuellem Anlass möchte ich die Frage stellen, wie Ihr, soweit in Schulleitungsfunktion, mit KollegInnen umgeht, die "verloren gegangen" sind.

    An dieser Stelle dachte ich kurz, du hättest den Fall der Kollegin, die 15 Jahre nicht in der Schule aufgetaucht ist, zum Anlass genommen mal eure Personalliste durchzugehen und einen vergleichbaren Fall gefunden.

    Ich bin zwar nicht Schulleitung, kenne die Probleme aber trotzdem.

    - Mache dir klar, dass sich manche Menschen nur begrenzt durch Motivation packen lassen. Wer sich einmal daran gewöhnt hat, mit minimalem Aufwand zu Arbeiten, wird sich sehr schwer damit tun, dies wieder merklich zu steigern.

    - Wenig Engagement ist für sich genommen erst mal niemandem vorzuwerfen. Die Frage ist: kommt derjenige seinen dienstlichen Pflichten nach und erledigt er seine Aufgaben. Es ist legitim, einfach nur seine Arbeit zu machen. Das ist in der Kommunikation wichtig, weil Gespräche schnell abgleiten, wenn man allgemein über "mangelnde Motivation und Engagement" redet, die Kritik muss konkret sein.

    - Will man KuK dazu bekommen, mehr zu arbeiten (und darauf läuft es letztlich hinaus, da sollte man dann auch nicht um den heißen Brei herum reden), dann sollte man objektivieren, wo der Betroffene zu wenig arbeitet. Gerade bei A14ern kann man da eine Sache meines Erachtens nicht genug betonen: Es muss klar definierte Aufgabenpakete geben, in denen alle mit der Stelle verbundenen Aufgaben festgehalten sind. Ich finde es immer wieder erschreckend, wie viele Schulen überhaupt nicht klar definieren, was sie genau von "Fachgruppenleitung" erwarten. So lange man das nicht macht, kann man sich schwerlich darüber beklagen, dass der Fachgruppenleiter seine Arbeit unzureichend macht.

    - Gerade bei A14ern finde ich es wichtig, dass man regelmäßig mit den Menschen spricht und sie auch einfach mal fragt, ob sie mit den Inhalten ihrer Funktion noch zufrieden sind. Man kann nach 10 Jahren auch einfach mal einen Wechsel der Aufgaben nötig haben.

    - Es wird immer KuK geben, die man nur noch sehr begrenzt mit Maßnahmen erreichen kann. Grundsätzlich habe ich auch Verständnis, dass Motivation und Belastbarkeit im Laufe des Berufsleben nachlassen. Wichtig ist, dass "nachgeordnete" KuK nicht darunter leiden und dann die Arbeit für jemanden mitmachen. Problematisch ist es, wenn so jemand dann an einer Schnittstelle sitzt (zB als Fachobmann A14) und der Zuständigkeitsbereich nicht mehr funktioniert. Dann darf man letzten Endes auch nicht davor zurückschrecken, Aufgaben von Oben neu zu verteilen, und so jemandem dann andere Funktionen zuzuweisen. Es gibt auch mögliche A14-Aufgaben, an denen wenig für andere KuK dran hängt, und bei denen relativ wenig Spielraum bei der Ausübung vorhanden ist.

    Niemand an einem Gymnasium kann ernsthaft Konferenzen wollen, bei denen 100 Teilnehmer ihre Kameras dauerhaft an haben. Die Anwesenheit wird schon klar, weil man irgendwann auch mal etwas abstimmen muss.

    Es wird regelmäßig darüber gejammert, dass Schulen in allem 10 bis 20 Jahre technisch hinterher sind und es wird so getan, als läge das an der Trägheit der Politik. Schulleitungen und Lehrkräfte tragen mindestens ihren Anteil dazu bei, erstere durch unnötige Regelungen von Dingen außerhalb ihrer Kompetenz, letztere durch ihre Fähigkeit, zu jeder minimalen Veränderung 100 Probleme zu erfinden und sich für jedes einzelne davon persönlich zuständig zu fühlen.

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