Beiträge von Moebius

    Hier soll ja keiner genau analysieren wofür man 100% passt. Einfach nur ein paar Stichwörter wo man sich bewerben könnte.

    Im Internet gibt es Frauen, die ihr Badewasser in Gläsern verkaufen. Hab ich gehört. Vielleicht wär das ja was für dich.

    Ansonsten gibt es hier diverse Threads, in denen das Thema durchdiskutiert worden ist, mehr als die Wiederholung der dortigen Allgemeinplätze wirst du hier auch nicht bekommen, so lange du nicht sehr viel konkreter schreibst, was du kannst und was du willst.

    Niedersachsen arbeitet Seitz 2 Jahren mit relativ viel Geld an einer einheitlichen Lösung für Zeugnisdruck. Das heißt noch nicht, dass das am Ende was wird, aber hier würde ich im Augenblick keine Zeit in individuelle Lösungen investieren, sondern erst mal abwarten. Auch in anderen Bundesländern würde ich immer "oben" nachfragen, ob es da aktuell einheitliche Pläne gibt.

    Das Anliegen ist sehr wichtig, sonst würde es den TE nicht so umtreiben.


    Und ja, mir geht es hier gerade um Banalitäten. Ich bin aber momentan auch auf Krawall gebürstet.


    Die Probleme scheinen mir an anderen Stellen zu liegen. Ich empfehle, sich auf diese Stellen und die dort hoffentlich berechtigte Kritik zu konzentrieren, wenn man sich stattdessen mit kleinlichen Verfahrensfragen traktiert, delegitimiert man sich am Ende selbst und landet möglicherweise im Kollegium nur in der Position von jemandem, dem man es sowieso nicht recht machen kann und den man darum am besten von vornherein ignoriert.

    Was das Aussagt oder wie viel Arbeit das macht, war nicht die Frage, sondern ob das Nicht-Erfüllen von Leistungsanforderungen Folgen hat.

    Freiwilliges Wiederholen ist an Waldorfschulen wohl auch möglich, so etwas wie eine Nichtversetzung gibt es meines Wissens nicht.

    Natürlich muss ein Kommunikationskanal zuverlässig funktionieren und auch persönliche Gespräche müssen grundsätzlich möglich sein. Aber beim TE geht es ja um das Problem, dass das für ihn offensichtlich aus dem Ruder läuft und er es als hohe Belastung wahrnimmt.
    Ich würde vermuten, dass das nicht an der fehlenden Vorgabe von Zeiten liegt und raten, eher mal auf die grundsätzlichen Kommunikationsstrukturen zu schauen.

    Eltern haben ein begründetes Anrecht auf Sachinformationen. Der Ballast spielt sich aber oft außerhalb dieses Kernbereiches ab.

    Feste Sprechstunden im Vormittag halte ich für nicht mehr zeitgemäß.

    Der weit überwiegende Teil der Dinge lässt sich per Email klären, die jeder dann auch gerne in einem festen Zeitfenster beantworten kann, wenn ihm das hilft und in den wenigsten Familien ist es heute noch so, dass ein Elternteil Mittwochs um 10:30 Uhr für ein Gespräch in die Schule kommen kann ohne sich extra frei zu nehmen.

    Außerhalb der Elternsprechtag habe ich je eine untere einstellige Zahl Telefonate und persönlicher Treffen, dafür muss ich mir auch nicht über das gesamte Schuljahr 40 Termine freihalten.

    Aber doch nicht, weil sie gezielt ausgeschlossen werden, sondern weil nur Familien Interesse haben und aufgenommen werden, die Waldorfschule wollen und sich damit auseinandergesetzt haben und dahinterstehen.

    Diese Annahme ist genau so aus der Luft gegriffen. Ich habe bei allen Formen von Schulen in privater Trägerschaft schon Eltern erlebt, denen das Konzept der Schule weitgehend egal war und die ihre Kinder dort angemeldet haben, weil die Schülerschaft vom ethnischen und finanziellen Hintergrund deutlich mehr dem eigenen Kind ähnlich war als auf der staatlichen Schule. (Besonders häufig nach meinem Eindruck an kirchlichen Schulen.) Auch das wird dann gerne anders ausgedrückt, aber das Motiv ist schon klar.

    Und der Begriff "Schonraum" mag manchem für Waldorfschulen abwertend vorkommen, aber diese Schulen sind genau das und Eltern kommunizieren das auch ganz offen, wenn auch nicht mit dieser Wortwahl: wenn man nach den Gründen für die Schulwahl fragt, kommen bei 100% der Eltern Argumente, die darauf hinaus laufen, dass man bestimmte Bedingungen im öffentlichen Schulsystem als unbillige Härte für das Kind betrachtet und dieses davor bewahren möchte. Nichts anderes ist ein Schonraum. Das ist noch nicht automatisch etwas negatives, in manchen Fällen ist es gut, dass es Schonräume gibt. (Ich habe selber ein Kind im privaten Umfeld, für das eine Waldorfschule meiner Meinung nach keine schlechte Wahl wäre.)
    Nur ehrlich sollte man sein.

    Es wäre realitätsnah, sich bewusst zu machen, dass jedes Kind von Natur aus neugierig ist und viele Sachen lernen will und das Schulsystem diese Neugier kaputt macht.

    Zum Realitätssinn gehört aber auch, dass Kinder zum Jugendlichen auch einfach eine ganz normale Entwicklung durchmachen, durch die eine allgemeine intrinsische Motivation nachlässt und sich diese eher auf bestimmte oder außerschulische Interessen fokussiert. Nicht immer läuft in der Schule alles richtig und gut, aber auch in der bestmöglichen Schule ist nicht jeder 14jährige in jedem Fach interessiert und engagiert. Ich Habe schon den Anspruch, die Relevanz meiner Unterrichtsinhalte transparent zu machen und SuS zu motivieren, aber zur Ehrlichkeit gehört auch, dass es Leistungsanforderungen gibt, die unabhängig davon sind, ob der jeweilige Schüler gerade motiviert ist oder nicht.

    Auch ich bin nicht jeden Tag intrinsisch motiviert morgens um 6 aufzustehen und zur Arbeit zu gehen, auch wenn ich meinen Beruf grundsätzlich gerne ausübe.

    Ja, das lässt die Elternschaft einer Waldorfschule sicherlich genau so mit sich machen.

    Würde ich gar nicht so pauschal anzweifeln, handwerkliche Tätigkeiten stehen in dem Konzept durchaus höher im Kurs, bei denjenigen, die immer noch im Steiner-Kontext arbeiten geht das teilweise schon stark in Richtung einer Verklärung von "Abhärtung durch Arbeit in der Natur". Waldorfpädagogik ist heute immer noch oft in einem esoterisch-völkischen Weltbild verhaftet.

    Lehrer an einer Waldorfschule sein ist ein Hobby und kein Beruf. Für die Schüler ist es nicht viel anders, diese Schulen sind ein Schonraum für Kinder aus "besonderen" Elternhäusern insbesondere Leistungsdruck ist dort nicht erwünscht. Pass dich den Bedingungen an oder - das würde ich empfehlen - such dir einen richtigen Job, da kriegst du auch ein Gehalt und nicht nur ein Taschengeld als Aufwandsentschädigung.

    In den Medien wird gerade verkündet, dass diverse Staaten einen Staat „Palästina“ anerkennen. Soll das etwa Frieden bringen?

    Die Anerkennung von Palästina ist eine rein innenpolitische Show der betreffenden Staaten, die alle eine recht bedeutende muslimische Minderheit haben und eine Regierung, die diese bei Laune halten möchte. Das sieht man ja schon daran, dass aus dieser Anerkennung überhaupt keine weiteren Folgen erwachsen - weder sagen die Länder genau, wen sie denn jetzt als legitime Vertretung eines palästinänsischen Staats betrachten, noch eröffnet da irgendwer irgendwo Botschaften. Und schon gar nicht lassen diese Länder irgendwelche Menschen mit einem "palästinensischen Pass" in das Land. Es ist reines Theater für ein empfängliches Klientel in Europa.

    Was eigentlich schade ist.

    Halte ich für nicht so einfach. Es gilt das Prinzip des amtsangemessenen Einsatzes, es kommen also nur Aufgaben in Frage, für die sonst auch Lehrkräfte eingesetzt werden. Und da sind die Dinge, die außerhalb des Unterrichtseinsatzes passieren halt oft auch wichtig und Grundlage für die Arbeit in den Schulen., da muss die Qualität stimmen, damit am Ende in den Schulen nicht mehr Arbeit verursacht wird. Das Bild, das der TE hier abgibt, ist sicher fragmentarisch, aber nach dem, was ich im Augenblick sehen kann, möchte ich weder, dass der TE für mich Abiturprüfungen entwirft, noch Klassenfahrten plant, die ich dann durchführen muss.

    Aber welche Sanktionen oder Maßnahmen könnte man ergreifen, ohne gleich die Eltern zu kontaktieren?

    Wieso "ohne gleich...", Mitteilung an die Eltern ist die niederschwelligste Maßnahme.
    Und sie ist auch sinnvoll und notwendig, denn die Erledigung der Hauarbeiten zu unterstützen (nicht im Sinne von immer gemeinsam machen) ist eine der zentralen Aufgaben von Elternhäusern im schulischen Kontext.

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