Nebenbei: Arbeitszeiterfassung bedeutet nicht, dass ich kleinteilig Rechenschaft darüber ablege, was genau ich wann und wie lange gemacht habe. Es bedeutet, dass ich mich (am einfachsten über eine App auf dem Handy) "einstemple", wenn ich anfange zu arbeiten und "ausstemple", wenn ich aufhöre. Im Normalfall würde das bedeuten, dass ich mich mit dem Betreten des Schulgebäudes anmelde und beim Verlassen abmelde und mich dann Nachmittags noch mal für 2 Stunden am Schreibtisch anmelde. Das Zeitaufwand liegt bei 5 Sekunden pro Vorgang. (Ich persönlich bin trotzdem kein Freund davon, aber das ist ein anderes Thema.)
Beiträge von Moebius
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Zum Thema "Materialbeschaffungsfahrten": vielleicht wäre das ja mal ein Anlass, Abläufe zu professionalisieren und notwendige Materialien einfach über die Schule ordern zu lassen.
Die Tatsache, dass man sich über Fahrten zur Beschaffung einzelner Pakete Papier Gedanken macht, muss auch mal für einen selbst Anlass sein, den Wert den man seiner eigenen Zeit zu misst, zu reflektieren.
Man kann sich praktisch alles zur Schule schicken lassen, das eine Paket Papier oder Fineliner, das ich so pro Jahr noch zusätzlich kaufe, nehme ich im Supermarkt mit, wenn ich da bin. Mein Schulleiter würde mir - zu recht - den Vogel zeigen wenn ich Fahrtkosten für die Beschaffung von Büromaterial erstattet haben wollen würde.
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Das stimmt für die aktuell geführten Prozesse in NDS aber nicht. Dort zählt der Erfassungsaufwand nicht zur AZ.
Weil das eine freiwillige Arbeitszeiterfassung durch die Lehrkräfte war und kein vorgeschriebene.
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Die entsprechenden Politiker wissen das durchaus. Das ist auch der Grund, warum diese Forderung immer nur in Sommerinterviews auftaucht und nie im Gesetzgebungsverfahren, das ja jeder der Politiker, die die Idee immer groß rausposaunen, in die Wege leiten könnte.
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Der Geschäftsverteilungsplan setzt eine dienstrechtliche Weisungsbefugnis den betroffenen KuK gegenüber voraus. Die hat der Schulleiter und sein ständiger Vertreter, Koordinatoren haben diese nicht. Ob ob German "Moment" gesagt hat oder nicht, der Schulleiter sich beraten lässt oder die einzelnen Aufgabenverteilungen mit den Betroffenen bespricht oder nicht und können weder du und ich beurteilen, das macht nicht jeder Schulleiter, muss er auch nicht. Das ändert aber nichts daran, dass die Verantwortung für den Geschäftsverteilungsplan beim Schulleiter liegt (dienstrechtlich gesehen ist es vermutlich sogar seine zentralste Aufgabe überhaupt). Und da die Krankheit von German offensichtlich auch in Problemen in der Schule gründet, ist es hier für mich völlig unangebracht auch noch zu mutmaßen, dass er an der Situation selber schuld sein, weil er nicht die dienstrechtliche Verantwortung seines Schulleiter mit Übernommen hat.
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Wenn German als Schulleitungs-Mitglied penetrant angerufen wird, hat er wohl in seiner Aufgabe als Schulleitungsmitglied übersehen, dass er sich auch ersetzbar machen muss.
Die Verantwortung für den Geschäftsverteilungsplan ist eine originäre Aufgabe des Schulleiters, nicht der Koordinatoren und Schulleiter ist German ganz offensichtlich nicht. Und in Anbetracht des Eingangs beschriebenen Sachverhaltes ist dieser "selber schuld"-Kommentar geradezu zynisch.
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Er hat als einziger den Tresorschlüssel oder die Kombination und im Tresor liegen die Abiprüfungen, die gleich geschrieben werden sollen. Selbstverständlich ist es dann angemessen, wenn man anruft.
Selbstverständlich ist schon vorher massiv was schief gelaufen, wenn so eine Situation eintritt, aber wir drehen uns hier im Kreis.
Das im Eingangspost beschriebene Verhalten der Schule bzw. des Sekretariats ist für mich so nicht angemessen, sondern deutlich übergriffig. Daran ändert auch die Erfindung weiterer anderer hypothetischer Sachverhalte nichts, die mit dem Vorgang hier genau so wenig zu tun haben.
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Wenn ihr euch krankmeldet, meidet ihr es dann, aus dem Haus zu gehen bzw. euch in der Öffentlichkeit zu zeigen?
Das ist keine juristische Frage, sondern eine des persönlichen Umgangs.
Ich persönlich schließe mich vielleicht nicht in der Wohnung ein, halte mich aber auch dahingehend zurück, dass ich nicht unbedingt von SuS oder Eltern bei Freizeitaktivitäten gesehen werde. Wenn ich 2 Wochen krankgeschrieben bin und trotzdem jeden Tag beim Joggen gesehen werde, wird irgendwann die Runde machen, dass ich entweder blau mache oder psychisch erkrankt bin. Beides sind Dinge, von denen ich nicht möchte, dass sie unter meiner Kundschaft zirkulieren, unabhängig davon, ob letzteres vielleicht stimmt.
Wenn es Dinge gibt, die für eine Genesung eher hilfreich sind, würde ich die so organisieren, dass ich dabei nicht unbedingt SuS oder Eltern über den Weg laufe, schon alleine weil ich mich in der Situation mit denen gar nicht unbedingt auseinander setzen möchte.
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Man brauch auch keinen whatebautism-Rundumschlag machen, die TAZ ist eine Zeitung die sich bekennend am ganz linken Rand des Spektrums befindet, und die in vielerlei Beziehung eine Sonderrolle hat, was man zB schon daran sieht, dass sie ihre Abonnenten als "Unterstützer:innen" bezeichnet und in der Vergangenheit regelmäßig zu Rettungskampagnen aufgerufen hat. So was machen Fans mit, keine Leser. Es ist ganz offenkundig, dass sie sich an Personen mit einer ausgeprägt linken Haltung wendet und denen auch genau das liefert, was diese lesen möchten. In so fern ist so eine Selbsteinschätzung
Im Dlf sagte sie, die „taz“ habe immer schon auch subjektiven Journalismus gemacht und der Leserschaft einen anderen Blickwinkel angeboten.
fast schon etwas, wo man als außenstehender lachen muss. Die Leser der TAZ kriegen genau den Blickwinkel, den sie schon vorher hatten, nur noch mal mit dem Lautsprecher.
Das journalistische Spektrums in Deutschland ist zwischen TAZ und Compact weit gefächert, in der Mitte gibt es genügend Alternativen, mit denen man von beiden Rändern ausreichend Abstand halten kann (wobei sich im Bezug auf Israel die beiden Ränder ja sehr einig sind).
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Ist klar. Lieber sich was ausmalen, was man selbst so glauben möchte, wen interessieren noch unabhängige Informationen?
Es gibt reichlich Quellen für unabhängige Informationen, die TAZ gehört nicht dazu und will das auch gar nicht, die Zeitung ist nach ganz dezidiertem und offen kommunizierten Selbstbild ein Meinungsblatt.
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Einen Link der TAZ brauche ich zu dem Thema gar nicht erst zu öffnen.
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Ja, und jeder Gymnasiallehrer hat ständig und immer Abiturklausuren und ist immer und ständig Zweit- und Drittkorrekteur.
Wir haben ca. 75 Vollzeitstellen und ca. 15 Kurse auf erhöhtem Niveau und 25 Prüfungskurse auf grundlegendem Niveau macht, 3*40=120 Korrekturen. Da noch eine Hand voll Lehrkräfte ausfallen wird eine Vollzeitkraft im Regelfall bei uns jedes Jahr in 2 Kursen eingesetzt. Ich persönlich bin jetzt ca. 20 Jahre im Dienst und es ist ein einziges Jahr vorgekommen, dass ich durch merkwürdige Umstände nicht im Abitur eingesetzt war, ich war aber auch schon ein paar mal in 3 Lerngruppen eingesetzt.
Für mich ist es der Normalfall, dass ich in den Osterferien und / oder über die langen Feiertagswochenenden im Frühjahr korrigiere, das ist aber für mich auch kein Problem, das war mir klar, als ich mich für mein Lehramt entschieden habe. Es ist grundsätzlich trotzdem möglich in den Osterferien mal weg zu fahren (ich mache das nicht), wenn man sich organisiert und dann davor und danach entsprechend lange Wochen einplant, dann darf man aber darüber auch nicht jammern.
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Man könnte langsam meinen, dass einige hier tatsächlich erwarten, dass die Ferienregelung demnächst überarbeitet wird auf Basis der Wünsche desjenigen, der im Lehrerforen-Thread das letzt Wort gehabt hat.
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Die Zusammensetzung der Schülerschaft in NRW und Niedersachsen dürfte unterschiedlich sein. Es mag auch sein, dass die Absolventen dann in NRW durchaus gesucht sind, das kann ich nicht beurteilen.
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In Niedersachsen gibt es an der Universität Osnabrück seit ein paar Jahren die Lehramtsausbildung zum islamischen Religionsunterricht. Es ist ein klassisches Beispiel dafür, dass Ausbildung auf Basis von Presseaufmerksamkeit (die gab es reichlich) und völlig am Bedarf vorbei erfolgt (den gibt es praktisch nicht). Seitdem dort die ersten Absolventen fertig werden, klopft das Ministerium regelmäßig bei den in Frage kommenden Schulen an und fragt an, ob diese nicht endlich islamischen Religionsunterricht ausbringen möchten. Weitgehend erfolglos, es gibt so gut wie keine Schulen, die das möchten. Im ländlichen Bereich gibt es keinen ausreichenden Bedarf, im städtischen Bereich stehen die Schulen in Konkurrenz zueinander und es ist nicht im Interesse zB eines Gymnasiums als einziges Gymnasium in einer Stadt islamischen Religionsunterricht anzubieten und sich damit im Wettbewerb als die Schule zu positionieren, die sich besonders auf muslimische SuS ausrichtet, weil das Ergebnis sein wird, dass die Anmeldungen anderer SuS deutlich sinken werden.
Der islamische Religionsunterricht scheitert nicht an der Verfügbarkeit der Lehrkräfte, im Gegenteil, aktuell können die Absolventen nicht untergebracht werden. -
Die TE hat die Krankmeldung abgegeben und fragt, ob es akzeptabel ist, dass das Sekretariat sie trotzdem versucht zu kontaktieren. Ohne weitere Informationen, kann es in Ordnung sein, es kann nicht akzeptabel sein, insbesondere wenn mitgeteilt hat, dass man nicht erreichbar ist.
Und noch mal: ein mehrmaliges Anrufen ist ganz grundsätzlich und auch ohne weitere Informationen nicht in Ordnung, das ergibt sich einfach aus der Natur einer Krankmeldung. Über einen einzelnen Anruf oder Mails an die Schuladresse kann man noch diskutieren, aber dann ist irgendwann einfach mal gut.
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Art. 7 Absatz 3 Satz 1 GG
Die Rechtslage ist mir bekannt, die kann aber auch manchmal nicht mehr zeitgemäß und änderungsbedürftig sein. Bein einer Diskussion über Abtreibungen würdest du wohl kaum als Einzeiler "StGB §218" posten und erwarten, dass damit die Diskussion beendet ist.
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Religionsunterricht abschaffen, Ethik / Werte und Normen / Philosophie für alle.
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Es ist ein Unterschied, ob ich dem kranken Kollegen eine Mail an seine Schuladresse schicke, die er lesen kann, wenn er dazu in der Lage ist und das trotz Krankheit möchte, oder ob ich ihn auf seiner privaten Telefonnummer Anrufe. Letzteres hab ich mir als einzelner Kollege zu verkneifen, unabhängig davon, was der Erkrankte im Sekretariat hinterlegt hat oder nicht.
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