Wenn die Fallzahlen insgesamt schrumpfen und gleichzeitig der Anteil der Mutante wächst, heißt das zwangsläufig, dass der R-Wert der Mutante über 1 beträgt und die Wildvariante unter 1.
Das ist mathematisch grober Unfug.
Wenn am 1. Januar 900 Personen an Variante 1 erkranken und 100 Personen an Variante 2
und am 1. Februar erkranken 420 Personen an Variante 1 und 80 Personen an Variante 2
dann ist der Anteil von Variante 2 von 10% auf 16% gestiegen, in absoluten Zahlen sind beide gefallen, beide R-Werte sind also unter 1.
(Und da es keine verlässlichen absoluten Zahlen über die Varianten in Deutschland gibt, ist alles andere auch reine Spekulation. Ganz davon abgesehen, dass man es nicht beurteilen kann, in wie fern sich das ganze nur um einen Verdrängungsprozess handelt.)