Beiträge von Moebius

    Die ganze Aussagen einzelner Foristen, dass Deutschland sich nicht genug Dosen gesichert hat, ist einfach falsch.

    Ich finde es gerade echt heftig wie die von zwei Personen reingeworfen Aussagen, auf einmal als Tatsache deklariert werden, wenn offizielle Kanäle etwas anderes behaupten.

    Natürlich hat Deutschland genug Dosen geordert, es ist halt nur die Frage, ob die Impfstoffe jemals fertig werden und wann die Dosen dann kommen.

    Das Risiko eines Fehlschlages tragen die Besteller, wenn der Impfstoff von Sanofi/GSK also irgendwann endgültig scheitern sollte, sind die da bestellten Dosen halt weg und die Fördergelder in den Sand gesetzt.

    Spahn hat bei der Vorstellung des Biontech-Impfstoffes gesagt, dass Deutschland von den 300 Mio der Eu gerne 100 Mio haben würde. Nach Verteilungsschlüssel stehen D gut 50 Mio zu, das würde also voraussetzen, dass andere ihre Abnahmemengen nicht haben wollen (Haha). Falls das nicht möglich sei, würde Deutschland bilateral bei Biontech nachbestellen. Eine derartige Nachbestellung ist nie kommuniziert worden. "Geheimverhandlungen" mag es gegeben haben, aber auch damals waren schon knapp eine Mrd. Dosen verkauft.

    Die Fördermittel, die Deutschland an Biontech gezahlt hat, sind übrigens beim Kauf über die EU auf den Kaufpreis angerechnet worden.

    Von zusätzlichen nationalen Kaufverträgen wurde gesprochen, es sind aber keine abgeschlossen worden. Und die Produktion von Biontech und Moderna ist bis ins erste Quartal 2022 verkauft. Es wird bei den 4 Millionen Dosen pro Monat von Biontech bleiben, bis das Werk in Marburg in einigen Monaten mehr produzieren kann, dazu kommen kleinere Mengen von Moderna (da hat die EU insgesamt nur geringe Mengen geordert - zu teuer). Die EU hat hauptsächlich auf Astrazeneka (zweifelhafte Studie, Zulassung ist im Augenblick fraglich) und Sanofi/GSK (Impfstoffkandidat ist gefloppt, ich prophezeihe mal dass die noch 6 Monate rumdoktern und das Projekt dann einstellen) gesetzt, außerdem noch auf Curevac (kommt in 4-5 Monaten).

    Tatsächlich gibt die EU in Fragen Impfstoff ein ausgesprochen bescheidenes Bild ab. Böser Impfstoffnationalismus hin oder her, es ist ein Trauerspiel, dass ein Impfstoff in Deutschland und mit deutschen Steuermitteln entwickelt wird und dann die USA 40 Millionen Einheiten pro Monat erhält und Deutschland 4 Millionen.

    Wenn man ihn findet, Schulverweis und gut ist.

    Schulische Ordnungsmaßnahmen können sich nur gegen Schüler richten, man kann - zumindest rechtlich belastbar - keinen Schüler Verweisen aufgrund von Handlungen seiner Eltern.

    Wenn der beschriebene Sachverhalt vollständig ist, ist Start- und Zivilrecht einschlägig, nicht Schulrecht.

    Eine Datenschutzverletzung ist nicht okay.


    Aber Partei nehmen, ohne die Vorgänge zu kennen, wäre hier fehl am Platz.

    Es geht nicht um das Parteinehmen in der Sache, die steht ja hier gar nicht zur Diskussion.

    Man kann aber eindeutig sagen, dass die Art und Weise des beschriebenen Vorgehens der Eltern nicht nur nicht in Ordnung ist, sondern eine Straftat darstellt (Üble Nachrede, Verleumdung, Nachstellung), selbst wenn die hier nicht beschriebenen Vorwürfe gegen den Kollegen zutreffend sein sollten (auch eine Betrüger darf man erst dann als Betrüger bezeichnen, wenn dieser rechtskräftig verurteilt ist).

    Ich würde mir auf jeden Fall selber einen Anwalt nehmen, Strafantrag (nicht Strafanzeige) stellen und meine Möglichkeiten in Bezug auf Unterlassung/Schmerzenzgeld, etc. aktiv voran treiben lassen. Meine Erfahrung mit Ermittlungsbehörden zeigt, dass diese nur dann aktiv werden, wenn ihnen die geschädigte Partei im Nacken sitzt und permanent nachhakt. Wird lediglich eine Anzeige erstattet, wird diese nur zur Kenntnis genommen und das Verfahren irgendwann eingestellt, weil der Beschuldigte sich nicht selber auf dem Revier gemeldet hat.

    Sowohl Biontech/Pfizer als auch Moderna produzieren schon seit Wochen. Vorräte sind vorhanden und können nach Zulassung unmittelbar ausgeliefert werden, das passiert ja mit den Chargen, die für GB, die USA, die Golfemirate, etc. vorgesehen sind, aktuell ja auch schon. Für D. wären das aktuell etwa 1 Millionen Dosen.

    Die Prüfung sollte natürlich mit der nötigen Gründlichkeit erfolgen, aber keinen Tag länger dauern, als die benötigt.

    Letztlich bleibt es für mich dabei, dass ich in der kurzen Verzögerung bei der Zulassung kein Problem sehe. Man verliert nicht viel Zeit und die Produktion ist eh nicht so weit, dass genug Impfstoffe bereit stehen.

    Mal eine kleine Rechnung: erfolgt die Zulassung erst gegen Jahresende, wie im aktuellen Zeitplan vorgesehen, verliert man etwa 2 Wochen gegenüber GB/USA. Am Anfang der Impfkampagne steht die Hochrisikogruppe 80+ . Diese haben aktuell eine erhöhte 7-Tage Inzidenz und macht etwa zwei Drittel der Todesopfer aus. Verschiebt sich die Erstimpfung von 1 Mio. betreffenden in dieser Altersgruppe um 14 Tage nach hinten, bedeutet das etwa 4000 zusätzliche Infektionen und 500 zusätzliche Tote.

    Falls diese Toten wirklich notwendig sind, weil die Sicherheit der Impfung aktuell noch nicht zuverlässig beurteilt werden kann bitte, dann muss man halt in den sauren Apfel beißen und abwarten. Dazu:

    Lauterbach zu „BILD“ auf die Frage, ob die andauernde Prüfphase der europäischen Behörden zur Zulassung Menschenleben kostet: „Ja und zwar deshalb, weil wir mit dem Impfstoff jetzt schon in Pflegeeinrichtungen impfen und damit Menschen schützen könnten.“

    Und weiter: „Die Sicherheit des Impfstoffs kann nicht mehr infrage gestellt werden.“

    Zitat

    Nun lägen alle nötigen Daten vor, Großbritannien und die USA hätten bereits Zulassungen erteilt, sagte Spahn in der Runde. »Auch wir wären in einem nationalen Verfahren ohne Zweifel auch sehr schnell. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Zulassung durch die EMA nun schnellstmöglich erfolgt«, sagte Spahn später gegenüber dem SPIEGEL.

    In meinen Augen lässt Herr Spahn hier durch die Blume durchblicken, was ich gestern auch schon vermutet habe:

    Dass es über die EMA länger dauert als in den USA und GB hat überhaupt nichts mit höheren Standards oder mehr Sicherheit zu tun, sondern alleine mit bürokratisch bedingten Zeitverlusten.

    Ich würde in die genaue Formulierung des Erlasses gucken, in machen Bundesländern ist die Präsenzpflicht aufgehoben, dann sind verpflichtende Leitungen auf anderen Wegen (zB eine Onlineprüfung) möglich, in anderen Bundesländern ist die Schulpflicht aufgehoben, dann dürfte das nicht durchsetzbar sein.

    Aber ganz ehrlich: in der aktuellen Situation würde ich mir wirklich überlegen, ob ich mir das unbedingt antun muss.

    Was ist denn Deine Mission hier?

    Ich habe hier keine Mission, Teilnahme in eine Internetforum fällt für mich unter Freizeitbeschäftigung.

    Jemandem der sich hier im Forum selbst O-Ton schon "Stimme der Vernunft" genannt hat könnte man wahrscheinlich auch ein gewisses Mass an Selbstüberschätzung unterstellen.

    In der Weihnachtszeit war es Bitteschön "Licht der Hoffnung", danke.

    ... und dann kommst Du mit irgendwas daher, was gar nicht im Zusammenhang mit der Impfkampagne steht.

    Wenn eine Teilnehmerin der Impfkampagne eine öffentliches fundraising startet um Geld für ihren angeblichen Impfschaden zu sammeln, steht das nicht im Zusammenhang mit der Impfkampagne?

    Wenn du etwas für irrelevant hältst, ignoriere es, ansonsten gilt das gleiche wie für Nymphicus: du solltest vielleicht die Überzeugung ablegen, durch deine Beiträge hier irgend einen gesellschaftlichen Einfluss zu bewirken, dann muss man auch nicht so patzig auf Dinge reagieren, die nicht zum eigenen Konzept passen.

    Wieso zitierst Du überhaupt einen Fall der so offensichtlich nicht auf eine direkte Nebenwirkung des Impfstoffs zurückzuführen ist? Es geht hier gerade eigentlich um die latent vorhandene Skepsis gegenüber dem Impfen im Allgemeinen und einer neu eingeführten Technologie im Speziellen.

    Natürlich steht ein Fall, bei dem jemand versucht Geld damit zu verdienen, dass er ein völlig anderes Problem als Impfreaktion verkauft und das auch noch über Social-Media ziemlich massiv verbreitet mit der Problematik in Zusammenhang. Und worum es hier geht, entscheidest nicht du, aber es steht dir frei Beiträge zu ignorieren, die sich mit Dingen beschäftigen, die deiner Meinung nach unwichtig sind.

    Auf den Rest deines Beitrages gehe ich jetzt zum Beispiel auch nicht ein, da du offensichtlich heute auf Krawall gebürstet bist.

    Ich gebe Dir recht und finde das eine wirklich spannende Fragestellung: was läuft in D im Vergleich zu CH schief? Das wäre doch mal ein Ansatzpunkt.

    Wenn dein Schwager nach 2 Jahren Harz4 eine Anstellung als Reinigungskraft findet und sich sein Einkommen verdoppelt, würdest du dich dann auch fragen, was du falsch machst, weil sich dein Lehrergehalt nicht verdoppelt hat?

    Hier geht's doch überhaupt nicht um irgendeine Skepsis sondern um ganz reale Fälle von schweren allergischen Reaktionen, die nach dem Start der Impfkampagne in UK bei zwei Personen aufgetreten sind

    Bei dem von mir zitierten Fall schon. Vielleicht versuchst du einfach mal, nicht jeden Beitrag als Widerspruch zu deinen Posts zu deuten, ich habe mich auf nichts bezogen, was du vorher geschrieben hast.

    Das tue ich erst jetzt:

    Es ist überflüssig, eine Diskussion über Impfreaktionen bei Personen zu führen, die aufgrund ihrer Vorgeschichte bereits permanent einen Epi-Pen mit sich führen müssen und die auch herkömmliche Impfungen eigentlich gar nicht bekommen sollten (die Bezeichnung "Allergiker müssen vorsichtig sein" ist auch völlig unpassend - es gibt 20 Millionen Allergiker in Deutschland, ein paar tausend davon fallen in die beschriebene Kategorie). Man könnte eher darüber diskutieren, was die Engländer reitet, ausgerechnet solche Gruppen direkt am Anfang der Kampagne mit impfen zu wollen. Hier hat es der Impfstoffhersteller vielleicht auch einfach zu gut gemeint, man hätte diese Personengruppen bei der Zulassung vielleicht erst mal außen vor lassen sollen.

    Fun fact:

    Eine Teil der "Allergische Reaktion-Skepsis" ist auf eine Dame zurück zu führen, die an der Impfstoff-Studie teilgenommen hat. Sie hat eine schwere entzündliche Reaktion an den Füßen bekommen und das Publik gemacht und versucht den Eindruck zu erwecken, der Impfstoff wäre schuld. Die Veröffentlichung ist in anti-vaxer-Kreise viral gegangen und sie hat versucht durch eine Internet-Spendensammlung Geld zu machen.

    Das Ganze ist natürlich im Rahmen der Studie auch untersucht worden - es wurde festgestellt, dass sie in der Placebo-Gruppe war. Die allergische Reaktion war vermutlich auf hochdosierte Ibuprofen zurück zu führen, das sie aufgrund von Rückenschmerzen genommen hat.

    Vorsicht, ziemlich unappetitliche Bilder

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