Beiträge von Moebius

    Nicht in der öffentlichen Diskussion und medialen Berichterstattung.

    Wenn man sich da kritisch zu Coronamaßnahmen äußert, steht man gar schnell in einer Ecke mit einem bunten Haufen von Spinnern. War schön zu sehen, bei der Demo in Berlin am Wochenende. Natürlich laufen ein Großteil der Leute da mit, weil sie wirtschaftlich hart getroffen sind und Existenzängste haben. In den Nachrichten sieht man hinterher aber überwiegend die Interviews derjenigen, die von Bill Gates und Echenmenschen schwadronieren.

    Eine alt bekannte und bewährte Strategie - in der "Flüchtlingskriese" hat man ja auch zur Regierungspolitik kritische Stimmen gerne pauschal in die rechte Ecke gestellt und damit das Problem der erstarkenden Rechtspopulismus erfolgreich gelöst.

    ...

    Frag QAnon, die nennen Dir sicher die einzig richtige und wahre Anzahl der Teilnehmer.:D

    Ach komm, wir wissen, dass es neben a) Verschwörungstheoretikern und b) Panikschiebern noch eine ganz normale Einstellung der breiten Bevölkerung gibt, so wie mit allem im Leben. Dem Großteil der Leute wird es einfach zu doof mit dem Gewese um Corona.

    Nicht in der öffentlichen Diskussion und medialen Berichterstattung.

    Wenn man sich da kritisch zu Coronamaßnahmen äußert, steht man gar schnell in einer Ecke mit einem bunten Haufen von Spinnern. War schön zu sehen, bei der Demo in Berlin am Wochenende. Natürlich laufen ein Großteil der Leute da mit, weil sie wirtschaftlich hart getroffen sind und Existenzängste haben. In den Nachrichten sieht man hinterher aber überwiegend die Interviews derjenigen, die von Bill Gates und Echenmenschen schwadronieren.

    Eine alt bekannte und bewährte Strategie - in der "Flüchtlingskriese" hat man ja auch zur Regierungspolitik kritische Stimmen gerne pauschal in die rechte Ecke gestellt und damit das Problem der erstarkenden Rechtspopulismus erfolgreich gelöst.

    Eigentlich kann man nur dankbar dafür sein, dass sich die AFD im Augenblick so ausgesprochen dämlich anstellt.

    Naja, was kostet uns eine "Coronabehandlung" im Krankenhaus / Intensivstation? Was ist der wirtschaftliche Schaden wenn mal 10 Leute für 14 Tage in Quarantäne müssen? Wie viele Milliarden hat uns der Shutdown gekostet? Ich glaube man kann gar nicht zu viel testen.

    Laut Netz kostet ein Fall in der Intensivstation rund 11.000 €. Dafür kann ich reichlich testen.

    Unter 1000 Coronatests sind in D aktuell etwa 10 positiv. Weniger als einer davon dürfte auf der Intensivstation landen.

    Den 11 000 € für die Intensivstation stehen also 39 600 € für die Tests gegenüber.

    Ich bin sicherlich kein Anhänger der Trump'schen Theorie "Wir müssen nur weniger testen, dann haben wir auch weniger Fälle", aber auch Tests müssen intelligent gemanaged und da eingesetzt werden, wo es sinnvoll ist.

    Ich bin nicht betroffen, kann also keine weiteren Auskünfte geben, aber Schulen in kirchlicher Trägerschaft verbeamten auch.

    Man sollte aber genau hinschauen, ob am staatlicher Beamter der Kirchenbeamter wird, beide können an Schulen in kirchlicher Trägerschaft arbeiten. Kirchenbeamte sind zwar weitgehend gleichgestellt, was Bezüge und Versorgung angeht, sie können sich zB jedoch nicht auf eine Beförderungsstelle im öffentlichen Schuldienst bewerben.

    Trotzdem würde ich bei einer Vertretungsstelle das machen, was mir am besten gefällt.

    Die Quantität des Infektionsgeschehens ist eigentlich weitgehend egal, so lange die Qualität so bleibt, wie wie aktuell ist. Das heißt:

    Niedriges "Grundrauschen", dadurch dass es immer noch unentdeckte Infektionen gibt und überall hin und wieder sporadische Einzelfälle entdeckt werden und dazu einzelne größere Ausbrüche, deren Ursachen aber klar identifiziert werden können und die von den Gesundheitsämtern aktuell auch sehr gut eingedämmt werden können. Gleichzeitig haben wir eine nur noch sehr niedrige Mortalität von aktuell unter 1% und keine Überlastungstendenzen im Gesundheitswesen. So lange das so bleibt, wäre es auch kein Problem, wenn wir wieder 5000 Neuinfektionen pro Tag hätten, die Situation wäre trotzdem nicht mit März/April vergleichbar, weil jeder Ausbruch für sich genommen eingedämmt werden kann und wir insgesamt keine unkontrollierte Ausbreitung hätten.

    Nebenbei gesagt fallen 90% (meine subjektive Einschätzung, offizielle Zahlen dazu gibt es nicht) der größeren Ausbrüche in eine der folgenden drei Kategorien:

    1. Religiöse Feierlichkeiten von Freikirchen

    2. Große Feiern von Familienclans

    3. Arbeitsverhältnisse mit prekären Bedingungen

    Das gemeinsame an allen drei Fällen ist, dass es sich um Gruppen oder Arbeitgeber handelt, deren Verhältnis zu unserem Staat nicht unproblematisch ist, weil sie dessen Autorität nicht akzeptieren, gesellschaftliche Werte nicht teilen oder Gewinnmaximierung als einzige Maxime kennen.

    Hier mit Maßnahmen zu antworten, die in die Breite der Bevölkerung zielen, ist völliger Unsinn, da die Breite der Bevölkerung nicht das Problem ist. Sich gezielt mit den Problemgruppen auseinander zu setzen ist aber ein Mienenfeld, dazu fehlt wohl auch der politische Wille.

    Dass es in der Statistik anders erscheint ist auch kein Wunder, denn der überwiegende Teil der Stellen sind Besetzungen im Grundschulbereich. Da ist die durchschnittliche Bewerberzahl ungefähr 1, wenn nicht kleiner. Meistens ist der eine Bewerber dann derjenige von der eigenen Schule, der es sowieso kommissarisch machen muss. Der kriegt dann natürlich auch das Votum des Vorstandes.

    Niedersachsen:

    Wenn du alleiniger Bewerber bist, hast du den Job sicher.

    Wenn dich der Schulvorstand will, hast du den Job sicher (die Behörde setzt sich in der Regel nicht über dessen Votum hinweg, weil sie keinen Stress wollen)

    Brüller.

    Ich habe eine Reihe von Bewerbungsverfahren mit erlebt, in der deutlichen Mehrheit der Fälle ist der vom Schulvorstand bevorzugte Bewerber nicht zum Zuge gekommen. Im letzten mir bekannten Fall mit 15 Stimmen zu 1, hat der Bewerber mit der einen Stimme die Stelle bekommen.

    Der Schulvorstand votiert oft für den Kandidaten von der eigenen Schule, gleichzeitig ist es zumindest im Gym/GS Dezernat Politik, dass Hausbewerber nur berücksichtigt werden, wenn es sonst niemanden geeigneten gibt.

    Entscheidend für die Besetzung ist die Bewerbernote, alle anderen Kriterien (Schulvorstandsvotum, Geschlecht, etc.) sind nur nachgeordnete Entscheidungsmerkmale, die nur zum tragen kommen, wenn die Bewerber die gleiche Note haben. Fun Fact: der Fall "gleiche Bewerbernote" ist, bei etwa 30 Bewerbungsverfahren, die ich miterlebt habe (nicht nur Schulleitung) noch kein einziges Mal vorgekommen. Was schon ein bemerkenswerter statistischer Zufall ist, wenn man bedenkt, dass es nur 5 Beurteilungsstufen gibt.

    "Untersagen" kann die Landesregierung gar nichts. eine Rechtsgrundlage zur besonderen Einschränkung der Reisefreiheit für Lehrer gibt es nicht.

    Faktisch ist die Rechtslage in allen Bundesländern die gleiche und auch vergleichbar mit Angestellten in der freien Wirtschaft, für die im Prinzip auch das gleiche gilt:

    Wer sich wissend und freiwillig in eine Situation begibt, in der er anschließend in Quarantäne muss, muss damit rechnen für die Zeit der Quarantäne keine Bezüge (bzw. kein Gehalt) zu bekommen. So einfach ist das.

    Ich bin weder katholisch noch christlich, was ich auch der Schulleitung mitgeilt hatte. Die hatten gesagt, dass sie das nicht fragen dürften aber da ich es von mir aus gesagt habe, haben sie mir gesagt, dass das an und für sich in Ordnung sei. Allerdings, muss ich als Lehrer an einer katholischen Schule die Werte der katholischen Kirche vertreten.

    Da wäre ich erst mal skeptisch.

    Privatschulen in kirchlicher Trägerschaft sind Tendenzbetrieben. Sie dürfen eine Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche als Einstellungskriterium verlangen und tun das in der regeln auch. Ich war auch mal in der Situation, dass mich die Leitung einer Schule in kirchlicher Trägerschaft unbedingt haben wollte, weil es in Physik als Mangelfach brannte. Die hat mir dann auch erzählt, dass es auch ohne Mitgliedschaft ginge, schon aufgrund der prekären Situation in meinen Fächern. Am Ende ist die Sache bis zum Bischoff rauf gegangen, weil es ein Präzedenzfall gewesen wäre, der hat das dann abgelehnt. (Heute bin ich froh darüber.)

    Selbst wenn du als nicht-Christ dort eine Stelle bekommst, wirst du immer die Notlösung sein. Du wirst zum Beispiel keine Perspektive auf ein Beförderungsamt haben.

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