Hat eigentlich schon irgend ein*e Expert*in eine Idee, wie man das öffentliche Leben wieder hochfährt, ohne einen neuen Zusammenbruch zu riskieren?
Wenn die Möglichkeit, die ich oben beschrieben habe, stimmt, ist die Perspektive eigentlich klar. Großveranstaltungen und überregionale Reisen bleiben eingeschränkt, man verstärkt das monitoring um mögliche neue Ausbrüche möglichst schnell zu entdecken und bleibt bei den allgemeinen Hygienemaßnahmen um, falls doch Ausbrüche auftreten die Fallzahlen möglichst klein zu halten, bis man sie entdeckt hat. Dann beginnt man differenziert zu schauen und abhängig von der Lage vor Ort das Leben schrittweise wieder hoch zu fahren, sobald klar ist, dass das die Kapazitäten der Krankenhäuserwieder größer werden.
Etwa nach dem Schema: 7 Tage keine Neuinfektionen in einer Region: Geschäfte und Restaurants dürfen wieder öffnen, 14 Tage keine Neuinfektionen: Schulen und Kindergärten wieder auf.
Wenn sich die Entwicklung in den nächsten Tagen stabilisiert, würde ich fast darauf wetten, dass in der Woche nach Ostern die ersten Schulen wieder auf machen. Das macht, je nach Situation vor Ort, auch Sinn. In meinem Landkreis gibt es mittelgroße Städte, bei denen die Fallzahlen nach wie vor konstant bei 0 sind. Wenn das so bleibt, kann man da den Menschen auch irgendwann nicht mehr vermitteln, dass sie ihren Alltag so massiv einschränken sollen. Mein Wohnort ist hingegen stark betroffen, da wird es dann länger dauern und da werden die Leute das auch akzeptieren.