Beiträge von Moebius

    Hier wurde ja schon mehrfach über Sinn und Unsinn de arithmetischen Notenberechnung, wie sie in Bayern vorgeschrieben ist, disktuiert. Ich verstehe das mathematische Argument (also nicht wirklich, aber ich kann nachvollziehen, dass es mathematisch keinen Sinn macht), aber tatsächlich erzeugt die Rechnerei ein hohes Maß an Transparenz.

    Der Begriff dafür ist Scheinobjektivität.

    1. Es gibt eine Pflicht zur Transparenz bei der Notengebung. Diese schließt ein, dass erläutert werden muss, wie die Note zu Stande kommt.

    2. Es gibt keine Vorgabe darüber, wann und in welcher Form dies erfolgen muss, dies liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Lehrers. Ein vernünftiges Vorgehen scheint mir zu sein, die Noten vorher mit den Schülern zu besprechen und, im Falle von später auftretenden Irritationen einen Termin mit den betroffenen Schülern bzw. Eltern zu vereinbaren. Die Noten vorher nicht zu besprechen und stattdessen direkt nach der Zeugnisausgabe spontan und unvorbereitet Diskussionen mit situativ aufgebrachten Eltern und Schülern zu führen, erscheint mir in etwa das Gegenteil von einem vernünftigen Vorgehen.

    3. Die Pflicht zur dienstlichen Anwesenheit besteht, wenn der Schulleiter dienstliche Anwesenheit verlangt. Dies liegt nämlich in seiner Weisungskompetenz.

    na im Grunde für beides, denn das schmerzhafte Gefühl beim Lesen falscher Grammatik kennt vermutlich jede*r...


    Wenn die Lesbarkeit beeinträchtigt wird ok, gerade in einem Lehrerforum. Wenn jemand gar nicht auf Rechtschreibung und Grammatik achtet, wirkt das auch schnell respektlos dem Leser gegenüber.
    Wenn man anfängt Nachrichten wegen eines einzelnen möglicherweise fehlenden Kommas zu schreiben, ist man allerdings entweder leidenschaftlicher Germanist (und wer ist das schon, wenns um Mathe gehen würde, könnt ich es ja noch verstehen ... ) oder die Grenze zum Zwanghaften ist überschritten.


    Dazu gibt's bestimmt von Piaget oder gar von Freud unentdeckte Forschungsdokumente :D


    Meine Theorien auch etwas mit Größenrelationen bestimmter Körperteile zu tun.

    Irgendwer hat mich mal per PN darauf hingewiesen, dass vor "als" kein Komma kommt.


    ...

    Kann mir dafür jemand eine Erklärung geben?


    Für die Kommasetzung oder das Bedürfnis mancher Menschen, Leute im Internet auf irrelevante Fehler hinzuweisen?
    Für letzteres hätte ich ein paar Theorien.

    Ich habe einige KollegInnen an meiner Schule, die trotz Pensionierung noch arbeiten. Sind aber allesamt Überzeugungstäter und würden es auch ehrenamtlich machen.

    Ehrenamtlich zu arbeiten ist eine lobenswerte Sache und etwas ganz anderes, also gratis für einen Arbeitgeber zu arbeiten, der für die Personalprobleme selber verantwortlich ist und dessen Missmanagement man damit noch unterstützt.

    Ich kenne Einzelfälle von Kollegen, die das machen wollten und ausnahmslos davon Abstand genommen haben, weil die Einkünfte auf die Pension angerechnet werden (ich glaube es gibt einen kleinen Freibetrag) und man praktisch für ein Taschengeld arbeitet. Das gilt für Niedersachsen, ich weiß nicht, ob es in anderen Bundesländern anders aussieht.

    Einige brachten Instrumente mit, Keyboard war ein Highlight.
    Wir "backten" Churros und tunkten diese in heiße Schokoladentunke (Mischung aus Kakao und Pudding).
    Das Stück der Theater-AG ist eines der erfolgreichsten der letzten Jahre, geht im neuen Jahr in eine Verlängerung.
    Die Lösung war: Ihn seinen Monolog aus der AG im Bühnen-Outfit darbieten zu lassen.
    Es war vielleicht 10 Minuten in Thema oder interessant, danach banal und viel, mit wenigen Ausnahmen, nicht weiter auf.
    Danke und erholsame Ferien!

    Fröhliche Elfen frohlockten feierlich. Warum verzagen, wenn doch Erdbeeren im Sonderangebot sind?
    Der Weg links von der Mitte ist ein ausgetretener Pfad zur Erleuchtung. Auch wenn die Nacht finster erscheint, so scheint uns doch ein Licht unter Großmutters Steppdecke!


    Versuch mal zu lächeln, wenn es schief aussieht, könnte es ein Schlaganfall sein.
    Frohe Ostern.

    Kevin hat die Wette verloren. Er sitzt freiwillig oben ohne im Unterricht der Klassenlehrerin Frau Schmidt-Römkediek. Die Stimmung ist gelöst, alle findet es witzig. Es ist der letzte Schultag, Kekse werden gegessen, man amüsiert sich. Laura-Luise macht in einem unbeobachteten Moment ein Foto von Kevin.
    Weil die Aktion natürlich Gesprächsstoff ist, landet des Foto in der WhatsApp-Gruppe der Klasse. Einige Schüler erzählen zuhause von der lustigen Aktion. Die Eltern finden das nur zu 72% lustig, man tauscht sich aus, das ganz zieht Kreise und dank "Stiller Post" wird aus der Vorfall schnell reduziert auf "Bei Frau Schmidt-Römkediek musste sich am letzten Schultag ein Schüler ausziehen, weil er eine Wette verloren hat.".
    Die Elternschaftsvorsitzende meldet sich beim Schulleiter. Der hat von der ganzen Sache noch nichts gehört und kann sich sowas absolut nicht vorstellen - kann Frau Schmidt-Römkediek aber auch nicht erreichen, weil die über die Ferien im Urlaub ist. Er verspricht Klärung nach den Ferien. Das lässt die Gerüchteküche aber natürlich nicht verstummen, die Geschichte kreist weiter in WhatsApp-Gruppen, bei zufälligen Begegnungen beim Fleischer, etc., auch wenn einige Schüler versuchen, die Sache richtig zu stellen.
    Am 3. Januar erscheint dann ein Artikel in der Bild Zeitung: "Perverse Lehrerin lässt Schüler strippen - so geht es zu an Deutschlands Schulen". Das Foto von Oben-Ohne-Kevin ist zum Schutz der Persönlichkeitsrechte natürlich mit einem schwarzen Balken über den Augen verdeckt worden.
    Am ersten Schultag erhält Frau Schmidt-Römkediek einen Gesprächstermin beim Schulleiter. Der hört sich zwar die Geschichte an und glaubt ihr auch, tragbar ist sie aber nach so einem PR-Desaster natürlich nicht mehr, dass müsse sie schon verstehen. Er drückt ihr die Versetzung zur Klosterschule Spitzbergen in die Hand - da gibt es weder Internet noch Bildzeitung. Laura-Luise hat fürchterliche Schuldgefühle - Frau Schmidt-Römkediek war ihre Lieblingslehrerin. Sie stürzt in tiefe Depressionen. Kevin ist begeistert vom vielen positiven Feedback, er bricht die Schule ab und wird professioneller Stripper.

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