Beiträge von Moebius

    Das ist wieder einmal ein Beitrag unter dem Motto "Ich hab eine Meinung, nerv mich nicht mit Fakten."

    Die schweizerische Waffengesetzgebung gilt als eine der liberalsten der Welt, da Besitz und Erwerb von Waffen und Munition grundsätzlich jedem unbescholtenen Bürger gestattet wird, sofern das Gesetz dazu keine besonderen Bestimmungen enthält.

    Und auch in den USA kann nicht jeder "Proll eine halbautomatische Waffe shoppen", es gibt sehr unterschiedliche Gesetzgebung in den einzelnen Bundesstaaten und die, mit den strengeren Regelungen sind nicht unbedingt die, mit dem kleineren Problem.

    Aber klar, der Täter von Essen hätte den Mordversuch sicher nicht begangen, wenn er auf dem Weg dahin eine Messerverbotszone passiert hätte und dort eine Ordnungswidrigkeit wegen des Mitführen eines Messers riskiert hätte.

    Deine Antwort geht komplett an meinem Beitrag vorbei. Du hast geschrieben, dass die hohe Verfügbarkeit von Schusswaffen zu Amokläufen führt, ich habe begründet, dass das falsch ist. Zu Messern habe ich mich überhaupt nicht geäußert. Zu denen gilt aber ähnliches - die Verfügbarkeit verschlimmert das Ergebnis, ist aber nicht die Ursache.

    Je mehr Schusswaffen in Privatbesitz sind, desto mehr Amokläufe und Todesopfer gibt es.

    Diese Vereinfachung ist offensichtlich falsch. In den USA gibt es viele solche Taten bei einer hohen Verbreitung von Schusswaffen, in der Schweiz und skandinavischen Ländern gibt es bei einer fast identisch hohen Verbreitung fast gar keine.

    Die Verfügbarkeit von Schusswaffen erleichtert es Täten solche Taten zu begehen und macht sie folgenschwerer, sie löst solche Taten aber nicht aus.

    Der Klassenteiler ist in Niedersachsen bei 30, das heißt aber nicht, dass die Klassen bei Überschreitung zwingend geteilt werden müssen sondern lediglich, dass man das darf. Manchmal können sie gar nicht geteilt werden, zB weil ein Gymnasium bereits die maximale Anzahl Klassen hat.

    Es wird oft kommuniziert, dass die Klassenteiler um bis zu 10% überschritten werden dürfen, aber auch diese Grenze ist meines Wissens nach nirgendwo schriftlich fixiert. Letztlich darf man lediglich weitere Neuaufnahmen ablehnen, wenn alle Klassen im Jahrgang bereits bei 30 SuS sind, Wiederholer muss man trotzdem unterbringen.

    Es ist meiner Erfahrung nach sinnlos, wenn du auf den Tisch klopfst - anders sieht es aber aus, wenn das die Eltern machen. Die müssen sich bei solchen Klassengrößen massiv beschweren, dann passiert meistens irgendwann was. So lange die Eltern das Schlucken hast du keine realistischen Chancen etwas zu ändern.

    Klassische Physik liefert prinzipiell keinen echten Zufall, nur möglicherweise etwas, was mit menschlichem Ermessen nicht von echtem Zufall zu unterscheiden ist.

    (Gilt aber nicht nur für den Digitalbereich, auch der Wurf eines Würfels oder einer Kugel in den Roulettkessel ist ja kein echter Zufall.)

    Quantencomputer sind ein grundsätzlicher Gamechanger bei der Verwendung von Passwörtern (die damit entschlüsselt werden können) und der Generierung echter Zufallszahlen (dafür werden sie bereits verwendet, weil ein einziges qubit dafür im Prinzip reicht, so weit ist man längst). Sie sind nicht "schneller" als klassische CPUs, sondern arbeiten grundsätzlich anders. Ich kenne Leute aus der Branche, aktuell wird immer noch überlegt, was sie mit einer Quantenunit im Produkt für Endkunden überhaupt anfangen sollen, der use-case ist für diese Zielgruppe völlig unklar.

    Man kann doch sofort austreten und zahlt das Streikgeld zurück. Ich sehe immer noch keine Unfairness.

    Würdest du es auch angemessen finden, dass du beim Wechsel der Krankenkasse alle Behandlungskosten, die die abgebende Kasse im letzten Jahr übernommen hat, erstatten musst? Ist genau die gleiche Situation.

    Es macht Sinn, dass es Karenzzeiten gibt, wenn man irgendwo eintritt, so dass man nicht nur eintreten kann um direkt Leistungen in Anspruch zu nehmen. Das man beim Austritt bereits erhaltene und über Beiträge erworbene Leistungen der Vergangenheit zurückzahlen muss, ist reine Schikane.


    PS: Und das sage ich als jemand, der hier schon häufiger dafür geworben hat, dass jede Lehrkraft Mitglied in einer Gewerkschaft oder einem Verband sein sollte, der ihre Interessen vertritt.

    Man muss jetzt auch nicht 14 jährige Problemschüler als nicht mehr zu rettende Gewohnheitskriminelle betrachten. Wie gesagt: es mangelt oft an frühzeitigem und klaren Eingreifen, wenn die ersten gravierenden Dinge auftreten, dann würden diese späteren Probleme gar nicht erst entstehen.

    Der hier vorliegende Eingangsfall ist zum Glück nicht normal, die Probleme der Schulleitung im Umgang mit der ganzen Situation passen aber in ein Bild, in dem massives Fehlverhalten erst entsteht, weil man auf dem Weg dahin vermutlich genau so falsch reagiert hat.

    Dauerschwänzer tun durch ihre Abwesenheit am Ende keinem (außer indirekt sich selbst) weh -

    Wenn man seinen Job ernst nimmt, macht kaum ein Schüler so viel Arbeit, wie ein Dauerschwänzer.
    Schon rein formal binden sie in den Schulen genau so viel Ressourcen, wie ein normaler Schüler, der ganze Kram, der dann oben drauf kommt, ist so mühselig, dass die 4 Arbeiten, die ich im Gegenzug nicht korrigieren muss, ein Witz dagegen sind.

    Oder kommt noch eine bisher unbekannte Quelle, die mit allen Missverständnissen aufräumt und Zweifel an der bisherigen Darstellung zerstreut?

    Hier gibt es keine Missverständnisse sondern deutlich unterschiedliche Bewertungen einer Situation, über die sich gerne jeder seine eigene Meinung bilden kann. Du kannst seitenweise irgendwelche Institutionen aufzählen, die irgendwas erzählen, ich denke trotzdem selber. Und gerade ich, Plattenspieler, etc. haben unsere Position hier inhaltlich ausführlich begründet, als Gegenargument kommen dann immer Verweise auf dritte und der Wechsel auf die Emotionsebene.

    Der VHS-Kurs ist ein Gruppenkurs mit ausführlicherer Vorbereitung…

    Wie ausführlich die Vorbereitung ist, sei mal dahin gestellt, aber es sind schon zwei unterschiedliche Dinge. In der Regel werden auch VHS-Kurse sehr schlecht gezahlt, ich kenne Leute, die welche geben, durch die Bank aufgrund von persönlicher Neigung zu den Themen und nicht um damit wirklich Geld zu verdienen.

    So oder so - es gibt mehr als einen Job der schlecht bezahlt wird. Ändert aber nichts daran, dass es auch Alternativen gibt. Als Student bleibt private Nachhilfe oder Kellnern am Wochenende für mich auf jeden Fall attraktiver, man wird mehr raus bekommen, ist meist zeitlich flexibler und mindestens ein Teil der Einnahmen ist steuerfrei (Beim Kellnern die Trinkgelder, private Nachhilfe wird wohl kaum jemand versteuern). In meinen Augen ist nicht mal der Bezug zum späteren Beruf ein Argument, ich habe eher das Gefühl, dass Personen, die in Nachhilfeinstituten gearbeitet haben, oft mit falschen Vorstellungen in das Referendariat gehen.

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