Der TE hat hier ja durchaus einige sachliche und ausführliche Einschätzungen bekommen, die aber alle in die gleiche Richtung gehen: man wird seine Situation berücksichtigen, aber nicht immer über alle dienstlichen Belange stellen können. Ihm muss klar sein, dass seine oberste Loyalität, zumindest so lange er im Dienst ist, seiner gewissenhaften Dienstausübung gelten muss und private (und damit auch religiöse) Belange dahinter im Zweifelsfall zurückstecken müssen. Ob diese Konflikte dann monatlich, jährlich oder seltener vorkommen, kann kein Mensch beantworten, da es stark von den Bedingungen vor Ort abhängt.
Aber auch nach meinem subjektiven Empfinden drückt sich der TE vor einer Aussage zu der Frage, ob er denn zumindest grundsätzlich bereit wäre, seine religiösen Verpflichtungen hinter den dienstlichen zurück zu stellen, so dass zumindest bei mir auch der Eindruck entstanden ist, dass die Antwort ein nein ist. Falls dem so sein sollte, würde ich tatsächlich sagen, dass er in der Schule falsch ist.
Im Übrigen habe ich Zweifel an der Wendung "Ich könnte an einer Brennpunktschule so viel bewirken", denn es geht dem TE um einen Quereinstieg an Gymnasium oder Berufskolleg. Zum einen sind das nicht die Schulformen, an denen der höchste Bedarf daran besteht, pubertierende Jugendliche mit Migrationshintergrund auf die richtige Spur zu bringen, zum anderen halte ich die Vorstellung der TE für naiv, dass alleine sein kultureller und religiöser Hintergrund ihn dazu befähigen würde. Der TE hat bisher 0 Unterrichtserfahrung, da wäre vielleicht mal ein erstes Praktikum eine gute Idee, bevor man im Geiste anfängt absturzgefährdete Jugendliche vor dem Gefängnis zu bewahren.