Beiträge von Moebius

    Achso, naja, wenn du meinst, dass Mathematik-Anfangsunterricht nur aus einem Einzelkurs bestand nun gut. Und nein, auch mein Mathe-Studium war nicht nur ein Einzelkurs und genau dort haben wir genau dies, was dir auch der Frisch die ganze Zeit schon versucht zu erklären, gelernt und das eben an verschiedenen Unis.
    Aber vermutlich haben die einfach alle keine Ahnung. :autsch:

    Dann würde ich empfehlen, dass du nicht zwanghaft versuchst, Beiträge auf dich zu beziehen, wenn die Bedingungen, die ich ja ausdrücklich geschildert habe, nicht auf dich zu treffen sollten.

    Tja, nur das das, was ihr für unqualifizierten Mathe-Unterricht haltet, genau das ist, was man im Grundschulstudium lernt. Nur das euch das nicht gefällt.

    Es geht hier explizit um diejenigen, die es eben nicht gelernt haben und nein, mit einem Einzelkurs "Anfangsunterricht" oder einer allgemeinen didaktischen Grunschulausbildung hat man das Fachliche eben nicht auf den nötigen Niveau verstanden und gute Grundlagen in Klasse 3/4 für die weiterführenden Schulen sicher legen zu können. Und es geht auch bei mir nicht darum, was mir gefällt, sondern um die Frage, wie Unterricht für einen möglichst erfolgreichen schulischen Werdegang organisiert werden sollte.

    Ihr habt Probleme geschildert, die ihr im Unterricht habt.

    Ihr erklärt daraufhin die Lehrkraft für unqualifiziert.

    Ich erkläre niemanden für unqualifiziert, man ist per Definition unqualifiziert, wenn man etwas macht, für das man die eigentliche fachliche Qualifikation nicht durch eine Ausbildung erworben hat. Viele Lehrkräfte, die in der Grundschule Mathematik unterrichten, sind ganz objektiv unqualifiziert.

    Man kann Quadrate von mir aus gerne beispielhaft oder haptisch in Klasse 1 und 2 einführen. In dem Moment, wenn mir Grundvoraussetzungen für eine fachliche saubere Definition fehlen, mache ich keine Definition, bevor ich eine falsche mache, die Fehlvorstellungen verfestigt. Und wer versucht das als didaktische Reduktion zu verkaufen, hat nicht verstanden, was eine didaktische Reduktion ist, denn die muss gerade so gewählt werden, dass dadurch keine Fehlvorstellungen verankert werden. (Eine didaktische Reduktion wäre es in diesem Kontext, auf den Begriff der Orthogonalität zu verzichten und stattdessen einen altersgerechten Ersatz dafür zu finden.)

    Ich habe aus der Sicht eines SEK1 Lehrers Probleme geschildert, die in der SEK1 auftauchen, wenn der Matheunterricht in der Primarstufe fachlich nicht ordentlich war. Die anderen Teilnehmer aus der SEK1 bestätigen genau diese Probleme und auch die Beobachtung, dass sie ganz massiv da auftauchen, wo Matheunterrich durch fachlich nicht ausgebildete Lehrpersonen erteilt wird. Man kann als Primarlehrkraft von mir aus sagen, wir machen trotzdem noch Klassenlehrerprinzip, weil andere Dinge für uns eine höhere Priorität haben.

    Es entbehrt allerdings nicht einer gewissen Ironie, wenn jetzt ausgerechnet die Forenmitglieder, die in jedem Grundschulthema andere Lehrkräfte ermahnen, die Erfahrungen der Grundschullehrkräfte doch bitte nicht in Frage zu stellen, weil man ja selber keine Erfahrung in der Grundschule habe, jetzt hier den SEK1 Lehrkräften erklären wollen dass die Probleme nicht existieren, nicht so schlimm sind oder nicht die angeführten Ursachen haben, obwohl sie keine Erfahrung damit haben, und ausgebildeten Mathematiklehrkräften erklären wollen, wie mathematische Modell- und Begriffsbildung funktioniert, obwohl ihnen offensichtlich die fachliche Qualifikation fehlt.

    Bzgl. Mathe: Ich glaube sogar, dass es hilfreich ist, wenn man als Mathelehrer selber nicht der beste (Oberstufen-)Schüler in Mathe war. Denn dann verfällt man nicht so leicht ins "Mathe ist ja ein Kinderspiel'-Denken.

    Niemand der in Mathe gut war und es dann anschließend vollumfänglich an der Uni studiert hat glaubt, dass Mathe ein Kinderspiel ist.

    Ich habe aus der Sicht einer Lehrkraft an der weiterführenden Schule argumentiert und darauf hingewiesen, dass wir hier sehr deutlich die Probleme sehen, die durch Unterricht von fachlich unqualifizierten Lehrkräften verursacht werden.

    Und doch, den Unterricht kann man sich da durchaus bequem machen, er besteht dann in der Regel daraus, dass ein neues Rechenverfahren einmal leidlich an der Tafel vorgemacht wird und dann gibt es die nächsten 4 Wochen "Lerntheke", bei der die SuS einfach mit Kopien zugeschmissen werden. Gerade wenn man fachlichen Rückfragen der SuS nicht gewachsen ist, kann man das Credo des "schülerzentrierten Unterrichtes" auch sehr schön nutzen, um sich aus seiner Verantwortung als Lehrkraft zurückzuziehen. Das habe ich durchaus schon selber so erlebt und kriege bei den SuS mit Problemen auch entsprechende Rückmeldungen von den Eltern.

    Aus Sicht einer Lehrkraft am Gymnasium und mit einem Problem, das in Niedersachsen besonders auftritt:

    Ich finde das Fachlehrerprinzip hier nicht gut und in Mathematik treten die sich daraus ergebenden Probleme oft besonders deutlich vor.

    In Niedersachsen werden Grundschullehrkräfte nicht zwingend voll in den zentralen Fächern ausgebildet sondern wählen 2 oder 3 Fächer, wie auch Lehrkräfte in weiterführenden Schulen. Der Großteil der Studenten studiert dann mit den Fächern Deutsch und Sachunterricht, weil die den Ruf haben, am leichtesten zu sein. In Mathe muss man dann lediglich eine Veranstaltung "Anfangsunterricht Mathematik" besuchen, meines Wissens 6 SWS. Im Ergebnis landen viele Lehrkräfte in den Grundschulen, die als Schüler selber in Mathematik schlecht waren und dann darin auch praktisch nicht ausgebildet wurden. Und wenn Schüler 4 Jahre lang von einer solchen Lehrkraft Mathematikunterricht hatten merkt man das.

    Um Mathematik zu unterrichten, benötigt man ein grundsätzlichen Verständnis vom Fach und eine Ahnung davon, wie es in den weiterführenden Schulen weiter geht und welche Modellvorstellungen tragfähig sind. Wir arbeiten sehr eng mit einigen Grundschulen zusammen und tauschen uns regelmäßig aus, das Problem wird dort regelmäßig angesprochen und stößt in den Grundschulen oft auf Unverständnis und Unwillen ("Das bisschen Plus, Minus, Mal und Geteilt, kriege ich ja wohl noch hin").

    Mein Eindruck ist, dass das Klassenlehrerprinzip zumindest in Klasse 3 und 4 eher der Bequemlichkeit der Lehrkräfte dient, weil es natürlich sehr viel einfacher ist, nur sehr wenige SuS zu unterrichten. Zumindest Deutsch, Mathematik und Englisch sollten von Lehrkräften unterrichtet werden, die dafür auch vollumfänglich ausgebildet worden sind. Wir reden dann davon, dass SuS in Klasse 3 und 4 im "schlimmsten" Fall 3 verschiedene Lehrkräfte haben. Ab Klasse 5 haben sie bei uns 8-10 verschiedene Lehrkräfte, und das ohne Probleme. Dass 3 Lehrkräfte in Klasse 3/4 da schlecht sein sollen, halte ich für vorgeschoben.

    Innovation findet durchaus hier statt, nur das Geld wird dann oft anderswo damit verdient.

    Das weltweit führende Design für Hochtechnologie-Chips kommt in der Regel aus England (ARM), die Maschinen, mit denen High-End-Chips produziert werden, kommen aus den Niederlande und Deutschland (ASLM/Zeiss).

    Die Chips selber werden dann aber in Asien produziert, oft von US-Unternehmen.

    Es gibt ganz offensichtlich eine große Bandbreite.

    Etwas amüsant finde ich, wie viele Lehrkräfte hier offensichtlich in hohem Maße emotional involviert sind, in der Frage, wie die Abiturienten feiern. Ist ja nicht das erste mal, dass dass Thema aufkommt und sich hier Leute darüber Gedanken machen, ob durch die Preisgestaltung Personenkreise ausgeschlossen werden, etc.

    Das Abitur wird immer noch gerne als "Reifezeugnis" verkauft. Sollen die jungen Erwachsenen feiern, wie sie wollen, die Sorgen um Teilnahme für alle und was der passende Rahmen ist, haben sich die Betroffenen hoffentlich selber gemacht. Wenn das nicht der Fall ist, könnte man mal selbstkritisch darüber nachdenken, ob man als Schule die richtigen Werte vermittelt hat.

    Ansonsten muss man auch einfach mal loslassen können.

    Letztlich sucht sich jeder von uns, die Blase schon selber aus, in der er sich befindet. Ich habe noch nie jemanden getroffen, der als Linker bewusst die Welt oder als konservativer bewusst die TAZ abonniert hätte, um sich mal ganz bewusst und unvoreingenommen mit anderen Standpunkten auseinander zu setzen.

    Die Empfehlungen sind nicht grundsätzlich nicht zu beanstanden, natürlich ist die pädagogische Aufgabe einer Lehrkraft erst mal Deeskalation und ggf. Selbstschutz.

    Ob ich irgendetwas zur Anzeige bringe, entscheide ich schon selber, da brauche ich nicht den Segen des Dienstherrn.

    Wenn dort was beschlossen wurde, muss das Teil nochmal durchgeführt werden. Andernfalls, sollte es zB Notengebung/prüfungsrelevante Sachen sein, hab ich spätestens ab dem Punkt wo ein Schüler gegen vorgeht ein Problem.

    Ein nicht ordnungsgemäßer Beschluss muss aktiv angefochten werden, wenn man ihn aus der Welt haben möchte, dafür gibt es ein definiertes Vorgehen und Fristen. Wenn die abgelaufen sind, ist der Beschluss rechtskräftig, auch wenn er fehlerhaft zustande gekommen ist.

    Die Furcht, dass irgendwann in 10 Jahren mal ein Elternteil die Mathenote anfechtet, weil zu der Konferenz, auf der der Beschluss gefasst wurde, nicht ordnungsgemäß geladen wurde, ist unbegründet.

    Umgekehrt darf man sich als Betroffener auch nicht zurücklehnen und abwarten, wenn etwas beschlossen wurde, was einem nicht passt, weil man meint, die Konferenz wäre eh nicht ordnungsgemäß gelaufen, man muss das schon aktiv monieren.

    Auch Biden ist von seinen Ärzten auch dann noch ein hervorragender Gesundheitszustand bescheinigt worden, als er schon mit Toten gesprochen hat.

    Ich sehe Trump noch nicht die ganze Legislaturperiode durchhalten, aber im Augenblick hat er den Job nunmal. Und wenn er wirklich anfängt, geistig abzubauen, wird das Politische geschehen vermutlich erst mal sehr viel schlimmer, als es jetzt ist, denn er ist ganz sicher nicht der Typ für "ich sehe ein, dass ich besser zurücktreten sollte".

    Ich kann auch nur davor warnen, eine Einladung in der Größenordnung anzunehmen. Für Niedersachsen weiß ich sicher , dass das nicht genehmigungsfähig wäre, Geschenke über 50€ dürfen nicht angenommen werden, ich glaube nicht, dass es in anderen Bundesländern rechtlich anders aussieht. Die Teilnahme an so einer Veranstaltung mit den Konditionen wäre da ein klares Dienstvergehen und manchmal kann es einem auf die Füße fallen, auch wenn es gut gemeint ist.

    Die Sprüche von Trump kann man auch im Nachhinein immer gut interpretieren.

    Im Moment selber kann es alles oder nichts bedeuten.

    Die Kursgewinne nach seinem Kurswechsel sind ja auch schon fast wieder weg, wer immer da Gewinn gemacht haben will, muss schon sehr gutes Timing gehabt haben. Wenn man Geld in Aktien existieren möchte, gehe ich ganz stark davon aus, dass das in den nächsten 3 Jahren nicht die letzte Gelegenheit gewesen sein wird, einen Kurseinbruch zum Investieren zu nutzen. Man sollte dann vielleicht aber auch etwas Geld in Mittel zur Beruhigung investieren. Entspannungstee, CDs mit Walgesängen, Kiffen soll ja jetzt legal sein, hab ich gehört.

    Die Anwaltskanzlei braucht eine Beauftragung vom Rechteinhaber, sie kann nicht einfach so irgendwelche Abmahnungen aussprechen.

    Facebook-Profile laufen in der Regel unter Klarnamen. Spätestens wenn man unter dem gleichen Klarnamen eine eigene Webseite betreibt und vom Facebook-Profil dahin verlinkt, ist es keine Raketenwissenschaft mehr, den richtigen Adressaten für die Abmahnung rauszufinden.

    Ich will mich nicht davon frei machen, auch schon mal Rechte anderer Personen mit irgendwelchen Beiträgen verletzt zu haben, auch hier im Forum wird schnell mal ein Bild oder Artikel verlinkt, dann aber gleichzeitig im Vollzitat reimkopiert, auch dass ist manchmal dünnes Eis.

    Er hat ein Gesetz widerrufen, das den Wasserdruck in Duschen begrenzt hat. (Von Biden eingeführt um Wasser zu sparen.)

    Er hat auch vor ein paar Wochen ein Gesetz widerrufen, was Plasikstrohhalme verboten und Papierstrohhalme vorgeschrieben hat. Beides ist natürlich Populismus, aber definitiv auch populär. Beide Gesetze wurden von weiten Teilen der US-Öffentlichkeit als übergriffig empfunden.

    Das unterstelle nicht ich, das ist seit Jahren in den USA eine öffentliche Diskussion über zB Nancy Polosi und andere. Sie wurde zB stark kritisiert, weil sie in der Zeit vor dem inflation reduction act viel Geld in Chip-Werte umgeschichtet hat. In dem Gesetz wurde dann die Chipproduktion in den USA massiv gefördert und sie hat finanziell von einer Entscheidung profitiert, an der sie vorher selber mitgewirkt hat.

    Es gibt zwei börsengehandelte ETFs, einer davon ahmt das Portfolio von Nancy Pelosi nach, der andere das von Ted Cruz.

    Und es ist auch kein Geheimnis, dass die meisten Kongressabgeordneten in den USA nach ihrer Amtszeit mehrfache Millionäre sind, obwohl sie auch nicht besser bezahlt werden, als unsere Bundestagsabgeordneten.

    Aber klar, dass du es nach einer 30 sekündigen Onlinesuche besser weißt, weil du einen Wikipediaartikel quer gelesen hast.

    Das ist jetzt der dritte Thread, den die TE zu irgend einem mehr oder weniger schrägen Diskussionsanlass zum Thema "Lehrkraft werden" aufmacht, in den ersten beiden Threads hat sie sich nach dem Eröffnungspostig nicht mehr beteiligt.

    Ich habe den Eindruck, hier möchte jemand nur andere Forenteilnehmer beschäftigen, bei ernsthaftem Interesse am Thema würde man ja mal auf Nachfragen antworten oder genauere Informationen liefern.

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