Schade.
Ist nämlich so.
Der gemessene IQ ist das Kriterium, dass am höchsten mit dem voraussichtlichen Schulerfolg korreliert. Das Bild vom missverstandenen oder verhaltensauffälligen Hochbegabten, der aufgrund seiner Begabung fehleingeschätzt wird und dem dadurch Bildungschancen verwehrt bleiben ist in dieser Pauschalität ein Klischee, dass auf ein Buch von Lange-Eichbaum aus 1927 zurückgeht ("Genie, Irrsinn und Ruhm") und das längst widerlegt ist (der Autor selber hat seine Aussagen später deutlich relativiert).
Es gibt unterschätzte Hochbegabte, die auf der falschen Schulform landen, aber es gibt kein generelles Problem, dass Hochbagabung ein erhöhtes Risiko für ein Scheitern im Bildungssystem ist, im Gegenteil, der weit überwiegende Teil der Hochbegabten ist in unserem Bildungssystem außerordentlich erfolgreich.