Beiträge von Moebius

    Dann war sie nicht in der Lage, die Prüfung abzunehmen. Gibt es bei Euch keinen Prüfungsvorsitz, der dann hätte eingreifen können?

    Hat er in der Situation nicht gemacht. Ist auch ein Problem, weil in dem Moment die Prüfung natürlich definitiv geplatzt ist, da die Entscheidung zu treffen, wann man eingreift und wann nicht, ist schwierig und oft haben in einfachen Prüfungen die FPLs den Vorsitz, die nicht unbedingt super erfahren sein müssen.

    Jetzt sind geschliffen und fachlich fundiert formulierte Schulzeugnisse in der Regel nicht digital frei verfügbar... von daher... Wie soll ein Language Modell darauf trainiert werden. Vermutlich hatte es nur den generischen Arbeitszeugnismüll in den Trainingsdaten.

    Da unterschätzt du die Firmen, die aktuellen Modelle sind mit Unmengen von Daten trainiert, viele davon aus Quellen, die nicht frei verfügbar sind (darüber gab s ja auch schon diverse juristische Auseinandersetzungen).

    Ich bin ja nun ein Mensch komplett ohne Beförderungsambitionen, aber ich verstehe auch nicht so recht, wieso "schnellstmöglich A14" kein legitimes Ziel sein sollte, wenn derjenige bereit ist, sich flexibel in verschiedene Aufgabengebiete einzuarbeiten und diese dann auch vernünftig macht. Finde ich alles nicht so verwerflich, wie hier dargestellt.

    Weil der TE doch hauptsächlich das "schnellstmöglich A14" ansteuert und wenig Bereitschaft für die flexible (und engagierte) Einarbeitung in verschiedene Aufgabengebiete erkennen lässt, sondern das für ihn lediglich ein notwendiges Übel zu sein scheint. Und genau wie ich haben wohl auch viele andere schlechte Erfahrungen mit Kollegen gemacht, die Stellen nur übernommen haben, weil es für sie ein notwendiger Karriereschritt war und ohne dass sie echtes Interesse an den Aufgaben gehabt hätten.

    Es geht darum, dass man in einem Gesundheitszustand ist, in dem man zwar nicht mehr vier Stunden vor einer Mittelstufenklasse stehen, aber noch ein halbstündiges Prüfungsgespräch führen kann.

    Aber wahrscheinlich ist mein Körper fehlkonstruiert, da er nicht nur völlig krank und völlig gesund kennt.

    Es geht nicht darum, was das dein Körper kennt, sondern das Dienstrecht. Das kennt grundsätzlich so etwas wie eingeschränkte Dienstfähigkeit, die ist aber nicht für diesen Kontext gedacht.

    Gerade bei der Prüfungsabnahme wäre ich vorsichtig, denn das sind Situationen, die juristisch besonders belastbar sein müssen. Da kann es Probleme geben, wenn die 4 Stunden Unterricht bei Kollege A erst krankheitsbedingt ausgefallen sind, der dann aber Mittags eine mündliche Abiturprüfung abnimmt.

    Leider habe ich die Situation tatsächlich selber schon erlebt, als Beisitzer in einer Abiturprüfung mit einer prüfenden Kollegin, die krank und völlig neben der Spur war und die dann während der Prüfung immer wieder lange Sekunden einfach ins Leere gestarrt hat, weil sie vor der nächsten Frage wieder Kraft sammeln musste. Sie hat die Kandidatin dadurch völlig aus dem Konzept gebracht und eine eigentlich sehr gute Schülerin hat in der Prüfung dann ein befriedigend bekommen. Gut gemeint ist oft genug das Gegenteil von gut gemacht.

    In NRW werden die A14-Stellen für einen Bezirk in der Regel zu festen Terminen bekanntgegeben, sodass für den Fall, dass sich jemand auf mehrere Stellen bewirbt, nur eine dienstliche Beurteilung durch den SL notwendig ist.

    Beinhaltet die dienstliche Beurteilung bei euch nicht den Aspekt der Eignung für die ausgeschriebene Stelle? Die muss doch individuell für die Stelleninhalte sein.

    Aber z.B. in Dinge, wie Mitarbeit bei der Beschaffung und Verwaltung der Lernmittel kann sich doch jeder einarbeiten oder?

    So richtig schlauer werde ich auch nicht. Vielleicht ist es sinnvoll, sich doch erstmal nur intern zu bewerben? Die Chancen sind ja eh gering, da viele Stellen extern vergeben werden und am Ende versucht man es einfach 1-2 Jahre später nochmal.

    So langsam entsteht der Eindruck, dass dein Ziel weder von irgendeiner besonderen Kompetenz noch besonderen Interessen geprägt zu sein scheint, sondern ausschließlich von "ich will irgendwie für irgendwas A14". Da würde ich gedanklich vielleicht einfach noch mal 3 Schritte zurück gehen. Bei uns hättest du mit dieser Haltung keine Chance.

    Wir kommunizieren viel mit unseren Nachbarschulen. Zum Beispiel auch, wenn sich einer von denen zu uns bewirbt oder andersherum.
    Dass wir aber Bewerberlisten für offene A14-Stellen vergleichen, ist mir noch nie untergekommen. Wir sind einmal durch Zufall darauf gestoßen, weil ein Kollege sein Glück teilen wollte, dass sich im Zuge der A14-Bewerbung jemand beworben hat, der zufällig eine sehr gelegen kommende Fachkombination hatte.

    In Niedersachsen liegt die Durchführung des Verfahrens bis A14 in der Hand des Schulleiters, dem wird es wohl auffallen, wenn er den gleichen Kollegen nacheinander 5 mal beurteilen muss. Und ja, es muss für jede neue Stelle wieder ein eigenes Verfahren durchgeführt werden, in so fern kann es durchaus eine Strategie sein, den Schulleiter mit Bewerbungen einfach so lange zu nerven, bis man irgendwas bekommt. Kann aber auch nach hinten losgehen und für den Bewerber ist jedes Verfahren immer mehr Arbeit als für den Beurteilenden.

    Also würdet ihr eher davon abraten, sowas zu tun, da der hauseigene Kandidat meist eh die volle Punktzahl hat, es eigentlich alle nur nervt und man sich damit eher ins eigene Bein schießt?

    Ich würde immer im Vorfeld Kontakt mit dem Schulleiter aufnehmen und in einem Vorgespräch klären, ob es hausinterne Bewerber gibt und dann zwischen den Zeilen sehr genau hinhören, ob externe Bewerber wirklich gewünscht werden. Wenn das nicht der Fall ist, kann man sich wohl trotzdem mal testweise auf eine Stelle bewerben um sich zu zeigen und Erfahrung zu sammeln, aber nicht auf fünf.

    Ein Tagesausflug ins Museum o.ä. ist doch keine Sache, wo ich vorher eine schriftliche Einverständniserklärung einhole oder ist das bei euch anders? Sowas ist zumindest bei uns an der Tagesordnung und wenn die Info schon an Eltern weiter gegeben wurde und diese schon reagiert haben, war die Info über den Ausflug doch jetzt mit vermutlich ca. einer Woche Vorlauf auch nicht soo kurzfristig.

    Ich habe -abgesehen von Klassenfahrten - noch nie vorher ein schriftliches Einverständnis eingeholt. Wir informieren die Eltern und die Schulleitung und das war's.

    Doch, ganz selbstverständlich ist da bei uns so, nach dem tödlichen Vorfall auf der Englandfahrt seit einem Jahr auch mit der expliziten Dienstanweisung aus der Behörde, dass auch bei Tagesausflügen, Wandertagen etc., die Eltern schriftlich bestätigen müssen, dass keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorliegen, die zu irgendeiner Gefährdung führen können.

    Schriftlich muss dabei inzwischen gar nichts mehr erfolgen, dafür gibt es Elternkonten und ein entsprechendes Elternbriefe-Modul bei iServ. Bis es das gab, habe ich aber selbstverständlich bei jedem Tagesausflug Unterschriften eingeholt und entsprechend langfristig geplant. Ausnahme sind höchstens Unterrichsgänge über maximal 2 Schulstunden im direkten Umfeld der Schule ohne Nutzung von Verkehrsmitteln.

    Wartet mal ab, in den nächsten 1-2 Jahren werden junge Kollegen kommen, die selbstverständlich Zeugnisse mit KI schreiben, Klausuren mit KI korrigieren etc. und in 5 Jahren fragen wir uns, warum wir so lange damit gewartet haben, uns diese nervigen Arbeiten von der KI abnehmen zu lassen.

    Warten musst du nicht auf die Technik (es gibt bereits KI Anbieter für Korrekturen, das Schreiben eines Textzeugnisses wäre mit ein paar Beispielvorlagen und einem entsprechend ausformulierten Prompt auch längst möglich ), sondern darauf, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen durch die Behörde dafür geschaffen werden und darauf, dass Lehrkräfte die Bereitschaft entwickeln, diese Dinge auch zu nutzen.

    Ich kenne das korinthenkackende Gegenlesen ebenfalls und fand es ziemlich nervtötend. Es macht allen einen Haufen Zusatzarbeit und hat am Ende nur was mit dem kranken Perfektionismus der SL zu tun.

    In den meisten Fällen hat das nichts mit Perfektionismus zu tun, sondern ist eine (beschissene) Führungsstrategie: den Untergebenen irgendwelche im Grunde überflüssige Aufgaben geben und vermeintliche Fehler vorhalten, um die eigene Position deutlich zu machen.

    Habt ihr schon ansatzweise Vergleichbares erlebt?

    Schräge Geschichten von neu angemeldeten Usern, die irgendeine merkwürdige Grundsatzdiskussion hin im Forum initiieren sollen und bei denen sich der Urheber entweder gar nicht wieder meldet oder nach ein paar weiteren Posts verschwindet, erlebe ich aktuell fast täglich.

    Es mag durchaus sein, dass sich im Einzelfall wahre Geschichten dahinter verbergen, aber in der Summe finde ich es inzwischen doch reichlich ermüdend.

    Es darf schon gar nicht passieren, dass ein Schüler am Ende des Schuljahres auf 60% unentschuldigte Fehlzeiten kommt, da hätte längst die entsprechenden Prozesse eingeleitet werden müssen. Wenn sich das über das ganze Schuljahr zieht, reden wir von mehreren verhängten Ordnungsgeldern durch die Stadt und Ordnungsmaßnahmenkonferenzen durch die Schule, da hätte die Frage der Bewertung längst geklärt sein müssen, das entscheidet dann nicht der einzelne Lehrer individuell am Ende des Schuljahres.

    Unentschuldigte Fehlzeiten werden mit ungenügend bewertet, entschuldigte Fehlzeiten gar nicht, ist in diesem Fall also insgesamt klar ungenügend.

    Natürlich würde ich das in so einem Extremfall mit dem Schulleiter abklären und es sollte eine klare und gemeinsame Regelung für alle KuK geben, das Schüler wird ja nicht nur bei dir gefehlt haben.

    Es stellt sich tatsächlich die Frage, ob der Ausflug während der Unterrichtszeit stattfindet. In der Grundschule haben wir Unterrichtsgänge und Ausflüge in der Regel so geplant, dass sie in die reguläre Unterrichtszeit fallen.

    Ein einfacher Unterrichtsgang ist es, wenn ich in der Biologiestunde in den benachbarten Wald gehe und dort Regenwürmer einsammle, ganz sicher nicht, wenn ich mit 6jährigen in den Bus steige und für einen Tag in die nächste Großstadt fahre.

Werbung